Einleitung weil er zuklein ist?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von jeeenny 15.04.11 - 20:58 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hatte gestern eine Doppler und die Ärztin im Krankenhaus meinte das mein Zwerg gut versorgt ist aber weil er so klein ist wollen sie nächste Woche einleiten.
Ich frage mich wieso? Dem Baby gehts doch gut wenn er gut versorgt wird.
Hat jemand von euch erfahrungen damit gemacht? Würdet ihr Einleiten lassen nur weil er zuklein ist?

Liebe Grüße
Jenny & Babyboy 36+5

Beitrag von nisivogel2604 15.04.11 - 20:59 Uhr

Es gibt große, kleine, dicke und dünne Menschen. Schon scheiße wenn du schon im Bauch nicht ins Schema passt.

Nein, ich würde wegen einer Schätzung niemals einleiten lassen und mich und dem Kind diesem Risiko aussetzen.

lg

Beitrag von widowwadman 15.04.11 - 21:29 Uhr

Intra-Uterine Wachstumsretardierung kann allerdings auch ein Zeichen ernsthafter Probleme sein, und da kann ein Aussitzen und Abwarten auch einfach mal ne stille Geburt zur Folge haben. Aber Hauptsache natuerlich...

#gruebel

Beitrag von nisivogel2604 15.04.11 - 21:56 Uhr

Genau, alles was nicht ins Schema passt ist krankhaft. Wie wärs denn dann lieber mit ner guten Überwachung der Schwangeren? Das Kind wird gut versorgt, es ist vielleicht einfach nur klein? Vielleicht hat die Ärztin sich auch einfach gründlich vermessen? Wenn das alles so akut ist, dann würde man die Geburt wohl sofort einleiten oder das Kind per KS holen. Dann muss man ja jetzt jede Minute mit dem Tod des Kindes rechnen

lg

Beitrag von jeeenny 15.04.11 - 22:11 Uhr

Ich finde auch das man ja jeden zweiten Tag oder so kontrollieren könnte, ich hätte kein Problem damit so oft in die Klinik fahren zu müssen hauptsache dem Kleinen geht es gut.
Diesmal war er sehr aktiv und hat sich garnich gut vermessen lassen.

lg

Beitrag von anarchie 15.04.11 - 21:08 Uhr

Never ever!

Ich habe 4 gesunde, reife Kinder geboren - das Leichteste war 2930g, das Schwerste 4200g...Kind sind nunmal verschieden.

Solange es euch gut geht, wäre mir das viel zu viel Risiko!

Davon ab sind solche Schätzungen oft SO daneben...

lg

melanie

Beitrag von goldengirl2009 15.04.11 - 21:09 Uhr

#pro

Gruß

Beitrag von goldengirl2009 15.04.11 - 21:11 Uhr

Hallo,

nein ich würde nicht einleiten lassen.
So lange wie es Dir und dem kleinen gut geht würde ich nicht einleiten lassen.

Gruß

Beitrag von liasmama 15.04.11 - 21:21 Uhr

Wie klein und wie leicht ist er denn? Bzw wurde er geschätzt?

Ich reiß mal kurz die Geschichte meiner Kleinen an:
Sie war von Anfang an eher klein und leicht, hat sich aber ihrer "Kurve" gemäß zeitgemäß entwickelt.
Einen Tag vor Beginn der Rufbereitschaft (also auch bei 36+6) meiner Hebamme wurde sie vom Gyn auf 2090 gr +/- 150 gr geschätzt.
Viel zu wenig - großes Trara, Doppler aber okay.
Ich war völlig durch den Wind weil er auch einen schnellen Kaiserschnitt in spätestens 10 Tagen in einer Klinik mit angeschlossener Säuglingsintensiv "anordnete".
Meine Hebamme schickte mich in ein anderes Krankenhaus - Ergebnis dort: 2500 gr, also klein und leicht aber im Bereich des normalen, zumal da noch knapp drei Wochen bis zum ET waren.
Wir entschieden uns nach dieser Schätzung NICHT für die Einleitung geschweige denn für einen Kaiserschnitt.
Der Gedanke dahinter war genau wie deiner: Bei einem kleinen und leichten Kind, dass sich aber seiner Kurve gemäß entwickelt und wo die Dopplerwerte o.B. sind, also keine Unterversorgung, wären wir schön blöde, das Kind dann auch noch früher zu holen.

Unsere Maus kam mit 47 cm und 2200 gr außerklinisch auf die Welt.
Der erste Arzt hatte also mit seiner Schätzung ziemlich gut gelegen. ;-)
Das Mädel war prima entwickelt, hatte aber leichte Probleme mit dem Blutzucker.

Ich würde heute nicht anders entscheiden!
JA, sie war (zu) klein und (zu) leicht, aber sie hatte keine Probleme mit der Atmung, der Sauerstoffsättigung und der Herzfrequenz, eben weil sie ausgetragen war.
Bei einem schlechten Doppler und dem Verdacht darauf, dass das Kind unterversorgt ist, wachstumsretardiert etc, da sieht das ganze anders aus. Aber so ... wir haben das damals gut entschieden.


Mein Rat: lass in einer Woche vom gleichen Arzt mit dem gleichen Ultraschallgerät wieder eine Gewichts- und Größenschätzung machen.
Wenn das Kind sich nicht entwickelt, dann lass es holen, aber WENN es sich entwickelt habt ihr durchaus das Recht, einer Einleitung zu widersprechen.
BZW: Eine zweite und dritte Meinung in so einem Fall kann nur von Vorteil sein!


Alles Gute und Liebe für euch #herzlich
(Du darfst mich gerne anschreiben)
Liebe Grüße,
liasmama
(deren "too-small-for-date-baby" schon mit 4 Monaten die Mittellinie des U-Hefts erklommen hat und jetzt mit fast zwei Jahren eher größer ist als der Durchschnitt ;-))