Wilder Junge ganz sensibel und verängstigt

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kati09 18.04.11 - 10:45 Uhr

Hallo,
ich sorge mich ein wenig um unseren Sohn (4,5 Jahre alt). Er ist ein sehr aktives Kerlchen, immer in Bewegung und tobt und spielt gerne mit anderen Kindern rum und dabei kann es auch mal wild werden.
Nur wenn Kinder anfangen mit ihm zu streiten oder ihn ärgern, weiss er sich gar nicht zu helfen. Er ist dann völlig hilflos und verängstigt. Er steckt dann auch Schläge ein, ohne sich zu wehren oder fängt an zu weinen.
Die Erzieherin hat mich beim Elterngespräch schon daruf hingewiesen und gesagt, da kann man nicht viel machen, das Selbstvertrauen wird irgenwann kommen.
Jetzt sind wir aber in einer Spielguppe (die Kinder kennen sich von Geburt an) und da ist ein Junge (1,5 Köpfe größer als unserer aber gleich alt) der unseren Sohn richtig auf dem Kiker hat, er ärgert, haut, stänkert und transaliert ihn die ganze Zeit.
Was tun? Ich möchte nicht aus der Gruppe austreten, da er mit den anderen Kidnern prima spielt und sich auch freut. Nur jetzt ist es so dass er gesagt hat er will nicht mehr gehen und fragt ob der andere Junge auch da ist. Das letzte Mal war er ganz verstört und hat fast den ganzen Nachmittag immer wieder geweint...
Ich leide so für ihn...Wie kann ich ihn unterstützen? Die andere Mutter schaut dabei zu und scheint es auch noch toll zu finden, was ihr Sohn für ein Darufgänger ist...
Kati

Beitrag von ajl138 18.04.11 - 11:17 Uhr

Als Erstes würde ich der anderen Mutter mal gehörig die Meinung sagen.....

Ansonsten kannst du meiner Meinung nach wirklich nicht viel tun,außer ihn immer wieder zu loben,bestärken,trösten und ihn annimieren.

Beitrag von sunflower.1976 18.04.11 - 11:25 Uhr

Hallo!

Eigentlich finde ich das Verhalten Deines Sohnes nicht besorgniserregend. Natürlich ist es für ein Kind verunsichernd, wenn es sich bei einem Streit nicht mehr zu helfen weiß oder von einem viel größeren Kind immer wieder geärgert wird.

Natürlich sollen Kinder langfristig lernen, ihre Streitigkeiten alleine zu regeln. Aber gerade, wenn in einer Spielgruppe ein Kind bewusst immer wieder meinen Sohn "auf dem Kiker hat", würde ich regelmäßig einschreiten. Anfangs würde ich die Situation beobachten, aber sobald ich merke, dass mein Sohn sich nicht wehren kann (bevor er völlig verunsichert ist) würde ich einschreiten und vermitteln. Zudem würde ich ein klares Gespräch mit dieser Mutter suchen und die Situation aus Deiner Sicht schildern und auch sagen, dass Du von ihr erwartest, dass ihr Sohn lernt, dass er nicht auf einem Kind herumhacken darf.

Um Selbstbewusstsein zu bekommen, müssen manchmal auch die Mütter sehr klar hinter ihren Kindern stehen und sie unterstützen. Und sehr häufig hören Kinder auf, ein anderes zu ärgern, wenn sie merken, dass dessen Mutter das deutlich verbietet - immer und immer wieder.

Übe mit ihm vielleicht mal im Rollenspiel, ganz laut "Stop! Lass mich in Ruhe!" zu rufen, wenn er geärgert wird.
Natürlich tut es einer Mutter weh, wenn das eigene Kind geärgert wird, aber für ihn leiden bringt nicht viel. Steh hinter ihm (im übertragenen Sinne), zeig ihm Handlungsalternativen und weise auch das ärgernde Kind zurecht.
Mit der Zeit lernen Kinder immer mehr, ihre Konflikte zu lösen, aber dazu ist UNterstützung wichtig.

Lg Silvia

Beitrag von twins 18.04.11 - 11:41 Uhr

HI
wenn die Mama aus der Spielgruppe ihre Augen offen hat, dann gehe ich davon aus, das sie längst weiß, wie Ihr Sohn so drauf ist.
Ich würde eher den Sohn mal "abpassen" und sagen, das er Deinen Sohn in Ruhe lassen soll. ICh bin da eher für direkte Ansprache bei Kindern und nicht hinten herum um die Eltern. Vielen kümmerst einfach nicht und fremde Kinder haben in diesem Alter noch recht großen Respekt vor anderen Erwachsenen - und warum das nicht zu Nutze machen?!
Grüße
Lisa