Was würdet ihr machen? Wunschkaiserschnitt oder spontan versuchen?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lucy1234 15.04.11 - 13:32 Uhr

Hallo ihr Lieben,

der Entbindungstermin rückt immer näher und ich werde immer nervöser.
Eigentlich hatte ich immer vor die nächste Geburt spontan zu versuchen, aber nun bekomme ich immer mehr Angst, dass es wieder so schief läuft.

Mein Sohn ist 2003 geboren und da hatte ich eine für mich sehr schlimme Geburt. Bei ihm wurde 3 Tage vor ET eingeleitet, da zu wenig Fruchtwasser vorhanden war.
Ich hatte auch direkt starke Wehen, aber der Muttermund ging einfach nur auf 2 cm auf. 18 Stunden lag ich in den Wehen, 2 Stunden davon in Presswehen und ich durfte wegen dem Muttermund nicht pressen. Dann haben die Ärzte gesagt sie machen einen Kaiserschnitt, da einfach nichts vorwärts ging.
Ich kam also in den OP. Eine PDA hatte ich mir schon einige Stunden zuvor unter den Wehen geben lassen. Diese wurde noch einmal nachgespritzt. Doch leider hat sie von Anfang an nicht richtig gewirkt und beim ersten Schnitt habe ich alles zusammen geschrieen. Der Narkosearzt hat mich dann ohne etwas zu sagen direkt in Vollnarkose gesetzt.
Mit meinem Sohn war Gott sei Dank alles in Ordnung. Doch ich hatte eine ganz schlimme Aufwachphase. Ich konnte nicht auseinander halten ob ich wirklich schwanger war und ein Kind bekommen habe oder ob ich das alles nur geträumt habe. Nach 4 Stunden war ich erst in der Lage meinen Sohn das erste Mal zu sehen.
Die Tage danach ging es mir schnell besser, ich war auch am 5. Tag wieder zu Hause. Doch 3 Wochen nach der Geburt lag ich mit einer schweren tiefen Beinvenenthrombose wieder im Krankenhaus auf der Intensivstation und habe um mein Leben gekämpft. 10 Tage lang durfte ich meinen Sohn nicht sehen. Danach kam ich auf ein normales Zimmer und ich konnte ihn zumindest sehen. Nach insgesamt 3 Wochen durfte ich das Krankenhaus wieder verlassen.

Diese ganze Geburt und alles danach nagt sehr an mir. Ich habe einfach Angst, dass es wieder so schief läuft. Deshalb überlege ich nun schon lange ob ich nicht lieber direkt einen geplanten Kaiserschnitt machen lassen sollte. Mein Mann hätte gern eine spontane Geburt, unterstützt mich aber auch wenn ich einen Kaiserschnitt machen lasse.
Am Mittwoch habe ich auch einen Termin zur Geburtsplanung. Da werde ich auch alles noch einmal mit dem Arzt besprechen.

Was würdest ihr denn an meiner Stelle tun?


Sorry, ist ganz schön lang geworden. #hicks Ich hoffe es hat doch die ein oder andere so lange durchgehalten.


Liebe Grüße von Lucy und Babygirl im Bauch


Beitrag von pye 15.04.11 - 13:37 Uhr

ich hatte damals eine totgeburt in der 20ten woche und ich muss sagen die musste spontan stattfinden....
felina kam auch spontan zur welt obwohl ich wahnsinnige angst hatte, ich möchte diese erfahrung niemals missen, das war das schönste, auch wenns natürlich schmerzhaft war , erlebnis für mich, und ich hatte ne pda. das machte alles erträglicher, wenn du solche angst hast, lass dir ne pda setzten, aber es ist alle mal besser als ein ks :)
unser nächstes wurmi werde ich nun auch versuchen spontan zu gebären, hoffe es ist kein ks nötig :)
viel glück bei der entscheidung

Beitrag von hoffehoffe1985 15.04.11 - 13:58 Uhr

die Antwort hilft ihr sicher weiter...

Beitrag von gruene-hexe 15.04.11 - 13:41 Uhr

Hm, ich würde das mit meiner Hebi (wenn ich denn eine hätte der ich vertraue) bzw mit meiner FÄ (der ich sehr vertraue) darüber reden. Oder vielleicht sogar direkt in dem KH mit dem Chefarzt besprechen, wie er die Lage sieht und was er empfehlen würde. Ich versuche in solchen Fällen, mich so gut wie möglich bei Fachpersonal zu informieren und wäge dann alle Antworten für mich ab, schließlich entscheide ich da etwas sehr tief greifendes.

Ich habe Angst davor, wieder eingeleitet werden zu müssen wegen meinen Nieren, aber noch größere Angst habe ich vor einem KS. Habe viel Nachgedacht in letzter Zeit und auch dieses mal werde ich den Weg der natürlichen Geburt gehen, auch wenn der eingeleitet vielleicht wieder echt scheiße fies sein wird.

Wie gesagt, informiere dich und wäge dann ab, schließlich solltest du dich mit deiner Entscheidung wohl fühlen, auch wenn es dann später anders läuft. Eine Geburt ist nicht wie die andere#liebdrueck

Beitrag von martinazu 15.04.11 - 13:46 Uhr

Das kann ich gut nachempfinden, wobei ich zwei Geburten brauchte um ähnliche Erfahrungen zu machen, wie Du bei einer.

Ganz ehrlich, hör in Dich hinein! Bisher konntest Du es Dir spontan vorstellen, hast es Dir zugetraut. Jede Geburt ist anders - besprich mit Deinem Mann (oder wer Dich zur Geburt begleitet), was Du möchtest und wo für Dich Schluss ist. Man kann auch abbrechen und doch einen KS machen.
Wenn Du offen mit Deinem Arzt sprichst, kann er entsprechend einen Brief formulieren, dass Deine Entbindungsklinik genau (und ohne Geburtsstress verwischt) erfährt, was los ist.

Kopf hoch! Raus kommen sie alle! :-)

Beitrag von omiogni 15.04.11 - 13:53 Uhr

Genau vor dieser Entscheidung stand ich auch. Aber genau die kann dir hier keiner abnehmen.

Ich hab mich für den KS entschieden und seit dem ich zur Planung im KH war und der Termin feststeht, werde ich von Tag zu Tag ruhiger. Für mich ist das der richtige Weg und ich merke, dass der Druck der auf meiner Brust lag, weg ist.

Obwohl ich wirklich lange überlegt habe spontan zu entbinden.
Garantie kann dir leider in beiden Fällen keiner geben, dass alles 100 %ig so läuft, wie es soll oder du es willst.

Lass dich im KH ordentlich beraten, aber nicht unter Druck setzen. Manche KH haben eine eindeutige "Firmenpolitik" in eine Richtung.
Und dann hift nur dein eigenes Bauchgefühl... ;-)

LG Momo

Beitrag von kathie78 15.04.11 - 14:20 Uhr

Hallo liebe Lucy,

das ist ja wirklich eine schwierige Entscheidung vor der du stehst. Eine Geburt ist nicht wie die andere das ist mal sicher. Allerdings ohne deine MuPa werte und genaue Krankengeschichte, kann dir hier niemand einen guten Rat geben. Sprich mal mit deiner Hebi und/oder FA was sie als Vor- bzw. Nachteile, des einen oder anderen Weges sehen.

Wichtig ist du musst mit deiner Entscheidung sowohl vom Kopf, wie auch vom Bauch her zufrieden und einverstanden sein. Wenn du ein komisches Gefühl bei der Entscheidung hast, sprich nochmal drüber.

Ich bin auch gerade in der Entscheidungsfindung, weil ich schon 2 KS aus unterschiedlichen Gründen hatte aber mir jetzt noch eine Spontangeburt wünsche. Eine Spontangeburt nach 2 KS macht aber nicht jedes KH mit.
Von daher kenne ich dieses Gefühl, gern eine Entscheidung und damit sowas wie einen "Plan" im Kopf zu haben. #liebdrueck

Lass dich gut betreuen.

LG

Kathie

Beitrag von michback 15.04.11 - 14:31 Uhr

Hallo,

ich habe bei meiner ersten Geburt ungefähr das gleiche erlebt wie du, außer dass er doch noch spontan kam aber gleich nach der Geburt für drei Wochen auf Intensiv musste. Trotzdem war ich der Meinung es beim 2. Kind noch mal spontan zu versuchen. Als es los ging und wir im Kreißsaal ankamen bekam ich Panik. Ich lag dann zwei Tage in den Wehen und hatte dann einen Geburtsstillstand und es kam zur Sectio. Ich bin der Meinung, dass der Geburtsstillstand bei mir psychisch bedingt war. Ich hab mich während der Wehen komplett rein gesteigert, dass es wieder schief geht und dass es dem Kind nicht gut geht und sie es mir wieder weg nehmen um es auf die ITS zu bringen.
Eigentlich dachte ich bis zu dem Moment, ich hätte die Geburt vom ersten Kind gut verkraftet. Was aber wohl nicht so.
Als die Ärzte merkten, wie es mir unter der Geburt geht, wurde sofort ein Kaiserschnitt gemacht.

Jetzt beim dritten Kind wollte mich die Hebamme überzeugen es wieder spontan zu versuchen. Ich war dann im Krankenhaus zur Geburtsplanung und die Ärzte haben mir geraten gleich eine Sectio zu machen. Meine Hebamme ist zwar leicht angesäuert, aber mir geht es jetzt besser. Ich habe es planbar, weiß wann mein Kind kommt und kann mich seelisch und moralisch darauf vorbereiten. Und die Angst vor der Geburt ist weg. Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen als ich den Termin zum Kaiserschnitt hatte.

Hör mal in dich rein was dein Herz sagt, was dir lieber wäre. Lass alle guten Ratschläge von anderen außer Acht. Auch wenn dich die Hebamme vielleicht vom Gegenteil überzeugen will. Zieh durch was du für richtig hälst.

LG
Michaela + Anna (KS -14)