Traurig über Reaktion meiner besten Freundin - ein neuer Mann

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 19:46 Uhr

Hallo zusammen,

ich muss mir jetzt mal etwas Luft machen. Folgende Situation: ich wurde vor 9 Monaten nach 10 Jahren Beziehung vom Vater meines Kindes verlassen. Es war alles ganz übel, gemein und ich leide noch heute darunter auf welche Art und Weise er mich verlassen hat. Ich hatte hier und da danach einen Mann, bin ja nun Single, aber Interesse an einer Beziehung hatte ich nicht.

Nun kam alles anders. Ich bin verliebt, sehr verliebt. In meinen Nachbarn;-) Es kam alles verdammt plötzlich aber nun ist es eben so.

Wir möchten es langsam angehen lassen, da wir beide gebrannte Kinder sind und Angst haben verletzt zu werden. Dazu kommt, dass er nicht in das Männerbild passt, dass meine Freunde von mir gewohnt sind. Er ist 14 Jahre älter, trägt nur schwarz (ein Gruftie eben), arbeitet nachts in der Gastronomie und schläft am Tage. Er raucht viel und trinkt schon mittags Wein. Dazu kommt, dass er chronisch nervös und hibbelig ist. Aber all das liebe ich an ihm. Er ist einfach nur toll und ich hab mich seit Jahren nicht mehr so verliebt gefühlt.

Heute saßen meine beste Freundin und ich nun in einem Cafe als mein Nachbar dazu kam. Wir waren etwas distanziert und haben uns geneckt..."Hallo, Frau Nachbarin" und so Zeugs eben. Wir sind seit ein paar Tagen "zusammen"- keiner weiß wirklich wie es um uns steht. Und für uns ist das auch okay.

Sie begann sofort komisches Zeug zu erzählen unter anderem Vieles was ich ihr im Vertrauen erzählt hab. Machte ihm gegenüber Andeutungen...wie es in seiner Wohnung aussieht und so was. Ich denke, das war ihm unangenehm und mir auch. Mir war das sehr peinlich. Klar, Freundinnen erzählen sich schon alles aber man erzählt es ja nicht dem Mann dazu oder sehe ich das falsch?
Nachdem sie weg war schrieb sie ne SMS, er sei ihr nicht so sympathisch gewesen. Er war so nervös, sieht alt und verbraucht aus und sie denkt er würde nicht zu mir stehen, weil wir uns neckten und distanziert waren.

Das hat mich echt getroffen. Ich will ja nicht, dass sie ihn unendlich mag ABER wenn wir uns Zeit geben, warum kann sie es nicht auch?
Ich muss doch wissen, dass es richtig ist sich in ihn zu verlieben. Und nur ich weiß, wie es ist wenn wir nur zu zweit sind. Muss man sich öffentlich abknutschen um den anderen zu zeigen, dass man sich mag? ich weiß doch, dass er zu mir steht...
Und warum sagt sie mir, dass sie findet, dass er alt aussieht? Er ist es ja auch:-p aber für mich ist er wunderschön und sehr aufregend. Ich würde nie sagen, dass ich finde, ihr Freund sieht aus wie ein Waschlappen. Sie muss ihn lieben.

Ich bin traurig und es hat mich verletzt, dass sie so geurteilt hat. Das nagt verdammt an mir und ich weiß nicht, ob es besser ist künftig gut zu überlegen was ich ihr sage.

Wie seht ihr das?

Jana, die jetzt mal die Geigen vom Himmel pflücken geht;-)

Beitrag von gh1954 14.04.11 - 19:55 Uhr

Wenn deine "Freundin" schon rumtratscht, während du dabei bist, möchte ich nicht wissen, wass sie macht, wenn du nicht dabei bist.

Bist du sicher, dass dich nicht nur das Anders-sein des Nachbarn fasziniert?

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 19:58 Uhr

Klar, mich fasziniert, dass er so ist wie er ist: erwachsen, er weiß was er will, er liest bei jeder Gelegenheit Bücher, er erzählt mir von sich und seinem Leben, wir hören zusammen stundenlang Musik und und und...klar fasziniert er mich weil er anders ist als alle Männer, die ich bisher getroffen hab. Warum auch nicht? Er ist einzigartig...das fasziniert wohl die meisten Menschen an einem anderen in den sie sich verlieben. Oder?

Beitrag von scrollan01 14.04.11 - 20:05 Uhr

Hm, wenn Du mal nicht vom Regen in die Traufe gerätst!

Wenn er Mittags schon Wein trinkt, wenn er so viel raucht ... wenn er so verlebt aussieht ... dann hat es wenig mit dem Abenteuer zu tun sondern mit einem Suchtgefährdeten.

Gerade weil du aus einer "normalen, spießigen Ehe" raus bist schaust Du unbewusst nach dem Gegenteil. Kann man ja auch - aber mit Bedacht bitte. Denn dass du ihn jetzt soooooo überverliebt betrachtest mag auch psycholog. begründet sein!

Behalte dies nur mal so im Hinterkopf!

Und die Freundin wäre mir auch sehr suspekt - oder sie hat es mit Absicht getan ... Egal, mist war es auch!

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 20:40 Uhr

Die meisten Menschen, die jahrelang nachts arbeiten sehen älter aus als sie sind. Und ich ttrinke auch schon mittags mal ein Bier.

Beitrag von gh1954 14.04.11 - 20:09 Uhr

>>>Er ist einzigartig...das fasziniert wohl die meisten Menschen an einem anderen in den sie sich verlieben. Oder? <<<

Ja, sicher. Aber du solltest wissen, was du willst. Einfach das Jetzt genießen, so lange es funktioniert oder langfristiger denken. Möchtest du so jemanden als Lebenspartner haben?

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 20:41 Uhr

Natürlich möchte ich! Und zwar weil er bisher keinen Grund sah sein Leben nach jemanden zu richten. Warum auch. Dann dürfte kein Gastronom einen Partner haben.

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 21:03 Uhr

Hallo.

>>> er weiß was er will <<<

Sei mir nicht böse, aber bei der Definition hätte ich mir was anderes als einen 42-Jährigen nachts in der Gastro jobbenden und saufenden Gruftie vorgestellt.

Gruß von der Hedda, die als Freundin wahrscheinlich beim ersten Zusammentreffen auch erst einmal schockiert gewesen wäre und vor lauter Hilflosigkeit Blödsinn erzählt hätte.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 21:07 Uhr

Tach,

ohne Vorurteile gehts nicht oder? Es muss Menschen geben, die nachts arbeiten und tagsüber schlafen oder? Oder wer stellt einem nachts ein Bier auf den Thresen? Und was ist gegen einen schwarzen Mann einzuwenden? Weil er schwarze Hosen trägt? Und Jacken? Und Schuhe? Und mittags Wein ist saufen? Aha. sprachlos. echt.

Beitrag von 1familie 14.04.11 - 21:12 Uhr

Komisch, da denken wir alles das selbe und haben nur deinen KLeinen Text gelesen.
Entweder akzeptierst du andere Meinung oder fragst nichts mehr.

Schon allein die Wortwahl deines Textes lässt darauf schliessen, das der Mann wohl kein wirklich gutes Vorbild sein wird.

Natürlich gibt es Menschen die Nachts Bier auf den Thresen stellen oder Cocktails mischen - ich kenne sogar zwei, allerdings trinken die nicht schon mittags.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 21:15 Uhr

Gut, dann passe ich wiedermal nicht in die Urbiaelite....mir wurst. Und ich fragte nicht danach, ob es irgendjemandem passt, was ein Mensch mittags trinkt...ursprünglich gehts um andere Fragen. oberflächlicher gehts wohl kaum.

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 21:15 Uhr

Hallo.

a. Wenn es, wie schon jemand anderes schrieb, um ein Glas Wein zu einem gepflegten Mittagessen gehen würde, müsstest Du es nicht so betonen, dass er schon mittags Wein trinkt (passt aber wahrscheinlich zum Image "Bad Boy".

b. Hast Du nicht von schwarz gekleidet geschrieben, das sind Architekten im Allgemeinen auch, sondern von einem Gruftie.

c. Und ja, oft genug stellen einem 42-Jährige nachts in irgendeiner Pinte das Bier auf den Tresen ... von Erfolgsmenschen ist da aber eher nicht zu sprechen und von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind es doch eher verkrachte Existenzen. Wir reden hier ja nicht vom 42-Jährigen Sommelier im Sterne-Restaurant ... oder von mir aus zumindest von einem Kneipenbesitzer.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 21:19 Uhr

Er hatte zwei Kneipen, die in unserer toten Stadt ebenso starben und versucht es nun erneut.
Nett, dass man nur Erfolgsmenschen lieben kann. Meine Schwester arbeitet auch seit 20 Jahren am Thresen und wäre sehr beleidigt wenn du sie verkrachte Existenz nennen würdest....sie ist dann aber wohl die Ausnahme.

Und auch Grufties sind Menschen...Goths, schwarz und düstere Musik....oje, ganz üble Sorte Mensch.

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 21:24 Uhr

>>> Nett, dass man nur Erfolgsmenschen lieben kann. <<<
Habe ich nicht gesagt ...

>>> sie ist dann aber wohl die Ausnahme. <<<
Möglich ...

>>> Und auch Grufties sind Menschen <<<
Wo habe ich etwas anderes behauptet?

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 21:30 Uhr

"Hast Du nicht von schwarz gekleidet geschrieben, das sind Architekten im Allgemeinen auch, sondern von einem Gruftie"

DAS ist für dich also eine neutrale Meinung? Aha...kannste gut verstecken.

Jemand, der mit 42 Jahren nachts hinter Thresen steht ist für dich eine verkrachte Existenz? Erklär mir doch bitte, wie du das meintest!

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 21:39 Uhr

>>> DAS ist für dich also eine neutrale Meinung? Aha...kannste gut verstecken. <<<

Entschuldige mal, die Vorlage hast Du mir doch gegeben ... erst schreibst Du selbst von Gruftie, ich nehme das auf, daraufhin empörst Du Dich, da er ja nur schwarz gekleidet wäre, und nachdem ich das wieder aufnehme, habe ich plötzlich keine neutrale Meinung mehr (warum sollte ich eigentlich überhaupt zu einer neutralen Meinung verpflichtet sein?) ... häh?

>>> Jemand, der mit 42 Jahren nachts hinter Thresen steht ist für dich eine verkrachte Existenz? <<<

Wie heißt es so schön: Wer nichts wird, wird Wirt ... obwohl ... stimmt nicht ganz ... a. gibt es Ausnahmen und b. ist ein Wirt noch etwas anderes als einer mittleren Alters, der als Angestellter Bier über den Tresen schiebt. Mit 42 sollte man eigentlich woanders im Leben stehen, als jobmäßig da, was Studenten als Aushilfsjobs machen.

Ich kenne viele leidenschaftliche Gastro-Leute, aber entweder war es ein Übergang in jüngeren Jahren ... oder sie haben sich was eigenes aufgebaut, bzw sind dabei ...
... die Chancen für einen, der seine Selbstständigkeit in dem Bereich schon in den Sand gesetzt hat, sind da nicht ganz so rosig ... und komm jetzt nicht mit "Die Kneipen sterben bei Euch" ... er arbeitet ja offensichtlich in einer lebenden.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 21:42 Uhr

...und wird sie demnächst übernehmen...

Was biste oberflächlich! Meines Erachtens können Menschen auch noch mit 80 Bier ausschenken, nämlich dann, wenn sie Spaß daran haben und es ihren Lebensunterhalt sichert.

Wasn nu mit den Grufties? Findeste doof wa?

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 21:46 Uhr

... und wieder in Eurer sterbenden Stadt in den Sand setzen?

Und von mir aus bin ich Deiner Meinung nach auch oberflächlich ... und was hast Du nur mit "Grufties" ... brauchst Du jetzt meine Absolution zu Deinem schwarz gekleideten Freund ... ich habe zu Grufties gar keine Meinung, wenn Dich das beruhigt ... ab einem gewissen Alter finde ich gewisse Outfits schlichtweg albern, aber das muss jeder selbst wissen ... und er wird ja sicher nicht wie Robert Smith durch die Gegend wandeln. Oder doch?

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 21:50 Uhr

Nein, aber sowas kann in der Tat eine Lebenseinstellung sein. Ich trage auch ausschließlich schwarz. Seit Ewigkeiten. Noch vor ihm.

Und die Kneipe gibts schon lange, die ist etabliert. So ist es eben in einer mittelgroßen Stadt. Mach da mal was Neues auf, wo 3 von 5 Kneipen einen Besitzer haben. Durchbrich mal die Monopole. Schwer. Aber man muss es doch versuchen.

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 21:57 Uhr

>>> Nein, aber sowas kann in der Tat eine Lebenseinstellung sein. Ich trage auch ausschließlich schwarz. Seit Ewigkeiten. Noch vor ihm. <<<

Was immer Du mir damit jetzt sagen willst ... ich trage im Business auch viel schwarz, und nun ... ist das eine Lebenseinstellung oder nur angemessene Kleidung. Who knows?!

>>> Mach da mal was Neues auf, wo 3 von 5 Kneipen einen Besitzer haben. Durchbrich mal die Monopole. Schwer. Aber man muss es doch versuchen. <<<

Ach, come on ... sieh doch bitte nicht alles so verklärt.
Und wenn ich jetzt richtig rechne ... es gab mal 5 Kneipen von 2 Besitzern. Zwei davon hat Dein Lover in den Sand gesetzt. Bleiben 3 mit einem Besitzer ... und der ist nun so großzügig und gibt eine an Deinen Freund ab. Na, das nenne ich ja mal ne echte Leistung.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 22:01 Uhr

Erstens ist das Wort Lover nicht so angebracht. Danke!

Zweitens ist es in Halle in der Tat so, dass es zwei große Kneipenstraßen gibt. Da teilen sich wenige Leute alle Kneipen. Da kommste nur ran, wenn du einen von denen um die Ecke bringst.
Und anstatt aufzugeben, nimmt er nun eine in einer anderen Gegend. Ist doch lobenswert nicht aufzugeben oder auch das nicht?

Drittens kann ich Menschen nicht so gut finden, die das Wort Business verwenden...:-)

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 22:04 Uhr

Laß gut sein ...

... und da Du mich eh wegen ganz anderer Aussagen schon nicht gut findest, macht das Wort "Business" den Kohl auch nicht mehr fett (sorry, dass es in meiner Berufsbezeichnung vorkommt und deswegen für mich ein gängiger, selbstverständlicher Begriff ist) ...

... und "Lover" war völlig wertneutral gemeint ...

... Du wirst immer empfindlicher und sensibler, je länger die Diskussion andauert, jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt ... ich sage ja, es arbeitet und arbeitet und arbeitet ...

... und das jetzt schon ... ohoh.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 22:06 Uhr

Gut, du hast, wie immer Recht. Ich kann nur sagen, dass ich aus dem Grinsen nicht mehr rauskomme. Und es arbeitet, ja. Ich bin mir mit jedem Wort sicherer, dass es richtig ist es mit ihm zu versuchen! Somit hast du mir sehr geholfen. Ich bedanke mich!

Beitrag von hedda.gabler 14.04.11 - 22:11 Uhr

>>> Ich bin mir mit jedem Wort sicherer, dass es richtig ist es mit ihm zu versuchen! Somit hast du mir sehr geholfen. Ich bedanke mich! <<<

Ich weiß, dass Du jetzt denkst, Dir noch sicherer zu sein ... pass auf Dich auf.

Beitrag von klimperklumperelfe 14.04.11 - 22:17 Uhr

Mach ich! ich bin ja Mutti und trage Verantwortung!