Frage zu Arztrechnung. Was würdet Ihr machen?

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Beitrag von li123 15.04.11 - 09:21 Uhr

Hallo Zusammen,

ich habe ein kleines Problem. Vielleicht habt Ihr eine Idee, was ich machen kann.

Ich war vor einigen Wochen bei meinem alten Frauenarzt, weil bei meinem Mann eine HPV Infektion festgestellt wurde. Das wollte ich gern bei mir ausschließen.

3 Wochen vorher war ich zur Krebsvorsorge bei einer anderen Frauenärztin, das habe ich meinem alten FA auch gesagt (auch bei wem ich war). Er hat dann eine Untersuchung gemacht und das Ergebnis war negativ.

Und dann kam die Rechnung (bin privat versichert): Labor 140 Euro und Arzt ein paar Wochen später 409 Euro!

In der Liste der Leistungen alle Posten einer Krebsvorsorge. #schock
Er hat auch wirklich meine Brust angesehen, Urin untersucht und Ultraschall gemacht (obwohl ich nachgefragt habe, ob das nötig wäre).

Habe ihn dann angerufen, was das denn solle. Da sagt er, er meint, die Kollegin hätte die Krebsvorsorge nicht richtig gemacht. :-[

Das hat er mir aber bei dem Termin nicht gesagt! Außerdem habe ich ihm auch erzählt, dass ich die Kosten so gering wie möglich halten möchte, weil ich einen hohen Selbstbehalt habe. Er kennt mich auch und weiß, dass ich immer versuche Kosten zu sparen.

Er meinte dann, dass er mich ja als Patientin nicht verlieren möchte und ich solle einfach alle Positionen aus der Rechnung nehmen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Habe jetzt mal eine alte Krebsvorsorgerechnung genommen und verglichen und von den 409 Euro sind ca 270 Krebsvorsorgesachen (auch der Ultraschall - von dem er am Telefon ausweichend meinte, er sei auch zum Ausschluss von HPV sinnvoll).

Meine Krankenversicherung sagt mir, sie können das nicht beurteilen.

Und jetzt? Ich mein, als Patientin kann der mich eh abschreiben... fand eh schon immer, dass er zu viel auf Geld aus ist.

Was würdet Ihr machen? Wirklich um die 270 Euro kürzen? Oder den Ultraschall (wären knapp über 100 Euro) doch bezahlen? Der wird aber eher im Rahmen einer Krebsvorsorge gemacht, ich glaube nicht so recht, dass man eine HPV-Infektion damit erkennen kann.

Danke für Eure Meinungen und Ratschläge.

Die ziemlich verunsischerte Li

Beitrag von familienoberhaupt 15.04.11 - 09:34 Uhr

Hallo,
bin auch PV.

Wie du sollst einfach alle Positionen aus der Rechnung nehmen, mit denen du nicht einverstanden bin?
Schreibt er dann eine neue Rechnung?

Wenn ja, würde ich die neue Rechnung der Krankenkasse schicken.

lg Marion

Beitrag von li123 15.04.11 - 10:04 Uhr

Hallo Marion,

danke für Deine Antwort. Tja, also ich weiß ehrlich nicht so genau. Er meinte, ich soll das abziehen und dem Abrechnungsdienst mitteilen, dass das in Absprache mit ihm erfolgt ist. Es müsste ja eine korrigierte Rechnung folgen....

Komisch...

LG

LI

Beitrag von familienoberhaupt 15.04.11 - 13:22 Uhr

hallo,
ich würde hin gehen und eine neue Rechnung holen.
Das mit der Abrechnungsstelle dauert zu lange und würden die auch nicht glauben.

lg marion

Beitrag von manavgat 15.04.11 - 10:00 Uhr

Ist Dein Ziel, dass er Dich weiter lieb hat?

oder willst Du Dich nicht verarschen lassen?


Bezieh Dich auf das Telefonat/Gespräch, lege die Rechnung der anderen Ärztin bei und zieh gnadenlos alles ab, was nicht vereinbart war.

Gruß

Manavgat

Beitrag von li123 15.04.11 - 10:06 Uhr

Hallo Manavgat

Süß! :-p Du hast ja Recht...

Nur bin ich unsicher, ob der US nicht vielleicht doch zum Ausschluss von HPV verwendet werden kann (wobei ich das kaum glauben kann).

Die Vergleichsrechnung ist übrigens auch von ihm. Von der Krebsvorsorge vorletztes Jahr.

Liebe Grüße

Li

Beitrag von kruemlschen 15.04.11 - 10:37 Uhr

Hi,

HPV ist ein Virus, da braucht man nur einen Abstrich zu machen und den ins Labor zu schicken.
Nix mit US, etc.

Gruß K.

Beitrag von li123 15.04.11 - 12:58 Uhr

Hallo K.

kennst Du Dich da aus?

Ich werde wohl nur die 140 Euro zahlen.

LG

Li

Beitrag von kruemlschen 15.04.11 - 20:18 Uhr

Hi Li,

ich bin jetzt nicht vom Fach, aber ich muss regelmäßig zur HPV Untersuchung und bei mir wurde noch nie ein US deswegen gemacht.

LG K

Beitrag von darkblue81 15.04.11 - 10:30 Uhr

Hallo Li,

wie Manavgat schon sagte, alles abziehen was nicht vereinbart war.

Wenn du zu ihm gegangen bist nur um dich auf HPV testen zu lassen, hätte ein Abstrich gereicht. Alles andere war unnötig und von dir auch nicht verlangt.

LG

Beitrag von ashwini 15.04.11 - 12:30 Uhr

Hallo,
ich würde auf keinen Fall mehr zahlen als den Abstrich und eine (dazugehörende) Beratung. Diese Abzocke von Privatpatienten finde ich absolut unmöglich, zumal auch die Privatkassen längst nicht mehr alle Leistungen übernehmen.

Von einem guten Arzt kann ich erwarten dass er Untersuchungen, die er vornehmen möchte, vorab mit dem Patienten abspricht, d.h. in Deinem Fall dass er begründet warum er nun einen Ultraschall etc. für sinnvoll hält. Dann hättest Du die Möglichkeit gehabt, diese doppelten Untersuchungen abzulehnen (oder eben zuzustimmen, womit der Behandlungsvertrag zustande gekommen wäre).

Meine Schwester hatte auch mal den Fall dass sie ein Wiederholungsrezept bei einer Fachärztin abholen wollte (telefonisch vorbestellt), zufällig kam Frau Doktor aus dem Zimmer, schüttelte meiner Schwester im Vorbeilaufen die Hand und warf ein "wie gehts?" hin. Sie hat mit Sicherheit nicht gewusst wer meine Schwester ist, hatte jedoch die Frechheit eine Beratung mit Steigerungssatz auf die Rechnung zu setzen. Natürlich hat meine Schwester nicht bezahlt, was einige unschöne Telefonate mit sich zog und in Praxisverbot resultierte. Als ob sie in so eine Praxis freiwillig nochmal gehen würde....

Beitrag von li123 15.04.11 - 12:59 Uhr

Krasse Geschichte!

Aber so kann ich mir das gut vorstellen.

Mein Arzt hat mich in der SS mal angerufen, um mich zu fragen, wie es mir geht.

Aber das hat er glaube ich nicht in Rechnung gestellt.

LG

Li

Beitrag von sandrinchen27 15.04.11 - 18:41 Uhr

Ich selbst bin auch seit 13 Jahren Arzthelferin ,

aber so ist es wirklich..... Die Kasse muss aber zahlen!!!! Nicht der Patient!
Der Patient erhält es zwar von der Kasse - oft wird auch was gestrichen - aber da muss sich einfach der Patient eine "gscheite Privatversicherung" zulegen .....

Aber ich versteh es schon auch , finde es auch nicht toll.

Sag es halt auch nur , wie es so ist und das dass so stimmt ;-)

Lg

Beitrag von rotes-berlin 15.04.11 - 15:09 Uhr

wow 100€ für einen Ultraschall? #schock#schock

Normal sind so um die 30€, ich selbst zahle nie mehr als 20€.

Alleine das fände ich schon unverschämt teuer...

Beitrag von sandrinchen27 15.04.11 - 18:37 Uhr

Hallo :-p

also, wenn Du wirklich privat versichert bist, dann muss dass Deine Kasse übernehmen - Du hast den Vertrag mit denen gemacht ...

Ich selbst bin seit 13 Jahren Arzthelferin , und hab erst letzte Woche eine Fortbildung dazu gemacht.

Du musst!!!!! das Geld zahlen was auf der Rechnung steht (auch ich finde es unverschämt soviel Geld dafür zu verlangen - da kann ich Dich voll verstehen - aber ich sprich jetzt rein rechtlich!)

Du bist also dazu verpflichtet, das Geld für die Leistungen zu erbringen, die der Arzt gemacht hat....

Wenn Deine Kasse das nicht übernimmt , würde ich mir überlegen - eine andere Privatversicherung zu suchen :-p

Lg Sunny

Beitrag von demy 16.04.11 - 07:40 Uhr

Hallo,
zu deiner Aussage:
"Du musst!!!!! das Geld zahlen was auf der Rechnung steht"

Hätte ich gerne mal eine rechtliche Grundlage, wenn
1. Leistungen vom Arzt abgerechnet werden die nicht erbracht wurden, oder
2. Leistungen vom Arzt erbracht wurden, die vom Patienten von Anfang an nicht erwünscht waren.

Das 2. war bei der TE der Fall

Gruß
Demy

Beitrag von parzifal 16.04.11 - 14:43 Uhr

Das "muss" ist doch kein Selbstläufer.

Man "muss" nur immer dafür zahlen was man beauftragt hat.

Wenn man Deine Logik weiterstrickt könnte ja ansonsten jeder Dienstleister machen was er will und dann in Rechnung stellen.

Gruß
parzifal

Beitrag von anna031977 21.04.11 - 20:27 Uhr

Fortbildung hin oder her - stimmt nicht!

Man zahlt für die nötige Behandlung - wenn es so wäre wie du sagst, könnten die ja x-beliebige Rechnungen stellen....machen sie ja auch oft, denn als Privatpatient wird man oft "besser" behandelt, aber auch oft nur um Kohle zu machen. Mir könnte es ja egal sein, weil die Kasse ja zahlt, mir ist es aber nicht egal, denn ich bin nicht die Melkkuh für einen Unterbezahlten GKV-Satz und außerdem wenn permanten zu viel Geld von den Privaten verlangt wird, sind die Beiträge dort unnötig hoch.

Beitrag von zwillinge2005 16.04.11 - 07:37 Uhr

Hallo,

warum wechselst Du alle drei Wochen den Frauenarzt?

Hätte er Dich nicht vollständig untersucht und drei Wochen später wäre bei dem nächsten Frauenarzt irgendetwas anderes festgestellt worden, hättest Du wahrscheinlich auch versucht den Arzt dafür haftbar zu machen.

Für die HPV-Untersuchung reicht ein Abstrich.

Dass dafür die Brust nicht untersucht hätte werden müssen, hätte Dir auch als "Laie" auffallen können... Und das mit dem US zur HPV-Kontrolle hätte ich auch gerne nochmal erklärt.

Aber grundsätzlich solltest Du an Deiner Kommunikation mit den Ärzten arbeiten, wenn es Dir vor allem um eine geringe Zuzahlung geht.

P.S. - ich bin gesetzlich versichert und nehme keine Leistungen in Anspruch, von denen ich nicht weiss, wer sie bezahlt....

LG, Andrea