Bin bissl verunsichert-Leichtes Kind=Frühchen?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von herzchen82 15.04.11 - 16:55 Uhr

Hallo Mädels,

ich bin nen bissl verunsichert und hoffe ihr könnt meine Fragen beantworten.

Ich weiß schon seit der 29. SSW dass wir ein zartes und leichtes Kind erwarten. (Ich hatte selber nen Gewicht von 2990 Gramm bei ner Größe von 49cm und bin 1 Woche vor ET geboren)

Mein eigentlicher ET ist der 09.05.

Meine FÄ hat diesen Termin jetzt auf den 15.05. zurück datiert, weil unser Kleiner zu wenig wiegt und sein Bauchumfang auch nicht den SSW entspricht.

Bin jetzt also in der 36. SSW

Am Dienstag waren wir bei 35+2 zum Doppler und er hatte folgende Werte:

Gewicht: 2364 Gramm

Größe 45cm

Bauchumfang: 30cm

Kopfumfang: 31cm

Nun zu meiner Frage:

Wenn ich termingerecht entbinde und der kleine nicht ausreichend Gewicht hat, zählt er dann trotzdem als Frühchen und wird auf die Intensivstation verlegt? Braucht ein Kind ein bestimmtes Gewicht zur Entlassung oder muss er dann länger im KH bleiben?

LG Sandra mit Baby Boy unter dem #herzlich, 36. SSW

Beitrag von hannah1010 15.04.11 - 17:12 Uhr

Hallo!

Ich kann dir jetzt nur antworten, wie es bei uns in der Klinik ist ( arbeite auf ner Frühchenstation).

WEnn er termingerecht kommt und zu leicht ist, ist er kein Frühchen sondern ein Mangelchen.

Falls er soweit fit ist und das Gewicht tatsächlich so um die 2300g ist. dann würde er ( hier bei uns zumindest) ganz normal bei dir bleiben und dann normal mit dir entlassen werden.


lg tina

Beitrag von herzchen82 15.04.11 - 17:16 Uhr

Danke dir.

Man dann bin ich erleichtert.

#danke

Beitrag von munin 15.04.11 - 19:38 Uhr

Hallo!
Habe meine Tochter bei 36 + 5 bekommen. Sie war auch nicht entsprechend ihrer Woche entwickelt. Sie hatte 2440 g 45 cm und Kopfumfang von 29,5cm.
Sie durfte gleich mit mir auf das Zimmer, habe sie normal gestillt( auch wenn es am Anfang nur mit viel Gedult funktionierte.) Wir mußten 6 Tage im Krankenhaus bleiben da sie eine Gelbsucht entwickelt hatte.
Sie hatte auch nicht ganz 2500 g bei der Entlassung.
Es kommt aber auf das Krankenhaus an. Würde mich vielleicht vorher erkundigen.
LG munin

Beitrag von nine-09 15.04.11 - 20:09 Uhr

Hallo,

erstmal möchte ich dir Mut zu sprechen. Mir wurde in der ganzen SS erzählt das mein Kleiner Mann zu klein und zu leicht wäre.

Ich gebar ihn bei 36+1 nach Einleitung weil ich nen frühzeitigen Blasensprung hatte.

Er hatte 48cm und 2430g bei der Geburt,ihm ging es super und er wurde nicht als Frühchen eingestuft. Bei der Entlassung hatten wir nur noch 2280g,er hatte den ersten Tag zu hohe Entzündungswerte die wir aber mit wecken und stillen am nächsten Tag in den Griff bekamen.

Ich hatte einen Strang und musste ab der 20 SSW immer alle zwei Wochen zum Arzt,immer im Wechsel zwischen FÄ und FD,immer wurde mir gesagt er ist zu Klein,selbst in der 33 SSW hieß es bei der FD das es sein könnte das mein Baby ein Gendefekt hat,ich war fertig und wusste nicht was auf mich zukommt. Aber als er da war,war er 48cm und das bei 36+1.

Ich war etwas enttäucht von den Ärzten denn sie nahmen mir die Freude an der SS.

Er ist kern gesund!!!

Ich wünsche dir noch eine schöne Restkugelzeit,bitte genieß es.

LG Janine

Beitrag von niki1412 15.04.11 - 22:37 Uhr

Hallo Janine,

habe gerade Deine Antwort hier gelesen und bin baff: unsere Kinder hatten genau die selben Werte.

Bei Geburt 2430g mit 47cm und bei Entlassung 2280g.

;-)

LG Niki

Beitrag von knutschkugel4 15.04.11 - 21:41 Uhr

ich finde die werte garnicht so schlecht -zumal man nicht vergessen darf-das bei der vermessung immer wieder fehler auftreten

meine zwillis kamen 36+0
jennifer hatte 2300 g und durfte bei mir bleiben im wärmebettchen


laura hatte 1800 g und musste noch für zwei wochen auf die frühchen


wenn ich mich nicht irre - ist alles unter 2700g aber termin geboren ein mangelgeborenes
ab 37 ssw -also kein frühchen mehr



mach dich nicht verrückt#liebdrueck

Beitrag von niki1412 15.04.11 - 22:34 Uhr

Hallo Sandra,

ich habe jetzt gerade am 14. März unseren Julius entbunden.
Mir erging es genau so wie Dir: ich wusste schon dass er ein leichtes Kind ist.
Prophezeit wurden uns 2300g, er hatte dann 2430g bei 47 cm.
Nun ist es so dass das Krankenhaus ihn als Mangelgeburt eingestuft hat.
Unsere Krankenkasse macht da jedoch keine Unterschiede: alle Kinder die unter 2500g geboren werden sind "Frühchen". Demnach hat sich mein Mutterschutz nun auch verlängert. Letztlich sind das aber nur Bezeichnungen auf Papier.
Unser Julius hatte übrigens nur Probleme mit dem Zuckerwert. Er musste 1 Woche und 1 Tag im KH bleiben, durfte dann nach Hause und wiegt nun (also 1 Monat nach Geburt) schon über 3kg.

Die Kinder die termingerecht als Mangelgeburt geboren werden haben den Frühchen meist einiges voraus, denn die Organe sind einfach besser ausgereift. Es sind eben reife aber leichte Kinder.

Bei uns im KH wird bei Entlassung kaum auf das Gewicht geschaut sondern darauf wie fit das Kind ist. Julius kam mit 2280g nach Hause. Wichtig ist halt dass Dein Sohn alleine atmen kann, Stuhl absetzen kann, ausreichend trinken kann...

Falls Du Dir Sorgen machst oder unsicher bist, dann rufe doch einfach mal im KH an. Die können Dir sicher Auskunft geben.

Falls Du noch fragen hast kannst Du mir gerne eine Nachricht senden.

Ich wünsche Dir und Deinem Sohn alles Gute #klee

LG Niki mit Sophia im #herzlich, Helena #blume und Julius #klee

Beitrag von ichbinhier 16.04.11 - 08:34 Uhr

Mein Sohn ist 2007 in der 37.SSW mit 1800 Gramm als "Small for Date" bzw Mangelgeburt geboren worden...grausiges Wort.

Mach Dir aber wegen des Gewichts bitte keinen Kopf, Dein Baby ist leicht, aber ok.
Meiner hat ähnliche Werte, letzte Woche bei 36+2:
KU : 31,5 cm
Bauchumfang : 30 cm
Gewicht 2445 Gramm

Das Baby wird noch ein wenig zulegen, und wenns die 2500 Gramm hat und vor allen, wenns proportional gewachsen ist, ist alles prima.

Ich werde andauernd gedopplert, weil ich eben schon ein wachstumsretardiertes Kind habe, aber es ist alles prima, dem Baby gehts blendent, es ist halt nur zierlich;-)

Beitrag von delphin3003 16.04.11 - 13:46 Uhr

Hallo,

lass dich nicht verrückt machen. Ich selbst habe meine Tochter 4 Tage nach Entbindungstermin gesund auf die Welt gebracht. Sie wog 2330 g. In der 36. Woche lag ich noch mit Frühwehen im KH. Wegen des geringen Gewichtes sollte sie keinesfalls so früh kommen. Eine Woche später - ich war wieder entlassen - empfahl mir meine Frauenärztin, dass ich einleiten lassen solle, da mein Kind evtl. unterversorgt sei. Die Gewichtsprognosen schwankten zwischen 1800 und 2500g. Ich war so verunsichert. Die einzige, die im Nachhinein Recht hatte, war meine Hebamme, zu der ich dann genervt gegangen bin. Die hat alles überwacht und mir zugesprochen, ganz normal auf die Wehen zu warten. Geht ja nicht an, erst alles aufhalten zu wollen und dann einzuleiten. Ihr habe ich eine schöne, schnelle und völlig normale Geburt zu verdanken, ohne Einleitung oder sonstige Hilfsmittel... Und die Hebamme war die einzige, die mit ihren Prognosen - gegen die High-Tech-Geräte der Ärzte - völlig recht hatte. Sie hat das Gewicht am genausten geschätzt und lag nur 30 g daneben... Meine Tochter hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. Es fiel auch nie das Wort "Mangelgeburt", oder Frühchen. Wegen des Gewichtes lag sie auf einer Wärmematratze und wir mussten eine Woche im KH bleiben. Das war aber auch alles. Auch ich selbst und mein Bruder waren damals "Leichtgewichte". Meine Tochter ist inzwischen 4 und immer noch viel zu klein und zu leicht. Es wurde aber alles soweit durchgecheckt, viele - auch beunruhigende - Vermutungen angestellt, aber letztendlich wurde nichts gefunden. Gerade ist wieder so eine Phase, in der alle das Gewicht so hinnehmen, auch wenn sie mit ihren 4,5 Jahren und noch keinen 13 kg doch stark abweicht... Ich habe da eine gewisse Gelassenheit entwickelt. Ist eben so. Ein Durchschnitt entsteht eben auch dadurch, dass es Abweichungen gibt. Und wir sind eben eine starke Abweichung nach unten...
Wünsche dir alles alles Gute für die Geburt und hoffe, dass dein Kind auch gesund auf die Welt kommt... Jedes Kind ist einzigartig - und ich bin stolz auf mein kleines Leichtgewicht.
LG Delphin

Beitrag von igraine9 16.04.11 - 22:42 Uhr

Hallo,

bei meinem Kleinen wurde auch in der 28SSW der Et um 10Tage nach hinten verschoben vom 10.7. auf den 20.7. Er war auch immer zu klein und zu leicht. Ich musste dann insegsamt 3 mal zum Doppler ins Kh. Ab der 33.SSW bekam ich dann erhöhten Blutdruck und mein Ärztin fing an mich genau zu überwachen. Ich musste 3mal tgl. Blutdruck messen, 2 mal in der Woche zum CTG und sie hat öfter Ultraschall gemacht.
Am 9.7. war ich wieder im Kh zum Doppler und der Chefarzt schätze sein Gewicht auf 2200g( da war ich also schon 38. oder 39. SSW). Am nächsten Tag hätte ich wieder CTG gehabt, aber ich bekam nachts extrem heftige Kopfschmerzen, die auch mit Paracetamoltabletten nicht weggingen. Mein Mann sagte dann den CTG-Termin ab. Die Ärztin rief uns dann an, und schickte uns sofort ins KH, wo sie uns von der Praxis aus schon angemeldet hatte.
Das Ende vom Lied war dann leider ein Notkaiserschnitt, wegen Gestose und beginnendem Hellp-Syndrom.
Mein Kleiner wog 2410g und war 48cm, aber soweit topfit. Ich durfe ihn gleich mit auf mein Zimmer nehmen. Am 4. Tag wurden wir entlassen( da hatte er 2200g). Ihm ist im Krankenhaus nur 2mal der Zucker so doll runtergegangen, dass sie ihm was geben mussten, ansonsten konnte ich ihn ganz normal stillen.

Jetzt ist er schon 21 Monate alt und ein kleines Möpschen. Er hatte sehr schnell das Gewicht aufgeholt.

Lg
Igraine

Beitrag von sindy-sweet 19.04.11 - 10:25 Uhr

Wow!!! Unser kleiner Krümel ist in der 37. Woche geholt worden mit Einleitung. Er war unterversorgt und musste raus.

Er hatte bei der Geburt ein Gewicht von 1860g. Ist dann aber auf 1700 g runter gegangen. Seine Größe betrug 45 cm.

Und er lag damit 3 1/2 Wochen auf der Frühchen-Intensivstation. Er wurde erst über die Magensonde ernährt und nach und nach durfte ich ihn anlegen und mit der Flasche füttern. Nach 3 1/2 Wochen hatte er ein Gewicht von 2450 g. Wobei er die ersten 6 Tage kein Gramm zugenommen hatte!!! Also keine Sorge, die Kleinen holen das recht schnell auf!!!

Mittlerweile ist unser Krümel 7 1/2 Wochen alt und hat seine 3 kg geschafft!!! #verliebt

Beitrag von summi86 19.04.11 - 14:17 Uhr

Hi,

ich habe meine Tochter bei 39+2 entbunden und sie war eine sehr zarte. 2550 g, 46 cm, 32 cm Kopfumfang. Habe sie von Anfang an im Zimmer gehabt und durften 4 Tage nach Geburt (sec. Sektio) das Krankenhaus entlassen. Die zwei "Sorgen" vom Ärzteteam waren unter anderem der Blutzucker unsrer Maus und ob sie die Temperatur halten kann. Aber sie hat sich von ihrer besten Seite gezeigt und immer top Blutzuckerwerte gebracht und ihre Körpertemperatur auch super gehalten.

LG
Bianca mit Pia fest im Arm (9,5 Wochen "alt" und stolze 53 cm groß und 4300 g)

Beitrag von fusselchenxx 21.04.11 - 14:31 Uhr

Hallo Sandra,

auch wenn dein Beitrag schon älter ist, antworte ich mal noch..

Ich habe ein Frühchen und eine Mangelgeburt...

Steven kam 8 Tage vor ET... Also eigentlich ganz normal. Da er aber unter 2500 g wog, zählt er als Mangelgeburt (oder wie im KH immer so schön gesagt wurde: SmallForDate-Baby)...

Ich durfte ihn direkt bei mir behalten. Er bekam lediglich immer mal wieder blut entnommen um nach dem Blutzucker zu schauen. Da war aber alles ok und nach 48 Std hätten wir nach Hause gedurft. Bin dann einen Tag noch geblieben für die U2 mitzumachen und dann nach Hause...

Wenn du noch arbeitest bzw nun im Mutterschutz bist, ist eine mangelgeburt für dich aber entscheident... Du hast dann statt der normalen 8 Wochen Muschu nach der Geburt 12 Wochen... Also wie bei einem Frühchen auch... Lass dir also auf jedenfall eine Bescheinigung für die Krankenkasse geben, wenn dein Kind unter 2500 g wiegt...

LG Fusselchen + Joshua *21.10.05 (32+1) und Steven *23.03.09 (SmallForDate-Baby)