Trennung fast unmöglich

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von mozarella11 16.04.11 - 13:49 Uhr

Huhu,
ich weiß weder wo ich anfangen noch wie es weitergehen soll...
Kurz zu mir: 21 Jahre, Mama einer 4 Monate alten Tochter

ich bin seit 11 monaten mit meinem partner (P) zusammen.. er hat die gesamte schwangerschaft miterlebt (er ist nicht der vater, hab ihn in der 8. woche kennen gelernt), mit schlechten gefühlen. eigentlich wollte er das kind nicht, aber er wollte mich, also musste er es "ertragen" das da noch was ist. es gab viieel streit, böse sprüche, viele seelische verletzungen, aber auch den einen oder anderen schönen tag zusammen... trennungsgedanken gabs oft, aber eine trennung brachte keine rzu stande, obwohl es schon recht früh klar war, das das so keinen sinn hat. es gab gespräche, mehr schlechte als rechte, dann wurde änderung versprochen, es hielt maximal ne woche, da krachte es wieder, aus selbigen gründen. ihm ist es ein dorn im auge, das ich in seinen augen "nix tu" und bis mittag schlafe usw. dazu sei gesagt: ich ging bis zum allerletzten tag der schwangerschaft zur abendschule, die ich mit erfolg beendet habe. wenn man abends um 11 nach hause kommt kann man morgens auch länger liegen bleiben.
dann kam das kind, das die ersten 10 wochen ausschließlich schrie, laut hebamme ist sie ein sehr unruhiges, unglückliches kind, was wohl mit einer stressigen schwangerschaft zu tun hatte... mittlerweile ist sie ein sonnenschein :love:
so, jedenfalls, die ersten 10 wochen waren zwischen uns weiterhin kritisch, das selbe spiel halt. ich hab oft gesagt es muss sich was ändern, er muss aufhören auszurasten und mcih zu beschimpfen (asoziales dreckst*** war mit das schlimmste). der deal war, ich rede wennmich was stört und er hört auf auszurasten. ich hab vorher nie den mund aufgekriegt und er hat wohl irgendwann mal gemerkt, das ich rede wenn er ausrastet. stachelte sich halt so hoch...
es gab vor ca 6 wochen ein gespräch zu dritt mit seiner mutter... eigentlich wars eher eins zwischen den beiden... darin hat er geäußert, was ich eigentlich bin, 21, kind, keinen vernünftigen abschluss, keine ausbildung, leben vorbei usw. halt in sehr sehr bösen ton. hat mich sehr verletzt.

ich bin immer mehr innerlich auf abstand gegangen... dann bin ich in den urlaub gefahren 10 tage, um abstand und klarheit zu kriegen. im urlaub lernte ich dann D. kennen, wohnt hier in deutschland 15 min von mir weg. haben vorerst nur über Facebook geschrieben, als ich wieder hier war haben wir uns 4 mal getroffen und es knistert total, er ist vollkommen anders, wir verstehen uns super und können uns beide, wenn wir uns etwas besser kennen, eine beziehung vorstellen.
noch im urlaub hab ich mich von P. getrennt, was aber wohl für ihn nciht eindeutig war... ich konnt auch nicht so hart sein. wieder hier hab ich ihm das nochmal gesagt, wir sind auseinander, ich hab ihm gesagt, das bei mir keine gefühle mehr da sind. ehrlich gesagt, ich frag mich ob überhaupt jemals was als "verliebt sein" da war... ich war glaub ich damals einfach froh, einen freund zu haben. kribbeln war da, aber liebe ? keine ahnung, weil cih ncihtmal weiß wie sich liebe anfühlt. ich bin mir unsicher. er hat gesagt, wir verbringen dann halt noch mehr zeit miteinander, er wird sich nun definitiv ändern, er will mich um keinen preis verlieren, er hofft, das meine gefühle wiederkommen. gut, eine woche haben wir zusammen verbracht, wenn er weg war kam D. es war ne schöne woche, aber gefühlsmäßig ist bei mir nix passiert... wir haben uns gut verstanden, ich hab gesehen das er das mit dem ändern wirklich ernst meint, er hat sich sehr sehr bemüht... aber bei mir tut sich einfach nix
ich möchte mich trennen, aber ich kann nichter ist ein mensch, ruhig, zurückgezogen... wenn ich ihn verlasse sitzt er alleine in der wohnung, findet ewig keine neue weil er nicht raus geht, hat keine freunde (ich auch nicht) und nix... er tut mir so leid
er hat so viele sachen für meine tochter gekauft, das liegt dann bei ihm alles rum und erinnert ihn dauernd an uns.
gestern haben wir geredet und ich hab hm gesagt, das ich D. kennen gelernt hab und ihn mag und das es knistert. ich hätte es nicht sagen sollen, aber er hats eh schon geahnt. ich hab ihm klar gemacht, das ich ihn nicht wegen einem anderen verlasse sondern darum, dass keine gefühle mehr da sind.
er war endlos traurig, fragte warum, was hat der andere was er nicht hat, was hat er falsch gemacht, wie kann ich 11 monate einfach wegwerfen, gibt es denn gar keine chance mehr, warum das alles so plötzlich, ich bin das wichtigste in seinem leben, was nun einfach weg sein soll, er wird nun wieder ewig alleine sein (ich bin erst seine 2. freundin, er ist 23) usw
wenn er sowas sagt bricht es mir das herz und ich kann ihn einfach nicht verlassen
ich sehe aber keine chance für uns, ich weiß gar nicht, ob ich ihn je geliebt hab, das kann ich natürlich aber nicht sagen...

ich brauche dringend rat, was ich tun soll, was ich tun kann, wie ich ihm "helfen" kann usw

Beitrag von parzifal 16.04.11 - 18:23 Uhr

Du kannst ihm nur dadurch helfen, in dem Du die Trennung durchziehst.

Schon die Woche Treffen war verkehrt.

Brich den Kontakt ab, damit er die Situation auch wirklich versteht. Mitleid ist hier kein guter Ratgeber.

Beitrag von johnboy 16.04.11 - 18:41 Uhr

Eine Beziehung die nur auf Mitleid basiert, hat eigentlich keine Aussicht auf ein Happy End. Oder siehst du das anders? Jeder Schicksalsschlag gibt den Menschen die Möglichkeit zu reifen, sich auf postive Weise zu verändern. Wie lange willst du unglücklich sein? Bis du realisierst dass P sich nie ändern wird? Bis du feststellst, dass D auch kein Interesse mehr an dir hat weil du dich nicht entscheiden konntest? Bis du noch unglücklicher bist, weil du immer an die verpasste Chance mit D denken musst? Genieße DEIN Leben. Du bist nur für Dich und Deine Tochter verantwortlich. Nicht für Deinen Partner. Er muss selbst glücklich werden, Du kannst ihm dabei nicht helfen. Auch wenn Du dir das einbildest, oder er Dir das einreden will.
Sei stark! Es lohnt sich dafür aufzustehen und alles dafür zu tun glücklich zu sein. #verliebt Auch deine Tochter freut sich wenn die Mama endlich glücklich ist. :-)

Beitrag von windsbraut69 17.04.11 - 11:58 Uhr

Ich denke, die einzig faire Lösung ist eine Trennung.
Ihr dient Euch doch ehrlich gesagt beide nur als Notnagel, um nicht allein zu sein.
Dass Du so schnell eine neue Beziehung eingehen willst (schon wieder), halte ich aber für eben so unsinnig wie die Idee, mit ihm aus Mitleid zusammen zu bleiben...

Gruß,

W

Beitrag von peppina79 17.04.11 - 20:06 Uhr

Ich würd mich das nicht fragen, wenn er so schlimm mit dir und über dich redet, hat er eindeutig was an der Birne.

Ich denk mal, mit deinem neuen biste besser dran und--- 11 Monate Beziehung und das Kind ist nicht von ihm... du scheinst ja kein Kind von Traurigkeit zu sein. Ich überlege mir grad, wie es später im Leben deines Kindes aussehen wird, wenn du so weiter machst und so schnell deine Partner wechselst. Keine besonders schöne Vorstellung.

Aber vielleicht wirst du geläutert.

Seil dich ab von dem Macker und bemitleide ihn nich auch noch.

Beitrag von schmelli 20.04.11 - 18:23 Uhr

Hallo,

er "erträgt" Dein Kind nur, er betitelt Dich als Drecksst..., er redet im Beisein seiner Mutter schlecht über Dich, er wird ausfallend, er rastet aus ......... Und Du kannst Dich nicht von ihm trennen??

Beitrag von kugelblitz1974 19.05.11 - 12:19 Uhr

#zitterHallo!

Ich war vor über 10 Jahren in einer ähnlichen Situation.
Nur das ich aus Trotz und Vernupftsgründen- eine Versorgerehe mit 21 eingegangen bin. Das Kind war ein Planungskind auch von ihm.
Denn den ich wollte war schon vergeben.
Ich war auch 21 jahre alt und ab der Schwangerschaft demütigte er mich auch ,genauso wie Dein Ex.
Ich habe das über drei Jahre mitgemacht.
Ich dachte ich müsste das aushalten wegen Katholischer Eltern und weil ich mich aus nicht endendem Liebeskummer nach dem Vorgänger von ihm schuldig fühlte und Schuldig machte. Da er mich ab der Schwangerschaft nicht mehr anrührte. Ich ihm zu weiblich wurde!
Auch hat er in der ganzenEhe mir nie genug Geld gelassen.
Also dann meine Mutter und Freunde anfingen sich abzuwenden wurde ich leider fast zu späth wach. Ich zog die Konsequenzen und reichte die Scheidung ein. Den inzwischen dreijährigen leicht behinderten Sohn nahm ich mit und zog in eine Sozialwohnung ein.
Er storkte mich und nutzte jede Gutmütigkeit aus. Auch fing er an seinen Beruf zu vernachlässigen sodaß er raussflog. Ich habe heute noch Unterhalt für unseren gemeinsamen Sohn zu kriegen. Er moggelt sich duch die Welt und ist ja so sehr von sich beindruckt.
Das dumme ist nur er kann viele Sachen gut aber er sieht nicht das er auch eine Behinderung hat die ihn nicht sehne lässt wer er wirklich ist.
Dummerweise erfuhr ich von seiner Behinderung erst als ich merkte das mit meinem Sohn entwicklungsmässig etwas nicht stimmte. Ich hätte neimals diesen Mann geheiratet noch ein Kind von im gekriegt.
Dennoch ich liebe meinen Sohn 14 J. sehr so wie er ist und inzwischen haben wir uns auch wieder richtig lieb. Das war lange nicht so, da sein Vater viel Müll erzählt hat über mich bzw. das Kind total überfordert hat.
Inzwischen stelle ich immer mehr fest wie krank mein Ex mann ist.
Aber ich würde neimals ihn aus mitleid zurück wollen.
Leider stelle ich hier fest wie scheiße viele Männer drauf sind und wie sehr sei böse auf uns Frauen. Irgendwas läuft in unserer Gesellschaft schief.
Also bitte nochmal. Geh zum Jugendamt zur Beratung und verändere Deinen Lebensmittelpunkt . Am besten ziehe um. Lass Dir helfen. Manchmal ist es besser zu vergessen als zu verstehen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.