Kita wechsel,wieviel der erzieherin erzählen (todgeburt)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von morena2005 15.04.11 - 13:04 Uhr

Hallo,

wir ziehen demnächst um und unser kleiner kommt am 01.06 in einen neuen kindergarten.
Vor 2 Jahren hatte ich eine Todgeburt und unser sohn redet zuhause über dieses Thema, er hat alles bewusst mitbekommen, er war damals fast 3j. Nun bin ich wieder ss und er freut sich wie verrückt auf sein brüderchen aber redet manchmal auch über seine angst dass das baby wieder im KH bleiben muss und nicht zu uns kann...

Demnächst habe ich ein gespräch mit der gruppen erzieherin , soll ich das Thema ansprechen , das er alles mit gemacht hat usw. oder einfach abwarten ob ihnen was auffällt. Im jetzigen Kiga hat er noch nichts über seine Schwester erzählt.

Möchte nicht, dass er daduch eine sonderstellung bekommt bzw das die erzieherinen sagen es ist bei ihm irgendwas normal (was sonst nicht wäre) weil er dies und jenes mitgemacht hat.

Was meint Ihr ?

Lg & schönes wochenende
morena

Beitrag von haruka80 15.04.11 - 13:12 Uhr

Hallo Morena,

ich habe als Pädagogin im Hort gearbeitet und als ich schwanger war mit meinem Sohn, kam der Kleine zu mir und erzählte mir, dass er auch einen Bruder hatte, der aber im Himmel ist, weil seine Mutter grünes Fruchtwasser hatte.
Ich war baff, als ich das hörte, besonders weil ich das 1. Mal schwanger war und eh angst hatte.

Er hat mit ganz oft davon erzählt und nach 2 Wochen habe ich seine Mutter drauf angesprochen, dass wir halt bescheid wissen und ich sehr hoffe, dass es jetzt durch meine SS nicht zu Hause wieder so hochgepuscht wird.

Ihr ging es tatsächlich nicht gut,weil das Ganze zwar 2 Jahre her war,aber so natürlich alles aufgewühlt wurde. Wir haben dann in der KiTa, meine Kollegin und ich, mit dem Jungen drüber gesprochen. Er war übrigens 7.

Wir haben damals gesagt, dass es schön gewesen wäre, wenn man sowas gewusst hätte, wobei es jeder Mutter absolut selbst überlassen ist. Ich persönlich würde es in der KiTa ansprechen, so wissen die Erzieher, dass etwas war und dass da auch was wieder hochkommt beim Kind durch die neue SS und es kann besser aufgefangen werden.
Ich bin nicht selbst betroffen,daher finde ichs schwierig, aber vom reinen Verstand her würde ichs sagen. Hör auf deinen Bauch, was sagt der dazu? Ich wüßte auch nicht,warum ein Kind eine Sonderstellung dadurch haben sollte, Pädagogen setzen sich ja mit allen Problemen des Kindes auseinander, da ist es egal, ob ne Totgeburt, n gestorbener Hamster oder der verloren gegangene Teddy.

Alles Gute!

Haruka

Beitrag von nudelmaus27 15.04.11 - 13:13 Uhr

Hallo!

Vorab es tut mir wahnsinnig leid, dass du diese Erfahrung machen musstest #liebdrueck.

Da dein Kind jetzt auch nichts davon im Kiga erwähnt, würde ich es auch nicht der neuen Erzieherin erzählen.
Ich denke sollte es dennoch mal irgendwann Thema sein, werden die Erzieher schon damit umzugehen wissen.
Bei uns in der Gruppe war eine Mutter schwanger und hat sich mit dem Vater des Kindes rumgestritten, er hat das Ultraschallbild zerrissen und lautstark kund getan, dass er das Baby nicht will. Sie hat abgetrieben und ihre große Tochter hat alles mitbekommen und ist natürlich verstört.
Sie hat das im Kiga anderen Kindern in der Gruppe erzählt (meine Tochter kam damit zu Hause an) und ich habe daraufhin die Erzieherin angesprochen. Sie meinte, dass das Kind darunter sehr leidet und dass sie das in der Gruppe offen alle besprochen hätten.
Echt mir tut die Kleine auch total leid und das alles weil sich Eltern nicht im Griff hatten. Aber nunja was ich sagen will #bla#bla, die Erzieher sind schon so ausgebildet, dass sie für den Fall der Fälle damit gut umgehen können und sich entsprechend verhalten.

Also mach dir keine Gedanken, geniese deine Schwangerschaft und ich wünsche euch allen alles Gute,
Nudelmaus

Beitrag von elaleinchen 15.04.11 - 13:13 Uhr

Hi!

Wenn er da wirklich immer wieder von anfängt, würde ich es den Erzieherinnen erzählen. Zumindest ganz grob.
Sonst erzählt er es und die Erzieherinnen sind dann total vor dem Kopf gestossen.
Wenn du es ihnen sagst, dann können sie sich drauf einstellen....verstehst du?

vlg

Beitrag von ivik 15.04.11 - 14:21 Uhr

Er beschäftigt sich ja mit dem Thema. Ich würde die Erzieher schon darüber informieren, weil die so seine Erzählungen schon besser einschätzen können.
Ich hatte die Erzieherin meiner Tochter auch über einige Dinge informiert. Meine Tochter wurde leider schon öfter mit dem Thema "Tod" konfrontiert und spricht da auch drüber. Als meine Tante im Sterben lag, habe ich die Erzieher informiert, damit sie Bescheid wissen, wenn sie auf einmal wieder über den Tod spricht. Sie hat da (zum Glück) eine sehr kindliche Vorstellung; aber sie weiß schon, dass die Leute dann nicht mehr da sind, wie eben der Uropa, die Nachbarin oder die Tante. Und dass man dann sehr traurig ist. (Wir haben zwar versucht, es vor ihr zu verbergen, aber das gelingt nicht immer)
Unsere Erzieher sind über solche Informationen ganz dankbar, weil dann gewisse Eigenarten der Kinder ganz leicht Erklärungen finden.

lg ivik

Beitrag von kati543 15.04.11 - 14:37 Uhr

Was genau sagt denn dein Sohn, was passiert ist? Sagt er nur er hat ein Schwesterchen im Himmel? Oder weiß er so genau über dieses Thema Bescheid, dass eine Erzieherin vorgewarnt werden muss? Wie geht ihr damit um?
Dein Sohn ist nicht der Einzigste, der Bruder/Schwester in der SS, während der Geburt oder kurze Zeit darauf verloren hat. Eine besondere Behandlung wird er deswegen nicht bekommen. Zumal das bereits sehr lange her ist.

Beitrag von engel210207 15.04.11 - 20:04 Uhr

Was heisst hier sehr lange her? Und Sonderbehandlung

Unmöglich diese Wortwahl, ganz ehrlich

Beitrag von nici1176 15.04.11 - 18:51 Uhr

Hallo,

ich bin Erzieherin und frage neue Eltern nach Dingen, die wichtig sind, damit ich im Vorfeld Infos habe, um besser auf das Kind eingehen zu können, wie z.B. was macht es gerne, wie wird es betreut.
Todesfälle in der Familie (Oma oder Opa, Geschwister, Vater oder Mutter) werden dann von den Eltern angesprochen, wenn es relativ frisch ist und das Kind in der Entwicklung davon beeinträchtigt wird (zurückkhaltend, spricht kaum). Dies wird aber nicht von uns gefragt.
Du mußt die Erzieherin erst mal kennenlernen, und dann entscheide aus dem Bauch raus, sowas möchte man ja auch nicht jeder fremden Person erzählen.
Kurze Geschichte von mir, ich war bis Anfang März schwanger, musste raus aus der Kita, weil ich nicht die erforderlichen Antikörper hatte gegen Mumps. Die Kinder und Eltern meiner Gruppe wussten von meiner Schwangerschaft, ich habe das Kind in der 11. Woche verloren und bin vor 4 Wochen wieder zurück in meine Gruppe gekommen, die Kinder haben sich kurz mit dem Thema beschäftigt, haben gefragt, wo mein Baby ist, ich habe geantwortet, das es noch ganz klein war und in meinem Bauch gestorben ist. Das haben sie noch ein paar mal gefragt und irgendwann war das Thema vorbei.

LG Nicole

Beitrag von morla29 15.04.11 - 22:45 Uhr

Hallo Morena,

ja, sag es ihr. Es gehört zu seinem Leben und zu seiner Biographie.

Ich finde es wichtig, dass es bestimmt Leute wissen. Geht mir zumindest so.

Wir sprechen auch sehr viel über unser Sternenmädchen und ihr Name fällt mindestens 10x am Tag.

Glaub auch nicht, dass er eine Sonderstellung dadurch bekommt.

Alles Liebe und Gute für Euch
Gruß
morla
mit zwei Mädels an der Hand (3 und 5)
und einem Mädel tief im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)