von Teilzeit auf Vollzeit, kann das klappen??

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kueken 15.04.11 - 20:02 Uhr

Halli Hallo und guten Abend,

was mein Anliegen ist steht ja schon oben. Ich bin verheiratet und Mutter eines 6,5jährigen Sohnes. Derzeit gehe ich 24h in der Woche in einem Callcenter arbeiten. Mir macht die Arbeit an sich sehr viel Spaß doch ist es nicht das, was mich erfüllt und mich fordert. Nun habe ich eine Bewerbung für eine Vollzeitslette fertig. Ein JOb wie er besser nicht zu mir passen könnte. Aber eben 38,5 h/Woche.
Mein Mann steht voll hinter mir und ich bin überzeugt, dass ich das packe. Mein Sohn besucht eine offene Ganztagsschule und ist dort bis 16Ur in der Betreuung. Der Job würde Mo-Do bis 16.30Uhr gehen. Wenn er also von der Schule zu meiner Arbeit kommt (ist ein überschaubarer Weg gemeinsam mit einem seiner Freunde) hab ich fast Feierabend. Sicher mach ich mir meine Gedanken ob das mit ihm klappen kann, ich ihm als Mutter trotzdem noch gerecht werden kann und er nicht auf der Strecke bleibt.

Bisher muss ich öfter an Wochenenden und Feiertagen arbeiten, dass würde dann wegfallen was für uns sehr attraktiv ist. So sind WE´s wieder ganz Familienzeit.

Wie läuft das bei euch?? Schafft ihr das ohne jemanden zu vernachlässigen??
Achso, mein Mann kommt immer 17Uhr von der Arbeit, haben also auch immer noch Zeit für geminsames Spielen und essen. Und irgendwann geht er ja auch nicht mehr halb acht ins Bett ;-)

Vielen Dank schon jetzt. Ich bin gespannt auf eure Antworten

Beitrag von turmmariechen 15.04.11 - 20:37 Uhr

Wie sieht denn sonst Eure Nachmittagsgestaltung aus? Geht er noch zu Freunden oder zum Sport ? Kannst du ihn dann noch von der Arbeit aus hinbringen (zu Freunden kann er ja möglicherweise direkt von der Betreuung aus?) ? Wann kannst du den Haushalt machen? Kann er evtl von der Betreuung allein nach Hause ohne den "Umweg" ? Versuchs doch einfach ... möglicherweise kannst Du Std. reduzieren wenn du erstmal "den Fuß drin"hast ... Viel Glück.

Beitrag von kueken 15.04.11 - 21:17 Uhr

da er relativ lang in der OGTS und dort mit anderen Kindern zusammen ist verbringen wir die Nachmittage oftmals allein. Aber er trifft sich auch mit Freunden sehr gern.Wir gehen in die Bücherei, Rad fahren aber auch Spielplatz. Haushalt könnte ich Freitags machen da hab ich nur bis 12 Uhr. Wenn er älter ist und allein zu hasue sein kann hat er einen ganz kurzen weg (1min) Er geht zu keinem Sport, das wollte er bisher nicht. Das würde sich dann aber tatsächlich als schwieriger gestalten seidenn es fängt 17Uhr an, das schaff ich dann.
Wir haben auch gedacht...wer nicht wagt. Und wenn ich sie erstmal von meinen Fähigkeiten überzeugt habe dann lassen sie sich vielleicht auch auf weniger STunden ein. Wie du schon sagt..erstmal den Fuss in die Tür bekommen ;-)

Beitrag von turmmariechen 15.04.11 - 21:29 Uhr

Ich wünsch Dir Glück :-) . Ich hab vor der Elternzeit 30 Std gearbeitet. Ich fand das stressig, da wir eben viele Nachmittagstermine hatten (ich hatte ein Kiga und ein Schulkind - Schule und Kindergarten ca 15 min Autofahrt auseinander). Ich bin dann oft schnell von A nach B .... aber bei Euch hört sich das doch sehr entspannt an! Und die Kleinen werden ja größer - dann kann er evtl auch mal allein nach Haus und eine halbe Stunde warten .... und Du hast einen Job in dem du glücklich bist und freie Wochenenden !

Beitrag von kueken 17.04.11 - 16:28 Uhr

Danke, das ist sehr lieb von Dir :-)
Da der Weg zur Arbeit nur 5Minuten ist würde sich zu meiner jetzigen Anstellung nichts ändern.Ich verlasse derzeit 7.15Uhr das Haus um 8Uhr anzufangen. Im neuen JOb Job würde ich auch zur selben Zeit das Haus verlassen und wäre pünktlich halb acht da. Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn das klappt, einfach ein Job der mich in meinen Fähigkeiten fordert

Beitrag von widowwadman 15.04.11 - 21:12 Uhr

Ich bin inkl Pendel jeden Tag 10 Stunden ausser Haus und es klappt gut

Beitrag von specki1009 15.04.11 - 22:25 Uhr

Mit guter Organisation klappt das sicher gut.

Ich bin mit 42h wieder arbeiten gegangen aber da hat die Oma dann das Kind ausm Kiga geholt denn sonst wäre sie von 7-17 uhr da gewesen und das wollten wir ihr damals mit 1 1/2 nicht antun.

Wie bekommt ihr das organisiert wenns Kind mal krank ist? Ferien sind? Wenn du mal krank bist? Habt ihr noch Freunde / Nachbarn / Großeltern die einspringen könnten wenn was ist? Können dein Mann oder du auch mal früher weg?

Wichtig finde ich nur dass man bereits vorher an solche Dinge denkt und dann klappt es auch wenns mal soweit sein sollte. Mach das mit der Arbeit. Das tut euch allen sicher gut.

Liebe Grüße


Beitrag von kueken 17.04.11 - 16:31 Uhr

Wir haben Freunde, sind aber was familiäre Unterstützung angeht auf uns allein gestellt. Bisher hat das gut geklappt, aber da war ich Teilzeit beschäftigt. Wenn Kind krank dann wird einer von uns eben krankgeschrieben, dass kann passieren wenn man eine Mutter einstellt. Ferie sind durch Betreuung in der OGTs un unseren Urlaub abgesichert. Bei mir weiß ich nicht ob ich auch mal früher weg könnte, mein Mann aber ganz sicher. Also ich denke es würde nach gewisser Anlaufzeit ganz gut klappen. Ich wäre glücklich im JOb und das WE würde nur uns gehören, schon verlockend finden wir ;-)

Beitrag von specki1009 17.04.11 - 17:07 Uhr

Na dann habt ihr doch alles schon durchdacht. Ich denke so wie du klingst ist es für dich genau der richtige Weg. Ihr werdet das schon packen und du gehst ja jetzt auch schon bißchen Arbeiten.

Ich habe ja damals nach 1 1/4 Jahr mit Baby zu Haus sofort in 42h anfangen müssen- es war hart aber es war ok. Nach nem Jobwechsel sind es nur noch 40h und wesentlich flexiblere Arbeitszeiten. Das erleichtert es enorm.

Alles Liebe

Beitrag von valeska1979 15.04.11 - 23:12 Uhr

Hallo,

was mir komisch vorkommen. Wann fängst du denn an, dass du Freitag schon um 12 Uhr fertig bist und dann täglich nur bis 16.30 Uhr arbeitest.
Dann musst du ja schon um 7:30 Uhr jeden Tag anfangen; und gegen 7:00 Uhr los.
Das wäre mir eindeutig zu früh und stressig jeden Morgen mit nem Schulkind.


Ich arbeite auch Vollzeit. Mein Sohn geht in die 1. Klasse.
Klar kann das funktionieren, aber es bleibt viel auf der Strecke.
Mein Sohn spielt Tennis und Fußball; 3x die Woche Training und We noch Spiele und Turniere.
Ich bin bei jedem Training (zum Glück ab 17:00 Uhr) und bei jedem Spiel dabei.
Ein eigenes Leben habe ich dadurch kaum, aber mein Sohn hat dadurch auch nicht das Gefühl als würde ich ihn abschieben und ich genieße diese Zeit mit ihm. Auch wenn ich ihm nur zuschaue.

Treffen mit meinen Freunden werden manchmal über Wochen hin geplant,die haben ja auch Familie und nicht immer Zeit, wenn ich mal weggehen möchte.
Ein Kaffee/Treffen spontan mal gibt es auch nicht.
Ich habe durch die Hobbys meines Sohnes auch andere Mütter kennengelernt und mich mit denen angefreundet.
Die sehe ich ja, wenn wir eh den Kindern zuschauen und bringen uns n Coffee "to go" mit und labern.

Und.....für Haushalt hab ich manchmal keine Kraft mehr.
Da lass ich auch fünf mal gerade sein.
Ich bin ja nun kein Übermensch.
Ich habe mich jetzt entschieden ne Putzperle zu suchen.
Scheiß auf die 150-200€ im Monat.
Das ist die freie Zeit, die ich haben möchte.
Nicht immer im Hinterkopf haben zu müssen, wenn ich mal n Buch lesen möchte, "eigentlich müsste man noch das, und das, und das....machen!".


ABER: Ich will es nicht anders. Ich liebe meinen Job! Und in Teilzeit wäre er nicht machbar.

Viele Grüße

Beitrag von alexma1978 16.04.11 - 08:49 Uhr

Hallo,

also ich persönlich würde es nicht machen. Ich arbeite derzeit Vollzeit und mein Mann ist in Elternzeit. Ich liebe meine Arbeit, aber mir ist oft alles zuviel. Gut, meine Kinder sind auch noch sehr klein (der Kleine ist acht Monate).

Nach dem dritten Kind (wenn es nochmal klappt:-) werde ich die Stunden drastisch reduzieren, da ich mehr Zeit für die KInder haben möchte. Mir ist die Zeit häufig zu kurz.

LG,

Alexandra

Beitrag von schoene-neue-welt 16.04.11 - 09:34 Uhr

"und ich bin überzeugt, dass ich das packe" - warum solltest Du alleine das packen? Was ist mit Deinem Mann? Wann endlich verstehen Frauen, dass Kinder eine gemeinsame Verantwortung sind von Mann und Frau?

Beitrag von kueken 17.04.11 - 16:38 Uhr

ich habe mich da wohl ein wenig unverständlich ausgedrückt. Mein Man steht wie gesagt voll hinter mir. Auch jetzt, wo ich Teilzeit arbeite, hilft er im Haushalt und natürlich auch bei der Kindererziehung. Bei uns steht gemeinsame Zeit ganz oben und die ist uns wichtig. Sicher habe ich bisher was den Kleinen angeht sehr viel ellein gemacht, also termine beim Arzt, schwimmen. Aber uns beiden ist klar, dass sich das jetzt ändern wird. Ich möchte mit nichtmal 30 nicht einen Job machen der mich nicht ausfüllt, habe aber natürlich Resepkt vor der neuen Situation. Darum interessiert es mich wie andere das machen. man wird oft auch abgestempelt, von wgen Kinder und Arbeit...wozu habt ihr das Kind denn wenn es bis 16Uhr in der OGTS ist?? Ich denke aber das auch ich entspannter bin wenn ich eine richtige Aufgabe habe und noch dazu mehr Geld verdiene und nicht mehr an WES und Feiertagen arbeiten muss.
Mein Mann versteht sehr gut, dass ich aus dem jetzigen JOb rausmöchte und unterstützt mich in meinem Vorhaben sehr wirklich sehr.