Zeit nach KS

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von hibbel-elena 14.04.11 - 16:45 Uhr

Hallo.
Da mein Kind schon die gesamte SS in BEL liegt und sich laut Arzt wohl auch nicht mehr drehen wird, muss ich mir demnächst einen KS-Termin holen.
Wie lange nach dem KS dauert es denn, bis man nicht mehr auf Hilfe angewiesen ist?
Mein Mann hat gerade einen neuen Job angenommen und kann da nicht gleich 2 Wochen Urlaub nehmen. :-(

Beitrag von sandra878 14.04.11 - 17:02 Uhr

Hallo!

Ich war in der selben Situation wie du! Mein Kleiner wurde vor 4 Wochen per KS geholt, weil er auch in BEL lag und sich nicht mehr drehen konnte.

Ich hatte etwa 1 1/2 Wochen nach dem KS noch ganz schön zu tun und war froh, dass mein Freund sich freigeschaufelt hatte.
Ganz ohne Hilfe wirst du bestimmt nicht auskommen. Mir ist teilweise schon das Umdrehen im Bett schwer gefallen.
Mag aber sein, dass du nicht ganz so eingeschränkt sein wirst wie ich. Ich drücke dir die Daumen, dass du ganz schnell nach dem KS wieder fit bist und dich um dein Krümelchen kümmern kannst.

LG
Sandra & Cedric #verliebt

P.S. Hast du niemanden aus deiner Familie, der dir zumindest zeitweise helfen kann (Oma/Opa vielleicht)?

Beitrag von hibbel-elena 14.04.11 - 17:13 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort. Doch, ich hab schon Leute, die mir zeitweise helfen können. Aber eben nur zeitweise
Aber mir gehts hauptsächlich ums Kind. Ich hab Angst, dass ich es nicht aus dem Bettchen nehmen und tragen kann, stillen, etc. Geht das denn schon ohne Hilfe.
Wenn ich dabei Schmerzen habe, werd ich es schon aushalten. Aber es muss halt auch machbar sein, ohne dass ich dabei zusammenbreche...
Hab richtig Schiss vor dieser Hilflosigkeit.

Beitrag von sandra878 14.04.11 - 17:29 Uhr

Also du wirst mit Sicherheit nicht hilflos daliegen. Vieles wirst du wesentlich langsamer und vorsichtiger als sonst machen. Wenn nicht - die Naht ziept dann schon.
Ich habe meinen Kleinen allein aus dem Bett heben und versorgen können. Nur die ganze Arbeit drumherum gestaltete sich schwierig. Du kannst nicht schwer heben (sollst es zu Beginn auch nicht). Im Krankenhaus hat man mir gesagt, dass ich mich gewichtsmäßig am Baby orientieren soll. Alles was schwerer ist, ist für mich tabu. Aber selbst wenn ich es gewollt hätte, es wäre gar nicht gegangen.

Aber um meinen Cedric habe ich mich von Anfang an allein kümmern können, da hatte ich keine Schwierigkeiten. Gut, das Stillen ging erst ein paar Tage später. Lag aber am verspäteten Milcheinschuss nach dem KS, was aber normal ist.

Mach dir kein Gedanken, du packst das. Und gänzlich hilflos bist du definitv nicht! :-)

Beitrag von hibbel-elena 15.04.11 - 12:39 Uhr

Danke :-) Das klingt doch beruhigend!

Beitrag von sandra878 15.04.11 - 14:18 Uhr

#bitte #winke

Ansonsten können wir auch gern über VK Kontakt halten, wenn du magst. Schreib mir einfach! :-)

Beitrag von irish.cream 14.04.11 - 17:17 Uhr

Ich hatte vor 3,5 Jahren einen Not-KS unter Vollnarkose..

die ersten Stunden waren nicht so nett, beim Aufstehen ziepte es noch - nach dem 3-4 mal alleine aufstehen war das aber ok.. ansonsten hab ich mich bewegen können wir sonst auch, nur halt etwas langsamer..
Niesen/Husten gab dann noch mal einen "Stich" - aber wenn ich mit der Hand Gegendruck auf die Narbe ausgeübt hatte, war auch das nicht mehr..

Ich persönlich habe nur nach dem Aufwachen aus der Narkose einen Schmerztopf bekommen - danach brauchte ich keine Schmerzmittel mehr.. hab auch die erste Nacht nach KS wieder direkt auf dem Bauch geschlafen - problemlos..
nach 4 Tagen KH hab ich zu Hause da weiter gemacht, wo ich aufgehört hatte: mitten im Umzug.. mir ging es gut, musste halt nur bissl langsamer machen..


Du wirst wohl jetzt einige verschiedene Aussagen zuhören bekommen - klar sollst du dich schonen, aber wenn es dir selbst gut geht, ist das alles kein Problem! Kommt halt darauf an, wie schnell du sonst immer fit warst..

LG
Tanja mit Brian (3) und Amy (ET+4)

Beitrag von sohnemann_max 14.04.11 - 18:21 Uhr

Hi,

ich habe zwei KS hinter mir.

Beim Ersten war ich eine Woche in der Klinik (Blutwerte waren so grottenschlecht) und beim Zweiten bin ich nach 3 Tagen gegangen.

Bei beiden habe ich - ausser am Tag der OP - keine Schmerzmittel gebraucht. Wir hatten ein KH, indem es keine Kinderstation bzw. Kinderzimmer gegeben hat. Es war Rooming In und zwar von Anfang an. Am ersten Tag bekam ich Hilfe beim Wickeln und mir wurde das Fläschchen gebracht. Danach war es aus und vorbei und ich machte alles schön brav selbst. Klar dauert es ein paar Minuten länger aber es geht.

Das Aufstehen danach fand ich bei beiden schrecklich. Es tat weh, furchtbar weh. Das legte sich aber schlagartig, sowie ich öfters das Bett verlassen habe.

Wie ich zu Hause war, hatte mein Mann zwar Urlaub, dennoch habe ich zu 90 % alles alleine gemacht. Mir ging es gut. Hat zwar alles wie oben schon geschrieben ein wenig länger gedauert aber es funktionierte ohne Probleme. Das einzige was ich nicht gemacht habe - Getränkekisten geschleppt. Wie ich das erste mal nachmittags (nach 5 Tagen) spazieren gegangen bin - mit großem Sohn, Kinderwagen und Hund - dachte ich, ich schaffe keine 100 Meter und ich kann nie mehr wieder laufen. Pustekuchen, grad dass ich nach weiteren 2 Wochen nicht schon wieder das Joggen anfangen wollte.

Kommt immer drauf an, was man aus Situationen macht. Entweder Du leidest wegen dem KS weil alle hutschidu machen und alle es als Schlimm und von wegen Bauch OP abstempeln oder aber Du stehst dazu und dann funktioniert das auch.

LG
Caro mit Max 6,5 Jahre und Lara 23 Monate

Beitrag von bjerla 14.04.11 - 19:49 Uhr

Ich hatte im Sommer 2009 einen KS und bin noch am gleichen Tag allein aufgestanden. Die Schmerzen fand ich schon schlimm und auch nach 4 Tagen zu Hause brauchte ich teils noch etwas Hilfe. Sonst wars schon recht beschwerlich. Nach ca. 1 Woche fühlte ich mich dann aber kaum noch eingeschränkt und nach 2 Wochen hatte ich keinerlei Beschwerden mehr.

LG

Beitrag von blumella 14.04.11 - 19:59 Uhr

Wäre denn nicht vielleicht eine spontane BEL-Geburt eine Alternative?
Die meisten Frauen sind nach Spontangeburt sofort wieder fit und können ihre Babys problemlos alleine versorgen...

Beitrag von hibbel-elena 15.04.11 - 12:44 Uhr

Mir ist das Risiko zu groß. Es gibt hier weit und breit kein KH, das auf BEL-Geburten spezialisiert ist. Meine Hebamme (noch eine der alten Schule, die viele BEL-Geburten geleitet hatte, jetzt aber in Pension ist) sagte, ich soll das nicht versuchen, weil die Hebammen und Ärzte heute gar nicht mehr auf solche Geburten "trainiert" sind.

Beitrag von blumella 15.04.11 - 21:26 Uhr

Das ist natürlich richtig, man sollte schon ein Krankehaus haben, dass solche Geburten regelmäßig betreut.
Schade, dass es das bei Euch nicht gibt.

Beitrag von widowwadman 14.04.11 - 20:28 Uhr

Ich hab meine Tochter von Anfang an wickeln und versorgen koennen. Koch vor, oder fuell den Gefrierschrank mit Pizza und lass den Haushalt groesstenteils Haushalt sein, dann isses echt nicht so wild.

Beitrag von nic10704 14.04.11 - 20:56 Uhr

Hallo,

ich hatte am 26.01.(Mi.) meinen KS. Ich bin Montags drauf aus der Klinik und ab Dienstags hat mein Mann wieder gearbeitet.

Den Kleinen hab ich schon im Krankenhaus selbst versorgt.

Zu Hause dann logischerweise auch. Ohne Schmerzmittel. Außerdem hab ich noch nen halbwüchsigen Schulanfänger daheim, der auch Aufmerksamkeit und Hausaufgabenbetreuung brauchte. War alles klein problem.

Meine 1. spontane Geburt (mit Saugglocke) war deutlich schlimmer und ich viel gehandicapter.

Da du einen geplanten KS hast wird man sich auch alle Zeit der Welt nehmen.
Und passieren kann immer etwas.. Auch bei ner spontanen Geburt.

Im Normalfall wirst du dein Kleines aber alleine versorgen können.

LG
Nic10704

Beitrag von jurbs 14.04.11 - 22:00 Uhr

war 4 Tage im KKH - am Tag der Entlassung lief ich noch etwas langsamer als sonst, weils echt anstrengend war, daheim ging es dann aber ohne Probleme. hab also keine wirkliche Hilfe gebraucht. mein Mann hat noch ne Weile die schweren Sachen getragen, hab z.B. einfach den Getränkeeinkauf im Auto gelassen - aber hab ja immer 2 Buben getragen, nach ca ner Woche nach der Geburt war alles wie immer.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 14.04.11 - 23:39 Uhr

Hi,

also ich war nach dem KS viel schneller fit als nach der vaginalen Geburt ;-)

Da war ich drei Monate lang auf Hilfe angewiesen, nach dem KS hab ich nach einer Woche wieder alles (Haushalt, 2 Kleinkinder, Einkäufe) selber gemacht. Anfangs noch etwas langsamer, das bessert sich aber schnell.

Ich war lediglich die erste Nacht (KS war um 20:30 Uhr) auf Hilfe angewiesen um das Baby aus dem Bett zu mir zu heben. Das war's aber auch schon.

Mit dem Tragen und Heben habe ich es auch nicht wirklich genau genommen was aber laut den Ärzten des KH vollkommen in Ordnung ist. Die haben gesagt man darf so viel heben wie man verträgt. Das merkst du schon wenn es dir zuviel wird ;-). Ich habe bei der Entlassung unsere Große (da knapp 2 Jahre und 14 Kilo) den größten Teil der Strecke zum Auto getragen - das war nach drei Tagen.

Wichtig ist nur, dass du so schnell es geht aufstehst. Möglichst das erste Mal wenn die Schmerzmittel, die man direkt nach der OP meist bekommt, noch wirken denn das ist schon echt schmerzhaft. Aber mit jedem Aufstehen, mit jedem Schritt wird es deutlich besser. Zwing dich also dazu dich zu bewegen und du wirst sehr wahrscheinlich schnell wieder vollkommen alleine klar kommen. Und spiel nicht den Helden sondern nimm ausreichend Schmerzmittel wenn du Schmerzen hast. Die sind stillverträglich und erleichtern dir den Start mit Baby ungemein.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von hibbel-elena 15.04.11 - 12:47 Uhr

Vielen herzliche Dank für Eure aufbauenden Antworten!!!
Jetzt seh ich dem ganzen viel gelassener entgegen.

Alles Liebe Euch und Euren Zwergen!
LG Elena

Beitrag von marleni 15.04.11 - 21:26 Uhr

Ich hatte zwei Kaiserschnitte. Beim ersten brauchte ich die 5 Tage im KH, bis ich wieder so fit war, dass ich zu Hause alles alleine machen konnte. Sobald ich am 6. Tag zu Hause war, war ich fit. Hatte auch keine Schmerzen mehr.

Bei KS 2 war ich noch schneller fit, obwohl dabei viel mehr kaputt ging in mir (viel Blut verloren, Gebärmutter gerissen, Harnblase gerissen ...). Ich war leider zwei Wochen im KH, bin aber zwei Stunden, nachdem ich aus der Vollnarkose erwachte, aufgestanden und rumgelaufen. Habe anfangs 3x400mg Ibuprofen genommen, morgens mittags abends, das hat Schmerzen gleich mal vermieden.

Nach zwei Wochen war ich zu Hause und seitdem mache ich alles alleine, trage mein Baby den ganzen Tag rum und hebe auch, wenn es sein muss, mein großes Kind (12 Kilo), wobei ich das nicht gerne tue, weil es schon etwas zwickt und ich Angst um meine Narbe in der Gebärmutter habe. Aber manchmal muss es eben sein, sie kann nicht überall selbst raufklettern.

Also, das geht schon, aber nimm ruhig Schmerzmittel. Paracetamol oder Ibuprofen. Paracetamol, glaube ich, maximal 1000 mg am Tag, Ibu maximal 1200 mg. Frag aber lieber noch mal nach. Du kannst unbedingt trotzdem stillen!

Alles Gute und Liebe
M.

Beitrag von angelcare-85 16.04.11 - 08:49 Uhr

Guten Morgen,

ich hatte jetzt 3 ks und ich muss dir sagen das jeder anders war.

1.Ks: 3 stunden danach das erste mal aufgestanden. Kind von anfang an selbst versorgt. War relativ schmerzfrei.

2.Ks: 3 stunden danach katheter raus duschen gegangen. Aufstehen klappte besser wie beim ersten man weiß ja wie es geht. Kind von anfang an selbst versorgt.

3.Ks: 5 stunden danach vom Bett in den Rollstuhl gesetzt worden von meinem Mann (krankenpfleger). Dann das erste mal unser Baby auf its gesehen. Furchtbare schmerzen. Weder ibu noch paracetamol hat geholfen > Dipi bekommen 4-5 mal filmriss. Drei Tage hilfe beim aufstehen gebraucht, länger gehen geht gar nicht. Mein mann blieb aber von anfang an dabei hat mir viel geholfen. Nach dem 3 hätte ich defenitiv kein Kind versorgen können und war froh das mein mann 4 wochen Elternzeit hatte

Beitrag von monsterlein 16.04.11 - 17:12 Uhr

Das ist ganz unterschiedlich.

Ich habe bei meinem 1. Kind auch einen KS gebraucht und es war wirklich sehr schmerzhaft, was aber eindeutig am KH lag!

Meine Freundin hatte nun den 3. KS , alle in einem anderen KH und sie konnte bei den ersten beiden KS glaich am nächsten Tag schon aufstehen und sich selber um die Kinder kümmern. Nur beim 3. KS hat es 1 Tag länger gedauert.

Ich gehe nun in ein anderes KH wo auch meine Hebi arbeitet, da läuft vieles anders und ich bin zuversichtlich das es mir dann besser geht, brauche nämlich auch wieder einen KS.

Leider hat man mir beim 1. Kind auch Schmerzmittel vorenthalten, ich bekam 1x täglich 400 Ibu und das wars, alle haben mich als Wehleidig hingestellt. Jetzt im nachhinein weis ich das es zu wenig Schmerzmittel war und ich deshalb auch so höllische Schmerzen hatte. Verlange danach wenn es Dir zuviel wird an Schmerzen und geh in eine Klinik die Dir zusagt.

Alles Gute!