Mann wird von BU-Versicherung zum 2. Mal abgelehnt

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von hoffnung2005 15.04.11 - 09:49 Uhr

Hallo,
ich brauche mal einen Tip. Bin ratlos. Mein Mann wurde wegen u. a. Bluthochdruck und Heuschnupfen zum 2. Mal von einem Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung von der Vers.gesellschaft abgelehnt. Nun bin ich etwas ratlos, da ich gelesen habe, dass eine BU neben der Haftpflicht die wichtigste Vers. sein soll. Leuchtet mir auch ein und wäre mir wichtig. Unser Versicherungsmann meinte, wir seien durch die Unfallversicherung auch gut abgedeckt und auch durch Bausparer und noch Risikolebensversicherung (wegen unserem Neubau) - was aber natürlich etwas anderes ist als die BU. Somit sind wir ja nicht völlig unterversichert.... Versicherung hin oder her. Ich bin selbst der Meinung, man kann sich eh nicht gegen alles absichern und ich weiß nicht wie hoch das Risiko sein soll wirklich berufsunfähig zu werden. Eine Ex-Arbeitskollegin streitet seit 2 Jahren mit ihrer BU-Versicherung um endlich entschädigt zu werden, diese weigert sich strikt zu zahlen. Und da eine BU ja auch wirklich nicht billig ist macht mich so etwas etwas stutzig für den Ernstfall. Sollen wir jetzt auf BU verzichten (mein Mann ist jedoch der Hauptverdiener, ich selbst habe zwar eine aber nur einen Mini-Betrag) oder gibts Alternativen? Unser Versicherungsmann schreibt noch zwei weitere Versicherungen an, was, wenn diese ebenso ablehnen? Dass man sich in der Jugend am besten versichert ist mir völlig klar, aber der Zug ist leider abgefahren. Danke für jede Antwort!

Beitrag von marion2 15.04.11 - 09:53 Uhr

Hallo,

das Risiko für eine Berufsunfähigkeit ist für deinen Mann sehr hoch. Deswegen bekommt er keine Versicherung mehr.

Eine EU wäre noch denkbar.

Gruß Marion

Beitrag von manavgat 15.04.11 - 09:57 Uhr

Vergiß es.

Um eine vernünftige Absicherung zu haben, müsste die BU ziemlich hoch sein. Das ist mit diesen Vorerkrankungen unbezahlbar.

Ich nehme an, dass Dein Mann abhängig beschäftigt und über die gesetzliche Rentenversicherung zumindest notdürftig abgesichert ist.

Ich selbst bin selbstständig und habe auch nur eine Unfallversicherung (mit Rente im Schadensfall), weil die BU nicht finanzierbar ist. Diesen ganzen Hype halte ich für Blödsinn. Diejenigen, die eine haben, sind im Durchschnitt mit 500 Euro Rente versichert. Im Schadenfall musst Du bei der Summe sowieso soziale Hilfen beantragen, weil es nicht langt...

Möglich wäre noch eine "Schwere Krankheiten Versicherung". Aber die werden den Hochdruck (also auch Herzprobleme etc) sowie sämtliche Atemwegserkankungen rausnehmen. d. h. hohe Kosten ohne wirklichen Schutz.

Was Euer Versicherungsmakler da macht ist übrigens kontraproduktiv. Mit Vorerkrankungen fragt man anonym an, weil jeder abgewiesene Antrag im Zentralregister der Versicherungen landet!

Gruß

Manavgat

Beitrag von ninnifee2000 15.04.11 - 10:05 Uhr

Meine BU-Rente ist heute schon so hoch wie mein jetziges Netto-Gehalt. Also liege ich weit über dem Durchschnitt. Ich habe aber auch vor 10 Jahren mit Anfang 20 angefangen - ohne jegliche Vorerkrankungen.

Aber ich gebe dir Recht, der Versicherungstyp scheint wirklich keine Ahnung zu haben.

Beitrag von litalia 15.04.11 - 13:29 Uhr

die BU meines mannes deckt fast das ganze netto gehalt ab (aktuell 300 weniger) und kostet "nur" knapp 30 euro im monat.
allerdings mit unter 20 abgeschlossen und ein bürojob

Beitrag von kapulli 16.04.11 - 11:11 Uhr

Hallo!

Meine BU hat mir für meine halbjährige Ausfallzeit im Job das komplette Netto erstattet. Bei meinem Mann ist der Vertrag genauso angelegt. Bei der Höhe der monatlichen Beitragszahlungen wäre alles andere für mich auch nicht akzeptabel.

L.G. Kapulli

Beitrag von ninnifee2000 15.04.11 - 10:00 Uhr

Ich muss dir ehrlich sagen, dass ich verstehen kann, dass die Versicherung das ablehnt.

Gegen Heuschnupfen und Bluthochdruck kann man was tun. Man wird vielleicht nicht richtig ganz gesund, aber irgendeinen Job kann man damit immer machen. Das ist die Grunddenke einer Versicherung.

Die Versicherung kann deinen Mann "zwingen", eine Umschulung zu machen. OBwohl es auch häufig unsinnig ist, z.B. einen Handwerker ins Büro zu setzen.

Beitrag von marion2 15.04.11 - 10:05 Uhr

Hallo,

wenn dem so wäre wie du schreibst, würden sie ihn versichern. Die verzichten doch nicht freiwillig auf regelmäßige und sichere Beitragszahlungen.

Gruß marion

Beitrag von miau2 15.04.11 - 10:10 Uhr

Hi,
das ist m.W. nach der Unterschied zwischen der Berufsunfähigkeitsversicherung und der Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähig ist der handwerker, der eben seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Und genau dagegen sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung absichern.

Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sind billiger. aus dem einfachen Grund: Erwerbsunfähig ist man erst, wenn man praktisch überhaupt keinen Job nicht mal wenige Stunden am Tag (ich meine, 3 Stunden ist die Grenze) ausüben kann.

Kleiner Unterschied, große Wirkung.

Dass Versicherungen Herz-Kreislauferkrankungen als enormen Risikofaktor ansehen und Betroffene ablehnen kommt nicht von ungefähr - die Wahrscheinlichkeit, damit früher oder später massive Probleme zu bekommen ist halt sehr hoch.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von susannea 15.04.11 - 10:20 Uhr

Verzichte auf die Versicherung, ist bei uns genauso, mein Mann ist Hauptverdiener, hat Asthma, er bekommt einfach keine oder eben so, dass das gespart auch locker reichen würde!

Beitrag von wemauchimmer 15.04.11 - 11:13 Uhr

Also ich (Hauptverdiener) habe keine BU und halte sie auch nicht für dermaßen wichtig wie Du. Ich glaube schon, daß ich eine bekommen könnte, denn eine Risikolebensversicherung war kein Problem. Es ist einfach so, eine gute BU ist sehr teuer und das Geld ist uns zu schade dafür.
LG

Beitrag von anna031977 15.04.11 - 21:19 Uhr

Deine Worte in Deines Schutzengels Ohr!

Beitrag von risala 15.04.11 - 13:05 Uhr

Hi,

alles völlig normal - leider. Ich habe auch nur eine Risiko-LV, mehr bekomme ich seit Jahren nicht, weil bei fast allen Versicherungen eine Gesundheitsprüfung ansteht.

Ich wurde bereits vor 15/16/17 Jahren von verschiedenen BU-Versicherern abgelehnt. Warum? Weil ich damals leichten Bandscheibenverschließ hatte. Heute kann ich die Versicherer verstehen - mit 3 BSV, Athrose an der Wirbelsäule, massiver Bandscheibenverschleiß.

Letztes Jahr hatten wir vom Arbeitgeber aus Termine zur Rentenvorsorge /BU-Vorsorge etc. Dafür kam extra ein Versicherungsmensch in die Firma und beriet die Mitarbeiter. Der Termin war Pflicht für alle. Naja, mein Termin war schnell rum, als er mir den Sinn der BU erklären wollte - er stimmte mir zu, dass ich nur mit Ausschluß dieser Vorerkrankungen aufgenommen werden würde. Und was würde mir das bringen? Wenn ich wirklich BU werde, dann wg meinem Rücken.

Also, anderweitig absichern und gut ist.

Gruß
Kim

Beitrag von zwillinge2005 15.04.11 - 13:18 Uhr

Hallo,

was hätte Euch die BU denn gekostet?

Legt das Geld wirklich regelmässig an - dann habt Ihr auch einen gewissen Schutz. Bei den Vorerkrankungen ist die Ablehnung verständlich. Ausserdem hättet Ihr im Normalfall bereits viele Jahre eingezahlt! Ich weiss nicht wie alt Dein Mann ist - Du bist 33 Jahre alt - BU schliesst man bei Beginn der Erwerbstätigkeit ab, also mit 18-25 Jahren. Seht diese Geld als "gespart" an und legt es zu dem ab jetzt gesparten Geld dazu - das ist schon eine nette Summe.

LG, Andrea

Beitrag von sandrinchen85 15.04.11 - 14:54 Uhr

ich kann dir nur sagen,dass meine auch abgelehnt wurde.und das schon mit anfang 20!
und das alles wegen einer blutgerinnungsstörung die nicht mal dramatisch ist....
wünsche euch viel erfolg!
lg

sandra

Beitrag von myimmortal1977 15.04.11 - 17:55 Uhr

Ich kann Dir dazu noch den Tipp geben, dass Du die Versicherungen genau unabhängig vergleichst. Denn gerade bei der BU-Versicherung gibt es gravierende Mängel, vor allem bei der Zahlungsmoral der unterschiedlichen Versicherer, wenn der Leistungsfall eintreten sollte.

Es gibt eine unabhängigen Bewertungsscore von Prüfern, die Versicherungen in Rankings einstufen, welche wirklich zahlungswillig sind und welche nicht.

Ich meine, die Infos bekommst Du bei Finanztest.

Für mich war der Fall vor ca. 5 Jahren mal aktuell. Da war nur eine einzige Versicherungsgesellschaft mit 5 Sternen bewertet. Die anderen unter ferner liefen....

Damals vor 5 Jahren war es die Generali. Ein Paket gepaart mit einer Rente im Alter. Die war aber sehr teuer. Ich hätte 300 € dafür monatlich aufwänden müssen.

Es ist auch wichtig genauestens zu lesen, wie viel man tatsächlich bekommen würde im Leistungsfall, nicht jede Versicherung gleicht das volle Gehalt aus, auch ob man zuerst jegliche Umschulungen annehmen muss, da die meisten Versicherungen und das wissen wenige Leute, sich an die Entscheidung der DRV anlehnen. Sprich, lehnt die DRV einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente ab, lehnt auch die private Versicherung ab. Und die DRV lehnt ab, sofern noch Umschulungsmaßnahmen greifen würden, um wieder in Arbeit gehen zu können.

Bei einigen Versicherungen sind auch einige Krankheiten komplett vom Versicherungspaket ausgeschlossen.

Ggf. wenn Du es auf Biegen und Brechen drauf ankommen lassen willst, nimm Versicherungen ohne Gesundheitsfragen.

Bei der ERGO z. B. sind die Gesundheitsfragen sehr eingeschränkt, in manchen Paketen auch gar nicht nötig, dafür ist die Vorversicherungszeit länger, bevor man eine Leistung im Falle des Falles beanspruchen kann.

Ich persönlich habe mit der ERGO DIREKT sehr gute Erfahungen, allerdings nur in Bezug auf Lebensversicherungen, da meine Mutter dort eine hatte, meine Mutter leider im Sommer l. J. verstarb.

Die ERGO war sehr unkompliziert in der Abwicklung, verlangte auch Unterlagen nur in Kopie, außer den Versicherungsschein selbst natürlich und war super fix in der Zahlung.

Guck Dir erstmal die Bewertungen zur Zahlungsmoral in Bezug der BU Versicherung überhaupt an.

Denn, es ist weder Dir noch sonst einem Familienmitglied geholfen, wenn ihr da Massen an Euros reinschiebt und nachher heißt es April, April.....

LG Janette

Beitrag von mausbaer002 16.04.11 - 10:37 Uhr

Hallo!

Ich bin Versicherungskauffrau und habe die Konstellation wie bei Euch schon öfter als Anfragen gehabt. Dass Dein Mann von der Versicherung abgelehnt wurde, ist leider normal.

Es gibt aber noch eine EU (Erwerbsunfähigkeitsversicherung), die zahlt dann zwar nur bei Erwerbsunfähigkeit, ist aber auch günstiger.

Und dann bietet die AXA noch so eine Existenzschutzversicherung an. Das ist eine gute Alternative. Schau doch mal nach: http://www.axa.de/servlet/PB/menu/1193558/index.html

Oder auch die schwere Krankheitenversicherung ist ´ne gute Alternative.

Da solltest du evtl. nochmal mit eurem Versicherungsmenschen sprechen. Eine Unfallversicherung ist auch sehr wichtig, aber...

LG Nicole