ja sie haben den job, allerdings ohne AV....

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von traumkinder 18.04.11 - 11:13 Uhr

ich bin grad auf 180!!!!!!!!!!!


vorletzten Freitag hies es, ja sie haben den Job, herzlichen glückwunsch und auf gute zusammenarbeit


arbeitsvertrag bekommen sie wenn wir die unterlagen vom amt zurück haben. das ist nun eine woche her und in der zwischenzeit wurden mehr als 60h in einer woche gearbeitet!!! tja und nun meint der chef, das amt gibt nicht die gehofte Förderung, also kann ich ihnen einen Nebenjob von 165€ anbieten :-[:-[:-[:-[:-[


d.h. die 60h umsonst gearbeitet und nen arbeitsvertrag gibts auch nicht!!


was soll denn der mist???????


ich bin grad echt total genervt und könnte explodieren!!! warum ist das im handwerk so?? warum sind die so unzuverlässig und rücken nicht gleich mit dem 1. Arbeitstag einen anständigen Arbeitsvertrag raus??



#schmoll#schmoll#schmoll#schmoll#schmoll


nun gibts nix mehr... kein ALG1, kein ALG2 (da Hauptverdiener zu viel verdient)


den anderen Job hat man abgesagt und ist nun auch weg, weil ein Arbeitsvertrag im Handwerk zugesichert wurde...


Frage:

1. Zählen mündliche Arbeitsverträge??
2. einklagen kann man ja nichts, da der Chef mit Sicherheit alles abstreiten wird??
3. kann man die Firma irgendwie belangen??


bin grad echt so verzweifelt und versteh diesen Arbeitsmarkt einfach nicht mehr...

Beitrag von kathi.net 18.04.11 - 11:24 Uhr

zu 1.) Ja, die zählen genauso wie schriftliche Verträge.

zu 2.) Wie siehts denn mit Kollegen, Kunden etc. aus? Irgendjemand wird dich doch gesehen haben. Mach eine Auflistung mit den Arbeitszeiten und lass sie dir von jemandem bestätigen!

zu 3.) Wenn das unter 2.) klappt, sieht es nicht so schlecht aus.


Das man allerdings einen anderen Job absagt....... nun ja. Wenn du nachweisen könntest, dass du den anderen Job in jedem Fall genommen UND bekommen hättest, wenn du die Bedingungen vorher gekannt hättest, könntest du theoretisch Schadenersatz fordern. Das ginge dann mit Punkt 3 einher.

Beitrag von traumkinder 18.04.11 - 11:51 Uhr

hallo und lieben dank für deine antwort!!

aber was bringt es wenn man keinen schriftlichen arbeitsvertrag hat den man anfechten kann!? der chef kann doch sonstwas behaupten was er gesagt hätte. es wurde definitiv von einem unbefristeten 40h vertrag mit probezeit gesprochen.


was würdest du uns denn raten wie jetzt fortzufahren?

Beitrag von kathi.net 18.04.11 - 11:57 Uhr

Na hast du denn irgend jemanden, der deine Arbeit bestätigen kann?

Wie gesagt, man muß keinen schriftlichen Vertrag haben. Es wird nur schwieriger, mündliche Vereinbarungen nachzuweisen.

Im Übrigen muß eine Probezeit immer schriftlich vereinbart werden!

Also wie gesagt, ich würde versuchen, eine Bestätigung für die geleistete Arbeit zu bekommen. Und wenn es nur die Sekräterin macht ;-)

Beitrag von derhimmelmusswarten 18.04.11 - 11:49 Uhr

Such einen Anwalt auf. Auch ohne schriftlichen Arbeitsvertrag kommt ebensolcher zustande. Du hast schließlich nach der mündlichen Zusage sofort angefangen zu arbeiten und vor allem 60 Stunden gearbeitet! Und bei 60 Stunden kann der Chef sich wahrscheinlich auch nicht einfach so heraus reden. Wenn du die finanziellen Mitteln nicht hast bzw. keine Rechtschutzversicherung, kannst du das auch über Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe laufen lassen! Nur Mut. Die Chancen, dass du gegen diesen Chef "gewinnst" stehen meiner Meinung nach nicht schlecht!

Beitrag von traumkinder 18.04.11 - 12:24 Uhr

danke dir!!


rechtschutz haben wir! bin ich auch echt froh drum, denn wir mussten schonmal vors arbeitsgericht (wegen handwerksberuf) daher meint ich ja ob da auch mal was mit rechten dingen zu geht...


ich bin echt so enttäuscht von diesem ganzen mist!!

und dann wundert sich deutschland, dass sie keine fleissigen Handwerker finden??? das ich nicht lache... bei dem was die abziehen, kein wunder das die nix anständiges berichten!!

#schmoll

Beitrag von susannea 18.04.11 - 12:28 Uhr

Ja, mündliche Arbeitsverträge zählen und wenn du das nachweisen kannst, hast du sogar einen unbefristeten Vertrag ohne Probezeit usw.

Beitrag von traumkinder 18.04.11 - 12:38 Uhr

aber wie???


im büro sass nur ich und der AG.

Beitrag von susannea 18.04.11 - 12:43 Uhr

Haben Kunden dich gesehen? Haben dich andere Mitarbeiter gesehen?
Frag am Besten einen Anwalt!

Beitrag von manavgat 18.04.11 - 17:13 Uhr

. Zählen mündliche Arbeitsverträge??

ja.

2. einklagen kann man ja nichts, da der Chef mit Sicherheit alles abstreiten wird??

er kann schlecht abstreiten, dass du gearbeitet hast.

3. kann man die Firma irgendwie belangen??

selbstverständlich. Allerdings werden sie Dir kündigen - innerhalb der Probezeit mit 2 Wochen Frist (glaube ich, musst Du mal nachprüfen).

dann kriegst Du ja wieder ALG1, oder? Den entgangenen Lohn klagst Du ein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von derhimmelmusswarten 18.04.11 - 18:00 Uhr

Wenn keine Probezeit vereinbart wurde, kann sie sogar behaupten, dass es sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis handelt. Und sie wird damit vor dem Arbeitsgericht aller Voraussicht nach auch durchkommen. Im Übrigen würde ich mich schnell an einen Anwalt wenden aufgrund möglicherweise laufender Fristen.

Beitrag von traumkinder 18.04.11 - 18:47 Uhr

welche fristen meinst du?


geht das denn alles auch wenn man grad mal 1 woche dort gearbeitet hat?

Beitrag von susannea 18.04.11 - 19:40 Uhr

Wieso behaupten, da Besfristungen nur schriftlich gültig sind handelt es sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis!

Beitrag von traumkinder 18.04.11 - 18:16 Uhr

ALG1 fällt raus, da zwar nur 1/2 jahr arbeitslosigkeit vor lag, aber die anderen 2x3 Monate ja mit reinfallen. Somit ist das Jahr ALG1 aufgebraucht. das ist ja das problem!!

man ist 3 monate arbeitslos, zieht für einen job um, dann passt dem AG die Elternzeit nicht, fliegt man wieder
3 monate arbeitslos, neuer chef, der schmeist einen in der probezeit nach 5 monaten raus, weil angeblich keine arbeit mehr ist (ohne arbeitsvertrag, ü-h sind auf einmal doch nicht gemacht worden..)
dann 1/2 Jahr arbeitslos und nun macht der chef solche zicken...


und dann sagt nochmal einer die arbeitnehmer haben rechte...

Beitrag von windsbraut69 19.04.11 - 09:53 Uhr

"und dann sagt nochmal einer die arbeitnehmer haben rechte... "

Durchsetzen mußt Du sie schon selbst!

Beitrag von susannea 18.04.11 - 19:42 Uhr

Wieso Probezeit?
Das ist eine Befristung und die ist nur schriftlich gültig, also hat sie meiner Meinung nach einen unbefristeten Arbeitsvertrag ohne Probezeit!