Hilfe - nach Krankenhausaufenthalt ist Essen/Trinken die Hölle!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von italyelfchen 14.04.11 - 11:35 Uhr

Hallo ihr lieben,

wie haben leider einige Tage im Krankenhaus hinter uns, die mit viel Qual für unseren Zwerg (knapp 7 Monate) verbunden waren. Nun sind wir wieder zuhause und es geht ihm eigentlich wirklich viel besser!
Beim Essen/Trinken ist allerdings noch mehr als der Wurm drin!
Er war ein super Esser, hatte Mittags und Abends Brei bekommen und meist die ganze Portion verdrückt. Vormittags, Nachmittags, zum Einschlafen und nachts hatte ich gestillt.
Er ißt garnichts mehr, keinen Löffel! Was mich auch garnicht wundert, weil man im 3-Stunden-Rhythmus oral Medikamente in ihn hinein GEKÄMPFT hat. Angeblich gab es keine Alternative! Da würde ich den Mund auch irgendwann garnicht mehr auf machen! Nun ja, er ißt also keinen einzigen Löffel! Soweit erstmal KEIN Problem, ich stille ja eigentlich, auch wenn nach dem ganzen Chaos und dem wenigen Trinken als es ihm ganz schlecht ging (er war total verkabelt, Tropf, Sauerstoffbrille usw., und hatte auch natürlich kaum Hunger) sehr sehr wenig Milch da ist!
Jetzt das eigentliches Problem: Wenn er wach ist, verweigert er meist die Brust! Ich kann ihn praktisch nur zum Einschlafen stillen, austricksen mehr oder weniger, wenn er schon am Einpennen ist. Gut trinken tut er dann natürlich nicht und die Produktion ankurbeln geht so mal überhaupt garnicht, er schläft ja nicht alle 1-2 Stunden! Immerhin trinkt er Wasser, wenn es nach ihm ginge ausschließlich! Das war auch kein Problem, so lange er am Tropf hing, aber so braucht er ja mal langsam wieder etwas, um zu Kräften zu kommen! Ich bin wirklich ratlos! Ich will ihm das Wasser nicht verweigern, damit er den Durst an der Brust stillt, weil ich Angst habe, er können austrocknen (war echt knapp bei der Einweisung ins Krankenhaus, die konnten kaum einen Zugang legen, weil die Venen schon so "eingefallen" waren). Aber er kann ja nicht nur von Wasser leben! Einfach nochmal abwarten und immer wieder anbieten? Manchmal geht es, in das Wasser 1/3 der eigentlichen Menge an Milchpulver zu mischen. Er hängt natürlich total durch. Wahrscheinlich noch als Nachwirkung der KrankheitEN (!) aber irgendwie habe ich immer Angst, er bekommt nicht genug! Ich habe schon versucht, unsere Kinderärztin in Deutschland zu erreichen, ich hoffe, ich komme nachher durch! Ich mache mir solche Sorgen, auch wenn er zum Glück ein Wonneproppen ist (10,5 kg).

Würdet ihr doch versuchen, das Wasser zu reduzieren und ihn an die Brust kämpfen?
Weiterhin Brei und Säuglingsmilch anbieten oder ihn einfach mal 1-2 Tage ganz in Ruhe lassen?
Abpumpen, auf die Gefahr hin, dass er die Milch mit der Flasche dann auch nicht nimmt, und in der Brust, wo er ja immerhin noch ein bissel dran geht, "fehlt? (Ich weiß, dass alles nachproduziert wird, aber das braucht ja auch Zeit!)

Hilfe, mein armer kleiner Zwerg!

Traurige Grüße,
Elfchen

Beitrag von jumarie1982 14.04.11 - 11:40 Uhr

Huhu!

Miese Situation #schmoll
Armer Tropf!

Ich würde es langsam angehen lassen.
Lass ihn Wasser trinken, wenn er das mag und biete ihm aber auch immer vorher die Brust an.
Versuch es mal im ganz dunklen Schlafzimmer. Zusammen auf dem Bett liegend. Kein Radio, kein TV, nur ihr beide.
Er wird nicht verhungern.
Flüssigkeit ist viel wichtiger.

Und wegen dem Essen würde ich den Brei erstmal KOMPLETT wegstellen und ihm stattdessen immer wenn ihr auch esst, etwas geben, was er SELBST essen kann.
Gedünstetes Gemüse oder Obst auch roh.
Einfach in faustgerechten Stücken (so pommesgröße) hinlegen und machen lassen.

Kein Zwang, es wird alles wieder normal werden #liebdrueck

LG
Jumarie

Beitrag von italyelfchen 14.04.11 - 17:45 Uhr

Hey,

danke für den guten Tipp! Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin, das hat er nämlich schon immer gern gemacht! Er matscht zwar mehr, als er "lullert", aber das ist ja egal. Hab ihm dann auch gleich eine Kartoffel und eine Möhre gedünstet und er hat bisse drauf rum gelutscht! Wirklich im Mund geblieben ist zwar nichts, aber das wird ja dann nicht daran liegen, dass irgendein Zwang da war, sondern dann hatte er wohl einfach nicht genug Hunger.
Stillen geht weiterhin eigentlich nur zum Einschlafen, aber da er noch recht müde ist, kommen wir so immerhin auf alle 3-4 Stunden Stillen!
Hoffe, es ist bald geschafft und er ißt auch wieder bissel, denn ich habe große Probleme mit dem Milchspendereflex und kann meist (jetzt sowieso mit dem Druck und der Müdigkeit und selbst krank bin ich auch geworden) nur mit einem Oxytocin-Spray stillen. Aber naja, besser als garnicht...

Danke nochmal und liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von lilly7686 14.04.11 - 11:49 Uhr

Hallo!

Erst mal, wir sind hier leider keine Ärzte.

Meine erste Reaktion wäre, erst mal beim Wasser zu bleiben.
Es ist wichitg, dass dein Kleiner nicht austrocknet. Er hat vermutlich schon einiges an Gewicht verloren und wird vermutlich noch ein paar Tage weiter abnehmen.

Wichtig ist jetzt, dass du ihm immer, wenn du das Gefühl hast, die Brust anbietest. Immer erst die! Aber nicht mit Zwang. Du siehst ja selbst, was dieser "Zwang" mit den Medikamenten angerichtet hat :-(
Wenn er die Brust verweigert, dann gib ihm sein Wasser.

Es dauert sicher noch einige Tage, aber es wird sich wieder einspielen. Er wird vermutlich wieder zum Vollstillen zurück kehren. Zumindest eine Zeit lang. Das ist okay so! Muttermilch ist immer die beste Medizin.

Also in jedem Fall weiter die Brust anbieten, sooft es geht und wenn er verweigert dann Wasser trinken lassen.


Meine Kleine hatte kürzlich Magen-Darm-Virus. Sie hat auch zwei Tage lang nur Wasser und wenig MuMi getrunken. Hat dann einige Tage voll gestillt und alles andere verweigert (auch Wasser). In der Zeit hatte sie auch kaum nasse Windeln. Aber es ging ihr gut, die Haut war okay und sie war fit. Und sie hat gestillt.
Nach etwas über einer Woche hat sie dann auch wieder mit Essen angefangen. Und nach etwas über 2 Wochen hatte sie auch wieder gut nasse Windeln.


Wenn du aber das Gefühl hast, dass es deinem Kleinen schlechter geht, dann würd ich nochmal ins KH oder zum Arzt.
Ansonsten: anlegen und wenn er nicht mag, Wasser trinken lassen.

Gute Besserung!

Beitrag von italyelfchen 14.04.11 - 17:48 Uhr

Danke,
ja, seit Sonntag stille ich ja schon wieder voll, allerdings hing er ja bis Dienstag am Tropf und war total abwesend, brauchte also nicht so viel. Stillen ist bei uns leider ohnehin sehr problematisch, darum war ich auch so froh, dass es so langsam weniger wurde und hoffe sehr, dass diese Phase nicht so lange dauert...

Liebe Grüße,
Elfchen

Beitrag von julchen-mama 14.04.11 - 12:08 Uhr

Ach Du arme Mausi!!!!!!!!!!! Na, dann weißt Du ja jetzt wie ich mich mit meiner kleinen "Brustverweigerin" fühle. Bei uns klappts ja auch nur im (Halb)Schlaf. Es tut mir sooooo leid, daß Du so einen Streß hast. Gehts der Großen denn gut? Ich hoffe, bei Dir ist es jetzt nichts Ernstes!!!!!!!!!!!! Kannst Du denn nicht Muttermilch mit Wasser mischen? Würde ich mal versuchen. Dann mußt Du nicht so viel abpumpen und er kriegt paar Kalorien. Ich würde ihm auch Wasser geben, wenn er partout nichts anderes will. Bei euch ist es ja auch warm noch dazu!!! Ich bin in Gedanken bei Euch #liebdrueck Grit

Beitrag von italyelfchen 14.04.11 - 17:50 Uhr

Ja, danke, ach mensch, das ist echt so ein Mist! Ich beneide alle Mamis, die einfach so Stillen können soooooo sehr! :-( Geht Dir sicher ähnlich...
Mir geht es so lala, Fieber ist bissel runter! Immerhin hat der Virus abgewartet, bis es David wieder besser ging! Stellt Dir mal vor, wir wären gleichzeitig krank gewesen...
Liebe Grüße
Elfchen

Beitrag von sarahjane 14.04.11 - 14:18 Uhr

Ab zum Kinderarzt!


Gute Besserung!

Beitrag von italyelfchen 14.04.11 - 17:52 Uhr

Danke, wir sind gestern Nacht erst aus dem Krankenhaus gekommen...

Beitrag von thalia.81 14.04.11 - 18:12 Uhr

Ohje, wie ist es denn, wenn du ihm im Schlaf anlegst?

Wir haben gerade eine Phase hinter uns, in der Paul auch nur im Halbschlaf getrunken hat und eben beim Schlafen #kratz Nachts muss ich ihn eh oft umbetten, da habe ich ihn dann schlafend angelegt und er hat getrunken als gäbs kein Morgen mehr. Wach wurde er dabei nicht.

Ggf. ist das eine Option für euch. Ansonsten lass ihm sein Wasser und misch dieses ggf. mit Mumi.

Alles Gute euch beiden #liebdrueck

Beitrag von italyelfchen 14.04.11 - 19:32 Uhr

Huhu,

danke! Ja, im Halbschlaf klappt es! Aber normalerweise schläft er ja nicht mehr so viel tagsüber! Ich hoffe, das fängt sich, bis er wieder auf seine drei Schläfchen am Tag umstellt, denn drei mal Stillen wäre wirklich wenig... :-(

LG,
Elfchen

Beitrag von thalia.81 14.04.11 - 20:30 Uhr

Und wie wäre es, ihn nachts anzulegen? Also nicht extra wecken, aber schlafend an die Brust, meiner macht da den Mund im Schlaf auf und schlabbert gut was weg!