Schummelt Lehrerin bei Klassenarbeiten?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von ladymcweiden 14.04.11 - 13:24 Uhr

Hallo,

ich würde gerne wissen, wie ihr folgende Dinge bewertet:

seit Beginn des Schuljahres hat die Klasse meines Sohnes (13J) eine neue Deutschlehrerin.
Laut den letzten Zeugnissen hat sich fast jedes Kind um eine Note verbessert.
Jetzt haben mir mein Sohn und sein Freund aus der gleichen Klasse erzählt, das die Lehrerin oft"ungewollt" hilft. Z.B.:
an der Seitentafel (dort stehen Sachen wie : wann sind welche Arbeiten, wer hat Tafeldienst oder Übungssachen die länger stehen bleiben sollen)
stehen immer noch die Sachen, die in der Arbeit abgefragt werden. Grammatikregeln u.s.w.
Oder sie verlässt den Raum, um auf Toilette zu gehen.

Ich frage mich nun, ob sie davon einen Vorteil hat (z.B. bessere Statistik). Oder tue ich ihr unrecht?

Ich werde sie nicht darauf ansprechen. Es stört mich auch nicht weiter. Es wundert mich nur. Und ich würde gerne wissen,was ihr davon haltet.

Danke,

lady

Beitrag von bambolina 14.04.11 - 13:36 Uhr

ich glaube weniger, dass es an der Statistik o.ä. liegt, denn wenn sie auf gute Noten aus ist, gibt es auch unauffälliger Methoden...

Vielleicht möchte sie auf die Art auch bei den Kids "ankommen", denke die finden es schon cool, wenn einem so geholfen wird.

Befremdlich finde ich ihr Verhalten allerdings schon. Zugegeben auch nicht gut, denn wenn sie mal einen andere Lehrerin bekommen, die da strenger ist und sie sich alle plötzlich verschlechtern, wirkt sich das für die Motivation sicher nicht positiv aus.
Hast du schon mit anderen Müttern darüber gesprochen?

lg bambolina

Beitrag von ladymcweiden 14.04.11 - 13:46 Uhr

Nein, ich habe auch nicht so viel Kontakt zu den anderen Eltern.
Mein Sohn ist in Deutsch sowieso eher gut, deshalb macht mir das auch nichts aus.
Wenn wir zu Hause üben, merke ich ja, dass er es kann.

Ich mag die Lehrerin eigentlich, sie ist älter und geht bald in den Ruhestand. Danach wird sich zeigen, ob es geschadet hat.

Beitrag von tauchmaus01 14.04.11 - 13:58 Uhr

Wer weiß?

Wir hatten eine Französischlehrerin die zur Abschlußarbeit extra betonte, dass wir "auf gaaaaaaaaar keinen Fall " hinten die Verben anschauen sollen. Sie hat dabei gezwinkert, jeder hat gut bestanden #schein

Die Chemielehrerin hatte ganz ausversehen das Periodensystem vergessen abzudecken als wir die letzte Arbeit geschrieben haben....

Nur in den Hauptfächern waren die Lehrer sehr genau.


Mona

Beitrag von luka22 14.04.11 - 14:01 Uhr

Nein, sie hat davon keinen Vorteil außer, dass sie sich nicht wegen schlechter Noten bei Eltern rechtfertigen muss. Auch so lassen sich Probleme vermeiden ;-). Ich finde diese Art nicht in Ordnung, da die Parallelklasse eine solche Behandlung nicht bekommt und das leisten muss, was altersgemäß erwartet wird.

Grüße
Luka

Beitrag von itsmyday 14.04.11 - 16:32 Uhr

Ich finde das jetzt nicht soo schlimm. #schwitz

Die Kinder verbessern sich je nach Lehrkraft erfahrungsgemäß höchstens um 1 Grad.....beim Lehrerwechsel dann vielleicht wieder 1 Grad nach unten. Soo wahnsinnig kann kein Lehrer die Leistungen beeinflussen. Insofern wird auch keinem geschadet, schon gar nicht in Deutsch, wo in Kürze sowieso nur nach Aufsätze geschrieben werden. #cool

LG

Beitrag von krokomobil 15.04.11 - 11:58 Uhr

Hallo,

bei uns war es damals noch etwas krasser. Wir haben eine Chemiearbeit zu Hause weiterschreiben dürfen mit zwei Begründungen.

1. Sie war auf zwei Stunden konzipiert und wir hatten nur eine. (Doppelstunde in der sie eigentlich geschrieben werden sollte, war wegen Feuerwehrübung ausgefallen.)
2. Später könnt ihr auch nicht alles im Kopf haben, es ist wichtig, dass ihr euch auch dann zu helfen wisst.

Wir hatten 4 Einer 15 Zweier und 2 Fünfen (hatten zu Hause nicht weitergeschrieben)

Ich finde das auch nicht so schlimm, wenn man sich in Arbeiten helfen kann. Die meisten haben ihren Lehrstoff doch im Kopf und mal kurz ohne Angst nachschauen zu können beruhigt.

Liebe Grüsse

Rike

Beitrag von mathildarosine 15.04.11 - 12:49 Uhr

Ja, so sehe ich das auch.

Im "späteren Leben" muß man auch nicht alles wissen, sondern nur wissen, wie man es herausfindet, oder?

Also, vom Lernstoff der Schule brauche ich bis heute eigentlich nichts mehr. Ein gutes Allgemeinwissen ist natürlich von Vorteil, aber das habe ich mir eher beim Nachichten- oder Weltspiegelschauen angeeignet.
Und Grammatik war nie meine Stärke.#hicks

Beitrag von dk-mel 16.04.11 - 13:30 Uhr

ich habe mal einen artikel gelesen, der sehr interessant war. demnach sollen die kids, die spicken, besser den stoff aufnehmen, als kinder die gar keine hilfe benutzen dürfen.

und vielen fehlt manchmal einfach nur die sicherheit und ich finde, hilfetafeln an den wänden unterstützen die kids. schließlich müssen die kids ja auch wissen, WO sie gucken müssen und wonach sie suchen müssen...

ich würde das alles erstmal locker angehen, schließlich gibt sie keine richtigen antworten vor oder schreibt selbst die lösungen hin...

achja, zu wissen, WANN eine arbeit geschieben wird, was ist daran so schlimm??? meine tochter würde da trotzdem nicht raufschauen und jedesmal überrascht werden...