Giulia 05.04.2011 (lang aber mal ganz anders)

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von curly15 15.04.11 - 21:45 Uhr

Hallo,

nun komme ich auch dazu meinen Geburtsbericht zu schreiben, nachdem ich immer mit Interesse die hier eingestellten Berichte gelesen habe....:-)

Vorab zur Info:
Meine Schwangerschaft ist gut verlaufen, jedoch hab ich zum Ende hin eine Schwangerschaftsdiabetes entwickelt, sowie eine Symphysenlockerung.
Die Schwangerschaftsdiabetes hatte ich mit einer ausgewogenen Ernährung im Griff, die Symphysenlockerung hab ich einfach ertragen, leider hat nichts geholfen (Globuli, Symphysengürtel).

Einweisung:
Ich bin am 04.04.11, mittags (ET 05.04.11) mit Einweisung der Frauenärztin ins Krankenhaus gegangen, da ich so gut wie kein Fruchtwasser mehr hatte und das Krankenhaus die Empfehlung ausgesprochen hatte, mein Kind nicht über Termin gehen zu lassen wegen meiner Schwangerschaftsdiabetes.
Nach einer Untersuchung und einem CTG wurde mir nochmal die Wahl zwischen Einleitung und Kaiserschnitt gegeben.
Da ich zuvor schon bei der Vorstellung im Krankenhaus eine Einleitung abgelehnt hatte, kam für mich nur noch ein geplanter Kaiserschnitt in Frage, dieser wurde für den nächsten Tag, 05.04.11 geplant.
Ich kam also auf Station, sollte nochmal um 21:00 Uhr zum CTG kommen.
Das CTG war unauffällig. Der Mumu war komplett geschlossen und das Baby lag nicht im Becken.
Mein Mann der den ganzen Tag bei mir war, ging dann erstmal nach Hause um sich auszuruhen und die Nacht nochmal zu schlafen.

Wehenbeginn:
Um 1:00 Uhr nachts, bekam ich plötzlich Bauchschmerzen und musste mehrfach auf Toilette. Zuerst dachte ich es wären Darmprobleme die ich vor Aufregung hatte.
Aber ich hatte keine Ruhe und ging um 2:00 in den Kreißsaal um mal schauen zu lassen.
Das CTG zeigte ein paar Wellen, allerdings nichts aufregendes und mein Mumu war noch komplett zu und das Baby lag auch noch ganz oben.
Also hab ich es bis um 7:00 Uhr morgens irgendwie ausgehalten und bin mit meinem Mann (der um 6:30 Uhr wieder kam) wieder in den Kreißsaal zur Vorbereitung für den Kaiserschnitt.

Die Entscheidung:
Ich lag komplett fertig auf dem Bett, mit OP-Kleidung und Blasenkatheter, als mir langsam klar wurde, dass ich tatsächlich Wehen hatte und das CTG diese auch anzeigte. Nach heller Aufregung unter dem OP-Team und den Hebammen wurde mir dann der Vorschlag gemacht doch noch spontan zu entbinden. Nach kurzer Kontrolle wurde dann auch festgestellt das der Mumu nun 2 cm geöffnet war.
(Zur Info: Ich wollte nur einen Kaiserschnitt, da ich auf keinen Fall eine Einleitung wollte, jedoch eine Spontangeburt generell bevorzugte.)
Ich war zwar etwas überfordert, da ich mich jetzt auf einen KS eingestellt hatte, allerdings nach einem kurzen Gespräch mit meinem Mann, hab ich mich dann doch für die Spontangeburt entschieden.
Das ganze OP-Team hat gejubelt und ich wurde gleich im Kreißsaal behalten.

Die Geburt:
Um 08:30 Uhr hab ich dann auf Wunsch eine PDA bekommen. Das setzen hat überhaupt nicht weh getan und die Schmerzen waren somit gut zu ertragen.
Ich hab zur Wehenintensivierung noch einen Wehentropf bekommen, den ich durch die PDA aber vorerst nicht bemerkt habe.
Um 14:00 Uhr war Schichtwechsel und meine Lieblingshebamme kam rein, ich hab mich so gefreut.
Zu dem Zeitpunkt waren die Wehen trotz PDA schon wieder schmerzhaft und ich hatte einen sehr starken drang zu pressen.
Da der Muttermund bereits komplett offen war, durfte ich auch langsam mitpressen, allerdings noch nicht richtig, da das Baby immer noch sehr weit oben lag.
Die Presswehen haben dann insgesamt 1,5 Std. gedauert, die PDA wurde dann abgestellt, aber ich muss sagen, ich bin sehr froh das ich eine PDA hatte, somit hatte ich am Ende noch genug Kraft zum pressen und das Pressen machte die Schmerzen erträglicher.
Ich erlitt leider einen Scheidenriss und ein Dammschnitt musste ebenfalls gemacht werden. Aber es stimmt, man merkt es unter der Geburt nicht, zumindest empfindet man es nicht als schmerzhaft.

Um 15:38 Uhr war unsere kleine Giulia dann da mit 3.680 gramm, 53 cm und einem KU von 36.
Mein Mann hat die Nabelschnur durchtrennt und die Kleine wurde mir auf den Bauch gelegt.
Nebenbei hab ich bemerkt das die Hebamme die Nachgeburt rausgezogen hat, musste nur mal kurz drücken.
Danach wurde ich genäht und unser Schatzi wurde sauber gemacht, gewogen und gemessen etc.
Nach ca. einer weiteren Stunde im Kreißsaal wurden wir dann wieder auf Station geschoben und konnten in unserem Familienzimmer weiter schmusen.

Fazit:
Zum Glück hat mir unsere Giulia die Entscheidung zwischen Spontangeburt, Einleitung und Kaiserschnitt doch noch abgenommen, indem sie sich entschieden hat ganz pünktlich zu kommen und ich noch rechtzeitig eigenständig Wehen hatte und somit einer Spontangeburt nichts mehr im Wege stand.

Die Mobilität nach einer Spontangeburt weiß ich wirklich zu schätzen und vor allem auch, dass ich am dritten Tag gleich Heim konnte.

Wir sind jetzt zu Hause und überglücklich mit unserer Giulia #herzlich.

Lg
Curly mit Giulia (11 Tage)

Beitrag von delidazo87 16.04.11 - 10:53 Uhr

Hallo,

ist ein schöner Bericht ihr hattest wirklich eine schöne Geburt

wünsche euch eine super tolle Zeit mit eurer kleinen Maus!#huepf


Gruß

Denise (Lilli , 2 1/2 Jahre und Zoe , 5 Monate)

Beitrag von stefannette 16.04.11 - 14:36 Uhr

Ach schön, dass das doch noch so geklappt hat! Alles Gute für Euch!!#liebdrueck

Beitrag von giuli20 16.04.11 - 17:28 Uhr

Huhu,

na dann Herzlichen Glückwunsch zu eurer Giulia,ich habe auch ne Giulia aber die ist neun Jahre älter!!;-)

LG
Bianca