kann mir fragen zur polardiagnostik beantworten

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Beitrag von xennia 14.04.11 - 19:18 Uhr

huhu, bin recht aufgewühlt, da ich wahrscheinlich pdk machen muss. Habe zwar demnächst ein Beratungstermin, geht mir aber zu lange...

1. wie sicher kann ich sein dass die eizellen die mir dann eingesetzt wird gesund ist? sprich dass mein chromosomendefekt behoben ist?

2. hat es jemand schon gemacht und hatte auch vertauschte chromose?

bussy und danke schon mal

Beitrag von nani. 14.04.11 - 23:55 Uhr

Informationen zur Polkörperdiagnostik (PKD) findest du auch beim googeln



http://www.aerztekammer-bw.de/25/10praxis/75gynaekologie/0806.pdf



http://www.kup.at/kup/pdf/9319.pdf

Bei Frauen mit einer balancierten Translokation ermöglicht die Untersuchung des 1. und 2. Polkörpers eine indirekte chromosomale Überprüfung der
Eizelle. Es kann festgestellt werden, ob die Eizelle bezüglich der an der Translokation beteiligten Chromosomen unbalanciert oder balanciert/normal ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Polk%C3%B6rperdiagnostik

http://www.ivfzentrum.de/index.php?id=232

http://www.kinderwunsch-berlin.de/ivf_bereich.html

http://www.humangenetik-regensburg.de/Praeimplantationsdiagnostik/Informationen_zur_Polkoerperdiagnostik.php

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=59397

http://www.drze.de/im-blickpunkt/pid/module/praekonzeptions-bzw.-praefertilisationsdiagnostik

Während sich die Eizelle noch im Eierstock befindet besitzt sie, kurz bevor der Eisprung stattfindet, einen doppelten Chromosomensatz. Hieraus entsteht der bei der Methode der Polkörperdiagnostik zu untersuchende erste Polkörper, der einen der beiden Chromosomensätze enthält und für die Befruchtung abgestoßen wird, so dass nur noch der andere einfache Chromosomensatz mit den Erbinformationen der Mutter in der Eizelle verbleibt. Voraussetzung für die Polkörperdiagnostik ist eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), die künstliche Befruchtung einer Eizelle, indem ein Spermium eingespritzt wird. Findet daraufhin die Verschmelzung mit dem Spermium statt (das ebenfalls nur einen Chromosomensatz trägt), entsteht ein Embryo mit doppeltem Chromosomensatz. Der zweite Polkörper wird abgestoßen, nachdem das Spermium in die Eizelle eingedrungen ist, aber noch vor der Befruchtung.

Das in den Polkörpern enthaltene genetische Material ist überschüssig, bildet jedoch ein "Spiegelbild" der in der Eizelle enthaltenen genetischen Informationen. Es kann untersucht werden, ohne der Eizelle zu schaden und ermöglicht einen Schluss auf bisher aufgetretene Fehler der Chromosomenverteilung, der entweder gar nicht erst zu einer Schwangerschaft führen oder im Falle einer Schwangerschaft eine Fehlgeburt zur Folge haben würde. Nach Möglichkeit werden beide Polkörper gleichzeitig entnommen und das (noch recht unsichere) Untersuchungsergebnis des ersten mit dem des zweiten abgeglichen.

Die Zuverlässigkeit einer Polkörperanalyse scheint mit derjenigen einer Untersuchung embryonaler Zellen vergleichbar, so der Deutsche Ethikrat (2003). Jedoch gibt es Einschränkungen, was den Umfang der erkennbaren chromosomalen Abweichungen angeht: So können durch diese Methode nur solche Anomalien erfasst werden, die durch die Mutter vererbt wurden, nicht aber die des väterlichen Genoms. Auch können genetische Defekte, die in der späteren Entwicklung des Embryos auftreten, nicht erkannt werden.