Wann die "Wahrheit" über Osterhase, Weihnachtsmann und Co. sagen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schmusimaus81 14.04.11 - 17:56 Uhr

Hallo,

unsere Große ist 6 Jahre, kommt dieses Jahr in die Schule und das Osterfest steht bevor. Ich bin nun am Überlegen, ob es Zeit ist ihr zu erzählen, dass die Geschenke nicht der Weihnachtsmann / Osterhase / Nikolaus bringt, sondern die Eltern diese verstecken / verpacken. Momentan glaubt sie noch felsenfest an alle 3. Ich möchte allerdings nicht, dass sie in der Schule ausgelacht wird, wenn sie vielleicht die Einzige ist, die noch daran glaubt.

Wann habt ihr eure Kinder "aufgeklärt" und wie habt ihr es gesagt? Ich habe noch 2 kleinere Kinder. Die sollen natürlich noch ein Weilchen daran glauben dürfen. Geht das überhaupt, wenn ein Kind die Wahrheit weiß und die anderen noch (weils so schön ist) "angelogen" werden? Oder denkt die Große dann, wir lügen ständig???

LG
maeuschen1996

Beitrag von shakira0619 14.04.11 - 18:06 Uhr

Nein, ich kenne das nicht so, daß man von den Eltern erfährt, daß das erfunden ist.

Und ausgelacht wird bei uns auch keiner.

Also die Wahrheit NIE sagen. Denn das bekommen sie leider viel zu früh von anderen mit.

LG

Beitrag von schmusimaus81 14.04.11 - 18:13 Uhr

Aber dann steht man doch als totaler Lügner da oder??? Wenn man ständig vom Osterhasen, Weihnachtsmann, Nikolaus redet und sie erfahren von anderen, dass das alles gar nicht stimmt. Und man ist unvorbereitet, wenn plötzlich das Thema im Raum steht.

Beitrag von shakira0619 14.04.11 - 19:05 Uhr

Quatsch!

Ich habe meine Mutter nie als Lügner hingestellt. Ich war ein Spätzünder! Habe bis ich 12 war daran geglaubt.
Es hat mir dann ein Schulfreund erzählt, ich hab das meiner Mutter erzählt und war natürlich entrüstet, daß er sowas sagt.

Meine Mutter hat mir erklärt, daß man den Kindern mit solchen Geschichten eine tolle Kindheit bereiten möchte und hat gefragt, ob ich es nicht immer schön fand, daran zu glauben und mich darauf zu freuen.

Und JA: Ich fand es immer toll, daran zu glauben und bin auch froh, daß ich so lange daran glauben durfte!

Liebe Grüße

Beitrag von mamavonyannick 14.04.11 - 19:10 Uhr

Ein Lügner ist für mich jemand, der etwas Falsches erzählt, um sich daraus einen Vorteil zu verschaffen oder um nicht zugeben zu müssen, einen Fehler gemacht zu haben. Wenn ich meinen Sohn vom Weihnachtsmann erzähle, dann kann ich keinen Vorteil für mich erkennen.;-)

Beitrag von anyca 14.04.11 - 18:16 Uhr

Wir haben gar nicht erst gelogen.

Unsere Kinder basteln doch auch Weihnachtsgeschenke im KiGa und sie dürfen Ostern auch Eier für uns verstecken (macht ihnen mindestens so viel Spaß wie das Suchen), also ist eh klar, daß das alles ein Spiel ist ...

Beitrag von mamavonyannick 14.04.11 - 18:57 Uhr

lügen???#kratz

Beitrag von anyca 14.04.11 - 20:26 Uhr

Die Frage war, wann man die Wahrheit sagt - das muß man doch nur, wenn man vorher gelogen hat, oder was ist für Dich das Gegenteil von Wahrheit?

Beitrag von mamavonyannick 14.04.11 - 20:53 Uhr

Die Wahrheit ist in Anführungsstriche gesetzt, von daher habe ich es nicht auf Lügen bezogen.

Beitrag von lulu2003 14.04.11 - 18:16 Uhr

Hallo,

unser Großer ist 7 Jahre alt und geht seit September zur Schule. Er glaubt bis heute an all das. Klar ist er schon mal heim gekommen und hat gesagt, xy hat behauptet es gäbe den Weihnachtsmann&Co. gar nicht.
Ich habe ihm dann einfach gesagt dass es Kinder gibt die einfach nicht daran glauben wollen. Er soll sich nicht davon beeinflussen lassen sondern das glauben was er möchte. Bis jetzt funktioniert es.

Sollte er irgendwann von selber mal kommen werde ich ihm einfach sagen, dass die Eltern "Hilfestellung" leisten wenn es dem Weihnachtsmann oder Osterhasen zuviel wird. #schein

LG
Sandra

ps: ich persönlich finde dass der tolle "Zauber" verfliegt sobald an an all das nicht mehr glaubt....

Beitrag von schmusimaus81 14.04.11 - 18:34 Uhr

Das ist ja auch süüüß.

Mmmh, eine Möglichkeit wärs so zu reagieren. Irgendwann kommt halt der Tag X.

Ich finde es auch toll, wenn die Kinder noch daran glauben. Sie basteln dann was für denjenigen, schreiben Wunschzettel usw. Das ist schon irgendwo niedlich. Den Weihnachtsmann haben meine Kinder noch nie bei uns daheim gesehen. Der kommt "blöderweise" immer dann, wenn wir in der Kirche zum Krippenspiel sind. Das gehört für uns zu Weihnachten einfach dazu, auch wenn wir sonst NIE in die Kirche gehen.

LG
maeuschen1996

Beitrag von lisasimpson 14.04.11 - 19:00 Uhr

ich habe meine kinder gar nicht erst belogen.

meine kinder wissen, daß das geschichten sind, die wir uns erzählen, weil wir es schön finden, uns das vorzustellen.
daß es aber in wahrheit weder den nikolaus gibt noch den osterhasen oder das Christkind.
das ändert nichts daran, daß sie dennoch daran "glauben", in dem moment, in dem es aktuell ist.

aber ich werde so niemals in die verlegenheit kommen, sie "aufklären" zu müssen, daß ich ihnen die unwahrheit gesagt hätte

lisasimpson

Beitrag von twins 14.04.11 - 19:32 Uhr

Hi,
meine Nichte hat locker bis zur 4. Klasse dran geglaubt.
Und danach war sie sich immer noch nicht so sicher, bzw. sie hat sich von diesen ganzen Geschichten immer noch anstecken lassen, besonders Weihnachten.
Ach, das gehört doch zur Kindheit einfach dazu. Das ganze drum herum, ist doch einfach alles spannend.
Ich möche meine Kindheit mit Weihnachten, Ostern, etc. gar nicht missen. Wenn ich denke, das Eltern diese "verlogenen" Geschichten gar nicht erzählen....nene, ich habe so tolle erinnerungen daran, das möchte ich meinen Kindern nicht nehmen.

Und ich denke sie kommen nicht irgendwann zu mir und sagen "Du bist eine Lügnerin"....

Grüße
Lisa

Beitrag von gaeltarra 14.04.11 - 19:48 Uhr

Hi,

so sehe ich es auch! Es ist wie "Märchen", irgendwann realisieren die Kinder, dass es nicht Wirklcihkeit ist. Aber bis dahin sollen sie ihre Freude daran haben, dass der Osterhase oder Nikolaus oder das Christkin "alles weiß und sieht usw.". Ich empfand es NIE als Lüge, irgendwann ist man reif genug und weiß, das es Osterhase & Co. nicht gibt.

Daran ist nun wirklich nichts "verlogen"! Denn DANN dürfte man den Kindern keine "Lügengeschichten" über sprechende Elefanten, fliegende Hexen, überstarke Mädchen, junge Detektive usw. erzählen!

DANKE für deinen Beitrag! Ich bin jetzt schon soooo alt, aber die Kindheitserinnerungen an Christkind und Osterhase waren und sind einfach nur schööööööööööööööööööööön!

VG
Gael

Beitrag von twins 14.04.11 - 21:29 Uhr

Ich würde auch wieder viel lieber ans Christkind glauben! Jetzt als Mutter die Kinderaugen zu sehen, wenn der Weihnachtsbaum geschmückt ist, die den Glitzerstaub vom Christkind sehen *snief* das ist sooo schön!

Meiner Freundin muss ich jedes Jahr Glitzerstoff geben, denn wenn der Wunschzettel abgeholt wird, verliert es immer etwas vom Mantel, damit man weiß, das es da war.....das ist sooooo schön.

Und wir stellen immer ein paar Kekse raus....ist ja auch alles so anstrengend...

Grüße
Lisa

Beitrag von zahnweh 14.04.11 - 20:13 Uhr

Hallo,

ich denke sie wird von selbst anfangen zu zweifeln. In der Schule, wenn alle drüber reden und diskutieren. Dann wird sie kommen und nachfragen.

Bei uns damals (Schule mit 7 Jahren) wussten es manche, manche glaubte noch daran und manche hatten eine andere Religion und wussten nix von Weihnachtsmann oder Osterhase.
Ausgelacht wurde keiner. Waren ja jeweils mehrere und alle fragten zu Hause nach. Dann sollte man aber schon auspacken ;-)

Ich selbst hab "den Nikolaus" eines nachts erwischt mit 5 Jahren als "er" sich den Zeh an meinem Bett stieß und sich einen Schrei verkniff. Den Knall hatte ich aber schon gehört. :-p Und da ich die Umrisse auch bei Dunkelheit mit Straßenlaterne identifizieren konnte, war nichts mehr mit leugnen.

Im Kindergarten meiner wissen auch schon einige bescheid (erwischt, ertappt, zu lange nachgefragt bis die Eltern sich verplappert haben,...). Einige lassen den Kleinen den Glauben, andere posaunen es jedem entgegen.

Rauskommen wird es früher oder später. Wichtig ist ehrlich sein, wenn sie nachfragt.

Beitrag von hummelinchen 14.04.11 - 21:00 Uhr

Kinder kommen von ganz alleine dahinter, wie die Welt funktioniert...
Und selbst wenn du es ihr sagen würdest, vermutlich würde sie es nicht glauben... #schein
Lass sie doch, das magische Denken der Kinder ist was ganz zauberhaftes...

Und ganz sicher wird sie nicht ausgelacht, denn es gibt viele Kinder, die in dem Alter noch Glauben.......

lg Tanja

Beitrag von rienchen77 15.04.11 - 07:28 Uhr

das kommt von ganz alleine...ich würde sowas nicht meinen Kind sagen, dafür sind die anderen Kinder da....die älteren klären ziemlich schnell die anderen auf...

Beitrag von smilla1975 15.04.11 - 21:21 Uhr

hallo,

lass ihr doch noch den glauben! meine tochter wird zwar erst im september 6, aber sie glaubt auch noch ganz fest an den osterhasen und ans christkind, ich finde das super!!

lg
smilla mit miriam (5) und carina (12 wochen)