Ich weiß mit meiner Mutter nicht mehr weiter :-( (teil 2)

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von v_welt 15.04.11 - 13:59 Uhr

hallo ihr lieben,

so das hier habe ich vor kurzem geschrieben.
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=12&tid=3082650&pid=19517832


ihr hattet alle recht, ich musste mich von ihr lösen, denn das spiel ging immer weiter, und sie machte mich echt fertig.
Ich habe für mich entschlossen mein jetzigen Job zu kündigen, weil ich mit ihr zusammen arbeiten musste. die lage spitzte sich an als sie davon erfuhr.
Eigentlich wollte ich einfach nur mit unserem chef sprechen, dass ich nicht mehr mit ihr arbeiten möchte, doch das übel war sie erzählte dumme sachen über mich rum. hat ihm sogar erzählt das ich vergewaltigt worden bin usw.!
meine mutter und ihre beste freundin schafften es in wenigen Tagen mich so fertig zu machen das ich nur heulte. sie hat auch angefangen alle aus der familie auf uns (mich und mein vater) zu hetzen, da mein vater vor ein paar tagen geburtstag hatte und es hat sich nicht mal meine schwester bei ihm gemeldet, da wusste ich meine mutter treibt ein sehr böses spiel.

als sie erfuhr das ich mich mit meinem vater beraten hatte wegen einem neuen job, wurde sie so richtig böse. sie schrieb mir ein Brief. darin stand: du bist nicht mehr meine tochter und nenn mich nie mehr Mama. und erzähle nie mehr meinem chef ich wäre durchgedreht, ich bin so enttäuscht von dir, ab heute bin ich nicht mehr ihre tochter. ach und wenn du mir jetzt deine tochter entziehst, dann werde ich das auch verkraften müssen.
ich sagte dann nur zu ihr du schuldest mir noch geld, also mach dir ein plan wann du uns es zurück zahlst.
ab da an merkte sie ich meine es ernst, ich habe sie so angeschrien unter anderem sagte ich auch zu ihr, dass sie seit 23 jahren denkt ich bin ihr eigentum und das sie nie eine gute mutter war. sie natürlich total schockiert.
und ich sagte ihr, dass ich nie mehr was mit ihr zu tun haben will. sie ist für mich gestorben, denn wer einmal zu seinem kind sagt man ist enttäuscht, dann ist das keine mutter.

wenn ich könnte würde ich sie jetzt gern raus schmeißen, aber das ist nicht so einfach. ich hasse sie so sehr.

danke euch für die ganzen tipps. :-)
ihr habt mir echt geholfen.

lg sabse

Beitrag von alpenbaby711 15.04.11 - 14:48 Uhr

Ich will jetzt einfach mal behaupten das du sie gar nicht wirklich hasst, nur einfach enttäuscht bist über ihr jahrelanges Verhalten wsa sie an den Tag gelegt hat und so eigentlich gar nicht hätte sein sollen!
Ela

Beitrag von scrollan01 15.04.11 - 15:06 Uhr

Oh doch!

Sie hasst die Mutter!

Und DAS IST GUT SO!

Denn dies wird dir die Kraft weiterhin geben, endlich DEINEN Weg für dich gehen zu können!

Irgendwann - wenn du es geschafft hast eine andere Arbeit zu haben und sie raus aus der Wohnung ist - denn vermieten könnt ihr sie and ander, wirst Du den Hass gehen lassen und es tritt eine Neutralität an die Stelle!

Sie wird dir egal sein!

Schütze dich in jedem Fall weiter vor ihr, erzähle ihr nichts mehr, lass dein Kind nicht hin ...

Mache erstmal einen Bruch und arbeite DEIN Leben auf!

Du hast den Anfang gemacht und du wirst den Weg weiter gehen, wenn nicht, wird sie immer weiter machen und du landest in der Psychiatrie!

Viel Glück!!!!

Beitrag von alpenbaby711 15.04.11 - 19:48 Uhr

Zugegeben Scrollan ich sehe das nach wie vor etwas anders, aber wir müssen ja auch nicht einer Meinung sein. Weißt du ich selbst hab auch seit 8 Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter weil sie, fast wie diese Mutter auch sehr übergriffig gewesen ist, ebenfalls auch mein Vater. Doch ich hasse die beiden nicht weil ich weiß sie sind so und sie werden sich nicht ändern. Gut das ist auch deren Sache, aber mein WEg war ein anderer so das ich schließlich nicht den gleichen gehen muß wie sie. Vor allem liegt es bei der ganzen Sache auch immer ein wenig dran was ich letztendlich mit mir machen lasse oder ließ. So seh ich das auch bei der Posterin. Die Mutter kann viel versuchen die Frage ist aber was die Posterin zuläßt! Sie hätte sich auch selbst etwas früher abgrenzen müssen und klar ihren Standpunkt vertreten müssen. Sie müßte sich eigentlich auch etwas ärgern das sie selbst nicht eher eingeschritten ist. ABer sie hat jetzt den Wendepunkt gefunden und wird, hoffentlich auch konsequent, nun IHREN Weg gehen.
Und ich denke die Stärke den Weg weiter zu gehen und zu wissen das läßt sie nicht mehr mit sich machen findet sich nicht im Hass sondern darin das ihr bewußt ist wo die Fehler der Vergangenheit lagen.
Hass halte ich nicht für gut weil es einen SChritt zu weit geht, aber wenn sie so empfinden sollte gut ist schließlich ihre Sache damit klar zu kommen. Das ganze spiegelt lediglich meine Meinung und Einschätzung wieder. aber nicht jeder muß meine Meinung teilen.
Ela

Beitrag von scrollan01 15.04.11 - 19:58 Uhr

Ela, ich habe mich evtl. ein wenig zu direkt ausgedrückt.

Ich schrieb ja, dass der Hass momentan für die Posterin JETZT hilfreich sein kann um endlich diese Schritte zu wählen welche deine bereits waren!
Du selber hast vielleicht Hassgefühle nicht gebraucht - ich weiß ja auch nicht, ob du vergewaltigt wurdest und deine Mutter sich entsprechend wie og. verhalten hat!

Verstehst Du wie es meine?

Hass ist langfristig niemals gut - das versteht sich von selbst!
Aber es kann zumindest zu Beginn der Motor sein, der inen den richigen Weg finden lässt!

Ich hoffe sehr, dass sie ähnlich wie du ihr Leben in den Griff bekommt!
Und dass sie lernt: "der eine macht, der andere lässt zu" darf nicht mehr gelten und gelebt werden!!!

LG Scrollan

Beitrag von alpenbaby711 15.04.11 - 20:03 Uhr

Halb so wild Scrollan ich gehöre bei Urbia nicht gleich zu denen die hochgehen wie ne Rakete. Obwohl ich das hier auch schon bin, grins.
Vergewaltigt worden bin ich nicht, aber 3 maliger Missbrauch, davon einmal innerhalb der Familie hab ich leider auch hinter mich gebraucht.
Von nur einem wissen meine Eltern, das hab ich mit 15 erzählt. Heute bin ich 33.5 Jahre alt und hab seit damals mit IHnen nie wieder darüber gesprochen. Wieso? Ganz einfach sie glaubten mir nicht. Das alleine zu verkraften war schon schlimm genug, aber der Grund den fand ich schlimmer. Weil ich eben nicht mehr gewußt hätte über welchen zeitraum das damals gegangen ist. Ich weiß nur noch wann es aufhörte!
Bis heute. Aber unabhängig davon hab ich oft Tabletten durcheinander gefressen, Hab 4 halbherzige Selbstmordversuche hinter mir, hab bis heute selbstverletzendes Verhalten, teilweise Depressionen aber mit einer Therapie, die ich eigentlich wegen einer Fehlgeburt vor Jahren begann hab ich gelernt damit zu leben. Denn heute sag ich mir: Die Vergangenheit hat zwar meine Zukunft klar beeinflußt aber die ist eben nicht mehr zu ändern. Meine jetzige Zukunft hab ich selbst in der Hand. ! Es sind soviel Dinge passiert wo ich schon damals nicht wirklich den Bezug zu meinen Eltern hatte da war die Antwort auf den Missbrauch nur der Tropfen auf den heißen Stein, aber ich habe gelernt. Hass hab ich dazu nicht gebraucht, aber ich wollte endlich mein Leben leben. Und ich denke wenn man will, wenn auch manchmal mit Hilfe kann man das schaffen.
Ela

Beitrag von scrollan01 15.04.11 - 20:15 Uhr

Hatte ich mir fast gedacht - hätte nur nicht vermutet, dass du so offen drüber redest!

Danke!
Genauso wie Du es sagst ist es richtig!
So SOLLTE man im Idealfall reagieren und nach vorne sehen!
Es liegt immer in der Hand eines jeden selber.

Ich hatte zwar nicht SOLCHE Dinge erleben müssen, aber andere. Weniger schlimm aber auf Dauer ebenfalls sehr prägend.
Irgendwann vor ein paar Jahren hat sich ein wenig Hass bei mir aufgestaut, aber ich ließ diesen nur kurz zu. es brachte ja niemanden etwas, außer mir selber eben den Ansporn: Stopp - so nicht mehr, ich gehe die Richtung xy!

Wobei ich mit HASS nicht unbedingt meine man sollte die Eltern hassen, aber ich merkte, dieser Hass auf meine Eltern war nur minimallang da, er schlug dafür auf mich selber um: weil ich erkannt hatte, dass ICH meine Chancen nicht ergriffen hatte!

Dann habe ich sie ergriffen und heute geht es gut!

LG Scrollan

Beitrag von alpenbaby711 15.04.11 - 20:23 Uhr

Weißt du ich habe inzwischen viel gelernt. Ich breite zwar nicht überall alles aus aber ich bin eigentlich doch ziemlich offen muß ich sagen. Das ist mir nicht unangenehm. Aber ich denke manchmal gehört eine gewisse Offenheit dazu damit die Leute verstehen. Ich muß ja deshalb nicht alles von mir preis geben wenn es über meine Gefühle geht, aber so ist das schon Ok für mich.
Auch heute lerne ich noch. Und ganz ehrlich egal wie blöde sich das anhört, wenn ich heute noch Sachen von meinen Eltern höre was sie hintenrum wieder für Spielchen mit uns treiben wollen ( gelegentlich krieg ich noch was mit, aber 1. 8 Jahre Null Kontakt und 2. 300 km zwischen uns) dann lach ich drüber. Ganz ehrlich ich finde es lustig wie sich Leute so zum Affen machen und es nicht mal merken. Das Leben ist doch immer wieder lustig.
Ela

Beitrag von scrollan01 16.04.11 - 05:44 Uhr

Hölle solche Eltern ...

Solange sie dir vom Leibe bleiben sollen sie reden ...

Wünsch dir ein schönes WE!

LG Scrollan (auf dem Weg zur Arbeit)

Beitrag von alpenbaby711 16.04.11 - 07:39 Uhr

Ja die Hölle waren sie mal, grins jetzt finde ich es nur noch belustigend. Na ja mir machts nichts mehr ich bin 300 km weg und seit 2 Jahren nicht mehr in der alten Heimat gewesen. Ich vermisse das aber auch nicht. Sollte ich doch mal dort sein würde ich grüßen und weitergehen.
Schlauer bin ich geworden das reicht mir schon aus.
Bäääääääh so früh zur Arbeit am Samstag. Was machst du?
Ich hab heute noch nen Tattoo Termin wenn der klappt.
ela

Beitrag von scrollan01 16.04.11 - 19:49 Uhr

Hi!

Boah, ganz schön cool - ob ich einfach nur grüssen könnte und weitergehen könnte?

Ich würde mir wohl jedesmal in die Buxen machen!!!

Ich bin Krankenschwester! Deshalb so früh raus - morgen noch und dann habe ich 2 Wochen frei!

#winke

Beitrag von alpenbaby711 16.04.11 - 19:58 Uhr

In die Buxen würde ich mir nicht machen, grins. Ne ehrlich eines der besten Sachen war vor 4 Jahren auf der Beerdigung meines Opas ( da hatte sie auf dem STerbebett noch dafür gesorgt das er nichts mehr von mir wissen wollte und er auch seinen Urenkel nie hat sehen können) gewesen. Da bin ich trotz der ganzen Sache zur Beerdigung. Hab ihr normal mein Beileid gewünscht und bin dann weiter zu meinen Tanten in die REihe ( ihre SChwestern). Nach der Beerdigung saßen wir beim Leichenschmaus. Hinter mir am Tisch saß die Patentante meiner Mutter. Da kam mein Vater ( der nichts mit mir sprach-mir auch egal) zu der Patentante und sagte zu ihr ( wortwörtlich) die Ge.... kommt nicht hier rein wegen der die hinter ihm ist. Ich hab das selbst so gehört! Also nicht über dritte. GEile Sache oder? Meine Tanten wollten sich schon aufregen wie das nicht auf eine Beerdigung gehört. Hab ich nur gemeint: Regt euch nicht auf, das ist die Dame nicht wert wenn sie das nötig hat. Klar war es heftig, aber gut wer das ganze belanglos glauben würde hat Pech. Mir ging das an der Kehrseite vorbei. Die Dame hat eben keinen REspekt. Meine Strauß von der Hochzeit vor 8 Jahren legte ich meiner Oma aufs Grab. Den hatte sie sogar runter und auf den Müll geschmissen weil sie meinte das hätte Oma nicht gewollt. 1. hätte das ganz sicher nicht gestimmt und 2. hätte sie nicht das REcht gehabt Grabschändung zu betreiben. ABer gut für Oma fand ich das hart, da sieht man aber wie beknackt manche Leute sind. Willste noch mehr? Ach ne sonst werde ich bis nächste Woche nicht mehr fertig.
Ela

Beitrag von scrollan01 17.04.11 - 05:43 Uhr

Boah nee - wie wäre es mit einem Buch?

Oder Film mit dem Titel: der Mörder ist immer der Gärtner?

#zitter

Wow - und ich wette, die Eltern sehen dazu noch völlig normal aus und sind voll akzeptiert und so ... manchmal staunt man Bauklötze und kann nicht fassen was es für Menschen gibt ...

Ich finde dich super ... ( und euren Hof übrigens auch ... träum ...)

LG Scrollan

Beitrag von alpenbaby711 17.04.11 - 07:35 Uhr

Oh der Gärtner wäre sicherlich noch harmlos und mir daher wohl sehr sympathisch, grins.
Ja die sind relativ gut akzeptiert auch wenn ein paar Leute mit der Zeit schlauer wurden. Aber seit ich 15 bin hab ich über die Sache mit dem Missbrauch nicht mehr gesprochen mit Ihnen. Will ich auch gar nicht mehr weil die Sache für mich erledigt ist.
Freut mich das dir unser Hof gefällt, mir dazu die vielen Viecher, grins.
Ela

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 19:18 Uhr

Du schaffst das! Es ist nur verständlich, dass du sauer bist und momentan Hass empfindest.
Du kannst stolz auf dich sein, endlich diesen schweren Schritt getan zu haben. Bald wird es dir viel besser gehen, denn der ganze Ballast kann dann endlich von dir abfallen.
Ich denke der Verarbeitungsprozess wird jetzt nicht leicht werden, doch bleibe stark.
Mit dem Brief hat sie natürlich versucht, dich zu treffen. Ich hoffe du nimmst ihn dir nicht zu Herzen, denn es ist nur ein weiterer Manipulationsversuch! Manche Erkenntnisse schmerzen, doch nur dadurch können wir uns entwickeln und unser Glück finden.
Das die eigene Mutter, einer Person der man eigentlich vertrauen sollte, einem sogar beim Chef schlecht macht und persönliches erzählt, ist :-[

Du hast noch deinen Vater. Vielleicht könnt ihr beide euch gegenseitig Kraft schenken. Mit deiner Schwester würde ich das Gespräch suchen. Sie wird irgendwann aber selbst erkennen, wie eure Mutter eigentlich ist.