Gerade auf Arte: die künstliche Gebärmutter

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Beitrag von salome25 15.04.11 - 22:27 Uhr

Nabend zusammen. Ich gucke gern Arte aber heute ist es einfach entsetzlich und mach den Fernseher gleich aus. Da gehts darum dass Forscher versuchen eine künstliche Gebärmutter zu bauen. Wollen Kinder in ein Gefäß geben in der Flüssigkeit drin ist, die die selbe Zusammensetzung enthält wie das Fruchtwasser. Die Nabelschnur wird an Maschinen angenäht. Ich finde das einfach nur ganz grausam. Haben Tierversuche mit kleinen unfertigen Ziegenbabys gemacht. Sowas... Einfach unmöglich. Ich mach das jetzt aus...lg salome

Beitrag von purpur100 15.04.11 - 22:39 Uhr

ich mach das erst garnicht an.

Warum gibt es so etwas eigentlich? Was ist der Ansporn, wozu das ganze?

Wäre man sehr böse, könnte man sagen, daß die Männerwelt endlich unabhängig von den Frauen werden wöllte. Kinder kreieren und austragen, so wie man(n) das sich wünscht.

Ja, böse Gedanken zum Thema.

#schein

Beitrag von brausepulver 15.04.11 - 22:46 Uhr

Huhu

gruselige Vorstellung. Für ein Baby in der Gebärmutter gibt es ja noch mehr Wichtiges. Geräusche (Darmgeräusche), Herzschlag der Mutter, Streicheln des Bauches, Gespräche und Bewegung. Ich denke ohne diese Faktoren kann ein Baby nicht gesund in so einer Brutstätte werden #gruebel

Liebe Grüße

Beitrag von imzadi 16.04.11 - 10:24 Uhr

Den passenden Sound dazu einstellen wäre sicher das geringere Problem.

Beitrag von kendra.26 15.04.11 - 23:12 Uhr

Ohje das hört sich ja schrecklich an, ich frage mich, was das für einen Sinn machen soll?
Für eine Mutter ist es doch auch wichtig die 9monate Schwangerschaft zu fühlen, zu erleben, jeden Tag neu einen Bezug zum Baby bekommen, woher soll die Bindung kommen, wenn das Kind nie in ihr war ?

Einfach schrecklich, man kann nur hoffen, das das nicht irgendwann mal zur Realität wird....

Beitrag von purpur100 15.04.11 - 23:22 Uhr

na ja, grob gesagt hinkt dein Beispiel.........

Es gibt ja auch Mütter, die, ohne das sie ein Kind im Bauch gespürt haben, ein Kind adoptieren und dann von ganzem Herzen lieben und eine wunderbar schöne Bindung aufbauen.

Beitrag von kendra.26 15.04.11 - 23:44 Uhr

Ja das stimmt wohl, doch ich finde man sollte der Natur soweit nicht ins Handwerk fuschen, und künstliche Gebärmütter bauen.

Das was du schreibst, ist mir aber auch durch den Kopf gegangen, trotzdem glaube ich, das das leibliche Kind was anderes ist, wie ein adoptiertes, eine Bekannte von mir hat heute z.B. noch damit zu erkämpfen das sie ihr Kind nicht spontan gebären konnte sondern einen Kaiserschnitt bekam.
Ihr fehlt etwas, sagt sie.

Es ist nicht umsonst von der Natur gegeben, das ein Kind 9Monate im Bauch wächst , ich denke das hat alles einen Sinn, und da sollte man nicht Gott spielen.

VG

Beitrag von kendra.26 15.04.11 - 23:45 Uhr

zu kämpfen wollte ich schreiben, nicht erkämpfen ;-)

Beitrag von purpur100 15.04.11 - 23:58 Uhr

ja, ich kann mir das sehrwohl vorstellen. Also das mit dem Kaiserschnitt und em Gefühl, es nicht so "wie es von Natur aus gedacht war" geschafft zu haben.

Ja aber eigentlich doch Blödsinn, oder?

Hey! Ein Kind zu bekommen (egal wie, auf welchem Weg), es zu lieben und großzuziehen, darum gehts!

Deiner Bekannten fehlt was? Ok, dann sag ihr, daß sie, gäbe es nicht die Möglichkeit des Kaiserschnitts, bei der Geburt gestorben wäre. Sie und ihr Kind. Klingt brutal hart, oder? Ist aber Realität. Natürlich nur............. wenn der Kaiserschnitt die letzte Option war, das Kind lebend zur Welt zu bringen. Du verstehst?


Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Eine künstliche Gebärmutter kann ich auch nicht für gut heißen und auch nicht verstehen, warum es so etwas geben sollte.

Kennst du "Flucht ins 21. Jahrhundert" ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Flucht_ins_23._Jahrhundert
In diesem Film ist es Realität, daß Kinder in künstlichen Gebärmüttern heranwachsen.

Allerdings ist es auch Realität, daß die Menschen mit 30 ins Karussell springen #schock:-(#zitter und ................. erneuert werden. Sie sterben.

na ja
scifi
aber............. Jules Verne war/ist auch scifi. Und?

Beitrag von purpur100 16.04.11 - 00:03 Uhr

ja, auch mich erwischt der Tippfehlerteufel. Denk dir bei der 21 ne 23 #schwitz

Beitrag von asimbonanga 16.04.11 - 00:38 Uhr

<<<a aber eigentlich doch Blödsinn, oder? <<<
Blödsinn ist vielleicht nicht das richtige Wort.
Ich habe z.B. ein Kind halbwegs normal geboren ( Saugglocke ) und zweimal mit Sectio--

Ich war einfach nur froh, das sie gesund auf die Welt gekommen sind.Es hat bei meinen Kaiserschnittkindern genau so geklappt wie bei den anderen:sie waren da-und ich war glücklich und sofort #verliebt-die Narkose, gut dosiert, sorgt für ein unmittelbares kurzes Aufwachen, nach der Geburt.Stillen hat auch geklappt----ich fand den Unterschied jetzt nicht so dramatisch.
Irgendwie finde ich das merkwürdig , wenn sich manche Sectio-Mütter um die Möglichkeit einer natürlichen Geburt allzu sehr betrogen sehen und mit ihrem Schicksal hadern---statt froh zu sein, ein gesundes Kind zu haben.

Beitrag von tahiti 15.04.11 - 23:43 Uhr

Hallo, ich hab erst zum Schluss zugeschaltet. Ich habe das Ganze so verstanden, dass das eine "Behandlungsmöglichkeit" für Frühgeborene sein soll, als Ersatz für den Brutkasten mit all seinen störenden Schläuchen, Piepen,... Natürlich ist ein Kind bei seiner Mutti am allerbesten versorgt und sollte dort auch die ganze Zeit über bleiben. Aber wenn ich schwanger wäre und es kommt leider Gottes in der 23. SSW zu einer Frühgeburt würde ich sicherlich hoffen, man könnte meinem Baby helfen und das auf humanste Weise. Bzw. in einer Umgebung, die der in meinem Bauch am ähnlichsten wäre. Im Film war auch die rede von der Känguruhmethode, dass Fruhgeborene trotz Schläuche möglihst nah bei der Mutter sein sollen, mit vielen Tüchern umwickelt. Wie gesagt zum ersten Teil kann ich nichts sagen, den Schluss fand ich recht informativ... und nachvollziehbar

Beitrag von lena84 16.04.11 - 09:52 Uhr

Das ist schon richtig. Ich würde auch wollen, dass meinem Kind geholfen wird. ABER: ich arbeite in einer Uniapotheke und sehe bei den Patienten wie leicht und klein sie oft sind. Ob es wirklich im Sinne des Kindes ist, wenn es mit allen Mitteln am Leben erhalten wird? Mit welchen Folgen?

Wenn es nun noch krasser wird und Babys im 4. oder 5.Monat künstlich weiter am Leben erhalten werden, was haben diese Kinder für Schäden? Nicht nur körperlich und geistig, sonder auch psychisch???

Irgendwo sollte doch ein Grenze sein.

LG
Lena die eigentlich gar nicht gern über solche Themen nachdenkt, weil es wirklich schwer zu beurteilen ist!

Beitrag von turbokristel 16.04.11 - 22:02 Uhr

Ich habe ein Frühchen mit 520g geboren. Ich habe den Bericht nicht gesehen, aber es ist doch toll, wenn es auch in diesem Bereich Fortschritte gibt. Natürlich klingt das alles erstmal total krass, aber vielleicht ist diese künstliche Gebärmutter einfach der nächste Schritt nach dem Inkubator, um den Frühchen soviel "Sanftheit" wie möglich bei diesem beschissenen Start zu geben.

Und ob es wirklich im Sinne des Kindes ist möchte ich nicht beurteilen. Ein Leben ist immer irgendwie lebenswert, oder? Ich habe niemals einen Gedanken daran verschwendet, dass meinem Kind nicht mehr geholfen werden soll...denke aber auch, dass man einfach in so einer Situation gewesen sein muss, um das zu beurteilen.

Viele Grüße

Turbokristel

Beitrag von willeinbaby 16.04.11 - 08:37 Uhr

DIE Mutterwärme kann keiner ersetzen, heist selbst wenn das mal richtig geht sind das ganz arme geschöpfe weil ihnen die Lieber die ersten 10 Monte fehlt #schmoll

Beitrag von ajl138 16.04.11 - 09:53 Uhr

Hallo,ich habe diese Sendung nicht gesehen,
ABER:

Welcome to the future!

Wenn du dir das schon anguckst,dann schrei nicht direkt irgendwas von Sodom und Gomorra,es gibt für alles ein Pro und Contra.

Nicht nur denken,sondern nachdenken wäre hier angebracht gewesen.

Ich bin nicht wirklich erpicht darauf,dass man der Natur ins Handwerk pfuscht.
Doch vieles noch vor einigen Jahren Undenkbares rettet heute Leben.
Und das ist nunmal nur durch Forschung möglich.

Das soll nicht heißen,dass ich mit allem was sie tun einversanden bin,oder es mir egal ist.

Einer Bekannten von mir ist die Gebärmutter gerissen,das Kind war noch zu klein für einen Brustkasten und starb dabei,ich denke so eine künstliche Gebärmutter hätte vielleicht doch helfen können.
Schonmal an so eine Option gedacht?

Beitrag von imzadi 16.04.11 - 10:32 Uhr

Früher wurden Kaiserschnitte gemacht um Mutter oder/und Kind zu retten. Heute werden sie gemacht wie es Terminlich besser passt oder weil sich die Mutter die Geburtsschmerzen ersparen will.

Auch bei der künstlichen Gebärmutter würde es kommen das man sie mißbraucht. Bis zur Klonarmee wird es zwar noch dauern aber sie wird kommen. #schwimmer#schwimmer#schwimmer

Beitrag von ajl138 16.04.11 - 10:36 Uhr

Das denke ich genauso,solange es Leben rettet finde ich es okay.
Mißbrauch wegen Bequemlichkeit,Wunschgeschlecht usw. fällt für mich unter "Der Natur ins Handwerk pfuschen!"

Beitrag von salome25 16.04.11 - 10:49 Uhr

So grausam das auch klingen mag und ich kriege selbst beim Gedanken daran Beklemmungen in der Herzgegend...aber ich denke einfach, wenn ein Kind, wie ich es gestern gesehen habe, in der 22. SSW geholt wird und dann noch lange, lange Zeit mit einer Maschine verbunden werden muss und trotzdem einen erheblichen Schaden davon trägt, ist es besser, dass man der Natur da Folge leistet und das Kind gehen lässt. Ich weiß nicht, was schlimmer ist??!! Ein Kind, das zwar gewünscht war, aber eigentlich von Natur aus, nicht leben sollte und nur leidet, oder eins, dass ganz normal neun Monate bei der Mutter im Bauch verbracht hat und wie auch immer auf die Welt kommt. Da kam es mir gestern echt hoch, als ich das gesehen habe. Ich meine, gegen einen Abort können wir auch nichts tun. Ich finde diesen Fortschritt der Medizin schon echt unnormal. Ich denke, ein Brutkasten ist schon ne tolle Erfindung. Aber immer "seltsamere" Dinge zu erfinden, um entweder einen Kinderwunsch ausserhalb es Mutterleibes zu erfüllen oder halbfertige Kinder noch eher holen zu können, finde ich doof. Ich finde, Mensch sein und Mensch werden, sollte von der Natur bestimmt werden und nicht von Maschinen

Beitrag von delfinchen 16.04.11 - 14:00 Uhr

hallo,

einen beitrag dieser art hab ich schon 1994 für mein ethik-referat verwendet.
damals haben sie in ITALIEN (katholisch!) schon wochenlang einen ziegenembryo in einer künstlichen gebärmutter am leben halten können.

das war vor 17 jahren, mit sicherheit ist die forschung heute ein deutliches stück weiter, als in diesem beitrag gezeigt wurde.

lg,
delfinchen

Beitrag von turbokristel 16.04.11 - 22:05 Uhr

Ich sehe das aus einer anderen Perspektive. Vorab: ich habe den Bericht nicht gesehen, aber ich habe ein 520g-Frühchen geboren und finde es toll, wenn es in diesem Bereich weiter Fortschritte gibt. Wenn diese künstliche Gebärmutter einfach einen Schritt besser ist als ein Inkubator, warum ist das dann so grausam?

Viele Grüße

Turbokristel

Beitrag von sweetdreams85 17.04.11 - 08:34 Uhr

Ach du scheisse...

Warum wollen die Menschen immer nur Gott spielen...

Haja in x-Jahren, will keine Frau dann mehr ein Kind bekommen, is ja viel einfacher und ruiniert die Figur nicht.

einfach nur sch****** :-[

Beitrag von trollmama 17.04.11 - 10:00 Uhr

Sieh es doch mal positiv:
Wie viele Frauen jammern, daß sie sich nach langem Studium / langer Berufsausbildung nicht entscheiden können, ob sie ein Baby wollen oder nicht. Denn immerhin werden sie ja schwanger, fallen vor/nach der Geburt aus, oder bei einer Risikoschwangerschaft noch früher, etc., pp. All das kannst Du hier im Forum oft genug nachlesen!
Mit einer künstlichen Gebärmutter ist das vorbei! Frau kann durcharbeiten - ohne jegliche Einschränkungen. Okay, ab und zu ist wohl ein Pflichtbesuch in der Klinik fällig um sich zu informieren, wie es dem Nachwuchs geht. Aber ansonsten ist das doch für diese Frauen mehr als praktisch!
Ich bin mir sicher, daß die Möglichkeiten von vielen jammernden Frauen hier gerne genutzt werden würde......
Und dann muß nur noch die perfekt arbeitende künstliche Tagesmutter erfunden werden, die ab Tag 1 nach der 'Geburt' die Babies rund um die Uhr betreut und das Glück dieser Frauen wäre perfekt!
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von delfinchen 17.04.11 - 12:27 Uhr


sowas von sarkastisch *tststs*
;-)