Soll ich das geheimhalten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 19:38 Uhr

Hi
Mein Kind ist 5 Jahre alt und ich bin in der 19.SSW. Mein Sohn weiß noch nicht, dass ich schwanger bin, da das Kind in meinem Bauch sehr krank ist und wir noch nicht wissen, wie hoch die Überlebenschancen überhaupt noch sind!
Ich habe vor 8 Tagen erfahren, dass ich mich vor einigen Wochen mit den Ringelröteln angesteckt habe. Das Kind in meinem Bauch wurde leider auch infiziert und hat nun eine schwere Anämie.#zitter

Ich überlege nun täglich, ob ich meinem Sohn von seinem kleinen Bruder erzählen soll oder ob ich ihn eher schützen kann, indem ich nichts sage. Bisher scheint er meinen wachsenden Bauch nicht bemerkt zu haben. Jedenfalls ist er fröhlich und macht nicht den Anschein, etwas mitbekommen zu haben. Wenn ich ihm von den Kind erzähle, wird er sicher bedrückt sein und Ängste bekommen. Sage ich nichts, wird er es vielleicht durch Zufall herausfinden und noch verstörter reagieren.

Was mach ich denn nun?????

Beitrag von anira 15.04.11 - 19:46 Uhr

wann entscheidet es sich denn wie es weiter geht?

danach würde ich gehen

du kansnt ihm ja schlecht sagen du wir bekommen noch ein baby
und im gleichen atemzug es kann aber sein das er gar nicht bei uns bleibt da er krank ist
das finde ich zu hart

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 19:57 Uhr

Ich werde momentan alle 4-6 Tage untersucht. Per US wird geschaut, ob ein Hydrops an den Organen zu sehen ist, da das Blut schon mit doppelter Geschwindigkeit durch den kleinen Körper rauscht. Sobald das geschieht, spitzt sich die Lage zu und ich muss in eine andere Stadt, damit sie mit Bluttransfusionen im Bauch versuchen können, das Kind zu retten. Da sie in die Nabelschnur stechen müssen, ist das sehr gefährlich.

Sollte das Kind es doch irgendwie schaffen, keinen Hydrops zu entwickeln, sind es noch 11 Wochen, bis sich das Blut erneuert hat. Dann hätte es das schlimmste überstanden...

Beitrag von anira 15.04.11 - 20:21 Uhr

erstmal mein beileid
das muss sehr hart für dich sein
weis gar net wie es mir damit gehen würde
du musst nun sehr stark sein
ich drück die daumen das alles gut geht
anscheinend kann das ja
also positiv denken

wann hättest du denn das baby überhaupt zum thema gemacht?
vieleicht wäre das für dich ein anhalts punkt zusätzlich

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:26 Uhr

Danke.
Ja, mein Mann und ich leiden sehr und reden abends über die Situation.
Eigentlich wollte ich meinem Sohn grade von der SS erzählen, als ich das mit den Ringelröteln erfuhr.

Beitrag von anira 15.04.11 - 21:11 Uhr

dann tu es auch

erstmal das du schwanger bist
und in einer woche das das baby krank ist und man abwarten muss wie es weiter geht
nicht das dein kleiner mal aufsteht und das ausversehen mit bekommt oder oder
mach ein schritt nach dem anderen
erstmal wir bekommen noch ein kind
daran muss ein kind sich ja auch daran gewöhnen

ich drück euch die daumen das alles dneoch gut wird bitte gib bescheid wenn du was neues hast

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 21:14 Uhr

Danke. Mein Sohn wünscht sich sogar noch ein Geschisterchen. Ich denke diese Nachricht würde ihn sehr freuen, bis ich seine Freude trüben muss...

Beitrag von engeldernacht5 15.04.11 - 19:51 Uhr

Hallo!!
Was sagt den dein Frauenarzt/Frauenärztin?? Da ich eine Familie kenne, wo die Mutter sich auch mit Ringelröteln in der SS angesteckt hatte und auch das Kind und das Kind ist gleich behandelt worden nach der Geburt (Blut austausch usw.) Der Junge hat keine bleibenden Schäden behalten!!
Da ich diesen Fall kenne, denke ich würde ich es meinem Kind sagen, wenn ich vorher den Rat noch mal von meinem FA bekommen habe!!
Weil der Tag kommen wird, an dem das Baby kommt,............

Drücke euch die Daumen!!

Ganz liebe Grüße

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:04 Uhr

Ich bin leider erst in der 19.SSW. Man kann das Kind also noch nicht holen und das Blut austauschen. Das müsste man im Mutterleib versuchen und dabei ist die Gefahr sehr hoch, dass das Kind verstirbt. Alle paar Tage wird jetzt neu entschieden, ob eine Bluttransfusion im Mutterleib erforderlich ist. Es ist eine harte Zeit- wir bangen und hoffen

Ich bin beim Klinikdirektor. Mein FA selbst sehe ich erst in 4 Wochen wieder und ich bezweifel, dass ein solcher Rat zu seinen Aufgaben gehört.#gruebel

Beitrag von yamie 15.04.11 - 19:52 Uhr

hallo,


grooooßer mist. ich versteh dich ZU gut. ich hab jetzt genau das gleiche hinter mir. nur ich hatte meiner tocher (4j.) schon vom geschwisterchen erzählt, da wusste ich noch nix von meiner ringelrötelinfektion. hatte auch ängste, daß das kleine nicht überleben würde und meine tochter sich "umsonst" auf das baby freut.

an deiner stelle würde ichs solang geheim halten, bis du gewissheit hast. sag solang nix, wie du kannst.
wie gehts denn jetzt bei euch weiter? hattest du schon eine fruchtwasserpunktion?
wenn dein baby sich infiziert hat, bekommst du dann die nabelschnurbluttransfusion?

arme maus. #liebdrueck


glg
yamie


___________________________

dies ist KEINE signatur!

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:15 Uhr

Hey. Mein Baby ist infiziert und hat eine schwere Anämie. Sobald sich im US ein Hydrops zeigt, bekomme ich die Nabelschnurbluttransfusion.

Bisher muss ich nur alle paar Tage zum Klinikdirektor, der das Baby per US überwacht. Dem Kleinen gehts mies und das Blut schießt mit doppelter Geschindigkeit durch seinen Körper, doch der Klinikdirektor möchte noch warten, ob das Kind es nicht doch alleine schafft. Sobald ein Hydrops zu sehen ist, gibt es aber die Transfusionen.

Hattest du diese Transfusionen auch? Wie ist es bei dir gelaufen? Ist alles gut gegangen?

Ich habe so fürchterliche Angst!

Beitrag von yamie 16.04.11 - 22:13 Uhr

also... ich hatte gestern (freitag) DEN wichtigen termin bei der feindiagnostik gehabt. wie gesagt, war da ende 14.ssw.
geschaut wurde eben nach anomalien wie hydrops, anämien, aszites (wassersucht), down-syndrom und und und...

mir war so schlecht. so scheisse gings mir. wir hatten vor dem us noch ein aufklärungsgespräch... ich hab nur gedacht: MACH ENDLICH DEN US.

lange rede, gar kein sinn: ich hatte glück im unglück. alle werte im normbereich. das "gute" dabei wohl ist, daß ich die infektion noch in der früh-ss hatte.
gefährlich wirds erst ab der 12. woche.

trotzdem muß ich in 14 tagen nochmal hin. eben weil ich noch in der zeit lieg, wo ich das baby noch infizieren kann.

problem wäre auch, wenn das kleine infiziert wäre, würde eine transfusion bei mir fast unmöglich sein. die nabelschnur ist in meiner phase noch SO dünn, so dünn ist keine transfusionsnadel.
tolle aussichten.

daher bist du... naja wie soll ich sagen... äähm noch "besser" dran. deine nabelschnur ist besser zu punktieren.
selbst in dieser beschissenen phase MUSST du das positive sehen (auch wenn nix positives dran ist) es gibt weltweit kein einziges baby mit nachfolgen des parvovirus.

aber ich weiß, keiner und nix kann dich trösten. man muß durch diese schwere zeit eigentlich allein durch. dieses ganze gequatsche von wegen: wird schoooon... ihr schafft daaaas... konnte ich nicht hören/ertragen. keiner, der diese situation nicht selber hinter sich hat, kann dir/uns auch nur im entferntesten nachfühlen.

und wie hast du dich entschieden? erzählst du es deinem sohn?

Beitrag von zahnweh 15.04.11 - 19:53 Uhr

Hallo,

was sagen denn Frauenarzt bzw. Hebamme?

Zum einen wie es mit eurem Baby weitergeht? Wie die Chancen stehen? Wie es weitergeht?

Hat er/sie Tipps wegen eurem Großen?
Also wie, wann und WIE ihr es ihm am besten sagen könnt?
Manche Frauenärzte bieten ja auch eine "psychische Beratung" oder anders gesagt, einfach eine Sprechstunde zum reden ohne körperliche Untersuchung.
Vielleicht hat er/sie ja auch Erfahrungsberichte?

Viel Kraft und alles Gute!

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:22 Uhr

Der Frauenarzt sagt gar nichts und meine Hebamme ist noch recht jung und hat keine eigenen Kinder. Aber danke für den Tipp. Ich werde sie mal fragen

Beitrag von anjastein 15.04.11 - 20:05 Uhr

Hallo liebe"Abenteuer"
Ich finde deine Situation sehr schwehr und sehr traurig. Du hast mein ganzes Mitgefühl. #schmoll
Ich habe eine Tochter die auch fast 5 ist. Ich hab lang über dein Text nachgedacht und versucht mich in die Sache reinzudenken. Ich bin zu dem Schluss gekommen das ich es ihr sagen würde und versuchen es kindgerecht zu erklären z.b. Das Baby ist krank aber der Docktor versucht alles damit es wieder gesund werden kann( ich weis jetzt nich ob es in deiner Situation eventuell zu Behinderung des Ungeborenen kommen kann). Ich denke wenn dann irgend was mit dem Baby ist ( was ich für dich nicht hoffe) bekommt er es ja mit wenn du traurig bist oder so.
Aber das ist das was ich machen würde. Es ist deine Entscheidung mach dich genau kundig beim Arzt was im besten oder auch schlimmsten Fall ist und dann kannst du immernoch mit ihm reden.
ich wünsch dir alles alles gut und dem Baby auch!!!#liebdrueck

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:21 Uhr

Danke.
Sollte es das Baby schaffen, bleiben wohl keine Behinderungen zurück.
Bisher hat mein Sohn nichts von meiner Traurigkeit mitbekommen, da ich mich vor den Kindern zusammenreiße. Er spielt momentan viel mit seinen Freunden und von daher auch recht abgelenkt.

Beitrag von bine3002 15.04.11 - 20:16 Uhr

Das tut mir wirklich sehr leid... :-(

Ich denke, dass ich es meiner Tochter sagen würde und zwar so wie es ist: Ich habe ein Baby im Bauch, aber das ist sehr krank. Im Moment versuchen die Ärzte es gesund zu machen, aber wir wissen nicht, ob das klappt.

Ich meine... sollte es zum Schlimmsten kommen, wirst Du ja sehr traurig sein. Dein Sohn wird sehen wie Du weinst. Die Alternative wäre, dass Du deine Gefühle runterschluckst oder zum Weinen in den Keller gehst. Aber ich denke, dass er spüren wird, dass etwas nicht stimmt. Es wäre besser, wenn alle offen mit ihren Gefühlen umgehen.

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:24 Uhr

Ja, wenn das Baby stirbt, wird er mich wohl weinen sehen. Sollte es das Baby aber schaffen, mach ich ihm unnötig Angst, oder?

Beitrag von bussi999 15.04.11 - 20:26 Uhr

ich finde es besser, wenn er von dir, oder besser gesagt von euch als eltern erfahrt, daß er einen bruder bekommt.

ich stelle es mir nicht so schön vor, wenn er es evtl durch andere erfährt (eltern im kindergarten, die ihm gratulieren wollen, daß er einen bruder bekommt, zum beispiel).

gibt es nicht evtl kindgerechte lektüre über babies, die nicht ganz gesund sind? frag doch mal euren kinderarzt...oder in einer buchhandlung oder bücherei...

ich wünsche dir, dem ungeborenen baby und dem rest der familie noch alles gute für die zukunft

lg bussi999

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:33 Uhr

Das mit dem Buch ist ne gute Idee. Sollte das Kind überleben, wird es wohl aber keine Behinderungen haben, da sich irgendwann neues Blut bildet.
Es muss 12 Wochen kämpfen und durchhalten, damit es wieder gesund wird.
Aber ich glaube die Chancen sind mies #heul

Beitrag von bussi999 15.04.11 - 20:42 Uhr

ich drücke euch die daumen!

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 20:43 Uhr

danke

Beitrag von tempranillo70 15.04.11 - 21:00 Uhr

Hallo,
es tut mir sehr leid für Euch.
Ich kann nachvollziehen, was Du durchmachst. Ich habe vor 3,5Jahren eine stille Geburt in der 20.SSW erleben müssen. Ich habe mich damels auch pychologisch beraten lassen, weil ich selber mit der Situation überhaupt nicht umzugehen wußte und auch keinen kannte, der ähnliches erlebt und mir so hätte raten können. Ich habe mich auf anraten meines FA an eine Beratungsstelle gewandt. Dort konnte ich reden, man hörte mir zu und ich bekam Rat, was und wie ich mit der Situation umgehen konnte. Ich habe gelernt, mit der furchtbaren Angst zu Leben, als ich auf das Unteruchungsergebnis warten mußte und Hilfe bekommen, Abschied zu nehmen als es passiert war.
Willst Du dein Kind anschauen, es beerdigen, wenn es zum Schlimmsten kommt? An all dies wurde ich herangeführt. Es hat mich gestärkt, die Situation aktiv auszuhalten und zu überleben.
Vielliecht wäre es ja auch was für Dich?
Ich war hier:
http://www.donumvitae.org/beratung-und-hilfe/praenatale-diagnostik

Grundsätzlich bin ich eher geneigt mit offenen karten zu spüren, denn sei Dir gewiß: Spüren, dass irgendetwas nicht stimmt, tut Dein Kleiner 100%ig. Und so weiß er wenigstens warum.
alles Gute und viel Kraft,
I. mit #stern Louisa fest im Herzen und #schrei Maike an der Hand

Beitrag von abenteuer 15.04.11 - 21:08 Uhr

Danke. Den Link werde ich mir gleich mal genauer anschauen. Ja, dass Kind soll eine Beerdigung bekommen, wenn es nicht überlebt. Mir fällt es nur grade schwer, über die Beerdigung nachzudenken, da ich ihn noch in mir treten spüre. Ich bekomme dann immer ein schlechtes gewissen, mein kleiner Emilian könnte denken, dass ich ihn schon aufgegeben habe.
Momentan klammere ich mich an den Strohhalm

Beitrag von sabrinimaus 15.04.11 - 21:01 Uhr

Hallo,

fühl dich erstmal liebgedrückt und ich wünsche euch alles erdenklich gute und hoffe, dass es dein bauchzwerg schafft.

Ich persönlich würde es meinem Sohn (4) sagen. Denn, wenn ich das Baby verlieren würde könnte ich meine Traurigkeit nicht verbergen. Und auch danach, wäre es ja trotzdem mein Kind, dass ich nicht verschweigen wollen würde. Kinder nehmen solche Dinge oft besser als man denkt! Erkläre es ihm kindgerecht.

Letztendlich ist das natürlich auch nur eine Meinung von vielen und ganz alleine du und dein Mann müssen entscheiden, was ihr machen werdet.

Ich schicke dir ein riesen Kraftpaket für diese schwierige Zeit und drücke deinem Bauchzwerg ganz fest die Daumen!

LG Sabrina

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