Liebt man das 2.Kind wirklich genauso?

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Beitrag von angi1987 16.04.11 - 09:33 Uhr

Hallo,

wir haben einen 7 Monate alten Sonnenschein und ich liebe ihn wirklich schrecklich arg! So langsam fang ich aber auch wieder an, an ein Geschwisterchen zu denken, doch dann stellt sich mir immer unweigerlich die Frage, ob ich ich es schaffe das nächste Kind schon in der SS so zu lieben, weil man ja doch schon alles kennt (auch wenn es trotzdem bestimmt aufregend ist) und weil man eben einfach nicht mehr so die Zeit hat sich nur auf die SS zu konzentrieren, da Nr.1 ja Beschäftigung braucht!

Und dann habe ich auch Angst davor, den Großen zu vernachlässigen sobald das 2. Kind da ist. Das lässt sich ja am Anfang sicherlich nicht vermeiden, es dreht sich nun mal alles um das KLeine zu Beginn.

Hab mir fest vorgenommen ihn schon in der SS miteinzubeziehen, damit er sich auf´s Geschwisterchen freut usw..

Lange Rede kurzer Sinn, mir fällt es momentan auf jeden Fall schwer, mir vorzustellen ,dass ich noch mal jemanden so doll lieben kann wie meinen kleinen Prinzen....

Beitrag von aurora-borealis 16.04.11 - 09:36 Uhr

Hallo,
Ja, kann man und eben so das dritte, vierte......

Du liebst jedes Kind auf eine eigene und besondere Art, man kann nicht immer allen zeitgleich gerecht werden, das ist normal.
Du wirst aber jedem deiner Kinder die Zeit und Aufmerksamkeit geben, die das Kind benötigt.
Vertrau dir einfach und höre auf dein Bauchgefühl.
Sowie dein Baby da ist, bist du ihm genauso verfallen wie dem ersten Kind.

Hab Vertrauen :-)


Lg Aurora mit 4 Kindern :-)

Beitrag von alinasmama2003 16.04.11 - 09:38 Uhr

Also, die frage hatte ich mir damals in der SS auch gestellt...bei mir waren es auch immer die hormone, ich habe mich so über unser zweites baby gefreut aber dann war ich schwanger und dann gab es tage wo ich mich fragte ob ich beiden gerecht werden kann (meine grosse hatte mich ja 6 jahre für sich alleine)
aber dann wurde Lara geboren, tja was soll ich sagen, ich liebe sie mehr als mein leben. ich merke das meine liebe für beide gleich ist. sie sind beides meine Töchter und ich liebe sie mit jeder Faser meines Körpers, und von daher kann ich sagen, das man das zweite wirklich genauso lieben kann. #verliebt
Sarah mit Alina (7 jahre) und Lara, die in 10 Tagen 1 Jahr alt wird) #verliebt #verliebt

Beitrag von lilalaus2000 16.04.11 - 09:42 Uhr

Also JAJAJA!

Alle Kinder liebt man gleich!


Die Frage stellt sich gar nicht ;-)

Beitrag von anela- 16.04.11 - 09:49 Uhr

Was ist das denn für eine Frage - NATÜRLICH !!!!

Beitrag von kleines-sternchen 16.04.11 - 09:51 Uhr

Genau darüber hatte ich mir auch in der Schwangerschaft gedanken gemacht!
Kann ich überhaupt noch ein Kind sooo sehr lieben wie meine Tochter?
Und ich kann nur sagen JA !!!
Von der Sekunde an, als ich den Kleinen im Arm hielt und das erste mal sah!!!
Ich liebe meine Kinder von ganzem Herzen!!! Alle beide gleich sehr! Auch wenn die Große manchmal etwas zu kurz kommt!

LG kleines sternchen

Beitrag von yozevin 16.04.11 - 09:52 Uhr

Ricarda Huch (dt. Dichterin, Philosophin und Historikerin) sagte mal:

Liebe ist das einzige, was wächst, wenn wir es verschwenden!

Ich liebe diesee Zitat, seit ich es das erste mal las.... Denn es stimmt, es ist so wahr!

Ja, man liebt das zweite Kind genauso, auch wenn man sich nicht so sehr auf die Schwangerschaft konzentrieren kann! Aber die liebe wird einfach immer mehr!

Auch ich konnte es mir am Anfang nicht vorstellen, aber als unsere Süße sich ankündigte, war ich sofort in sie verliebt.... Als wir dann kurz vor der Geburt ein 3D-Ultraschallbild bekamen, wurde die Liebe noch mehr.... Und als Madamsi dann zur Welt kam, war es komplett um mich geschehen und ich weiß, dass ich diese beiden kleinen Wesen niemals wieder hergeben möchte!

Ich habe übrigens schon in der Schwangerschaft etwas nur für mich, für die 2. Schwangerschaft und für unsere Maus getan..... Ich wusste zwar, wie eine Geburt verläuft, habe aber trotzdem einen zweiten Vorbereitungskurs besucht, um mich auf die 2. Schwangerschaft konzentrieren zu können, auch wenn es nur eine Stunde die Woche war.... Den zweiten Kurs habe ich übrigens auch alleine gemacht, nur Maus und ich!

Liebe muss man nicht teilen, Liebe wird mehr!

LG

Beitrag von nalle 16.04.11 - 10:01 Uhr

Hallo

Ich Liebe meine beiden Kinder.

ABER eben anders.

Gut die grosse wird 12 Jahre .... da ist nichts mehr mit kuscheln und Hand in Hand spazieren gehen.

Der kleine steht im Mittelpunkt und brauche die volle Aufmerksamkeit.


Wenn ich gewusst hätte,welche probleme auf mich drauf zu kommen,bei diesem grossen Altersunterschied #heul


Man liebt seine Kinder aber man liebt sie eben anders.


Meine Mutter z.b. liebt mich anders wie meine Schwester :-p

Und das im positiven Sinne ! Wahrscheinlich weil ich die erstgeborene bin #schein


Du kannst es ein Geschwisterkind nie recht machen.Es fühlt sich *meist* immer vernachlässigt.

Du kannst auch beiden gar nicht gerecht werden! Wie auch ?

Mein kleiner hat ganz starke 3 Monatskolliken.Musste nur getragen werden usw.
Leider blieb meine grosse auf der Strecke.
Jetzt hat es sich eingependelt ABER trotzdem bemerkt man immer wieder,dass ein Kind immer zu kurz kommt.Und das nicht nur von den Eltern.

Wenn Oma und Opa kommen,ist nicht mehr die grosse die sofort mit Umramung und Küsschen begrüsst wird.NEIN erst der Freckel.

Wir wissen alle,dass es falsch ist.Aber es läuft so automatisch.

Man versucht es immer wieder sich vorzunehmen.Erst die grosse,dann der kleine.

Klappt leider nie :-(


Wenn meine Kids bei den grosseltern sind..ich sie abholen will.

Komm ich rein und gehe sofort zum kleinen.WARUM ??

ich weiss es nicht :-(

Weil es der kleine ist???

Daran merke ich immer wieder.

Man liebt seine Kinder ANDERS !!!

Vielleicht wäre es nicht so,wenn der Altersunterschied geringer wäre ;-)


LG

Beitrag von aurora-borealis 16.04.11 - 12:38 Uhr

Ja, das ist so. Weil es der kleine ist und die haben eben einen ganz eigenen Faktor.

Man liebt seine Kinder schon gleich, aber eben auf eine andere art und weise und das ist völlig normal und o.k.
Ich musste das auch erst lernen und fragte mich irgendwann, auf welches Kind würdest du am leichtesten verzichten...... natürlich auf keines und was sagt mir das??
Ich liebe meine Kinder alle gleich stark und das obwohl mir bei der kleinsten das Herz am meisten aufgeht.... sie ist ein Baby, das ist normal und heisst nicht das ich die anderen weniger liebe.

Beitrag von smilla1975 16.04.11 - 14:44 Uhr

hallo,

solange deine große damit zurecht kommt... ich meine, wenn du schon weißt, dass sie etwas zu kurz kommt, dann kann man es doch leicht so einrichten, dass eben, wenn oma/opa zu besuch da sind, wirklich ganz bewusst erst die große begrüßt wird und dann der kleine :). ist ja nicht so schwierig!
unsere große ist zwar "erst" 5, aber doch ziemlich eifersüchtig gewesen auf die kleine, vor allem auch dann, wenn oma zu besuch ist - also versucht oma, vor allem mit der großen was zu machen, weil die kleine versteht es ja eh noch nicht!

lg
smilla mit miriam (5) und carina (12 wochen)

Beitrag von wir3inrom 16.04.11 - 10:03 Uhr

Mein Sohn ist 4 Jahre und ich hatte vor der Geburt auch Bedenken, ob da in meinem Herzen noch genügend Platz für meine Tochter sein würde.

Tja, ich hab offenbar den Platz und Stauraum in meinem Herz nicht richtig eingeschätzt #schein #cool #verliebt

Nun hab ich den Salat: Ich liebe beide Kinder abgöttisch. ;-)

Beitrag von canimkizi 16.04.11 - 11:30 Uhr

hey

ich denke es ist ganz normal, die liebe zu seinem kind ist grenzenlos, stärker als alles andere.

ich konnte die 2 ss nicht so geniesen wie meine erste, sie ging schneller vorbei, für mich. ich muss aber sagen die 2.ss habe ich mehr genossen, da habe ich mir nicht allzu große sorgen gemacht wegen jeder kleinigkeit :)

als der kleine da war, war es einfach unbeschreiblich, die liebe hat sich nicht halbiert, sondern verdoppelt. ich liebe jedes kind gleich stark, mehr als alles andere, und doch ist die liebe irgendwie anders.... es sind ja auch 2 verschiedene persönlichkeiten. ich bin total glücklich, wenn ich meine 2 sehe, wie sich die große um den kleinen kümmert, da schmelze ich jedes mal dahin und bin unglaublich stolz das die große so eine tolle schwester ist.#verliebt

es ist einfach wunderbar. achso der altersunterschied ist bei uns 3 jahre und 3 monate, also fast 3,5j und für uns perfekt

lg

Beitrag von jadzia82 16.04.11 - 12:00 Uhr

Hallo!

Ich bin grad frisch gebackene Mama von 2 super tollen Söhnen, Diego 20 Monate und Oscar 7 Wochen!

Und ich liebe sie beide...

ABER: Nein, nicht genauso!!!!

Ich finde es schön, dass es den meisten scheinbar so leicht fällt, sofort das 2. Kind zu lieben, aber bei mir war es nicht so. Und das solltest du wissen, denn mir hat das keiner vorher gesagt und ich hatte anfangs so meine Probleme - die sich aber mit der Zeit fast von selbst erledigt haben!

Mein großer ist vom 1. Moment seiner Existenz an mein absolutes ein alles, schon in der SS und als ich ihn nach der Gebrut das erste Mal sah, war es sofort um mich geschehen, ich liebte ihn mehr, als man sich vorstellen kann. Man kann gar nicht mit Worten die Liebe beschreiben, die ich für ihn empfunden habe, und sie wuchs von Tag zu Tag noch!
Er ist für mich auch immer der tollste, perfkteste und schönste Mensch auf Erden gewesen - vom Verstand wusste ich natürlich, dass andere Mütter von ihren Kindern vermutlich ähnlich denken ;-)
Aber mein Diego ist trotzdem toller :-p

So, dann planten wir das 2. Kind. Und es war wirklich ein planen, denn einen richtig dringenden KinderWUNSCH habe ich nicht verspürt. Also ich wollte zwar schon ein Baby, aber es wäre auch nicht so tragisch gewesen, wenn es 1 Jahr lang gedauert hätte. Bei der 1. SS konnte ich es gar nicht erwarten, endlich den positiven Test zu haben.

Und auch die Frage, wie kann ich 2 Kinder lieben? Unvorstellbar für mich. Aber soll ja angeblich klappen.

Tja, dann wurde ich sehr schnell SS, verlor es aber bald wieder :-(
Wir versuchten es sofort wieder, und ich wurde direkt im Zyklus drauf wieder SS. Doch diesesmal war da weniger Freude bei. Dann kamen noch wochenlang Blutungen dazu, große Angst, es wieder zu verlieren, keine Zeit zum betrauern der FG, Kümmern müssen um den großen und somit habe ich die halbe SS "verpasst".
Ich habe als Gegenmaßnahme dann 3mal die Woche was nur für mich und das Baby im Bauch gemacht: Aqua Fit, SS- Yoga und Geburtsvorbereitung. Hab das einfach gebraucht, auch als Zweitmami.

Dann kam unser kleiner zur Welt, es war an sich eine wirklich tolle Geburt, auch wenn ich das gefühlsmäßig nicht so bewerten kann, vermutlich wegen der ganzen Dinge im Vorfeld. Die Schmerzen waren für mich echt mies, ich war am Ende nur froh, dass es endlich vorbei war.

Tjaaa, und nix da mit "Alle Schmerzen sind sofort vorbei und vergessen"! Und was das schlimmste für mich ist, es kam auch nicht dieses überwältigende Gefühl von Liebe für meinen kleinen Sohn :-(
Ich war nur fertig von der Geburt, obwohl sie echt nicht soooo schlimm war, keine Komplikationen, im Prinzip wirklich eine Traumgeburt! Aber das Herz kam nicht nach und somit fingen die Unterschiede schon dann an.

Ich liebe meinen süßen Oscar von Tag zu Tag mehr, so ist es nicht, aber es ist einfach ein Unterschied zu der abgöttischen Liebe, die ich für Diego zu der Zeit schon hatte!

Und noch eine wichtige Sache: ich war in keinster Weise darauf vorbereitet, dass sich meine Gefühle für Diego ändern würden. Die ganze Familienstruktur hat sich durch den Neuankömmling verändert und Diego musste natürlich anfangs dolle zurückstecken. Er hat das auch ganz gut hingekriegt, aber ich hatte Probleme damit. Ich fühlte mich wie aus meinem Kosmos geschleudert, die Umlaufbahn stimmte nicht mehr. Das ging 3 Wochen so, dann wurde es besser. Aber ich fühlte mich schrecklich in der Zeit.

Ich hatte das Gefühl, mein 2. Kind wäre ein Fehler gewesen #heul
Stell dir mein schlechtes Gewissen vor, dass wegen dieser Gedanken hatte. Ich dachte auch, ich hätte meinen 1. Sohn verraten. Ich fühlte plötzlich viel weniger für ihn. Meine Liebe hat sich nicht automatisch verdoppelt, eher halbiert. Aber mein Herz ist nun dabei, sich zu dehnen und ich habe immer öfter Moment, in denen ich alle zur selben Zeit liebe und richtig glücklich bin!

Doch so einfach war es für mich nicht, wie es die meisten hier gesagt haben. Ich bin bestimmt eher ein Einzelfall, aber bestimmt nicht total außergewöhnlich. Ich wünschte, mir hätte jemand zuvor wenigstens einen Hinweis darauf gegeben, welche Konsequenzen ein 2. Kind haben kann, dann wäre ich besser vorbereitet gewesen!

Ich will dir also keine Angst machen, bei uns ist ja nun auch alles gut geworden! Aber du solltest es einfach wissen, wenn du schon danach fragst!

Alles gute!

Beitrag von angi1987 16.04.11 - 14:12 Uhr

Danke für deine ehrliche Antwort!

Das Gefühl des "Verratens" kann ich mir gut vorstellen, denn ich habe meinem SOhn ja versprochen immer für ihn da zu sein und dann rückt er erst mal eine Weile in den Hintergrund, das kommt mir auch so böse vor...

Dabei ist es für ihn wahrscheinlich besser nicht als Einzelkind aufzuwachsen, ich habe mir vorgenommen ihn ganz stark zu integrieren bei einem Geschwisterchen! HOffe das klappt!

Beitrag von hola3 16.04.11 - 17:37 Uhr

tolle, ehrliche antwort!

Beitrag von thalia.81 16.04.11 - 17:47 Uhr

Erst einmal alles Gute zur Geburt von Oscar. Ein toller Name #verliebt

Deine Antwort auf den Thread findet ich unerwartet ehrlich und offen! #pro

Ich wünsche euch alles Liebe #herzlich

Beitrag von dominiksmami 16.04.11 - 20:59 Uhr

Huhu,

das liegt, glaube ich nicht daran das wievielte Kind man im Arm hält, sondern an anderen Umständen.

Bei meinem Sohn ( also mein 1. Kind) brauchte ich eine Anlaufzeit, es dauerte wirklich, wie ich heute denke, lange bis es plötzlich Klick machte und ich ihn von ganzem Herzen liebte.

Bei der KLeinen wars genau andersrum...kaum war sie da, war sie auch schon felsenfest in meinem Herzen verankert.


Ich denke das es sehr wohl Unterschiede in der Liebe gibt...denn mein SOhn ist shcon 10 die LIebe zu ihm ist gewachsen in all den Jahren, da muß die Kleine erstmal hinkommen #verliebt

Aber dennoch ist da gleich VIEL Liebe für beide Kinder...nur die Art und Weise ist vielleicht ein wenig unterschiedlich.

lg

Andrea

Beitrag von queenfirefly 16.04.11 - 13:14 Uhr

Ich bin ganz frisch zweifache Mami (seit zwei Wochen #verliebt). Eigentlich hatte ich nie Zweifel, mein zweites Kind genauso zu lieben wie meinen Großen. Gegen Ende der Schwangerschaft habe ich mich allerdings schon gefragt, ob es normal ist, dass ich noch so viel mehr für meinen großen Sohn empfinde, als für das Baby in meinem Bauch. Als ich wegen Komplikationen ins KKH kam, habe ich mir natürlich auch ums Baby Sorgen gemacht. Aber zum Weinen hat mich gebracht, dass unser Großer (3 1/2) ohne mich auskommen muss.

Als unsere Tochter auf der Welt war, war bei mir die gleiche große Liebe da, wie bei meinem Sohn. Ich kann da momentan keinen Unterschied feststellen. Und ich glaube, das bleibt auch so. Wir haben Glück und unser Sohn ist sehr glücklich über seine kleine Schwester. Und sie ist bisher sehr ruhig (wird sich wohl noch ändern ;-)) Also ich denke, im Normalfall braucht man sich über das Teilen der Liebe keine Gedanken machen.

Beitrag von nudelmaus27 16.04.11 - 13:28 Uhr

Hallo!

ich Mama von 2 Kindern und muss sagen beide SS waren völlig verschieden. In der ersten SS war ich total gespannt, bereits im 5. SS-Monat haben wir das Zimmer hergerichtet und wir haben alles gelesen, was wir in die Finger bekommen haben. Es war einfach toll.

Die zweite SS war dagegen mehr so ein Mitläufer, nunja man kannte ja alles schon, nichts war irgendwie mehr neu. Klar freuten wir uns, hatten aber auch Angst wie es werden würde. Das Kinderzimmer haben wir erst im Nachhinein eingerichtet, einen Geburtsvorbereitungskurs haben wir auch nicht mehr besucht usw. Und ja ich hatte immer Angst, dass ich Nr. 2 nicht so lieb habe wie Nr. 1 .

Nunja das Kind kam und ich sag dir wie es ist, man liebt beide gleich. Man teilt auch die Liebe nicht, sie ist einfach da x 2. Es sind halt zwei verschiedene, sehr liebenswerte Menschen. Unsere zwei sind auch total verschieden, die Große ein echter Wildfang immer in Aktion, die Kleine eher eine Gemütliche, die alles langsam angehen lässt.

Allerdings und das muss ich dir raten, hat mich beim ersten Kind genau zur selben Zeit wie du der Gedanke heimgesucht, dass ein zweites Baby eventuell nun toll wäre und es der richtige Zeitpunkt sein könnte. Ehrlich wenn du nicht Nerven aus Stahl hast, dann warte noch. Wenn dein Kleiner reichlich ein Jahr alt ist, geht es erstmal richtig los. Lass ihn erstmal laufen, dann läuft er wohin er will, schmeißt sich irgendwohin, schreit weil er nicht weiter will, du zerrst ihn hinter dir her usw.. Später dann fängt die totale Trotzzeit an und man ist manchmal echt froh, wenn das liebe kleine Monster endlich mal Ruhe gibt. Zwischen unseren Zweien sind fast 4 Jahren und ich muss sagen es ist optimal. Nr. 1 kann sich alleine an- und ausziehen (was gerade im Winter super ist), Nr. 1 hört auch endlich mal auf das was wir sagen, man kann Nr. 1 auch was erklären und die üble Bock-/Trotzzeit ist halbwegs durch.

Geniese doch noch ne Weile die Zeit mit deinem Prinz und warte bis du wirklich zweifelsfrei ein zweites Kind haben möchtest.

LG, Nudelmaus

Beitrag von kanojak2011 16.04.11 - 19:32 Uhr

Doch, das kannst du. Ich habe zu meinem sohn eine andere vllt deutlich tiefere Beziehung. mit Vernachläßigen ist auch nichts, da muss ich eher sagen, der kleine steckt eher ein. Die Großen haben schon einen Mund, sind zickig genug sich zu holen, was sie brauchen.

heute hab ich mir der Großen fast den ganzen Tag verbracht, es war wunderschön.

Habe keine Angst!!!!

Beitrag von kleiner-gruener-hase 16.04.11 - 19:54 Uhr

Ich finde nein, man liebt das 2. nicht genauso- anders, aber mindestens genauso doll! Die Kinder sind so verschieden, dass jedes auch individuell geliebt wird.

Ich würde übrigens dazu raten lieber ein paar Jahre mehr zu warten mit dem 2. Kind, dann läuft man nicht so schnell Gefahr eins der Kinder immer hinten an stellen zu müssen.

Ein 4 jähriges Kind versteht eher, dass das kleine Geschwisterchen eben mal gestillt werden muss, als ein 2jähriges, das eben nicht akzeptiert, dass da ein kleiner "Störenfried" ist der ihm Mama abspenstig macht!

LG

P.S. In der SS hat sich bei uns wirklich alles um die Große gedreht- soweit es eben möglich war. Das war manchmal hart, weil die SS eben irgendwie nebenher lief, aber sie hat meinen Bauch mindestens einmal täglich nur so mit Liebe und Aufmerksamkeit überschüttet und der Kleine hat keine bleibendes Schäden davon getragen.

Beitrag von emeri 16.04.11 - 20:44 Uhr

hey,

also ich liebe beide gleich und dennoch unterschiedlich. ein zweijähriger braucht einfach eine andere art von aufmerksamkeit als ein zwei monate altes baby. und das ist denke ich normal.

und auch man selbst entwickelt sich weiter. ich verhalte mich meinem zweiten zwei monate alten sicher anders (entspannter) gegenüber, als meinem ersten, als der zwei monate alt war. beim zweiten war ich schon mama als er geboren wurde, beim ersten musste ich erst in die "mutterrolle" reinwachsen.

du siehst, die voraussetzungen ändern sich einfach auch. die gefühle sind aber für beide gleich stark. :-)

lg

Beitrag von dominiksmami 16.04.11 - 20:56 Uhr

Huhu,

ja für alle Kinder ist gleich viel Liebe da, die Liebe verteilt sich auch nicht um, sie wird einfach mehr!!#herzlich

lg

Andrea

Beitrag von taewaka 16.04.11 - 21:55 Uhr

Hi Angi,

ich konnte es mir auch nicht vorstellen und doch, es geht, die Liebe wird mehr, sie ist unterschiedlich und es sind unterschiedliche Beziehungen, die ich zu den Kindern habe, es gibt unterschiedliche Phasen, aber ich liebe sie beide, es sind beides meine Kinder.

Als ich schwanger war, konnte ich es mir gar nicht vorstellen, ich dachte auch, wie soll das gehen, das zweite Kind muss ein Klon des ersten sein und dann kam es und ich habe es aus dem Wasser in meine Arme genommen, geweint und sofort gesagt "Ich liebe dich so sehr". Ich war so intensiv mit diesem kleinen Baby verbunden, das war der Hammer, dabei hatte ich in der Ss oft kaum Gedanken für das Baby und habe viel weniger gemacht als beim ersten Kind (dort z.B. Ss-Tagebuch, Zwiegespräche).

Es ist einfach ein weiterer Mensch, ein weiteres Familienmitglied, ein weiteres Kind, das mein Kind ist, genauso geliebt.

Abstand nehmen würde ich von dem Vorhaben, dass erste Kind (sofern es noch klein) ist in die Ss mit einzubeziehen, damit es sich freut. Ich finde, dass dies oft egoistisch motivierte Gründe sind.
Werdende Eltern freuen sich oft auf ihr erstes Kind und können sich doch die Realität mit Neugeborenem nicht wirklich vorstellen. Und für einige Eltern ist diese Realität mit Säugling dann doch oft erschlagend, klar ist man glücklich, aber es ist auch ungemein anstrengend, man muss viel aufgeben, es verändert sich viel und man muss sich an die neue Situation anpassen. Wenn schon Erwachsene, Eltern damit zu kämpfen haben, warum sollte man dies einem Kleinkind antun, warum sollte man seine Erwartungen an das Geschwisterchen unnötig hochschrauben, ja sogar eine Vorfreude anregen, wenn danach alles ganz anders wird. Aus deinem Bauch wird kein kleiner Spielkamerade schlüpfen, auch kein kleines süßes Baby, über dass sich ein Kleinkind freuen braucht, da kommt ein Wesen raus, dass schreit, Geräusche macht, eure Aufmerksamkeit einfordert und dich braucht. Das Leben für das Erstgeborene verändert sich extrem und die meisten Kleinkinder haben genug damit zu tun, sich daran anzupassen, wie viel schwerer ist es, wenn zuvor erwachsene Erwartungen dem Erstgeborenen auferlegt wurden?

Ich kenne einige Eltern, die so vorgegangen sind. Große Erwartungen beim Erstgeborenen schüren, den Erstgeborenen als Kommunikationspartner nehmen, für die eigene Vorfreude auf das Baby ... und ziemlich oft ist dies dann nach hinten los gegangen, große Eifersucht auf das Baby und ein überfordertes Erstgeborenes und Eltern, die es doch so süß wollten.
Wir sind anders verfahren, das Kleinkind war zwar immer dabei (Gyn, Gespräche) wurde aber nicht aktiv als "Gesprächspartner" genutzt. So lange es keine Fragen zum Thema stellte, wurde es auch nicht voll gequasselt. Das war zwar in manchen Momenten für mich auch ein Akt des Bewusstseins, wenn ich z.B. eigentlich gurren wollte "Guck mal, wie süß". Aber es war für uns richtig. Das Neugeborene zeigte keine Eifersucht und keine Aggressivität, sondern es passte sich an die Veränderungen an. Wir artikulierten weiter einfach in die Luft was wir taten. "Ach weh, jetzt weinst du wieder, tut dir der Bauch weh?" oder "Oh weh, du schreist aber laut, eigentlich wollte ich noch das Spiel fertig spielen." oder "Mensch, dir geht es aber schlecht, dann komme ich mal." D.h. ich habe versucht sprachlich Mitgefühl für das kleine Wesen zu signalisieren und gleichzeitig auch formuliert, dass es anstrengend ist (laut sein, eigentlich was anderes machen wollen).

Die Geschwisterbeziehung ist extrem gut. Die beiden hatten eine grandiose Kleinkindzeit zusammen.

Also, du hast ja noch etwas Zeit, aber sollte der Abstand gering sein ... dann verschone dein Baby mit deinen Erwartungen an das zweite Kind.

LG

Beitrag von jacky80 16.04.11 - 22:38 Uhr

Hallo!

Für mich ist es noch ein wenig anders.

Die Liebe ist zu beiden gleich stark. Vom ersten Moment an, waren sie meine große Liebe, ein Teil von mir, mein ganzes Leben.

Die Beziehung zu den beiden ist allerdings unterschiedlich. Helena kenne ich ja schon viel länger. Dadurch ergeben sich für sie einige Vorteile. Sophia ist noch kleiner, auch dadurch hat sie einige Vorteile.

Beide werden nach ihren Bedürfnissen behandelt. Klar ist auch das durch den Altersunterschied (3 Jahre und 10 Monate) unterschiedlich, aber ich behaupte, keine von beiden kommt zu kurz. Wenn Helena mal warten muss oder auch Sophia mal meckert, weil ich für sie zu langsam bin, dann heißt das noch lange nicht, dass eine zu kurz kommt.

Wir haben Helena in der Schwangerschaft intensiv darauf vorbereitet, was sie erwartet und sie liebt ihre Schwester abgöttisch. Die ersten 4 Wochen waren anstrengend für uns alle. Jeder musste seine neue Rolle finden, aber es gelang jedem ohne irgendwelche Verluste ;-)


Die erste Schwangerschaft, die erste Geburt, das erste "Mama", das man hört. Sowas gibts halt nur beim ersten Kind. Das ist schon etwas ganz besonderes. Aber mit LIEBE hat das nichts zu tun. Beim zweiten hat man mehr Ruhe, Erfahrung, eigene Kniffe und Tricks. Das sind dann die Vorteile der zweiten Schwangerschaft, Geburt, ersten Zeit mit Baby. Da bist Du dann schon Profi :-)

Unsere zwei Mädchen sind das Beste, was ich mir vorstellen kann.

LG, Jacky