Spezifische Fragen zur PDA (nicht SPA!) beim KS!

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von majaalica 18.04.11 - 08:24 Uhr

Guten Morgen,

ich habe mich bei mir für eine PDA entschieden, weil ich vor 4 Jahren mal so etwas wie eine einmalige ENtzündung bzw. so eine Art Schlaganfall hatte (weiß man halt im Nachhinein nicht mehr so genau) und ich gelesen habe, dass Anästhesisten da ungern aus forensischen Gründen eine SPA machen.
Dazu ein paar Fragen an die KS-Mütter die eine PDA (nicht SPA) hatten:

Habe gelesen, dass wenn die PDA falsch gestochen wird es eine SPA ist nur viel zu stark und es somit zur lebensbedrohlichen totalen SPA kommt...., hat das jemand schon erlebt? Ist das ein Todesurteil oder können die Ärzte da etwas machen? Das ist meine größte Angst... :-(((#
Wird es immer vorher mit einer geringen Dosis bei der PDA getestet ob sie im Epiduralraum liegt???
Sie soll im Durchschnitt 2-4 Std. wirken...kommt das Gefühl in der Zeit schon langsam wieder oder erst nach der Zeit ganz schnell? Hat jemand von euch Folgeschäden von diesem Verfahren?

Danke für eure Antworten :-)

LG

Beitrag von emmy06 18.04.11 - 09:32 Uhr

meine pda wurde langsam aufgespritzt, als der sekundäre ks nötig war. als der arzt die ersten 2x testete ob der bauch taub genug ist, hab ich noch immer etwas gespürt.


lg

Beitrag von majaalica 18.04.11 - 09:36 Uhr

Hallo emmy06,

und wie lange hat es gedauert bis du nichts mehr spürtest?

LG

Beitrag von emmy06 18.04.11 - 09:48 Uhr

es wurde sehr langsam hochdosiert, alles in allem zog sich das bestimmt 20 minuten hin.

Beitrag von pye 18.04.11 - 11:48 Uhr

ich fand das setzten recht schmerzhaft, weil ich durch die wehen auch sehr angespannt war.
es wurde zweimal betäubt die stelle, hab trotzdem alles gespührt. als sie drin war, gings mir aber besser.
das war ne selbstdosierung. man konnte das zeug alle 30 minuten mit nem klicker aktivieren.
ich habe als ich pressen sollte fast gar nix gespührt.
mussten dadurch nochmal ne dreiviertel stunde warten und dann gings los. ich hatte nur ganz wenig schmerzen, die ja dazu gehören. aber ich kann mich nicht beklagen. zudem war ich noch so betäubt das ich das nähen der dammnaht nicht mal gespührt habe :)
2 stunden nach der geburt konnte ich eigenständig wider laufen, wo ich vorher nix gespührt hatte :)
da entfernen der pda war aber auch nicht grade angenehm, fühlte sich ca. ne woche an wie ein heftig blauer fleck.
aber ich fand es angenehmer mit. achja der körper wird irgendwie so warm und wohlig ^^ nur meine hände waren tierisch kalt

Beitrag von majaalica 18.04.11 - 12:30 Uhr

Hallo pye,

du durftest es bei einem Kaiserschnitt selbst dosieren??? Bin überrascht, weil eigentlich darf man das doch nur bei einer normalen Entbindung...

LG

Beitrag von pye 18.04.11 - 13:47 Uhr

sorry hatte es verpeilt das es um den ks geht :-[
aber naja immrhin konnte ich euch sagen wie es sich anfühlt beim setzten..sorry
*rotwerd*

Beitrag von nadine-tom 18.04.11 - 12:53 Uhr

Hi, ich hatte eine Spinale. Aber was anderes, diese beiden Narkosen werden doch in den gleichen Bereich gespritzt, nur das man eine PDA nachdosieren kann. Wieso sollte man die beim KS machen, der ist ja sicher nach 20 min vorbei#kratz Denke fast alle KS Mamis bekommen eine Spinale, oder?

LG Nadine

Beitrag von majaalica 18.04.11 - 13:01 Uhr

Hallo,

nein werden nicht im gleichen Bereich gespritzt!
SPA wird direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt, also ins Nervenwasser bzw. Liqour und die PDA in den Hohlraum vor dem Nervenwasserkanal sprich Epiduralraum. Daher ist die Gefahr ja auch so groß, wenn der Anästhesist nicht gut spritzt, dass der Epiduralraum durchstochen wird, dann wäre es eine "totale Spinalanästhesie" weil die PDA zwar nachdosiert werden kann im GEgensatz zu der SPA jedoch generell viel höher dosiert ist!

Nein, nicht jede Frau bekommt automatisch eine SPA, das kann man sich aussuchen und bei bestimmten Indikationen z.B. wenn eine Frau MS hat, darf sie nur eine PDA oder VN bekommen.

Beitrag von josili0208 18.04.11 - 15:15 Uhr

Ich hatte 3KS mit 3x PDA (nicht Spinale) und ich denke mal - gehe davon aus - dass die Anästhesisten damit gut Erfahrung haben und nicht mal ebend aus Versehen daneben stechen. Getestet wurde bei mir nichts, 2x erhielt ich die PDA im Laufe der Wehen und sie wurde dann zum KS hochdosiert und 1x wurde sie direkt für den KS gelegt und wirkte innerhalb weniger Minuten.
Die PDA klingt je nach Dosierung langsam ab, bei mir hat es zwischen 2-3 Stunden und 30Minuten gedauert, bis ich die Beine wieder spüren konnte. Deutlich länger, bis ich wieder aufstehen konnte.

lg jo

Beitrag von krissi123 19.04.11 - 20:42 Uhr

Hallo,

ich habe MS und bekomme in 2.Wochen meinen 2. primären KS mit SPA. Der 1. war problemlos und die MS auch kein Ausschlusskriterium.

VG krissi

Beitrag von zwei-erdmaennchen 18.04.11 - 14:32 Uhr

Hi,

ich hatte einen sekundären KS unter PDA.

Generell würde ich mich immer für eine PDA mit Katheter entscheiden (gibt es auch ohne) und nicht für eine Spinale - egal unter welchen Voraussetzungen.

Bei der ersten Geburt (kein KS) hatte ich auch eine PDA und was hatte ich davor für eine Panik. Aber das Legen ist wirklich ein Witz - finde ich zumindest. Bei der zweiten PDA hab ich dann die ganze Zeit Witze mit dem Anästhesistenteam gerissen. Wir hatten echt viel Spaß dabei ;-). Hauptsache ist einfach, dass man sich so gut wie möglich dabei entspannt und genau die Anweisungen befolgt. Dann ist es auch nicht schlimm. Ich habe eine etwas seltsame Wirbelsäule mit kleinen Verknöcherungen in den Freiräumen, so dass sie für beide PDA's insgesamt fünf Versuche gebraucht haben. Aber das Einzige was man wirklich unangenehm spürt ist die Lokalanästhesie. Dann vielleicht noch wie sie mit der Nadel an dem Wirbelkörper kratzen. Das ist aber eher ein seltsames Gefühl. Je nachdem wenn sie einen Nerv treffen kann man auch mal zuckende Beine haben. Aber an sich alles kein großes Drama. Selbstverständlich wird vor dem tatsächlichen Dosieren getestet ob sie an der richtigen Stelle sind. Da brauchst du keine Angst zu haben. Ich hatte allerdings einen Narkosezwischenfall weil meine PDA zu hoch dosiert war. Da sind aber einige Faktoren zusammengekommen - es ist also kein Regelfall!!! In dem Moment fand ich das nicht lustig weil ich plötzlich gar nichts mehr gefüht habe und ich schon merkte, dass das so nicht in Ordnung war. Aber die Anästhesisten haben super reagiert und innerhalb von wenigen Minuten war das wieder unter Kontrolle. Sie haben mich dann lediglich zur Vorsicht für einige Stunden auf eine intermediale Station verlegt. Dort wurde es aber dann schnell besser und im Nachhinein finde ich es gar nicht mehr tragisch und hätte echt keine Angst vor einer weiteren PDA.

Ach so, das Ziehen des Katheters habe ich nicht mal ansatzweise gespürt. Das Ziehen der normalen benösen Zugänge hingegen schon.

Im OP selber (die PDA wurde schon Stunden vorher mit Katheter im Kreißsaal gelegt) wurde die PDA langsam bis zum gewünschten Niveau hochdosiert. Das dauerte echt ewig (45 Minuten) aber auch das hatte bei mir spezielle Gründe und ist wohl nicht die Norm.

Vorteil am Katheter ist halt, dass der bis zu 24 Stunden liegen bleiben kann und man auch nach der OP erstmal darüber mit Schmerzmitteln versorgt wäre. Dann ist auch das erste Aufstehen (das geht dann wieder weil die PDA da nur noch minimal dosiert ist und lediglich das Schmerzempfinden, nicht aber das Gefühl ausgeschaltet ist) nicht so schlimm und man kommt leichter wieder auf die Beine. Außerdem weiß man auch bei einem KS nie wie die Entbindung verläuft denn nicht immer geht das so schnell und reibungslos. Darum ist es nicht so selten, dass bei einem schwer durchführbaren KS im Nachhinein doch noch eine Vollnarkose zusätzlich zur SPA bzw gespritzten PDA gemacht werden muss. Hast du hingegen einen Katheter liegen spritzen sie die fehlende Narkosemenge einfach auf.

Kopfschmerzen sind nach der Entbindung übrigens normal (liegt an der Hormonumstellung) und ist in den seltensten Fällen tatsächlich Folge einer PDA. Diese treten nach einer PDA innerhalb von maximal 24 Stunden auf und dann sollte man auch den Anästhesisten kontaktieren. In guten Kliniken kommt der aber ohnehin nochmals vorbei und fragt nach dem Befinden. Wenn die danach erstmals auftreten ist ein Zusammenhang mit der PDA mehr als unwahrscheinlich (auch wenn es seitens der PDA-Gegner gern anders hingestellt wird ;-)).

An sich habe ich beide PDA's gut vertragen und würde mich immer wieder dafür entscheiden.

Wenn du noch Fragen hast kannst du dich gerne melden.

Liebe Grüße
Ina #winke

P.S. Hier finde ich das alles recht gut erklärt: http://www.dr-gumpert.de/html/periduralanaesthesie.html

Beitrag von delfinchen 18.04.11 - 22:01 Uhr

hallo,

ich bekam eine pda, weil ich meine zwillinge spontan gebären wollte und man vorsichtshalber eine setzt, falls doch ein ks nötig sein sollte.
das setzen hab ich gar nicht gemerkt. ich hab dann einen knopf in die hand bekommen, mit dem ich das schmerzmittelselbst dosieren konnte. hab allerdings kaum gebrauch davon gemacht und durfte dann die letzten 2 stunden gar nicht mehr drücken, weil es zum geburtsstillstand kam.
irgendwann war das gefühl im unterleib wieder da, aber alles völlig unproblematisch. auch das entfernen.

lg,
delfinchen