Trotzendes Kind, doofe Sprüche - wie reagieren?!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von claudichma 18.04.11 - 11:20 Uhr

Hallo zusammen,

ich brauche mal von Euch ein paar Vorschläge, wie man am Besten in einer bestimmten Situation reagiert. Ich bin normalerweise nicht auf den Mund gefallen, aber jetzt hatte ich schon zwei Mal das "Vergnügen", in diese Situation zu geraten und mir fehlten die "richtigen" Worte (ohne drohend oder beleidigend zu werden ;-) ).

Und zwar kennt das ja sicher fast jede Mama: Trotzendes Kind plärrt in der Stadt, im Supermarkt o.ä. lautstark herum, weil es nicht nach seinem Willen geht. Meine Tochter (fast 3) ist gerade in dieser Frage. Da ich es von meinem Sohn (5) her schon kenne, nehme ich es eigentlich ziemlich gelassen, lasse sie halt plärren und bleibe konsequent - sie kriegt sich ja auch nach 1 Minute wieder ein. Leider sehen es meine Mitmenschen aber nicht so gelassen wie ich, jedenfalls musste ich mir jetzt schon das 2. Mal von jemandem anhören, dass dieses "Geplärre" ja "unerträglich" sei und meine Tochter wohl ein verwöhntes Gör ist, dem mal der Hintern versohlt gehört. :-[

So, und jetzt erbitte ich mal Vorschläge, wie man darauf am Besten kontert, ohne beleidigend oder drohend zu werden. Mir fallen dabei nämlich nur Sprüche ein wie "Ich hätte eher Lust, Menschen wie SIE zu versohlen, die sich in Dinge einmischen, die sie nichts angehen." oder "Naja, Sie werden entschuldige, dass mir die Meinung von jemand wie IHNEN ziemlich am Allerwertesten vorbeigeht!" Lieber mag ich aber Sprüche, die saufreundlich rüberkommen und in sich aber trotzdem eine Beleidigung verbergen. So ähnlich wie "Ach das tut mir aber Leid, Ihre Mutter hat Ihnen bestimmt auch ein paar Mal zu oft auf den Kopf gehauen, dass Sie jetzt so denken." Wem fällt noch was Besseres ein? Bin auf Eure Vorschläge gespannt. :-)

LG
Claudia

Beitrag von balou1997 18.04.11 - 11:22 Uhr

Au ja, da bin ich auch gespannt. :-)

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 11:29 Uhr

hallo,

also wenn mein Sohn rumgeplärrt hat, dann habe ich schon mit ihm geschimpft und vermittelt, dass er sich ärgern darf, aber bitte nicht in dieser Lautstärke. Vllt ist dein Nichtstun (ich lasse sie einfach plärren) den Leuten ein Dorn in Auge. Wenn sie sehen/hören, dass du dich bemühst, würd glaub ich keiner was sagen#kratz

vg, m.

Beitrag von jamey 18.04.11 - 11:43 Uhr

also wenn ich meinem kleinen sohn vermitteln möchte, er möge doch bitte nicht in dieser lautstärke zetern...dann würde ihn das herzlich wenig interessieren. er ist einer von der hartnäckigen sorte und ignorieren oder nicht...es ergäbe das gleiche ergebnis. die leute die was zu käsen haben, die käsen auch wenn die mutter noch so bemüht ist.

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 11:46 Uhr

"die leute die was zu käsen haben, die käsen auch wenn die mutter noch so bemüht ist. "

Die Erfahrung habe ich nciht gemacht. Und meinen interessiert es tatsächlich, denn mein Ton ist dann nicht mehr besonders freundlich#schein

vg, m.

Beitrag von juniorette 18.04.11 - 11:52 Uhr

"es ergäbe das gleiche ergebnis. die leute die was zu käsen haben, die käsen auch wenn die mutter noch so bemüht ist. "

Das stimmt doch überhaupt nicht. Ich mag ungezogene Kinder überhaupt nicht (das sieht man mir auch an, ohne dass ich das Verhalten eines ungezogenen Kindes kommentiere), aber wenn ich sehe, dass deren Eltern sich ernsthaft bemühen, dass ihr Kind sich halbwegs benimmt, würde ich nie was sagen und den Eltern höchstens einen mitfühlenden Blick schenken.

Und selbst FALLS einer dann trotzdem noch einen blöden Spruch ablässt, würde ich zurückkeifen "Sehen Sie nicht, dass ich alles versuche, um mein Kind zu beruhigen?"

Und wenn dann einer mit dem "Tipp" "Hintern versohlen" käme, würde ich dieser Person sagen, dass man sich damit strafbar macht und der Person sagen, dass sie angezeigt gehört :-p

LG,
J.

Beitrag von liki 18.04.11 - 14:12 Uhr

"es ergäbe das gleiche ergebnis. die leute die was zu käsen haben, die käsen auch wenn die mutter noch so bemüht ist."

das entspricht absolut nicht meiner Erfahrung. Und ich hatte ein extrem trotziges Kind, das alle Register gezogen hat. Wenn gar nichts mehr ging, habe ich übrigens dann den Ort des Geschehens schnellstmöglich zu verlassen versucht.

Und auch heute, wo meine Kinder groß sind, habe ich großes Mitleid und Verständnis für sich abmühende Eltern trotzender Kinder und bin eher genervt von ignorierenden Eltern trotzender Kinder.

Gruß, Liki

Beitrag von kruemlschen 18.04.11 - 11:46 Uhr

Also mein Sohn bekommt eine klare Ansage die dann meist noch mehr Gebrüll zur Folge hat.
Was soll ich da weiter auf ihn einreden, er hört mir in dem Moment eh nicht zu, ist also total sinnfrei.

Gruß K.

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 11:48 Uhr

Dann scheint mein Kind eins der wenigen hier zu sein, den der Ton und das schimpfen interessiert. Hab allerdings auch nicht gleich nach dem ersten Mal aufgegeben#schein

Beitrag von claudichma 18.04.11 - 12:02 Uhr

Meine interessiert es in so einem Moment des Trotzes leider auch GAR nicht, erst danach wieder, egal wie ich sie ausschimpfe, ich sag ja, je mehr ich darauf dann reagiere, ist es wie Öl ins Feuer und macht es in dem Moment nur schlimmer. Jede Mutter findet ja ihren Weg, wie ihr eigenes Kind am Besten zu "packen" ist, und bei meinen ist es eben aus Erfahrung das Ignorieren, was zum schnellsten Ergebnis führt. Das heißt nicht, dass ich nicht vorher und auch nachher darauf reagiere, nur eben in dem Moment, wo sie eh vor lauter Geplärre nichts mehr wahrnehmen.

Wenn ich mich mit anderen Müttern so vergleiche, bin ich schon sehr konsequent und erwarte von meinen Kindern auch gutes Benehmen, was sie zu 95% auch an den Tag legen - um so nerviger finde ich es, wenn dann diese seltenen Fälle, wo wir sowas dann eben auch mal haben, dann direkt so blöde Sprüche immer kamen.

Naja, ich denk mir dann immer, OK, meine Kids sind beide sehr willensstark, aber wenigstens sind sie dann auch keine Opfer-Typen, die sich von einem bösen Blick oder lauten Ton gleich so einschüchtern lassen, dass sie kuschen ;-) .

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 12:17 Uhr

Komisch, dass dann immer gleich sowas kommt.
"Naja, ich denk mir dann immer, OK, meine Kids sind beide sehr willensstark, aber wenigstens sind sie dann auch keine Opfer-Typen, die sich von einem bösen Blick oder lauten Ton gleich so einschüchtern lassen, dass sie kuschen "

Es gibt eine ganze Menge zwischen einem "willensstarken" plärrenden Kind und einem "Opfer-Typ", der kuscht. Mein Sohn ist nach einer Ansage von mir auch nciht happy und zeigt mir trotzdem, dass es ganz und gar nicht nach seinem Kopf geht. Nur tut er das eben NICHT schreiend

Beitrag von jamey 18.04.11 - 12:33 Uhr

immer diese hübschen nebenbemerkungen..."nicht nach dem ersten mal aufgegeben" und so...

wahrscheinlich hast du einfach glück mit deinem kind. so nenn ich das jetzt mal. ich habe einen großen zum vergleich, mit dem hatte ich nicht annähernd die probleme wie jetzt mit dem kleinen. der erziehungsstil hat sich nicht geändert und dennoch habe ich eines von diesen brüllenden, hauenden, sich hinschmeißenden, tretenden monstern. trotz liebevoll konsequenter art, mit deutlich hörbaren tonwechsel bei erziehungstechnischen ansprachen etc. pp.

diese kommentare sind dann für jemanden wie mich einfach nur lächerlich, echt. ist nicht bös gemeint, aber diese nebenbemerkungen ...lass die doch einfach weg.

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 12:47 Uhr

vllt müssen sich die Erziehungsstile aber auch den Kindern anpassen. Was bei dem einen funktioniert, muss doch nicht beim anderen passen. Von daher ja: Nicht gleich aufgeben, sondern schauen, ob evtl was anderes funktioniert. Brüllen lassen, damit sie irgendwann aufhören, wäre keins meiner Mittel.

Beitrag von kruemlschen 18.04.11 - 13:03 Uhr

"Hab allerdings auch nicht gleich nach dem ersten Mal aufgegeben"

Ich schon, hab einfach kein Bock mein Kind zu erziehen, empfinde das als äußerst anstrengend.

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 13:23 Uhr

Wenn du das sagst, wirds wohl daran liegen:-p

Beitrag von claudichma 18.04.11 - 13:44 Uhr

Also, ich möchte jetzt aber doch noch mal ausdrücklich betonen, dass meine Kinder NICHT verzogen sind und ich auch keine dieser Laissez-Fair-Mütter bin, das kann ich nämlich selbst nicht ab, Kinder brauchen Regeln und Grenzen, und auch wenn sie 1000x versuchen mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, um zu testen, ob die Wand immer noch da ist wo sie vorher war, dann IST die Wand bei mir auch da und bleibt es auch.

Es ist auch nicht so, dass ich nichts sagen oder nicht versuche, mein Kind zu beruhigen, wenn es anfängt zu meckern oder sich aufzuregen, es geht um diese Situationen, in denen dann zumindest bei meinen Kids sich wie so ein Schalter umlegt und dann wird geplärrt, und für den Moment, der eben wirklich auch nie lang anhält, kann ich dann eben machen was ich will, es macht alles nur noch schlimmer. Ich sage dann auch laut und deutlich: "Nein, da kannst du jetzt auch schreien wie du willst, das gibt es jetzt nicht.", aber wenn sie dann noch ein bisschen rumschreit, dann ist das eben so, hört ja wie gesagt auch nach spätestens 1 Minute komplett auf und alles ist wieder gut. Das Einzige, was das Kind sonst sofort beruhigen würde, wäre wenn ich seinem Willen nachgebe, nur das wäre ja das völlig falsche Signal.

Ich weiß auch nicht, warum ich dann ausgerechnet jetzt schon 2x das Vergnügen hatte, dass dann irgendein Meckerkopp in der Nähe war, der meinte, er muss das jetzt auch noch kommentieren. Wenn ich meine Kids mit anderen vergleiche, was man so aus der Nachbarschaft oder Kindergarten täglich mitbekommt, sehe ich ja auch (und bekomme das in meinem näheren Umfeld auch immer wieder bestätigt), dass sie lieb und gut erzogen sind. Nur kleine Ausraster sind doch normal bei Kleinkindern in der Trotzphase, finde es schon traurig, wenn Mamas deren Kinder dann eben nicht gleich auf ne klare Ansage ruhig sind hingestellt werden als hätten sie nix im Griff. Ich finde auch, solange ICH damit kein Problem habe oder mein näheren Umfeld, geht das fremde Leute GAR nichts an. Und wenn dann sollen sie konstruktive Ratschläge geben und nicht dass das Kind verprügelt gehört. Wer sowas sagt, disqualifiziert sich doch von vornherein für jede Diskussion über Kindererziehung.

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 14:19 Uhr

Ich weiß gar nicht, warum dich von Antworten, die ich anderen gebe, immer so angesprochen fühlst?#kratz;-)

Beitrag von kruemlschen 18.04.11 - 14:28 Uhr

mag vermutlich an Deiner selbstgerechten Art liegen die Du ggü. allen anderen an den Tag legst #gruebel

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 14:36 Uhr

Kann sein. Kann aber auch sein, dass ich mich nciht so einfach geschlagen gebe, was das Verhalten meines Kindes betrifft. Kann aber auch sein, dass ich einfach andere Prioritäten setze und es mir eben wichtig ist, dass mein Kind eben nicht rum brüllt. Andere mögen ihre Prioritäten anders setzen.
Kann aber auch einfach nur sein, dass ich diese ganze Diskussion im jetzigen Moment auch nciht mehr so ernst nehme, weil es mir einfach egal ist, wie du deine Kinder erziehst (oder nicht erziehst - war schließlich deine und nicht meine Aussage:-p).
Und es kann auch einfach nur sein, dass ich es amüsant finde, wie die Muttis reagieren, denen man eben nicht mit einem passenden Spruch auf die Sprünge hilft sondern denen man sagt: "Ich kann durchaus verstehen, wenn jemand genervt ist, wenn ein Kind im Laden rum brüllt und Mama meint, nichts machen zu können.
:-)

Beitrag von kruemlschen 18.04.11 - 14:55 Uhr

Oder es kann ganz einfach sein, dass Du so eine Situation nicht kennst weil sich Dein Kind schneller beruhigen lässt und Du daher so selbstgefällig und arrogant bist dass Du Dir tatsächlich einbildest Deine Erziehungsform ist das non plus Ultra und alle anderen Mütter könnten sich eine gute Scheibe davon abschneiden :-)

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 18:41 Uhr

jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt. Und dir scheint er ganz besonders gut zu passen, sonst würdest du dir einfach deinen Teil denken und so weiter machen, wie du es für richtig hälst.:-p

Beitrag von claudichma 18.04.11 - 15:33 Uhr

Ich fühle mich in einem Thread, den ich eröffnet habe, auf die Antworten hin angesprochen, ob diese mir nun direkt oder indirekt gegeben wurden. Dass ich dir hier und nicht an anderer passender Stelle darauf geantwortet habe, war reine Bequemlichkeit, weil ich keine Lust hatte, zu dem passenden Beitrag noch mal zurückzugehen, der sich direkt auf mich bezog.

Und wenn du nicht liest was man schreibt sondern einem weiter unterstellst, man sei so eine Mutter, wie du einen in deinem Schubladendenken gleich einsortiert hast, auch wenn man 10x schreibt, dass dem nicht so ist, ist jede weitere Diskussion sowieso für die Katz. Auch wenn du bisher das Glück hattest, dass dein kleiner Sonnenschein außerhalb der eigenen vier Wände scheinbar bisher keinen nennenswerten Ausraster hatte (oder aber auch einfach nur das Glück, dass in dem Moment kein Meckerzausel in der Nähe war, der meinte, das nun kommentieren zu müssen), heißt das nicht, dass die denen sowas passiert daran selbst Schuld sind oder ihre Kinder nicht gut erziehen.

Wenn du alles so top im Griff hast, frage ich mich, warum du hier mitliest? Wenn nicht um eigene Probleme zu bereden (weiln die hat Mama Perfect ja nicht), dann wäre die logischste Erklärung die, dass man hier gern nachliest, wie scheinbar unfähig andere Mütter gegen einen selbst doch sind, damit man sich selbst besser fühlt. #kratz

Beitrag von mamavonyannick 18.04.11 - 18:43 Uhr

"dann wäre die logischste Erklärung die, dass man hier gern nachliest, wie scheinbar unfähig andere Mütter gegen einen selbst doch sind, damit man sich selbst besser fühlt. "

Genau darum geht es mir;-)

Beitrag von juniorette 18.04.11 - 11:58 Uhr

Wenn mein Sohn sich an einem Ort in Rage gebrüllt hat, an dem er auf Dauer andere Leute nerven könnte (mich nervt das Gebrülle ja selbst), habe ich ihn mir unter dem Arm gepackt und bin wo hingegangen, wo sein Gebrüll nicht oder weniger gestört hat.

LG,
J.

Beitrag von kruemlschen 18.04.11 - 13:02 Uhr

Also wenn er sich so aufführt dass er sich nicht mehr einkriegt und man ihn am anderen Ende vom Laden auch noch hört, dann verlasse ich auch das Geschäft.
Ich falle auch nur sehr ungern unangenehm wegen des schlechten Benehmens meines Sohnes auf.
Meist hilft bei uns schon die Androhung dass ich ihn alleine ins Auto setze und er dort warten kann bis ich fertig bin :-p

LG K.

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