mir ist nur nach heulen ...

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von stefanie..1987 16.04.11 - 17:46 Uhr

Hallo,
nun ist es soweit meine Kleine ist endlich da! Alles dran und gesund Kaiserschnitt super verkraftet. Alles in allem sollte ich mich freuen, doch irgendwie will bei mir keine Freude aufkommen.

Ich bin nur am heulen, jeden Abend meist um die selbe Zeit, fängt das spiel an! Ist das normal?

Mensch das tut mir alles so leid für die Kleine, sie war war eigentlich immer das was ich immer wollte. Doch irgendwie fühl ich mich überfordert und überrumpelt.

Dazu kommt noch das mein Freund nächste Woche wieder arbeiten muss, und ich gleich alleine bin ...

*heul*

Dann überall die Anforderungen ich würde das so oder so machen .. jeder schreibt einen was vor.. das mit dem Stillen klappt nicht, irgendwie...

Und jeder schaut einen schräg deshalb an ... als wär ich ne Rabenmutter ...

Mensch, hat jemand Erfahrungen damit?

Beitrag von babyleo2005 16.04.11 - 18:44 Uhr

Hallo!
Laß Dich erstmal #liebdrueck!
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!
Es ist total normal, daß man nach der Geburt die Kriese kriegt (das sind die Heultage)! Auch wenn man sich sehr auf das Baby gefreut hat, krempelt es doch mit einem Mal Dein ganzes Leben um. Nichts ist mehr wie vorher, man ist fremdbestimmt. Das Baby steht an erster Stelle und wo bleibt man selber?? Ich kenne das, denn ich habe im März mein 3. Baby bekommen. Und obwohl ich weiß wie das Leben mit Baby ist, ist mir auch manchmal zum Heulen zumute. Glücklich bin ich auch nicht ständig. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an das Würmchen und das Würmchen an die Eltern.....und es wird besser. Spätestens wenn Dich Deine Kleine das erste Mal anlächelt wirst Du glücklich sein:-)
Hast Du eine Hebamme, mit der Du reden kannst? Wenn nicht, dann frag mal im Freundeskreis herum, ob sie eine gute kennen.
Und: nur weil es mit dem Stillen nicht klappt bist Du keine Rabenmutter!!!! Aber auch dort kann Dir eine Hebamme weiterhelfen. Deine Kleine ist ja noch so klein, da könnt Ihr das Stillen ja noch beide lernen, oder? Und wenn nicht, dann ist das eben so!

Ich wünsche Euch alles Gute, Saskia

Beitrag von kleiner-gruener-hase 16.04.11 - 18:48 Uhr

Das nennt man Babyblues und ist ganz normal! #liebdrueck

Ich hatte das bei unserem ersten Kind auch ziemlich heftig, lag tagelang nur im Bett und habe geheult. Ich dachte ich schaffe das mit dem Kind nie, ich wäre unfähig usw...

Aber nach ein paar Tagen haben sich die Hormone wieder beruhigt. Und es kommt der Tag, wo du an diese Zeit zurück denkst und drüber lachst.

Rede mit deiner Nachsorgehebamme drüber, die wird dich aufbauen.

Alles Gute und herzlichen Glückwunsch zum Töchterchen!

LG

Beitrag von maerzschnecke 17.04.11 - 13:18 Uhr

Zum einen ist es so, dass Dein Körper gerade eine riesige hormonelle Umstellung zu bewältigen hat.

Zum anderen sind gerade die ersten Wochen echt anstrengend und hart.

Du schreibst, dass das mit dem Stillen nicht so klappt. Ich musste zwei Tage nach der Geburt mit dem Zufüttern anfangen, weil Emilia nicht satt wurde und zudem Entzündungswerte bei ihr erhöht waren. Die Tatsache, dass ich nicht voll stillen konnte, war für mich wirklich schlimm. Ich musste dann nach der Entbindung 5 Tage mit Emilia im KH bleiben, mein Blutdruck war irre hoch, ich hatte 7 Tage am Stück nie mehr als 1-2 Stunden pro Nacht geschlafen und infolge dessen kam auch nicht soviel Milch, wie mein kleines Fräulein gebraucht hätte.

Zuhause hatte ich dann mehr Ruhe und wollte es unbedingt zur vollstillenden Mama schaffen. DAS war RICHTIG harte Arbeit. Ich hatte Emilia manchmal 2-3 Stunden an der Brust, habe manchmal vor Erschöpfung nur noch geheult. Aber: nach einer Woche konnte ich das Zufüttern einstellen. Dann hat Emilia ein paar Tage lang Clusterfeeding betrieben. Immer zwischen 22-2 Uhr war ich am Dauerstillen. Anfangs dachte ich, dass die Milch doch nicht reichen würde und ja, man fühlt sich wie eine Rabenmutter.

Jetzt ist sie aber schon 11 Wochen alt, alles ist etwas entspannter und leichter. Und das wird auch bei Dir so sein #liebdrueck

Wegen der Stillprobleme suche Dir bitte eine Stillberaterin oder eine gute Hebamme. Unterstützung ist wahnsinnig wichtig, wenn man voll stillen möchte.

Ganz wichtig: sorge nicht nur für Dein Kind, sondern auch für Dich. Manchmal tut eine warme Dusche Wunder, Du bist wieder entspannt und kannst für Dein Kind da sein. Esse ausreichend und vitaminreich, das stärkt. Ja, und wenn Du mal weinen musst, dann mach es. Unterdrücken nutzt nichts. Und wenn es immer zur gleichen Tageszeit ist, suche Dir jemanden, der Dir da mit dem Kind hilft, damit Du Dich ein wenig zurückziehen kannst. Das wird bald, ganz sicher.