HILFE!!Blähungen nach Geburt durch Hormonumstellung???!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von sophie-julie 17.04.11 - 20:17 Uhr

Hallo,

meine Maus ist 11 Tage alt und hat -besonders abends!!?!- Probleme mit dem Blähbauch und Stuhlgang und irgendwie alles was im Bauch passiert.
Vermutlich die nun doch (nicht) existierende 3-Monats-Kolik. KOMISCH ist nur, dass ICH AUCH plötzlich Probleme mit der Verdauung habe. Also leichte Magenkrämpfe, pupsen und Verstopfung(!). Ich hatte sonst fast nie
Probleme. Die Kleine hatte auch keine Probleme in den ersten 6 Tagen, erst seit 4-5 Tagen weint sie, auch krampfhaft#heul:-(#schmoll.

Meine Hebamme meinte, es gibt da vielleicht einen Zusammenhang.
Vielleicht durch die Hormonumstellung?! Essen tu ich echt vorsichtig, trinke 2-3 Liter Fencheltee, Vollkornbrot/Sandwich, Apfel und Banane,
koffeinfreier Kaffe (1Tasse),...

Weiß jemand, ob so eine Hormonumstellung bei Mutter und Kind gleichzeitig sowas bewirken kann#kratz?? Ohje,...ich wünschte, ich könnte es ändern...die arme Süße...*Gott sei Dank(!) ist sie die meiste Zeit sonst ruhig und am Schlafen#verliebt!

DAAANKEE
Sophie

Beitrag von munirah 17.04.11 - 20:21 Uhr

Bei Müttern ist es auf jeden Fall normal, wobei ich das am schlimmsten den zweiten tag nach der Geburt hatte. Der Darm hat plötzlich mehr Platz als zuvor, und die gesamte Verdauung muss erst wieder richtig in Schwung kommen.

Beitrag von sophie-julie 17.04.11 - 20:25 Uhr

Und das kann sich auch aufs Kind übertragen? Weißt du das?
Oh man, eben dachte, sie muss erbrechen!Und das mit 11 Tagen :-(!
Die Milch kommt auch durch die Nase....boah... naja, bestimmt is es normal und ich bin so besorgt, weils Nr. 1 ist.

Beitrag von munirah 17.04.11 - 20:57 Uhr

Ein Baby muss das Verdauen doch erst lernen. Die einen trinken zu wenig, die anderen trinken gut und viel, dann ist auch schon mal der Magen und der Darm durcheinander. Das mit der Milch aus der Nase kenne ich von meiner Kleinen... Sie hat von Anfang an super getrunken, da kam überall wieder was raus! Aber mach dir nicht zu viele Sorgen. Babys haben anfangs Reflexe, die sie schützen.

Beitrag von steffi0413 19.04.11 - 00:37 Uhr

Hallo Sophie,

was Deine Probleme betrifft: nimmst Du vielleicht Eisen? Apfel, Banane wirken zB. stopfend und zu viel Fencheltee kann sogar Pobleme bei Dir bzw. auch bei der Kleinen verursachen. Du solltest davon nicht mehr als max. 3-4 Tassen pro Tag trinken.
Die Hormonumstellung verursacht normalerweise keine Verdauungsprobleme. #kratz

Ich würde mal ein paar Fragen stellen um die evt. Ursachen bei den Kleinen zu finden:

Was passiert genau wenn die Kleine Blähungen, Bauchschmerzen hat? Beruhigt er sich dann an der Brust?

Kann nicht sein, dass dein Milchspendereflex zu stark ist? Verschluckt sie sich oft beim Stillen?

Ist sie korrekt angelegt? Schluckt sie nicht Luft beim Trinken? Hörst Du kein "Schmatzgeräusch" oder ähnliches, was darauf deuten würde, dass das Vacuum unterbricht?

Wie oft trinkt sie in 24 Stunden?

Verwendet ihr Flasche, Schnuller, Stillhütchen?

Bekommt sie noch etwas ausser Mumi (Tee, Wasser, Pre)?

Spuckt sie viel? Wenn ja, frische Milch oder eher halbwegs verdaute?

Wie schaut ihr Stuhl aus?

Nimmt sie Vitamin D Tabletten?

Viele Babies sind abends sehr unruhig, schreien viel, beruhigen sie sich nur an der Brust. Das bedeutet nicht unbedingt Bauchschmerzen (Bauchschmerzen kommen eher tagesüber verteilt vor und die Kleinen beruhigen sich oft an der Brust auch nicht), oft sind die Kleinen schon sehr müde und deshalb auf alles empfindlich, fühlen sie sich nur an der Brust wohl. :-)
Wenn sie sich also an der Brust beruhigt, lege sie ohne Bedenken immer an, wenn sie sucht, unruhig wird. Stillen hat eine schmerzmildernde bzw. verdauungfördernde Wirkung.

LG
Steffi

Beitrag von sophie-julie 19.04.11 - 12:24 Uhr

Hi Steffi!

Wow, soviel zu lesen und richtig interessant...also:
Ich nehme kein Eisen und esse 2x Obst am Tag. Fencheltee trinke ich recht viel - 6 Teebeutel (2 pro Liter). Könnte es denn daran liegen?

An der Brust ist sie viel entspannter und sie könnte so den ganzen Tag trinken und nuckeln. Davon halte ich nicht viel, denn immer neue Milch im Magen ist nicht gesund, außerdem möchte ich ihr langsam einen ungefähren Rhythmus angewöhnen und die "Probleme" mit stillen / Nahrung zu lösen...?? Weiß nicht... Deshalb gebe ich ihr einen
Schnuller, Kirschkernkissen und wir kuscheln dann. Das hilft auch schon viel#schwitz.

Ja, ich benutze Stillhütchen und da schmatzt sie manchmal - denke mal, sie saugt Luft mit ein. Ich versuche das zu verhindern, indem ich darauf achte das Hütchen und Kind richtig anliegen.

Vitamin D -ja. Wieso?
Zusatznahrung nein.
Spuchen ja, aber nicht auffällig viel.Kann nicht sagen ob frische Milch. Sie macht schlecht Bäuerchen (also rülpsen;-))
Der Stuhl ist wie Currysoße, mal mehr und mal weniger mit Eiweißstücken.

So, jetzt komm ich mir vor wie nach einer Stillberatung =)...vielleicht hast
du ja noch ein paar Tipps. Werde versuchen das mit dem Tee umzustellen.
Welchen Tee kann ich denn stattdessen trinken? Malzbier und sowas schmeckt mir nicht. Leitungswasser auch nicht.

DANKE #winke und liebe Grüße

Beitrag von steffi0413 28.04.11 - 00:40 Uhr

Hallo,

entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte. :-(

Ernähre Dich so, wie Du während der Schwangerschaft auch gemacht hast. Du kannst auch ganz ruhig Gemüse essen usw. Wie schon geschrieben, Obst, was man in dieser Jahreszeit kaufen kann (Banane, Obst) wirken leider stopfend. So viel Fencheltee kann schon wirklich Probleme verursachen, mindestens seeehr viele Blähungen. #schein

Du kannst ohne Einschränkung Mineralwasser, Tees wie zB. Kamille, Früchte, Hagebutte, Malve, Rotbusch trinken. Eingeschränkt Fruchtsäfte vielleicht lieber mit Wasser verdünnt trinken. (beobachte ob die Kleine davon nicht wund wird)
Wenn Du nur wegen der Milchbildungsförderung Fencheltee trinken würdest, dann ist wichtig zu wissen, dass mehr als 3-4 Tassen pro Tag sogar die Milchbildung hemmen kann.
Bei der Milchbildung bestimmt die Anfrage das Angebot. Dh. je öfters angelegt wird, je öfters die Brüste stimuliert werden, desto mehr Milch wird gebildet. Je seltener, desto weniger. Daneben sind Tees, Essen, Trinken, Malzbier, Globulis usw. nur zweitrangig.

Bei Stillhütchen kann sie leider mehr Luft schlucken, so solltest Du - wie Du auch richtig machst - aufpassen, dass sie richtig angelegt ist bzw. dass das Stillhütchen "gut aufgeklebt ist", nicht hin und her rutscht, möglicherweise wenig Luft drin ist (beim "Aufkleben" die Löcher mit dem Finger zuhalten), die möglichst kleinste Grösse verwendet wird usw.

Ja, Vitamin D Tabletten können leider bei empfindlichen Babies Probleme verursachen. Ihr könnt versuchen die für ca. eine Woche weglassen und beobachten ob eine Besserung eintritt.
http://www.kidsgo.de/hebammen-tipps/tipp-bei-koliken-und-bauchweh/31/

Alles andere schaut ziemlich ideal aus (Stuhl, Spucken usw.)

Warum möchtest Du einen ungefähren Rhythmus angewöhnen?

Kuscheln kann natürlich auch super sein, wenn sie aber an der Brust entspannter ist, lege sie ohne Bedenken ganz ruhig nach Bedarf an. Häufiges Stillen verursacht keine Bauchschmerzen. Bei Naturvölker wurde beobachtet, dass die Babies 60-80x (!) in 24 Stunden angelegt wurden und sie haben noch nie über Bauchschmerzen oder Schreikinder gehört. :-) Frische Milch auf halbwegs verdaute verursacht natürlich auch keine Probleme. Dieses Ammenmärchen stammt noch aus dem Mittelalter (wirklich:-)) und hat mit der Wahrheit nichts zu tun. Die Mumi ist einerseits in 60-90 Minuten wieder verdaut, andererseits ist Stillen nicht nur Nahrung sondern Getränk, Beruhigung, Körpernähe, Schmerzmilderung, Einschlafhilfe, Mamiduft...;-) Stillen wurde ja auch dafür "ausgedacht" die Kleine am einfachsten und am erfolgreichsten zu beruhigen. Mit spätestens ca. 3-4 Monaten wird sie sowieso deutlich weniger Zeit an der Brust verbringen, bis dahin ist für sie aber der besste und beruhigendste Platz der Welt. :-)

Wenn Du mit Stillhütchen stillst, ist noch wichtiger als sonst, dass Du nach Bedarf anlegst. Durch das Stillhütchen kann die Brust weniger Stimulation bekommen und so weniger Milch produzieren.

Mit dem Schnuller solltest du sehr-sehr vorsichtig sein - vor allem in den ersten 6-8 Wochen. Der kann leider - unter anderem - Stillprobleme, falsche Trinktechnik an der Brust und dadurch nicht ausreichende Milchmenge verursachen.

Das ist jetzt wieder schön lang geworden...

LG
Steffi