Was würdet ihr nehmen(Babysitting)

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Beitrag von jill1976 15.04.11 - 18:52 Uhr

Hallo

Habe ein Problem .Und zwar haben ich und mein Mann uns ein wenig mit einem befreundeten Ehepaar zerstritten.Es ging darum,das ich angefangen bin in der Nachtwache in einem Altenheim zu arbeiten und dafür suchten wir jemanden für des nachts ,der auf unsere beiden Kinder aufpasst bzw. eig. nur,das jemand anwesend ist.Das heißt von abends halb 8 bis morgens gegen 7.00.Uhr.Arbeit wäre nur,unsere jüngere Tochter bettfertig zu machen (5J.) und die Große ist 13J.,da braucht man nichts mehr helfen;) Die Babysitterin dürfte essen,trinken,Fernsehen schauen und v.a. auch SCHLAFEN.Die Kinder schlafen ja in der Regel durch.Es wäre nur,das halt jemand anwesend ist falls mal was sein sollte(Kurze bekäm Fieber etc..)Per email bekam ich Bescheid von einer Frau die pauschal 300Euro im Monat verlangen würde(bei 3 Nächten ca. in der Woche,Wochenenden ausgeschlossen,da ist mein Mann zuhause,er ist Berufskraftfahrer).Hab zurückgemailt und komischerweise kam nichts mehr zurück.Dann hat sich auf einmal meine Freundin gemeldet und gesagt sie würde den "Job" gerne annehmen,da sie was auf 400 Euro Basis sucht.Sie und ihr Mann sind zuhause,er ist Beamter in Frührente und sie Hausfrau und Mutter ,haben ein Haus von seinen Eltern .Ihnen geht es finanziell nicht schlecht sagen wir mal so,fahren auch mehrmals im Jahr in Urlaub.Wir hingegen haben jede Menge abzubezahlen(Haus,Auto etc..)und gehen beide auch fleißig Vollzeit arbeiten,damit wir von allem mal runterkommen.Ich denke mehr kann man nicht tun(außer nat. sparsam leben und das tun wir!)Da von der einen Frau nichts mehr kam,haben wir dann zugesagt.Jetzt hat sich die eine Frau wohl aber doch gemeldet und möchte weiterhin nur 300 Euro nehmen;habe meine Freundin davon unterrichtet am Telefon und sie meinte sie würde höchstens bis 350 Euro runtergehen,mehr nicht.was ich dann machen würde,wäre meine bzw. unsere Entscheidung.haben uns für die andere entschieden und jetzt sind sie und ihr Mann eingeschnappt.Wir bräuchten uns da nicht mehr blicken lassen ,schrieb er mir per mail und sie wären zurecht sauer.Sie könnten nicht verstehen,das wir uns wegen läppischen 50 Euro so anstellen würden,wir hätten ja schließl. die hand drauf gegeben.Muß dazu sagen,das es meine "beste Freundin" bis dato war und ich auch superenttäuscht bin.Als beste Freundin und nicht allzu sehr aufs geld angewiesen hätte ich an ihrer Stelle nicht 400 Euro verlangt,ganz ehrlich nicht.Wie seht ihr das ganze?

LG jill

Beitrag von lulu2003 15.04.11 - 19:03 Uhr

Hallo Jill,

ich kann verstehen dass ihr euch für die andere Dame entschieden habt. Ihr müßt sehen wo ihr bleibt und da sind 50€ schon viel Geld.

Das allerdings deine "beste" Freundin so reagiert, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn sie wirklich eine Freundin wäre, hätte sie dir einen "Freundschaftspreis" gemacht.
Mach dir nichts draus. Entweder sie beruhigt sich wieder oder aber du hast eine Freundin weniger. #schein

LG
Sandra

Beitrag von seikon 15.04.11 - 19:05 Uhr

Von halb 8 abends bis 7 Uhr morgens sind jedes Mal 11,5 Stunden. Das ganze 3 mal pro Woche und 4 Wochen pro Monat (rechnerisch). Das sind also 138 Stunden pro Monat. Da finde ich 400 Euro mehr als angemessen. Das wären gerade mal 2,90 Euro pro Stunde. Bei 300 Euro sind das nur 2,17 Euro pro Stunde.

Mag ja sein, dass in deinen Augen nicht viel zu tun ist. Aber der Babysitter trägt nunmal für alles die Verantwortung. Und wenn eure Kleine z.B. schlecht träumt o.ä. dann ist an einen entspannten Schlaf beim Babysitter nicht zu denken.

Es geht hier ja nicht um ein freundschaftliches aufpassen, sondern um eine "gewerbliche" Sache, damit du arbeiten gehen kannst. Und ich persönlich würde nicht für mehr oder weniger lau aufpassen, damit du schön Geld verdienst. Meine persönliche Meinung.
Ich meine nehmen wir mal eine Aktiengesellschaft. Großes Unternehmen, das seine Mitarbeiter für Hungerlöhne arbeiten lässt. Da schreit jeder empört auf. Aber die haben doch auch so viele finanzielle Verpflichtungen. Die müssen doch die Aktionäre zufrieden stellen. Das könnte man schon auf eure Lage übertragen. Wieso soll der Babysitter für einen Hungerlohn aufpassen, damit ihr euer Haus abzahlen könnt?
Und das sind halt eben 3 Nächte pro Woche, in denen sie nicht zuhause sein könnte um Zeit mit ihrem Mann zu verbringen.

Wenn dir 350 bzw. 400 Euro pro Monat zu viel sind, dann musst du das Angebot von der Frau annehmen, die 300 Euro nimmt.

Beitrag von missed80 15.04.11 - 19:06 Uhr

Ich als "beste" Freundin würde, wenn überhaupt, nur die Hälfte nehmen!

Würde mir ein schönes Buch mitnehmen, mein Laptop, und mir es bei euch gemütlich machen - damit du arbeiten kannst
Zuhause sitze ich ja abends eh nur rum - ist doch nun egal ob auf dem eigenen Sofa oder bei meiner "besten" Freundin
Und dabei tue ich eine "gute Tat" Ich helfe ihr, und habe auch meinen "ruhigen" Abend!
Die Kinder schlafen ja.

ABER: Wenn es mir finanziell gut gehen würde - würde ich ein Teufel tun, und von meiner Freundin, die wenig Geld hat und deswegen sogar nun nachts arbeiten muss, Geld nehmen #klatsch

Ich würde mich eher mal abends ins Restaurant einladen lassen, oder in eine Pizzeria - als Dankeschön

Beitrag von arkti 15.04.11 - 19:15 Uhr

Es ist aber ein Unterschied ob man zuhause sitzt oder 3 mal die Woche abends und auch nachts nicht zuhause ist.
Zuhause kann man machen was man will, da kann man sich die Zeit ganz anders vertreiben.

Umsonst würde ich das niemals machen, im Notfall mal einspringen ja, aber ganz sicher nicht dauerhaft 3 mal wöchentlich verpflichten.
Da könnte man ja nichtmal Urlaub planen wie man will und dann noch noch unentgeldlich.....niemals.

Beitrag von windsbraut69 16.04.11 - 08:12 Uhr

Ich würde mich dafür auch nicht dauerhaft verpflichten wollen.
Aushelfen in Notfallen natürlich, aber nicht dauerhaft 3 Abende/Nächte pro Woche verplanen...
An Stelle der TE wäre es mir aber auch mehr wert als unter 3 Euro/Stunde, dass eine sehr gute Freundin bei mir Zuhause ist und nicht eine "wildfremde" Person...

Gruß,

W

Beitrag von mamavonyannick 15.04.11 - 19:31 Uhr

Hallo,

ich denke auch, dass es hierbei nicht mehr um einen Freundschaftsdienst handelt. 3 Nächte, jede Woche über Monate sind einfach was anderes als mal eben schnell einspringen.

vg, m.

Beitrag von windsbraut69 16.04.11 - 08:10 Uhr

Und umgekehrt würdest Du von Deiner Freundin "verlangen", für unter 3 Euro pro Stunde 3 Nächte pro Woche (das ist kein Mini-, sondern ein 50%-Teilzeitjob) für Dich zu arbeiten?

Gruß,

W

Beitrag von katjahdd 15.04.11 - 20:49 Uhr

Ich hätte lieber jemanden der meine Kinder kennt und vorallem jemanden den ich kenne, da hätte ich die 50€ mehr gerne investiert.

Gruß Katja

Beitrag von windsbraut69 16.04.11 - 08:13 Uhr

Das wäre es mir auch wert gewesen, wenn da jemand 3 Nächte bei uns wohnt und die Verantwortung für die Kinder hat.

LG

Beitrag von blumenschein09 15.04.11 - 21:10 Uhr

Alle moralischen Gedanken hin oder her.
Man sieht mal wieder: Bei Geld hört die Freundschaft auf!

Hätte, hätte, hätte:

... du hättest die 50€ mehr zahlen können (vieleicht geht es ihr finanziell gar nicht mehr so gut!)

..... sie hätte auch für 300€ aufpassen können.

Also klare Regel: nie,nie,nie Geschäfte mit Freunden und Familie!

Sorry aber meine Erfahrung!.... und auch die von vielen Freunden und Bekannten!;-)


liebe Grüße

Beitrag von geli0178 15.04.11 - 21:52 Uhr

Hallo,

als beste Freundin hätte ich Dir vorgeschlagen das die Kids bei mir schlafen können und gut ist. Was Du mir dann als Obulus dafür gibst liegt in Deinem / Eurem Interesse, aber ich gehe davon aus das Freundschaft auch auf Gegenseitigkeit beruht.
Bei Geld hört leider die Freundschaft auf und ich würde an Deiner Stelle auch die neutrale Frau nehmen.
Perspektivisch würde ich allerdings nach einer anderen Lösung suchen. Entweder versucht Dein Göga von den Fernfahrten wegzukommen oder Du machst weniger Nachtdienste. Das Geld was Ihr dann einbüst ist das Geld was die Babysitterin bekommt.

Viele Grüße

Geli

Beitrag von arienne41 15.04.11 - 22:01 Uhr

Hallo

Hattest du deiner Freundin schon zugesagt?

Dann wäre sie zurecht sauer. Wie es euch finanziell oder deiner Freundin geht spielt keine Rolle.
Sie nannte den Preis und gut.

Hast du ihr den Job nicht zugesagt ist es ok das du dich anders entschieden hast.

Allerdins hätte ich ein Problem damit Fremde bei meinen Kindern zu lassen.
Frae ist auch wie alt ist die Betreuung? In welchen Verhältnissen (nicht finanziell) lebt sie? Hat sie einen Partner? Oder ist sie allein und hat bald einen Partner dem es dann nicht recht ist das sie 3 Nächte weg ist und schwupps ist sie weg.
Es war eh ein Glück gleich 2 zur Auswahl zu haben aber ich hätte die Freundin für 400€ genommen schon weil mein Kind sie kennt.

Beitrag von windsbraut69 16.04.11 - 08:16 Uhr

Ich hätte auch ein Problem mit einer Fremden im Haus bei den Kindern.
Außerdem frage ich mich, warum sie sich länger nicht gemeldet und nicht reagiert hat....das kann gute Gründe gehabt haben, aber auch auf die künftige Verlässlichkeit hindeuten...

Beitrag von whitewitch 16.04.11 - 02:41 Uhr

Also für 138 Stunden im Monat und dann auf 300 Euro Basis oder gar 400 würde ich das nicht machen. Ich würde allerdings in dem Fall lieber die Freundin mit 50 Euro mehr nehmen, als eine Frau die ich nicht kenne. Auch wenn die Kids schlafen so bleibt es Arbeit, dass darf man nicht vergessen. Jeder spricht hier immer von Mindestlöhnen und dann lese ich das. Ich arbeite selber im KH und wenn mir einer kommt mit 5 Euro die Stunde für geringe Arbeit (Sitzwache) würde ich mir dennoch nicht die Jacke ausziehen. Beide Angebote sind also mehr, absolut mehr als angemessen.

Die Menschen die sowas anbieten sollten sich selbst mal hinterfragen und schauen ob sie bereit wären für nicht mal drei Euro drei Tage in der Woche zu opfern.

Und wenn ich hier lese das man als Freundin den Dienst auch kostenlos machen könnte, nee da hört die Freundschaft echt auf. Das geht mal ne Übernachtung, aber kostenlos nicht auf Dauer.

Beitrag von windsbraut69 16.04.11 - 08:20 Uhr

Ich lese jetzt erst, dass ihr der Freundin bereits zugesagt hattet, als sich die andere Dame dann plötzlich wieder (warum kam von der eigentlich zwischendurch nichts mehr?) meldete und ihr dann angefangen habt, zu handeln?

Sorry, das ist kein fairer Umgang.....da wäre wohl jeder sauer und ich würde mich an ihrer Stelle auch ärgern, dass Du wegen 50 Euro eine wildfremde Person bevorzugst, die sich im Vorfeld schon nicht sehr zuverlässig gezeigt hat. Deine Freundin für einen Dumpingpreis arbeiten zu lassen zu wollen, ist eh nicht nett, ob ihr jetzt Schulden habt oder nicht...

Gruß,

W

Beitrag von trixi35 16.04.11 - 11:06 Uhr

"Sorry, das ist kein fairer Umgang.....da wäre wohl jeder sauer und ich würde mich an ihrer Stelle auch ärgern, dass Du wegen 50 Euro eine wildfremde Person bevorzugst, die sich im Vorfeld schon nicht sehr zuverlässig gezeigt hat. Deine Freundin für einen Dumpingpreis arbeiten zu lassen zu wollen, ist eh nicht nett, ob ihr jetzt Schulden habt oder nicht... "

Korrekt!

Eine wildfremde Frau oder meine beste Freundin?

Da gibts doch gar keine Frage, wen ich dann bevorzugen würde, schon der Kinder wegen.
Die 50 Euro wären es mir wert gewesen, eine Frau in meinem Haus zu haben, die meine Kinder kennt, die ich kenne und die nebenbei noch meine Freundin ist.

Unverständlich.

Gruß Trixi

Beitrag von manavgat 16.04.11 - 12:06 Uhr

Mein Rat: such Dir jemanden, der dann abends noch putzt oder bügelt (was halt keinen Krach macht). Zahl für diese 2 Stunden Hausarbeit + über Nacht bleiben insgesamt 30 Euro und gut ist. Das ergibt dann ca. 400 Euro im Monat, welche Du als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen kannst. Alternativ kannst Du Deine Kinder in einer anderen Familie übernachten lassen, was aber dann auch mindestens 20 Euro je Nacht kosten würde. Du kannst mal einen Antrag auf Übernahme der Betreuungskosten beim Jugendamt stellen, das hängt dann von Eurem Einkommen ab, ob es da was gibt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von teufelchendani 16.04.11 - 15:33 Uhr

hallo!

mal eine andere Frage an dieser Stelle:

auf geringfügiger basis bis 400€ darf man m.E. nur 14,5h die Woche arbeiten. Alles andere darüber wäre doch sicher eine sv-pflichtige beschäftigung, oder?

ich sehe das so. und dann wären die 50€ mehr ja lächerlich, wenn du sv-beiträge zahlen müsstest.

wie wäre es denn mit einem au-pair kind? wäre sicherlich eine bessere alternative, als eine fremde person im haus zu haben (könnte ich mir gar nicht vorstellen #nanana)

Beitrag von sarahg0709 16.04.11 - 16:03 Uhr

Hallo Jill,

willst Du meine ehrliche Meinung: Ich als Freundin hätte es kostenlos gemacht. Vielleicht mal für eine kleine Einladung zum Abendessen (Restaurant) ab und zu oder ein kleines Präsent.

Du hast eine Entscheidung getroffen und brauchst Dich dafür nicht zu rechtfertigen. Wenn die Freunde deswegen beleidigt sind, ist das ihre Sache.


LG

Beitrag von whitewitch 16.04.11 - 20:27 Uhr

Du würdest tatsächlich an drei Tagen die Woche für die nächsten Jahre für lau auf deine Familie verzichten?? Unter dem Umstand das du das durchhältst und dann nicht ständig absagst, weil du es für lau machst, sind das 156 Tage im Jahr, kostenlos. #schock Man bedenke wenn man an diesen 156 Tagen arbeiten würde für ca. 5 Euro die Stunde, dass macht 9360 Euro pro Jahr die du einfach mal für eine Freundin opferst?? So gut kann keine Freundschaft sein, dass man sich das antut.

Ich habe auch ne beste Freundin, wir wissen das wir in Notfällen immer füreinander das sind, aber das würden wir beide gar nicht voneinander erwarten. Ich weiß auch das meine Mutter das machen würde, hätten wir so einen Fall. Aber ich käme gar nicht auf die Idee, das für lau zu verlangen.