sprachentwicklung 2jahre alt

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von pmkatrin 17.04.11 - 19:07 Uhr

hallo zusammen

ich hab da mal eine frage zu euren erfahrungen, was das sprechen angeht.

mein kleiner ist gerade 2 geworden und kann noch nicht richtig sprechen, nur sehr wenige worte und das wars...klar, es gibt spätzünder und auch ruhige kinder.....als ruhig würde ich ihn nicht bezeichnen, er plappert wie ein wasserfall, aber man versteht ihn nicht. da kommen manchmal ewig lange sätze und man versteht davon vielleicht ein bis zwei worte......er hat ne mimik und gestik die auch echt der hammer ist, das sagen sogar seine kita-erzieher...aber das artikulieren klappt irgendwie nicht. er versteht auch sehr viel....wenn er auf bestimmte dinge zeigen soll, staune ich immer wieder, wieviel er kennt...aber selbst aussprechen, geht nicht.....
man hat uns zwar gesagt, dass das jetzt noch nicht unbedingt schlimm ist, bei manchen kommts halt später....aber man fragt sich halt doch, was man noch besser machen kann und woran es liegen könnte. er singt auch wunderbar, hält melodien mit jedem ton...die worte sind dann eher nur die vokale, zwar an der richtigen stelle, aber einen text versteht er nicht....witzig ist auch, dass er sich in der kita wunderbar mit anderssprachigen kindern verständigt und weiß, was die von ihm wollen....aber warum spricht er nicht?.....er will ja auch und strengt sich an, aber es klappt halt nicht...

wer kennt das auch und kann mich vielleicht beruhigen? machts auf einmal 'klick' und es sprudelt aus ihm raus?
mich würden da mal eure erfahrungen mit 'spätzündern' interessieren.

ach ja, hören tut er wie ein luchs, das ist also auch keine gehörfrage....

bin gespannt, was ihr berichten könnt.

lg
katrin

Beitrag von cherry19.. 17.04.11 - 19:45 Uhr

Hallo Katrin,

naja, mach dich jetzt mal nicht verrückt. Mit Zwei gehört er meines Erachtens sicher nicht zu den Spätzündern, weil er noch nicht richtig sprechen kann ;-)

Meine Tochter wird Ende Juni 2 und so, wie du deinen Sohn beschrieben hast, trifft das auch auf sie zu. Sie labert da Sätze runter in ihrer Babysprache und schaut dabei, dass man sich wegschießen könnte vor Lachen.

So, nun mal zu was, was interesant ist:

Mein Sohn wird am Donnerstag 4. Er hat auch mit ca. 2 erst richtig angefangen, loszulegen. Aber frage nicht, wie! Mit einem Mal schossen da Sätze aus seinem Mund, da is mir teilweise die Kinnlade runtergefallen. Er gehört zu der Kategorie Mensch, der erst etwas tut, wenn er weiß, er kann es. Daher hat er die ganzen zwei Jahre aufgesaugt und als er wusste, wie es geht, gings los. Er ist dann mit 2,5 Jahren in den Kiga gekommen und die Kiga-Gärtnerinnen meinten, was ich mti dem Kind angestellt hätte, sowas hätten sie noch nicht erlebt. Wie er redet, wäre der absolute Hammer. Wie oft wurde ich von fremden Leuten angesprochen, weil er gesprochen hat, wie ein Alter, als er drei war. Und jetzt wird er Donnerstag 4 und quatscht echt, wie ein Erwachsener (das bereits schon viel eher). Er macht gramatisch KEINE Fehler mehr, alles super.

So, und meine Tochter das gleiche. Wenn ich mit ihr "übe", spricht sie nur nach, wenn sie Lust hat, dabei kann sie so einiges.

Vorhin lag sie iim Bett und hat ihre Stoffpuppen entdeckt. Ich hätt mich wegbrüllen können.. Da hat sie sich mit ihren Puppis unterhalten. Total der Burner.. "Puppi?... Klo????.. Hopp-Hopp!!!".. Dann hat sie ihre Puppi genommen, sie hingesetzt und ein Pippi-Geräusch gemacht.. Danach hat sie sie wieder genommen, hingelegt, Decke drüber und meinte: "So! Heia!".. Total geil, denn sowas hab ich noch nicht erlebt bei ihr.

Sie spricht halt Mama, Papa, Puppe, Ball, Auto, Klo, Bär, Teddy.. usw... Abe sie tut diese Dinge auch nur, wenn sie will. Ein neues Wort kommt wohl bei ihr auch erst, wenn sie sich ganz sicher ist, dass sie es kann.

Vielleicht bei euch genauso.

Keine Sorge. Kommt ganz sicher. Und dafür dann auf einmal ;-)

Beitrag von haruka80 17.04.11 - 19:47 Uhr

Hallo Katrin,

also n Spätzünder ist dein Sohn auf keinen Fall, er ist ganz normal entwickelt.
Kinder mit 2 Jahren sollen zwischen 50-500 Wörter können, bei weniger wird n Hörtest vom Ki.Arzt meist vorgeschlagen und nach nem halben Jahr soll man zur Kontrolle kommen.
Mein Sohn wird Mittwoch 2 und er spricht etwa 60 Wörter und n paar 2-Wort-Sätze. Er plappert den ganzen Tag, viel verstehen tu ich davon nicht, aber ich mach mir da keine GEdanken.
Er ist aus meiner Erfahrung und der Ki.Arzt hats bei der U7 bestätigt genau richtig entwickelt-er versteht ja alles.

Es gibt natürlich Kinder, die schon viel sprechen, oft sind diese motorisch nicht so fit oder waren langsamer. Außerdem ists bei den Kindern so, dass sie im 3. Lebensjahr kaum Fortschritte in ihrer Entwicklung machen, weil sie vieles schön können, oder sie holen motorisch noch was auf. Bei wenig sprechenden Kindern kommt im 3. Lebensjahr irgendwann der "klick" und sie sprechen los, meist sogar ganz richtig alles dann, der passive Wortschatz ist schließlich riesig.

Wenn dein Sohn mit 3 noch kaum spricht, würde ich von Spätzünder oder nicht altersgerecht entwickelt sprechen, aber selbst da gibts Logopädie als Möglichkeit. Es ist alles gut, setz dich und deinen Sohn nicht unter Druck, es wird alles kommen!!!

L.G.

Haruka

Beitrag von pmkatrin 17.04.11 - 21:00 Uhr

hallo mädels,

danke für eure erfahrungsberichte...da bin ich mal auf das 'klick' gespannt.
unter druck setze ich mich nicht und erst recht nicht meinen kleinen. aber man fragt sich halt eben doch...und der Kinderarzt hat halt ein defizit festgestellt, bei der U7 war der kleine 23monate und der doc meinte auch an die 50 worte sollte er können und da behaupte ich die kann mein sohn nicht. also keine 50 worte die jeder als das was heißen soll erkennen könnte. er hat eben zum teil seine eigenen begrifflichkeiten, von denen wir wissen, was es heißen soll (Bsp joghurt heißt bei ihm gogo)....und so ein wort zählt nach ansicht des arztes nicht als wort.....im kindergarten heißt es, dass er sich wunderbar non-verbal verständigen kann, er beginne jetzt sich zu artikulieren, könnte aber schon weiter sein (siehe andere kinder) ...es wäre aber nicht bedenklich, in einem halben jahr soll das nochmal reflektiert werden und dann sollte man an einen logopäden denken....und da hat man immer schiß...was wenn sich nichts tut, ein halbes jahr ist immer so schnell vorbei.....

ich hoffe auf das beschriebene 'klick' und bin gespannt....vielleicht kann er dann wirklich alles gut oder sogar schon ne fremdsprache, die er im kindi gelernt hat *lol*...

vielen dank fürs beruhigen!

lg
katrin

Beitrag von dydnam 17.04.11 - 21:16 Uhr

Silas war auch so ein Sorgenkind. Wir hatten immer den Vergleich zu der Tochter meiner Cousine, die ist zwar 3 Monate älter und ein Mädchen, aber die Unterschiede zu unserem Bengel waren der Wahnsinn. Die hat gequatscht, als wenn es kein Morgen mehr gäbe. Wenn sich Silas ein "ja" rausgequält hat, dann war das schon was. Mit gerade 2 kamen wir vielleicht auf 20 zu verstehende Wörter, beim Rest musste man schon wissen, was gemeint ist. Den Großteil teilte er uns per Handzeichen mit (schon Wahnsinn, wie kreativ Kinder in der Hinsicht sein können). Passiv wusste er aber was was ist.

Generell ist er aber auch eher der Motoriker.


Der Umschwung kam dann, als meine Cousine mit ihrer Tochter notgedrungenerweise für einen Monat bei uns unterkommen musste. Da hat er glaube ich das erste Mal mitbekommen, dass sie sich uns mit Sprache besser mitteilen kann, als er mit Handzeichen. In dieser Zeit hat er einen wahnsinnigen Sprung gemacht. Das haben sie sogar im KiGa bemerkt. Mittlerweile (er wird in 2 Monaten 2 1/2) quatscht er zwar oft immer noch undeutlich, aber 2-und 3-Wort-Sätze sind schon oft dabei. Und wiederholen tut er auch alles, was man ihm vorspricht.

Im KiGa hatten sie uns übrigens vorher mal gesagt, dass man vor dem 3. Lebensjahr nichts unternehmen würde. Erst, wenn dann immer noch keine Sprechambitionen vorhanden wären, hätte man entsprechende Therapievorschläge gemacht.

Also, mach dir keinen Kopf. Das kommt alles noch. Und dann meist ganz schnell.


Liebe Grüße

Mandy mit
Silas (*06.12.08) und Tamino (*12.06.10) an der Hand und 3 #stern (Okt. 2007, April 2009, Februar 2011) im Herzen

Beitrag von sunflower.1976 17.04.11 - 21:27 Uhr

Hallo!

Noch brauchst Du Dir meiner Meinung nach nicht so viele Gedanken machen. Allerdings sollte sich in den nächsten Wochen und Monaten die Sprache deutlich verbessern und neue (für alle verständliche) Wörter hinzukommen.

Mein großer Sohn war so ein Spätzünder und das "Klick" kam bei ihm nicht. Es waren einige Arztwechsel nötig, bis wir ernst genommen worden sind und er endlich um den 3. Geburtstag herum Logopädie bekam. Er ist jetzt knapp 6 Jahre alt, die logopädische Behandlung ist in ein paar Wochen (vorerst) beendet und er darf die Regelschule besuchen. Er hat(te) eine Spachentwicklungsverzögerung ( universelle Dyslalie und Dysgrammatismus, d.h. er konnte viele Laute nicht bilden und keine korrekten Sätze sprechen). Dabei war sein Gehör immer vollkommen in Ordung und auch seine sonstige motorische und geistige Entwicklung normal bis sehr gut. Mein Sohn hatte anfangs wenig Kontrolle über seinen Mundraum, d.h. er konnte die Wörter gar nicht aussprechen und hat teilweise Silben als Ersatz für das wirkliche Wort gesprochen (z.B. Tata für Traktor usw.).

Ist denn mal ein Hörtest gemacht worden? Es kann z.B. passieren, dass nach einer Mittelohrentzündung Flüssigkeit hinterm Trommelfell zurückgeblieben ist (die MOE kann auch nur leicht gewesen sein, dass sie gar nicht entdeckt wurde). Dann hören die Kinder "verwaschen" und können nicht richtig sprechen lernen. Sie verstehen die Eltern zwar, aber die Wörter sind für sie undeutlich und daher nicht sprechbar.

Du kannst viele Spiele machen, bei denen Dein Sohn ein Beewusstsein für seinen Mundraum entwickelt und dabei die Mundmuskulatur kräftigt.
Beispiele:
- mit dem Strohhalm trinken oder Blubberblasen im Glas machen
- Wattebällchen pusten
- Klecks stark verdünnte Wasserfarbe auf ein Blatt Papier tupfen und mit den Strohhalm verpusten lassen
- Gummibärchen o.ä. mit den Lippen vom Tisch aufsammeln
- Grimassen schneiden vorm Spiegel.

Du schreibst, dass Dein Sohn sich Mühe gibt zu sprechen, aber es nicht klappt. Daher würde ich nicht allzu lange warten und genau untersuchen lassen, woran es liegt (ggf. in der Pädaudiologie). Denn wenn ein Kind beim Sprechen lernen überhaupt keine Probleme hat, muss es sich auch nicht dafür anstrengen. KLingt jetzt blöd, aber ich seh den Unterschied zwischen meinen Söhnen. Mein großer Sohn musste sich für´s Sprechen lernen sehr anstrengen und bei meinem kleinen Sohn funktioniert es ganz mühelos und ohne Anstrengung für ihn. Für Vokale braucht man weniger Lippen- und Zungenspannung als für die meisten Konsonanten. Das könnte (nicht muss!!!) ein Zeichen sein, dass Dein Sohn eine nicht ganz ausreichende Kontrolle über seine Lippen- und Zungenmuskulatur hat und auch die Muslulatur nicht kräftig genug ist.

Daher...wenn sich nicht bald was ändert, könnte eine genaue Diagnostik sinnvoll sein um nicht wertvolle Zeit beim Spracherwerb zu lernen. Logopäden können den Eltern von sehr kleinen Kindern gute Tipps geben, wie die Sprache im Alltag spielerisch angeregt werden kann und der Mundraum wahrgenommen werden kann. Das kann eine gute Vorarbeit sein falls (!) mit drei Jahren doch eine logopädische Behandlung nötig sein sollte.

Wie gesagt...mach Dich nicht nicht zu sehr verrückt, warte aber auch nicht zu lange ab.
ich drück Dir die Daumen, dass es bald "klick" macht und Dein Sohn die Sprache für sich entdeckt.

LG Silvia

Beitrag von cb600 17.04.11 - 21:59 Uhr

Hallo Katrin,

sag mal: bist du sicher, dass dein Kind gut hört? Wenn du sagst, dass man beim Singen nur die Vokale versteht... dann drängt sich mir sofort der Verdacht auf, dass eine Problematik beim Hören (Schwerhörigkeit von bestimmten Frequenzen) besteht!
Mach doch mal einen Termin beim HNO oder Phoniater und lass abklären, ob mit den Ohren alles ok ist.

Alles Liebe,
cb

Beitrag von pmkatrin 18.04.11 - 10:48 Uhr

hallo
vielen dank für deinen hinweis, aber am hören liegt es sicher nicht, denn er hört wie ein luchs...

wenn ich sagte nur die vokale sind zu hören, dann meine ich, dass es das ist was er spricht, denn rest singt er jeden ton genau nur mit fantasieworten oder summen....also es sind keine lücken, nur spricht er den text eben nicht wie er sein sollte.

wir werden aber alles abklären lassen, wenn es ums tatsächliche eingreifen geht. laut arzt ist er gesund und auch mit den ohren war immer alles bestens...nur das defizit in der sprachentwicklung hatte er angesprochen....

vielen dank nochmal
lg katrin

Beitrag von shiningsun 18.04.11 - 01:36 Uhr

Meine Kleine hatte am Donnerstag mit ihren 23 Monaten Mutter-Kind-Pass-Untersuchung. und das einzig sehr auffällige war auch ihr "Nicht-sprechen-wollen". Sie schafft nicht ganz 30 Wörter, keine 2-Wort-Sätze bis jetzt.

Der KiA meinte auch, sie habe ein hlbs Jahr Schonfrist, aber bis dahin tut sich bestimm was... mal sehen.
Meine Große hat mich mit einenhalb Jahren schon mit 3-Wort-Sätzen niedergeredet!
Aber dafür liebt Enya Perlenketten zu fädeln, Roller fahren, Klettern immer und überall... sie hat anscheinend ganz andere Interessen. Und mit Handzeichen schafft ie auch wirklich alles zu bekommen!


Lassen wir uns einfach von unseren Kids überraschen!

LG Viola mit Fiona*2.3.07 und Enya*28.5.09

Beitrag von pmkatrin 18.04.11 - 10:50 Uhr

das machen wir....und ich sag immer, sprechen hat noch jeder gelernt, wenn er nicht gerade hörprobleme hat, oder? ;)

meiner war dafür auch früh auf den beinen und klettert und läuft schon rum wie ein alter ;)

lg katrin