10 Jahre Fernbeziehung,mein schei++ leben

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von anonymklar 16.04.11 - 18:39 Uhr

Hallo, ich muss mir den Frust von der Seele schreiben, ich weiss das einige das was ich lebe für verrückt halten werden, darum Bitte ich von erstaunten Beiträgen wie "wie kann man nur, ach du liebes bischen etc" abzusehen. Ist mir nicht unbekannt das sowas jemand denkt:).
Ich versuche mich kurz zu fassen. Ich habe mit 17 jahren meinen ersten Freund kennengelernt, hab dafür eigentlich alles sausen lassen, sprich Ausbildung etc. Hatte früher schon wenig Freunde, die sich dann auch zurückgezogen haben-oder besser gesagt, ich habe die Kontakte auch nicht gepflegt. So entstand der Teufelskreis, ich hatte nur IHN, mein leben kreiste nur um diese Person. Wir sahen uns nicht oft, ca. alle 3 Monate, dann für etwas länger, auch mal 3 Wochen. Die Zeit war gut und schön. Er kam immer zu mir. Einmal wollte ich wissen wie er lebt und seine Eltern kennenlernen, bin mit ihm gefahren. Wir lebten also weiterhin so, er besuchte mich, bis er seine Ausbildung fertig hatte und ne Wohnung bezog. Ich besuchte ihn daraufhin bei ihm, wir wechselten quasi ab. Ich wollte ne Ausbildung bei ihm anfangen, da er in einer Grosstadt lebt und meine Chancen doch grösser waren als bei mir in der Kleinstadt. Naja. Er wollte das nicht, hinzu kam das ich mich bei ihm nicht richtig aufgehoben gefühlt hab. Also er ist mehr so ein Mensch für sich und ich damals noch jemand der es gerne mochte, wenn jemand mich antreibt und mich quasi unterstützt. So zogen 9 Jahre ins Land, ich wurde Älter und verspürte den Wunsch nach einem Kind. Diesem stimmte er zu! Wir probierten also unsere Besuche so zu legen, dass es mit der fruchtbaren Zeit hinkommt. Es klappte dann auch sofort. Wenn man ihn gefragt hat, ob wir mal zusammen ziehen würden, ja das würden wir, wann weiss er nicht. Naja.
Also kam das Kind zur Welt, ich hatte und habe viel zu tun, unsere Beziehung wurde mittlerweile wie eine Freundschaft, wir haben fast 2 Jahre keinen Sex. Wir sehen uns wenig und dann konzentriert sich fast alles aufs Kind, Zeit ist knapp und dann der Druck dahinter. Er fliegt auch viel alleine in den Urlaub zu seiner grossen Familie. Was mich anfangs nicht gestört hat, da es einem Familienmitglied gesundheitlich schlecht geht. Nun ja, seitdem das Kind da ist, fliegt er noch öfter bzw. er hat ein bestimmtes Hobby, was er auch extrem ausübt, jede freie Minute sozusagen, er nutzt keinen Urlaub für uns. Ich hänge hinten dran. Warum ich das schreibe, ich muss es mir von der Seele schreiben, ich habe echt keinen Bock mehr drauf, Problem ist, dass ich absolut niemanden habe! Darum halte ich so extrem fest. Mittlerweile kann ich auch nicht mehr weinen, zuviel habe ich die vergangenen Jahre geweint. Ich habe es alles quasi akzeptiert, nur ich merke das ich mich nach einem Partner sehne, einem ganz normalen Leben. Ich weiss nur nicht wo ich anfangen soll! Natürlich bin ich mir bewusst das es mit ihm wohl nie was werden wird. Auch wenn er was anderes behauptet. Aber ein Mann Mitte 30 der immer alleine gelebt hat, den wird niemand umkrempeln. Der geht seinen Ego Weg weiter, denn er würde sich ja verschlechtern, wenn er mit mal mit Frau und Kind zusammen lebt, er müsste sich einschränken etc. und das wird er nicht so leicht können, wenn jemand so sehr seine Freiheit liebt.
Egal wo ich hingehe, überall fragt man mich nach ihm, warum wir nicht zusammen leben, dass geht schon Jahre so. Aber nachdem das Kind da ist, ist es natürlich noch extremer, weil niemand verstehen kann, dass man ein Wunschkind in die Welt setzt und man lebt nicht damit zusammen. Ich verstehe es ja selber nicht.
Das ist auch mit ein Grund, warum ich mich von anderen zurückziehe, wenn ich Muttis kennenlerne, Fragen die nach dem Vater. Und ich bin es leid, mir ständig etwas ausdenken zu müssen warum es ist wie es ist.
Ob seine Freunde von mir wissen, weiss ich nicht, denke mal nein. Er ist diesem Thema also gar nicht ausgesetzt.
Vielleicht wollt ihr was dazu schreiben.
Ich danke euch für das lesen:)
Lieben Gruss

Beitrag von redrose123 16.04.11 - 19:16 Uhr

Du scheinst dich ja mit Trennung schon befasst haben, aber du hast doch jemand, dein Kind....Und das braucht eine Mutter die stark ist....Stell deinem Partner ein Ultimatum, bzw glaube ich nicht das da was zu retten ist. Du hörst dich an als ob die Liebe weg ist.....Oder?

Beitrag von anonymklar 16.04.11 - 19:22 Uhr

Hallo, die Liebe ist weg ja, natürlich könnte ich ihn wieder lieben, wenn sich das Blatt wenden würde-also alles eintrifft was ich geschrieben habe. Er sich mehr kümmert, wir zusammen ziehen. Aber wie es jetzt ist-ist das wie ne Freundschaft, weil auch kein Sex stattfindet, hätte nie gedacht das dieser so wichtig ist, aber wenn kein Sex zwischen einem Paar ist, dann geht auch die Liebe flöten, kein begehren mehr, nichts.
Und wie man sieht, es wird ja alles nur schlimmer, er entfernt sich von mir, ohne das er es merkt, spricht man ihn an, dann ist alles schön und gut und nein wir entfernen uns nicht.
Ultimatum? Wie soll ich das machen, was soll ich sagen und tun?
Ich muss dazu sagen, auch wenns nichts zur Sache tut, er war immer grosszügig, also fehlte mir was, dann besorgt er es, er schenkt mir Dinge etc. aber wie gesagt, es funzt das Gefühl füreinander nicht mehr. Naja, Lob aussprechen möchte ich ja nicht, nur damit es nicht so klingt, als hätte ich immer nur gelitten.

Beitrag von redrose123 16.04.11 - 19:45 Uhr

Naja meinst du wirklich dann wirds besser? Ich denke du hast eingeseehn das er vieleicht nicht so der Typ ist mit dem du alt wirst, leider.....

Sag Ihm was dihc stört was sich ändern soll, bis wann, und wenn nicht dann....

Dinge die er dir kauft gibt dir aber nicht das was du am dringensten benötigst oder? Ich halte nichts von zweckgemeinschaften, es führt zu nichts .....

Beitrag von phami 16.04.11 - 20:09 Uhr

Ja genau eine Zweckgemeinschaft, Finanziell und so sind keine Probleme da, aber das menschliche fehlt halt..und das ist wie wir alle Wissen soviel wichtiger!

Beitrag von christina-gro 16.04.11 - 19:22 Uhr

Hey,

zu erst mal drück ich dich unbekannter weise...#liebdrueck

Du bist unzufrieden...dann änder was!
Trenn dich doch von diesem Kerl, sowas hat niemand verdient.
Ich kann mir gut vorstellen das nach so vielen Jahren auch kein Reden mehr was bringt...

An deiner Stelle würde ich mich also trennen und dann einen neuen Freundeskreis aufbauen.
Wenn jemand fragt wo der Papa ist, dann erzähl/erklär doch in kurzer Version wie es ist.
Du musst ja nicht ne riesen Story erzählen oder ins Detail gehen.
Wir leben getrennt. Punkt!

Wie alt ist dein Kind??
Du könntest dir eine Tagesmutter suchen oder es in eine Kita geben und dir arbeit suchen...so ergeben sich dann auch neue kontakte.

Such dir ein oder zweimal im Monat einen Babysitter und geh einfach mal raus!
Geh was trinken oder tanzen...da lernt man auch leute kennen.

Ich habe dir jetzt bewusst keinerlei Vorwürfe über deine Vergangenheit gemacht, die machst du dir wahrscheinlich schon selbst zu viele.

Denk doch immer dran:
Schlimmer kann es nimmer werden :-)

Kannst dich ja zum quatschen über meine VK melden.

Lg und alles gute

Christina

Beitrag von phami 16.04.11 - 19:25 Uhr

Hallo, mein Kind ist 17 Monate alt.
Danke für deinen Zuspruch. Ja mit Vorwürfen über die Vergangenheit kommt man nicht weit, ich meine es ist alles so passiert, man kanns nicht mehr ändern. Man kann nur den jetzigen Zustand ändern#schwitz

Beitrag von phami 16.04.11 - 19:30 Uhr

Ok jetzt habe ich das anonym vergessen, wobei das eigentlich auch schei++ egal ist.. mich kennt eh keiner bzw. ich hab hier ja nicht doll was ausgefüllt:)

Beitrag von redrose123 16.04.11 - 19:46 Uhr

Pups egal ;-) Is doch nicht schlimm....

Beitrag von schoene-neue-welt 16.04.11 - 21:23 Uhr

ich würde ihm sagen, das diese Situation für Dich und auch für euer Kind so nicht mehr haltbar ist und ihm als letzten Versuch ein Ultimatum setzen. So gibst Du ihm noch mal die Chance, etwas zu ändern. Tut er es nicht, besteht sowieso keine Hoffnung.