Schmerzen in der Kniekehle: Kann man Thrombose ertasten?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bellymone 18.04.11 - 11:27 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

hatte gestern nachmittag heftige Schmerzen in der Kniekehle, bei der kleinsten Bewegung. Habe dann beschlossen, heute vormittag zum Arzt zu gehen, da ich ein wenig Angst vor Thrombose habe (bin erblich vorbelastet...). Nach der Nacht, als das Bein oben lag, waren die Schmerzen heute morgen viel besser. Bin trotzdem zum Hausarzt. Er hat die Wade und Kniekehle abgetastet und gemeint, es sei alles weich: also keine Thrombose. Ich solle Stützstrümpfe tragen und abends einen Quarkwickel machen.
Jetzt endlich zu meiner eigentlichen Frage: Kann man eine Thrombose tatsächlich ertasten? Soll ich mich darauf verlassen? Habe in der letzten Schwangerschaft schon Stützstrümpfe getragen, allerdings erst 10 Wochen später, und war davor beim Venenspezialisten, eben wegen der erblichen Vorbelastung.
Was würdet Ihr tun? Hat jemand Erfarung damit.
Vielen Dank für Euer Ohr und Eur Antworten :-)

LG bellymone

Beitrag von kaka86 18.04.11 - 11:33 Uhr

Ja, eine Thrombose kann man in der Regel ertasten.
Denn bei einer Thrombose ist ja die Vene verstopft und dadurch ist der venöse Rückfluss behindert und das Bein schwillt an. Dadurch ist es meist bläulich verfärbt, spannt und schmerzt!

Ich habe eine Blutgerinnungsstörung und auch um das 200fach erhöhte Thromboserisiko!
Ich trage auch Strümpfe und achte auf ausreichende Bewegung!


Wenn deine Schmerzen allerdings nicht besser werden, würd ich an deiner Stelle noch mal zum Doc!

LG
Carina

Beitrag von pfaelzerin69 18.04.11 - 12:55 Uhr

Hi,

Thrombosen ertasten ist so´ne Sache, denn es kommt darauf an, wo der Thrombus sitzt. Das muß bei Dir nicht heißen, dass wenn Schmerzen in der Kniekehle sind, auch dort der Thrombus sitzt. Der kann auch z. Bsp. in der tiefen Beinvene in der Wade sitzen, dann kann man ihn definitiv nicht ertasten.
Ich denke aber, dass Du eher eine oberflächliche Venenentzündung hast. Wie Du schreibst, bist Du erblich vorbelastet, genau wie ich auch. Hatte 1993 bereits eine heftige Thrombose (Schmerzen ohne Ende, KH-Aufenthalt mit 1 Woche Intensiv !) und bei weiteren Untersuchungen wurde bei mir eine Faktor-V-Mutation festgestellt, also eine Gerinnungsstörung.
Ich trage deshalb auch Kompressionsstrümpfe und spritze täglich Heparin. Hatte trotzdem schon 2x in der SS einen Venenentzündung, die beim Internisten dann per Dopplerultraschall abgeklärt wurde, aber zum Glück keine Thrombose. Mein FA ist da auch sehr wachsam, fragt immer nach, was die Venen machen.
Ich würde auf alle Fälle mit dem FA darüber reden, um eventuelle Maßnahmen zu ergreifen. Oft reichen Kompressionsstrümpfe schon aus.

LG
Anja