Familie nicht krankenversichert wer kennt sich aus?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von krumelkeks 17.04.11 - 00:25 Uhr

Hallo,

kürzlich habe ich erfahren, dass es einer befreundeten Familie finanziell viel viel schlechter geht, als ich jemals gedacht hatte!#schmoll

Ich hatte ein Gespräch mit der 12-jährigen Tochter der Familie, weshalb ich nicht genau weiß, in wie weit die Informationen, die ich erhalten habe richtig sind, bzw. wie viel die Kleine selbst weiß!

Laut Ihrer Aussage ist die Familie nicht krankenversichert#schock, da es finanziell nicht drin ist! Der Vater arbeitet für die Bundeswehr, die Mutter ist seit mindestens einem Jahr arbeitslos. Neben der Kleinen gibt es noch zwei jüngere Geschwister.

Ich weiß, dass die beiden Jüngsten massive Probleme mit den Zähnen haben und die Älteste kommt ja nun auch in ein Alter, wo verschiedene Vorsorgeuntersuchungen bezüglich Pubertät etc. vorgenommen werden sollten. Zudem leidet die gesammte Familie häufiger an Infekten und der kleinste hatte früher Fieberkrämpfe.

Das geht ja echt gar nicht! Daher möchte ich gerne irgendwie helfen, aber wie? Die Familie ist sehr stolz und ich weiß, dass sie finanzielle Hilfe durch die eigenen Angehörigen ablehnen. In wie weit sie staatliche Zuschüsse erhalten bzw. überhaupt darüber informiert sind, kann ich nicht sagen.#kratz

Ich selbst musste mich mit solchen Dingen bislang noch nie auseinandersetzen und weiß daher nicht wirklich weiter! Kann mich einer aufklären, wie das mit der KV läuft? Beim drübergooglen hab ich irgendwas von Strafbeiträgen gelesen...? Weiß jemand Rat, welche staatlichen Zuschüsse möglich wären?

Das Mädel hat mich unter Tränen eindringlich gebeten, niemandem zu erzählen, dass sie mir davon erzählt hat. Insbesondere nicht den Eltern!
Einerseits möchte ich ihr Vertrauen nicht missbrauchen#zitter, andererseits kann ich das ganze doch auch nicht so auf sich beruhen lassen!

Vielen Dank schonmal im Voraus

Beitrag von ficus 17.04.11 - 01:13 Uhr

Hallo,
in Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht.

http://www.versicherung-in.de/die-krankenversicherungspflicht-2007-und-ausnahmen-ab-dem-01-januar-2009-678/

d.h. auch wenn sie aus finanziellen Gründen die Beiträge nicht (mehr) bezahlen können, kann die Versicherung sie nicht kündigen.

Sollten sie allerdings zu stolz sein, um Unterstützung zur Beitragszahlung anzufordern, dann kann man ihnen wahrscheinlich noch nicht mal mit einer direkten Unterstützung helfen.
Mit Überzeugungsarbeit kommt man da leider meistens auch nicht weiter.
vG

Beitrag von windsbraut69 17.04.11 - 12:01 Uhr

"d.h. auch wenn sie aus finanziellen Gründen die Beiträge nicht (mehr) bezahlen können, kann die Versicherung sie nicht kündigen. "

Natürlich erlischt der Versicherungsschutz, wenn keine Beiträge gezahlt werden bzw. muß sie keine Versicherung kostenlos versichern!

Beitrag von schmurchen 17.04.11 - 12:26 Uhr

Das stimmt so nicht.

Für Notfälle muß die Kasse bezahlen. Und wie schon gesagt sie kann einen nicht kündigen.

Beitrag von windsbraut69 18.04.11 - 07:07 Uhr

Welche denn, wenn sie keine haben?

Beitrag von schmurchen 18.04.11 - 09:29 Uhr

Wenn er arbeiten geht hat er eine ,geht ja nicht anders, es ist seid 2 Jahren pflicht ein KK zu haben.
Ich habe meine privaten KK auch gesagt ich zahle nicht mehr müssen sie mich kündigen, die sagten dürfen sie nicht.

Beitrag von windsbraut69 18.04.11 - 11:27 Uhr

Es gibt jede Menge Menschen in Deutschland, die KEINE Krankenversicherung haben!

Beitrag von enyerlina 17.04.11 - 01:16 Uhr

hey


schluck... also als ich mich bei der AOK gemeldet hatte musste ich alle Beiträge ab April 2008 nachzahlen da die Verpflichtung z.d.Zeitpunkt eingeführt wurde...


oh je... ich würde den Eltern raten schnell einen Anwalt zu nehmen im Interesse der Gesundheit v.a. der der Kinder..

Beitrag von ficus 17.04.11 - 01:20 Uhr

Ähm, Bundeswehrsoldaten haben Anspruch auf die sog. Heilfürsorge.
Sie zahlen zwar keine Krankenversicherungsbeiträge, sind aber versichert und deren Familienangehörige sind auch darüber versichert.
http://www.insurance1.de/krankenversicherung-lexikon/freie-heilfuersorge.html

Beitrag von ma14schi 17.04.11 - 06:39 Uhr

Für mich klang es so, dass er "für" die Bundeswehr arbeitet. Sprich als selbständiger Handwerker o. ä. und nicht bei der Bundeswehr angestellt ist und somit muß er nicht versichert sein.

Beitrag von sarahg0709 17.04.11 - 14:38 Uhr

Wenn ernormal und festangestellt ist, dann hat er selbstverständlich eine Krankenversicherung. Und dann ist seine Familie mitversichert.

Außer es handelt sich um einen Minijob.


LG

Beitrag von ma14schi 17.04.11 - 18:24 Uhr

Ich sprach von Selbständigkeit.

Beitrag von quickys1 17.04.11 - 08:38 Uhr

Hallo,

das mit der freien Heilfürsorge ist zwar richtig.
Aber Familienangehörige sind leider nicht daüber versichert.
Mein Mann hat freie Heilfürsorge und wir als seine Familie
müssen uns selbst versichern.
Wenn die Frau nicht arbeitet, dann muß der Mann sie
freiwillig gesetzlich versicern oder halt privat. Eine
Familienversicherung bei der freien Heilfürsorge gibt es nicht.

Lieben Gruß

Nicole

Beitrag von demy 17.04.11 - 19:29 Uhr

Hallo,
du bist anscheinend nicht ganz informiert.

Es gibt natürlich keinen Anspruch auf freie Heilfürsorge für Familienangehörige, aber es gibt die Beihilfe.
Die beträgt bei der Ehefrau 70% und bei den Kindern 80%

Nur die 30% bzw. die 20% bei Kindern sind extra abzusichern.

Privat gibt es eine Teilversicherung, gesetzlich nicht, gesetzlich kann man sich nur voll versichern.

Sind diese extra Beiträge zu hoch und die Besoldungsgruppe sehr niedrig, so gibt es auf Antrag einen höheren Beihilfesatz.
Insbesondere dann, wenn man den Ehepartner und/oder das Kind nicht privat versichern kann, da eine private KV wegen Vorerkrankung oder zu hohes Risiko ablehnt.

Gruß
Demy (ehm. SAZ12)

Beitrag von dominiksmami 17.04.11 - 09:48 Uhr

nicht jeder der für die BW arbeitet ist Soldat.

Beitrag von berry26 17.04.11 - 07:43 Uhr

Hi,

also sobald man in einem Arbeitsverhältnis steht, muss der AG auch die Sozialversicherungsbeiträge abführen. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht der Fall sein, so wäre aber normalerweise die Mutter über die Arge versichert bzw. könnte das.

Ein Problem besteht dann, wenn der Mann selbstständig ist und privat versichert war. Da kenne ich die neueste Gesetzgebung leider nicht aber meinem Bekannten ging es mal so, dass er aus der privaten geschmissen wurde (wegen Streitigkeiten) und keine andere KK mehr gefunden hatte, die ihn aufnehmen wollte. So war er auch nicht versichert.

LG

Judith

Beitrag von fruehchenomi 17.04.11 - 13:44 Uhr

Versteh ich nicht. Da kann was nicht stimmen.
Der Vater ist Bundeswehrbediensteter und somit pflichtversichert, anders gehts nicht ! Die Mutter ist arbeitslos und somit bei der AOK versichert, wenn sie ordentlich gemeldet ist.
Und die Kinder sind doch somit familienversichert ? Wo ist das Problem - was murkst die Familie herum ? Das hat nichts mit Stolz usw zu tun, das ist schlicht verantwortungslos.
Was machen die bei einem Unfall oder Beinbruch ? Wissen die nicht, was ein Krankenhausaufenthalt samt Op kostet ?
Da kann man sich doch jederzeit beim Arbeitsamt usw erkundigen. Es muss heute niemand ohne Krankenversicherung leben. Ich kenn einige Sozialfälle, aber alle sind krankenversichert - im Gegenteil, die bekommen vom Arzt mehr auf "rosa Rezept" verschrieben als ich ..... Sind von vielem zuzahlungsbefreit und und und.....
Wenn ihr befreundet seid, dann schneid das Thema doch nett an, falschen Stolz kann ich eh nicht leiden, wenn es um Kinder geht. Es ist doch heutzutage keine Schande mehr, jeder kann in Schwierigkeiten geraten, dafür gibts Hilfen und fertig.
LG Moni

Beitrag von mansojo 17.04.11 - 14:12 Uhr

hallo,

na ich weiß nicht ob der 12 jährigen vielleicht die fantasie durchgegangen ist

kennst du die mutter gut?
dann lad sie zum kaffee ein ,da ergibt sich bestimmt zeitpunkt um das thema anzusprechen


Beitrag von lachris 17.04.11 - 14:21 Uhr

Hi,

bei der Bundeswehr kenne ich mich zwar nicht so gut aus, aber ich dachte auch, dass die freie Heulfürsorge haben.

Zumindest "normale Beamte" sind mit üblicherweise mit 50 % beim AG beihilfefähig, die restlichen 50% muss man selbst versichern.

Die Beihilfe deckt zumindest auch einen Anteil der Kinder mit ab, ob auch der Ehefrau, weiß ich allerdings nicht.

Eigentlich unterliegt der AG der Fürsorgepflicht, ggf. besteht dort die Möglichkeit einen kostengünstigen Kredit für die Zahnbehandlung zu bekommen, aber das eigentliche Problem ist dadurch ja nicht gelöst.

Wenn das Einkommen nicht reicht, käme ergänzende Sozialhilfe in Betracht.

Stolz hin oder her, die Zähne werden auf die Dauer nicht besser. Ggf. akzeptiert der Vater ja wenigstens einen Kredit für die Zähne oder dass das Amt wenigstens die Krankenversicherung anteilig übernimmt. Gesundheit geht vor Stolz...

VG lachris

Beitrag von fruehchenomi 17.04.11 - 16:53 Uhr

Er ARBEITET bei der Bundeswehr, schrieb sie. Er ist wohl kein Soldat.
Wir Angestellten haben keine freie Heilfürsorge, keine Beihilfe usw, wir sind ganz normal krankenversichert wie jeder Arbeiter.
Es gibt beim Bund nicht nur Soldaten und Beamte !!!!
Und die Verwandtschaft wird in der Kaserne definitiv NICHT behandelt, weder die Familien von Soldaten noch von Beamten.
Ich krieg im SanBereich nicht mal ne Kopfschmerztablette !
Fürsorgepflicht des Arbeitgebers ? Kredit für Zähne ? Ganz sicher nicht !
Das ginge wohl zu weit. Das gibts weder in Firmen noch beim Bund.
Ein bißchen Eigenverantwortung hat ein erwachsener Mensch schon auch.
LG Moni

Beitrag von lachris 18.04.11 - 22:17 Uhr

Hi,

okay, als angestellter Mitarbeiter sieht die Sachlage wohl anders aus.

Somit wäre er krankenversicherungspflichtig. Wie er es geschafft hat, die Versicherungspflicht zu umgehen, ist mir nicht bekannt, aber sicher nicht im Sinne seines AGs.

Wie bereits geschrieben, mit der freien Heilfürsorge kenne ich mich nicht aus, wohl aber mit Beihilfe.

Sowohl ich, als auch mein Kind erhalten 55% Beihilfe von meinem AG. Die restlichen 45% deckt meine private KK (die Versicherung ist allerdings freiwillig).

Bei uns werden von Seiten der Kommune aus zinsgünstige Kleinkredite für Mitarbeiter angeboten. Die Tilgung läuft dann direkt über das Gehalt (wird also gleich einbehalten). Meines Wissens nach gibt es diese Möglichkeit, auch beim anderen Stellen des öffentlichen Dienstes, warum dann nicht auch beim Bund?

Das weis nur fast niemand. Manchmal noch nicht mal die Personalstelle...

VG lachris

Beitrag von sinta75 17.04.11 - 18:37 Uhr

hallo

das stimmt nicht so ganz.ich war selber 10 jahre soldat, und hab die letzten 2 jahre in der heilfürsorge als teileinheitsführer gearbeitet.

richtig ist , dass der soldat freie heilfürsorge hat, aber auch die familienmitglieder sind zu 70% über die heilfürsorge versichert. den rest muss die private dann tragen, sprich nachversichern.

beispiel: kids müssen zum arzt, rechnung wird als privat ausgestellt. er muss dann von der abrechnungsstelle des zuständigen versorgungsamtes sich vordrucke schicken lassen zur abrechnung.die rechnungen müssen dann am besten sofort zum versorgungsamt, und die private geschickt werden. diese brauchen 2-3 wochen um das geld zuüberweisen (70% bund-30% private).

kosten für die private varieren stark,also im internet vergleichen. ich hab damals für meine kids a person 189 euro im monat bezahlt mit krankenhaustagegeld bei der signal iduna. hat sich aber gelohnt durch das tagegeld, aufgrund der frühchen.

Beitrag von sinta75 17.04.11 - 18:45 Uhr

ach so. frühchenomi hat recht.das trifft nicht auf angestellte zu.diese sind normal gesetzlich versichert.
da kann das versorgungsamt auch auskunft geben.läuft auch über die.
arbeitslose sind über das ,, jobcenter,, versichert+kinder familienversichert.

Beitrag von jule2801 17.04.11 - 21:53 Uhr

Hallo,

wenn der Mann bei der Bundeswehr arbeitet und Soldat ist genießt er freie Heilfürsorge und die Familie ist zu 70% (die Kinder zu 80 %) Beihilfe berechtigt - der Rest wird über eine private Krankenversicherung abgedeckt. Von daher kann es tatsächlich sein, dass sie für die verbleibenden 20/30% nicht versichert sind. Die gesetzliche KK greift hier nicht (bzw. im besten Fall nur für die Mutter), da die Kinder immer über den Ehepartner versichert werden, der am meisten verdient, in diesem Fall wohl der Vater!

Das ist einer der wenigen Fälle in Deutschland, wo tatsächlich die Krankenversicherungspflicht nicht greift.
Zuschüsse gibt es - glaub ich - nicht.

lg Jule!

Beitrag von schmurchen 18.04.11 - 09:33 Uhr

Stimmt so nicht. Die Beihilfe verlangt mitlerweile eine Versicherung für die Restlichen 20/30% .

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