Freundschaften nicht mehr "echt" heutzutage??? Wie seht Ihr das?

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Beitrag von gitti140471 17.04.11 - 12:46 Uhr

Hallo,

ich möchte das Ihr mal in Euch geht und mir sagt, ob Ihr auch das Gefühl habt, das es echte Freundschaften heute kaum mehr gibt.

Es geht jetzt nicht darum, was Ihr für Freunde alles tun würdet, sondern darum, was für Euch noch getan wird....

Also ich bin jetzt 40 Jahre alt, und wenn ich an vor ca. 20-23 Jahren denke, dann waren Freundschaften anders...wenn z.B. jemand umgezogen ist, dann haben ALLE die Ärmel hochgekrempelt und mit angepackt, ohne dabei an Geld zu denken und waren auch da!

Oder wenn in unserer Clique ein Auto kaputt war, hat der andere, der Schrauber oder Hobbyschrauber dem anderen das Auto repariert, ohne dafür Geld zu verlangen...so war's bei uns...ich weiß nicht aber heute wird für alles, aber auch alles die Hand aufgehalten, und wenn man mal umzieht, dann haben die Leute keine Zeit, haben es im Rücken oder sagen ne Std. vorm Umzug ab, oder erscheinen ohne abzusagen....!

Macht Euch doch mal Gedanken, und schreibt mir Eure Meinungen, bin gespannt, ob nur ich das so sehe....

LG Gitti:-D

Beitrag von lisasimpson 17.04.11 - 13:00 Uhr

Was macht eine freundschaft ECHT? was macht sie unecht?

Und ich muß sagen, daß ich hoffe, daß Freundschaften sich im realen leben mit 17 anders präsentieren als mit 40
und ja- nicht nur körperlich gibt es unterscheide zwischen einem umzug eines 19 jährigen, der bei mutti auszieht und einem Umzug einer familie im mittleren Alter.

und ja- es gibt auch unterscheide zwischen den autos vor 20 jahren und heute.


Nur weil heute Freunde von mir nicht mehr 75% ihrer zeit damit verbringen abzuklären ,bei wem die nächste party steigt und für ein paar flaschen bier bereit sind meine rostlaube kilometerweit zu schieben sind sie nicht unechter als damals.

in der von dir genannten zeit habe ich mit vielen freunden zusammen gelebt- außer ein bißchen schule oder ein paar stunden uni i nder woche hatte wir nichts andres zu tun als uns um uns selsbt zu kümmern.
klar war das anders als heute, wo jeder einen job hat mit bis zu 60 stunden, wo jeder familie hat, mit der er seine zeit verbringen möchte, wo jeder einen eigenen haushalt hat und sachen wie "mein auto ist kaputt" oder "wir beziehen das neue haus" nicht mehr aktionen von 2 stunden sind


lisasimpson

Beitrag von gitti140471 17.04.11 - 13:32 Uhr

Erstmal danke für Eure Antworten...

Hmh, ok vielleicht hab ich die falschen Beispiele genannt, denn Ihr habt natürlich recht, das man mit 20 ganz anders körperlich drauf ist, als mit 40 oder Mitte 40, und natürlich auch viel weniger Zeit hat!

Es waren auch nur Beispiele - und trotzdem hab ich das Gefühl das es heute alles irgendwie schwieriger geworden ist, natürlich nicht von jetzt auf gleich, eher schleichend...für alles wird die Hand aufgehalten...wahrscheinlich kommts nur mir so vor?! Oder ich kenn einfach ganz andere Leute...Rechtsanwälte sind z.. gar nicht dabei - kenne eigentlich nur Arbeiterfamilien.

Naja, aber danke für Eure Denkanstöße!

Beitrag von snuffle 17.04.11 - 16:17 Uhr

Nö, kommt nicht nur dir so vor.


Freundschaften die du vor 20 Jahren geschlossen hast, die sind vieleicht noch echt. Wenn man heute ne Freundschaft schließt muss man erstmal überlegen, zu welchem Vorteil der andere die Freundschaft wohl will.

LG

Beitrag von gingerbun 17.04.11 - 22:32 Uhr

Hallo,
ich nochmal. Also dass die Hand aufgehalten wird kenne ich so auch nicht. Aber vielleicht sind wir einfach grosszügig :-)
Britta

Beitrag von jabberwock 17.04.11 - 13:14 Uhr

Ich muss meiner Vorrednerin zustimmen. Wenn ich an meine damaligen Umzüge denke, so war es absolut kein Problem, Freund um Hilfe zu fragen, ein Nachmittag und erledigt war's, abends noch gemütlich bei einem oder mehr Bier zusammengesessen.
Mit meinem Hausstand heute wäre es eine ganz schöne Zumutung, das als Freundschaftsdienst zu erwarten.
Und die Freunde sind ja mit mir älter geworden (ich selber kann mit 40 nicht mehr so schleppen wie mit Anfang 20 -> Rückenschmerzen), haben ganz andere berufliche Verpflichtungen, Familie etc., da lässt sich auch nicht mal eben einen Nachmittag für umme an anderer Leute Autos rumschrauben ;-)

Oder beziehst du dich jetzt auch auf jüngere Leute bei denen du es mitbekommst? Ich glaube eigentlich schon, dass sich da immer noch genauso geholfen wird #kratz

Beitrag von jabberwock 17.04.11 - 13:17 Uhr

Achso, nochwas. Die Hilfe sieht heute oft einfach nur anders aus: Zum Beispiel gibt es Freunde, die Rechtsanwalt sind oder sich mit sonst irgendwas besonders auskennen, wenn man die um Rat fragen kann, ist das doch auch wertvolle Hilfe.

Beitrag von manavgat 17.04.11 - 13:23 Uhr

Also ich bin jetzt 40 Jahre alt, und wenn ich an vor ca. 20-23 Jahren denke, dann waren Freundschaften anders...wenn z.B. jemand umgezogen ist, dann haben ALLE die Ärmel hochgekrempelt und mit angepackt, ohne dabei an Geld zu denken und waren auch da!

Wenn jemand so arm ist, dass er kein Umzugsunternehmen beauftragen kann, dann würde ich helfen und hab es auch schon gemacht. Da ich nichts tragen kann (chronisch krank), nehme ich in solchen Fällen die Kinder oder übernehme das Catering für die Helfer. Ich lehne es aber absolut ab, einen Finger krumm zu machen für Leute die sich ein Eigenheim leisten können und dann für ein Umzugsunternehmen zu geizig sind! Gab es im Freundeskreis auch schon.

Oder wenn in unserer Clique ein Auto kaputt war, hat der andere, der Schrauber oder Hobbyschrauber dem anderen das Auto repariert, ohne dafür Geld zu verlangen...so war's bei uns...

In dieser Zeit, die Du früher nennst, waren wir alle 20 Jahre jünger, hatten keine Verpflichtigungen, mehr Energie, waren überwiegend jung und gesund und hatten als Studenten keine Kohle. Dann kann es so laufen.

Heute sind wir alle voll im Job, da sind 60 Stunden in der Woche keine Seltenheit und viele können das auch körperlich gar nicht mehr leisten, was Du da erwartest.

Wenn ich ehrlich bin: diese selber-Mach-Baumarkt-Mentalität der Deutschen, bzw. die Freunde-mit-allem-möglichen-Beschäftigen-Mentalität, geht mir gewaltig auf den Zeiger. Wer genug Geld hat, der kann auch Dienstleister anständig bezahlen, anstatt zu glauben, er müsse seine Freunde ausnutzen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von gitti140471 17.04.11 - 13:36 Uhr

Ja wer genug Geld hat, kann sich auch ein Umzugsunternehmen leisten das stimmt...davon mal abgesehen, hab ich früher schon mit keinen Studenten abgehangen, sondern mit Leuten die eine stinknormale Lehre machten, so wie ich auch!
Auch heute habe ich im Freundeskreis keine Leute die Geld haben, eher im Gegenteil!
Und ums Freunde ausnutzen ist es nie gegangen, da war einer für den Andren da!

Beitrag von gingerbun 17.04.11 - 22:34 Uhr

"Ich lehne es aber absolut ab, einen Finger krumm zu machen für Leute die sich ein Eigenheim leisten können und dann für ein Umzugsunternehmen zu geizig sind! Gab es im Freundeskreis auch schon."
So seh ich das auch. Hab es selbst erlebt.

Beitrag von chili-pepper 17.04.11 - 14:00 Uhr

Beispiel:

wir fanden einen riesigen, montierten eßtisch, welchen wir haben wollten.
sofort zum mitnehmen versteht sich.
tisch gekauft, musste aber für den transport natürlich zerlegt werden.
mist, mangels werkzeug haben wir das natürlich nicht hinbekommen.
freund angerufen, welcher mit seiner familie on tour war.
gebeten, dass er zu uns heim fährt, gesagt wo der ersatzschlüssel zu finden ist, er möchte bitte den werkzeugkoffer holen, zu unserem standort fahren, mit uns den tisch zerlegen, zu uns fahren, ins haus tragen und wieder aufbauen.

war gar keine diskussion, ist sofort losgerauscht.

oder notfallmäßig ins krankenhaus.
oder pc reparieren
oder
oder
oder

doch, wir haben noch freunde.
die werden aber auch immer von uns gut bekocht oder können uns als babysitter nutzen.

#winke

Beitrag von sassi31 17.04.11 - 21:42 Uhr

Interessantes Beispiel. Das hätte bei uns wie folgt ausgesehen: Einer fährt heim und holt den Werkzeugkoffer selber. Der Andere bleibt beim Tisch. Dafür hätte ich niemals einen Freund belästigt. Schon garnicht, wenn der mit Familiie auf Tour ist.

Beitrag von chili-pepper 18.04.11 - 07:30 Uhr

Tja, hättest Du.
Aus irgendwelchen Gründen haben wir halt nicht und es wurde ein total lustiger Abend.
Du hättest ihn verpasst, wir hatten Spaß. :-p

Beitrag von chili-pepper 18.04.11 - 07:33 Uhr

P.S.
Ich bewundere Dich, dass Du ein tonnenschweres Teil alleine mit deinem Mann abbauen - transportieren - aufbauen kannst.

Für manche Möbelstücke bin ich armes Häschen halt zu schwach, da müssen die Männer ran.

Wie schön, dass wir sie haben. :-p

Beitrag von manavgat 18.04.11 - 08:25 Uhr

Dienstleister sind insgesamt kostengünstiger, wenn es nur darum geht, Möbel aufzubauen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kikaninchen 17.04.11 - 14:17 Uhr

Hallo!

Hmm, ich hab mir die Antworten jetzt mal durchgelesen und ich gehe mal weg von der "beim Umzug anpacken" und "Auto reparieren" Schiene.

In meinem Freundes - und Bekanntenkreis hat sich in den letzten Jahren z.B. eine kleine Umzugslawine gelöst. Aus beruflichen oder privaten Gründen. So wohnt meine beste Schulfreundin jetzt 130km weit weg und mein guter Kumpel, mit dem ich zu unseren Singlezeiten oft die mehrere Abende in der Woche verbracht habe, lebt ebenfalls weit weg.
Da kann man nicht mal eben springen, wenn mal ein Zimmer tapeziert werden muss oder das Auto den Geist aufgibt oder ein Notfallbabysitter gebraucht wird.
Das die Kontakte aber trotz der Entfernung und der veränderten Familiensituationen halten: DA zeigt sich für mich der wahre Wert dieser Kontakte.
Man weiß trotzdem Bescheid, wie es beim Anderen aussieht, wie es im Job läuft oder wie es den Kindern geht. Und man versucht sich trotz der Entfernung wenigstens an den Geburtstagen zu besuchen und auch mal am Wochenende außer der Reihe und so.

Außerdem denke ich, dass mit dem Wort "Freundschaft" viiieeel zu leichtfertig umgegangen wird.
Ich habe einen Menschen, den ich als Freund bezeichne. Meinen besten Freund. Vielleicht noch die o.g. Schulfreundin. Das hält einfach schon so lange und man weiß soviel voneinander und redet noch so offen - ja, ich denke auch sie verdient die Bezeichnung Freundin.

Das wars. Obwohl mein "Kreis" auch nicht klein sind. Aber das sind eher Kumpels, gute Bekannte, "Mütterfreundschaften" etc.
Eine "ECHTE" Freundschaft, wie Du schreibst... Sowas ist ganz, ganz selten.
Und sowas lässt sich auch nicht an Umzugshilfe o.ä. messen.
Wohl aber an Deinem Beispiel, dass für alles die Hand aufgehalten wird. Wenn ich in einer echten Freundschaft etwas gebe, dann verlange ich nichts dafür. Einfach weil ich weiß, dass es mir auf irgendeine Weise mal zurück gegeben wird. Oder vielleicht war ich sogar selbst diejenige, die schon vor Längerem etwas bekommen hatte.
Und dabei meine ich nichts Materielles oder praktische Hilfe beim Ausfüllen der Steuererklärung oder so. :-)
Echte Freundschaft begründet sich für mich auf absolutem Vertrauen.
Wenn ich diesem Menschen etwas sehr Vertrauliches erzähle, dann kann ich mich darauf verlassen, dass es bei diesem Menschen bleibt.
Ich kann mich sogar darauf verlassen, dass er es selbst dem eigenen Partner/der Partnerin nicht erzählt.
In einer echten Freundschaft muss man nicht groß darüber nachdenken was man sagt oder wie man sich gibt.
In einer echten Freundschaft ist es egal, ob alle drei Tage miteinander telefoniert oder nur alle drei Monate mal -wenn es brennt kann man selbst nachts um drei anrufen und sagen: Bitte komm!
Und der Freund kommt. Oder man selbst düst los, wenn es der Freund ist, der einen braucht.
In einer echten Freundschaft kann man um Dinge bitten, um die man sonst niemanden bitten würde.
Und in einer echten Freundschaft kann man auch mit einem ehrlichen und begründeten"nein" umgehen ohne sauer oder enttäuscht zu sein.
Echte Freundschaft verträgt kontruktive Kritik ohne gleich eingeschnappt zu sein.
Ein echter Freund macht auch den Mund auf, anstatt hinter dem Rücken darüber zu reden.
In einer echten Freundschaft gibt es keinen Loyalitätskonflikt.
Ein echter Freund nutzt Dich nicht aus und lässt sich nicht ausnutzen.
Echte Freundschaft verträgt auch mal unterschiedliche Meinungen.

Eine echte Freundschaft kann eine innigere Beziehung sein, als eine Partnerschaft. Einfach weil Freundschaft eine ganz andere Art von "Liebe" ist, die sich nicht nach dem Einkehren des Alltags und dem Davonfliegen der Schmetterlinge abnutzt.
Eine echte Freundschaft hält, wenn es wirklich Eine ist, im Idealfall wirklich ein Leben lang - ohne ernsthafte "Abnutzungserscheinungen". Sie verändert sich nur mit den Jahren und passt sich an.
Wieviele Beziehungen schaffen das?

Echte Freundschaft ist absolut selten!! Ich denke, dass war aber schon immer so.
Viele gehen mit dem Begriff einfach nur zu verschwenderisch um.

Ich hatte Glück. Ich habe so einen Freund. Einen! Einen, in einem großen Kreis von Menschen mit denen ich gern zusammen bin, die gern mit mir zusammen sind, mit denen gern Zeit verbracht und auch mal Ernsteres besprochen wird, denen man gern beim Umzug mit anpackt oder hilft die Geburtstagsparty vorzubreiten, die man oft anruft und fragt wie es geht, an deren Leben, Partnerschaft, Job, Kinder... man Anteil nimmt usw. usw. usw....

Einen! Einen, mit dem ich nicht reden muss.

Sowas baut sich nicht in sechs Monaten auf. Sowas wächst über Jahre.
Und es wächst weiter!

Wenn ich hier lese, wie schnell manche eine "supertolle Freundin" gefunden haben, weil sie sich ein paar Mal in einer Krabbelgruppe bei ihr über den Ehegatten beschwert haben, kann ich nur müde lächeln.

So Schluß jetzt. :-)

Schönen Sonntag noch

Beitrag von dominiksmami 17.04.11 - 14:20 Uhr

Huhu,

hmmm ich resümiere ( oder wie das auch immer geschrieben werden möchte *g*) mal die letzten 2 Jahre.


Wir hatten plötzlich eine nasse Wand in der KÜche #schock#schock

ich habe mit meiner besten Freundin telefoniert und deren Mann hat zu Hause alles stehen und liegen lassen und ist her gekommen ( hat reichlich Ahnung in Sachen Heimwerkern und arbeitet im Baumarkt), hat festgestellt worans liegt und am selben Nachmittag noch mit meinem Mann die Fliesen im Bad abgemacht ( so das man sie wieder verwenden konnte) die Duschwanne neu abgedichtet, die Wand gereinigt und die Fliesen neu angebracht....tada...Wände trocken.


Dann erfuhr ich das ich schwanger bin.

Meine Freundin hat ihre eigenen Sachen ( Job, Haushalt, 3 Kinder) hinten angestellt und mir durch die erste schwere Zeit geholfen ( waren uns nicht sicher ob wir die Kleine behalten um es ganz kurz zu erklären).

Dann hat ihr Mann seinen Jahresurlaub extra so gelegt das er mit meinem Mann zusammen hier umbauen konnte ( zwei Zimmer im Dachgeschoß neu ausgebaut und das Kinderzimmer auf der 1. Etage renoviert).

Da ich ja zum größten Teil hochschwanger war, bzw. später die Kleine da war hat meine Freundin mir geholfen alles wieder zu putzen und was noch alles so anfällt bei so einem Umbau etc.


Die beiden haben also ihren Familienurlaub sausen lassen um uns zu helfen!!!



Tjoa....das sind nur mal die beiden markantesten Beispiele aus der letzten Zeit.

Wir machen sowas umgekehrt natürlich genauso.

Aber auch bei alltäglichen Kleinigkeiten funktioniert das.

Vorgestern z.B. konnte meine Freundin zu Hause nicht mehr drucken, sie mußte aber etwas wichtiges ausdrucken und verschicken. Das hat sie dann einfach mir per Mail geschickt, ich habs neu formatiert, ausgedruckt und ihr rüber gebracht (sind ja nur 12 Km).

Wir sind jetzt seit 24 befreundet und ich finde unsere Freundschaft sehr echt.

lg

Andrea

Beitrag von arienne41 17.04.11 - 14:22 Uhr

Hallo

Ich habe eine echte Freundin :-).

Es ist ein geben und ein nehmen bei uns.

Beispiele: Sie mußte vgor 1 1/2Jahren von jetzt auf gleich ins KH.
Da es einfacher für alle war zog och bei ihr ne Woche ein :-)

Sie rief mich total aufgelöst an, ich sagte das wir es hinbekommen und sie sich keine Sorgen machen soll.

Nun hat sie eine schwere Zeit gehabt und noch vor sich.

Ich hatte ihre Kinder oder fuhr auch mit zu ihrer Mutter (wir kennen uns gut, Platz war da) denn sie wollte die Kinder nicht nur allein lassen und brauchte die Kinder vielleicht als "Anker". Ich kümmerte mich da um die Kinder und sie konnten alle nötigen Dinge erledigen.

Ja, mein Sohn und ich waren eingeladen und wir bekamen Kost und Logie frei.

Oder ich mußte arbeiten sie hatte schon Urlaub der Kiga war zu und auch da wohnten wir die Woche da und sie betreute ganz selbstverständlich mit.

Ich zog um hatte keine Leute und sie schrieb ne Rundmail an alle aus dem Motorradclub und alle die Zeit hatten waren da. Es waren Leute dabei die ich nicht kannte aber sie halfen.

Ich bin AE und mir kann mal was passieren und ich muß ins Kh was meinst du wer sich um meinen Sohn kümmern wird. :-) Ja sie "Meine Freundin" und das ohne diesen kram "oh paßt gerade nicht, oder naja wenns nicht anders geht usw.

Wir haben uns mal so an den Köpfen gehabt das ich dachte das war es nun:-) aber mein Sohn hatte ein paar Tage später Geburtstag und sie kam mit ihren Kindern nahm mich in den Arm und sagte "Die Kinder können nichts dafür das wir Alten rumzicken" und alles war gut und wir beide erleichtert.

Nun fahre ich aber mit den 3 Kindern ihre und meine auf den Spielplatz und dann wieder zu ihnen Kinder abliefern und grillen.

Es Geht nicht um Geld und wir rechnen nichts auf.

Irgendwie wird es sich schon die Waage halten mal mehr zu der einen Seite mal zur anderen

Beitrag von arienne41 17.04.11 - 14:25 Uhr

Es sind nicht nur die Kinder aber die Kinder sind uns eben wichtig, auch zum auskotzen sind wir füreinander da :-)

Beitrag von asimbonanga 17.04.11 - 15:26 Uhr

Hallo,
ich finde auch ,das sich das im Laufe der Zeit wandelt.Freundschaftsdienste verändern sich.
Umzüge und Autoreparaturen sind doch irgendwann finanziell kein Problem mehr.Genau wie Renovierungen.Wenn eine Single Freundin Probleme mit ihrem Computer hat hilft mein Mann , wenn Freunde mit Kindern umziehen, koche ich an dem Tag für sie -aber richtig schwere körperliche Arbeiten machen wir nicht mehr.
Ab einem gewissen Alter ist man beruflich und familiär so eingespannt, das man froh ist, noch halbwegs regelmäßig, die mittlerweile erheblichen Entfernungen für Besuche einzuplanen.Natürlich gibt es diese Gefälligkeiten mittels Empfehlung , Beziehungen oder Kontakte herstellen zu helfen.

L.G.

Beitrag von gothic- 17.04.11 - 15:44 Uhr

hallo.

leider sind freundschaften schon lange nicht mehr das was sie mal waren.heute denkt jeder nur noch an sich.mitgefühl kommt nicht mehr vom herzen sondern vom verstand,der uns sagt das wir das fühlen müssen.

es gibt in der ganzen masse nur noch sehr wenige menschen die wirlich noch wahre gefühle haben.leider ist das realität.

eine wahre freundschaft ist für mich,bedinungslose verlässligkeit beider seiten.ein ständiges geben und neben ist sehr wichtig in einer freundschaft.was man heutzutage findet ist fast nur noch nehmen.ich selbst habe nur eine person in meinem freundeskreis wo das geben und nehmen noch da ist.auf die ich mich verlassen kann und die für mich da ist wenn ich jemanden brauche.andersrum ist es genauso.

wir fallen leider immer wieder auf die nase bei der wahl unserer freunde.es gehört zum leben dazu.ob es uns nun gefällt oder nicht,aber wir lernen zum glück irgendwann daraus.bei dem einen dauert es nur eben etwas länger als bei dem anderen :-)

lg und noch einen schönen sonntag

Beitrag von sneakypie 17.04.11 - 18:21 Uhr

>>es gibt in der ganzen masse nur noch sehr wenige menschen die wirlich noch wahre gefühle haben.leider ist das realität.<<

Sorry, aber das ist doch typisch schwarzer Emokitsch. Solange ein Mensch keine speziellen Hirnschädigungen hat, "produziert" sein Gehirn auch Gefühle, seien sie positiver oder negativer Natur. Das ist nicht beschränkt auf Personen mit schwarzer Kleidung, die zu ASP im Kreuzschritt tanzen.

Nichts für ungut.

Gruß
Sneak

Beitrag von mamavonyannick 17.04.11 - 19:28 Uhr

Hallo,

nein, das kann ich nicht bestätigen. Wir haben tolle Freunde und die Freundschaften basieren nicht auf finanziellen Mitteln.

vg, m.

Beitrag von susisuper10 17.04.11 - 20:03 Uhr

meine Kinder haben jedenfalls 500 Freunde auf facebook....
Ich habe nur wenige echt, aber die würden für mich alles tun- und ich für sie auch!

Beitrag von gingerbun 17.04.11 - 22:31 Uhr

Hallo,

also ich muss mal speziell etwas zu dem Thema Umzug in unserem Alter sagen: Ich bin 37 und mein Mann 41. Unser Freundeskreis ist auch so in dem Alter. Ich habe früher sehr oft und sehr gern bei Umzügen geholfen. Es hat einfach immer unheimlich Spass gemacht. In unserem Freundeskreis haben sich letztes Jahr 2 Paare ein Haus gekauft bzw. eine Eigentumswohnung. Bei beiden hat mein Mann beim Umzug geholfen und lag dann mit "Rücken" flach. Ich finde dass man in dem Alter und sowieso man sich ein Haus gekauft hat, den Tausender auch noch hat um den Umzug machen zu lassen. Als wir in unser neues Heim gezogen sind hätte ich im Leben nicht daran gedacht meine Freunde zu bemühen uns beim Umzug zu helfen. Ich weiss ja, wie alle beruflich eingespannt sind ..

Ich bin - seit ich Familie habe - weitaus weniger mit meinen guten Freunden zusammen da es der Alltag einfach gar nicht zulässt. Ich finde dass man vor Jahren eh noch mehr Zeit hatte. Und um einmal Dein Beispiel aufzugreifen: Mein Mann hätte unter der Woche gar keine Zeit jemandem das Auto oder das Fahrrad zu reparieren.. Ich denke einfach dass sich die Zeiten geändert haben. Leider ist es bei vielen stressiger geworden.

Gruß!

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