Einschlafprobleme bei 2jährigem

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von etoile82 18.04.11 - 13:34 Uhr

Hallo Mamas und Papas,

ich brauche heute mal euren Rat: Unser Sohn (2 Jahre alt) hat ganz oft Probleme beim Einschlafen. Er braucht oft sehr lange bis er schläft und einer von uns muss neben ihn hin liegen. Oft bohrt er mir in der Nase oder fährt ganz unruhig mit der Hand durch mein Gesicht bis er schläft. Das ist sehr anstrengend. Beim Mittagschlaf hat es eine Weile geklappt, dass ich nur seine Hand gehalten habe. Aber im Moment will er wieder kuscheln, heute musste ich ihn auf dem Arm in den Schlaf wiegen. Ich möchte gerne, dass er wieder lernt, allein einzuschlafen. Früher war das echt einfach. Ich hab ihn in die Wiege gelegt, gebetet, gesungen, wenn er dann noch nicht schlief bin ich einfach gegangen und er ist dann eingeschlafen. Irgendwann ging das nicht mehr. Könnt ihr mir Tipps geben, was wir noch ausprobieren können?

Grüße

etoile

Beitrag von hexlein77 18.04.11 - 14:47 Uhr

Versucht es Abends doch mal mit einem kleinen Nachtlicht und einem Cassetten/CD-Spieler! ;-)

Meine große Tochter hatte das in dem alter auch und hat dann einen Kassettenspieler mit Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen Kassetten bekommen! Hat wunderbar geklappt! Sie hatte unterhaltung und ist über das hören und sich darauf Konzentrieren ganz ruhig eingeschlafen! :-)

LG

Beitrag von etoile82 19.04.11 - 09:50 Uhr

Das ist ein echt guter Tipp, danke! Werde mal Benjamin Blümchen holen und schauen, ob er dabei einschläft. Mit Musik hats schon manchmal geklappt, aber nicht immer. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht!

Beitrag von hexlein77 19.04.11 - 15:11 Uhr

Bitte gern geschehen! ;-)

Bei meiner großen hats wunderbar geklappt, wie gesagt! :-)
Mein kleiner "braucht" das noch nicht! Der pennt wie ein Stein! ;-)

Ich drück dir die Daumen das es bald besser wird! :-)

Beitrag von marysa1705 18.04.11 - 17:13 Uhr

>>Aber im Moment will er wieder kuscheln, heute musste ich ihn auf dem Arm in den Schlaf wiegen.<<

Ja, das ist wirklich ein wahnsinniges Problem...
Unglaublich, dass er in DEM Alter noch so was Absurdes möchte....

Lies Dir Dein Posting nochmals durch und überleg Dir, warum Du vor 2 Jahren ein Kind wolltest und wie sehr Du Dich damals (hoffentlich) auf Dein Kind gefreut hast ... bis es ENDLICH da war und Du es ENDLICH in den ARMEN HALTEN durftest.


Unsere Kinder werden von Anfang an in den Schlaf begleitet solange sie das möchten und wurden nicht "nach Uhrzeit", sondern nach ihrem Bedarf in den Schlaf begleitet.
So schlafen sie auch heute noch innerhalb von wenigen Minuten ein.


LG Sabrina

Beitrag von etoile82 19.04.11 - 09:55 Uhr

Mit solchen Tipps kann ich nun wirklich nichts anfangen. Ich mag mein Kind sehr gern, kuschle es oft am Tag, spiele mit ihm, verbringe Zeit mit ihm und möchte ihm helfen, dass er abends besser entspannen und einschlafen kann. Vielleicht habe ich vergessen: Für ihn ist es oft genug so, dass er müde ist, aber nicht einschlafen kann. Und ich möchte ihm dabei helfen. Außerdem bin ich auch entspannter, wenn er leichter einschläft. Ihn in den Schlaf zu begleiten ist ja okay, aber ich hab keine Lust jeden Abend eine Stunde im Schlafzimmer zu verbringen.
"wurden nicht "nach Uhrzeit", sondern nach ihrem Bedarf in den Schlaf begleitet"
Es passiert oft genug, dass er sagt, er sei müde, dann lang nicht einschlafen kann und schließlich sagt er, er sei wach und möchte wieder aufstehen.

Beitrag von marysa1705 19.04.11 - 19:35 Uhr

>>Es passiert oft genug, dass er sagt, er sei müde, dann lang nicht einschlafen kann und schließlich sagt er, er sei wach und möchte wieder aufstehen.<<

Na und? Dann kann er doch wieder aufstehen...
Ist doch bei einem 2-Jährigen kein Problem.

Eine wichtige "Zutat" beim Einschlafen von Kindern ist die Selbstbestimmung. Es ist wie beim Essen: Wenn das Kind satt ist, dann soll es aufhören, auch wenn nur "noch 2 Löffel im Teller sind".

Genauso soll ein Kind genau dann schlafen, wenn es selbst dazu bereit ist und genau dann aufstehen, wenn es das möchte. Die Eltern haben lediglich die Aufgabe, das Einschlafen für ihr Kind so angenehm wie möglich zu machen, sprich es nach Wunsch in den Schlaf zu begleiten.

Alles andere bestimmt das Kind.
Wir haben es von Anfang an so bei unseren vier Kindern gemacht und sie gehen gerne und ohne Probleme ins Bett, wo sie schnell einschlafen (innerhalb weniger Minuten).

LG Sabrina

Beitrag von metapher77 20.04.11 - 15:39 Uhr

Das ist schön für Euch, dass das bei Euren Kindern so gut klappt. Aber ich kann Etoiles Beitrag gut nachvollziehen, denn wir haben auch so unsere Sorgen mit unserem 2-Jährigen, und das seit der Geburt. Unser Zwerg würde NIE (!!!!!!) auf die Idee kommen, allein ins Bett zu gehen, weil er müde ist. Vorher würde er einfach irgendwo umfallen, und bis dahin hat er mit Gequengel und Gezeter (vor Müdigkeit) bereits unsere Nerven überstrapaziert. Also müssen wir festlegen, wann der beste Zeitpunkt zum Schlafengehen ist. Und das machen wir nicht nach Uhrzeit, sondern nach Gefühl, nämlich dann, wenn er Müdigkeit zeigt oder sogar zugibt, dass er müde ist (was aber selten vorkommt, meist bekommen wir ein "nein", wenn wir ihn fragen). Und auch unser Zwerg braucht trotzdem oftmals sehr lange, um im Bett zur Ruhe zu kommen, und er braucht uns dafür. Das ist auch kein Problem, machen wir ja alles auch wirklich gern, aber ich kann verstehen, wenn jemand nachfragt, weil sich das Einschlafverhalten ändert. Und natürlich "nerven" mich die Abende, an denen ich 45 Minuten und länger an seinem Bett sitze, weil er einfach nicht einschläft, obwohl er total müde ist. Und das hat doch nun nichts damit zu tun, ob man sein Kind liebt oder nicht, oder ob man sich das auch hätte vor dem Kinderkriegen überlegen können... Ich denke, jeder ist mal von seinen Kindern genervt, egal in welcher Situation. Und das Thema "Einschlafen" birgt nun reichliches Material dazu. Also: an Etoile: Einen Tip kann ich Dir leider auch nicht geben, aber Du bist damit nicht allein.

Beitrag von marysa1705 21.04.11 - 16:05 Uhr

Das ist sehr schade, denn es zeigt ja, dass so ein Kind nicht gerne ins Bett geht.
Wenn ein Kind das Schlafen als etwas Schönes und Angenehmes empfindet, dann hat es ja (höchstens mit wenigen Ausnahmen) keinen Grund, warum es nicht gerne Schlafen sollte.

Meiner Meinung nach sind daran meist die üblichen Schlafgewohnheiten Schuld, besonders wenn Kinder alleine schlafen müssen. Viele Eltern halten irgendwelche aufwendigen Einschlafrituale für wichtiger als einfach nur die Nähe zu ihren Kindern. Sie meinen, Kinder müssten von Anfang an zu regelmässigen Zeiten "ins Bett gebracht" werden.
Da wundert es nicht, wenn sie nicht gerne ins Bett gehen.

Unsere Kinder wurden anfangs überhaupt nicht "ins Bett gebracht", sondern sie haben einfach bei uns am Körper z.B. im Tuch geschlafen. Nur wenn wir selbst dann ins Bett gegangen sind, sind sie natürlich mitgekommen.
Dann wurden sie lange in den Schlaf gestillt, bis sie auch das nicht mehr gebraucht haben. Dann kam eine Phase, in der sie einfach durch Kuscheln oder Nähe in den Schlaf begleitet wurden und heute schlafen unsere 3 Grossen ohne Hilfe ein.

Auch die Entscheidung, ob Mittagsschlaf "ja" oder "nein" haben wir immer ihnen überlassen, auch wenn das hiess, dass z.B. unsere jüngste Tochter bereits mit 19 Monaten keinen regelmässigen Mittagsschlaf mehr gemacht hat. Sie hat sich an den Tagen, an denen sie dann doch irgendwann nachmittags müde wurde, einfach ein Kissen geholt und hat auf dem Sofa oder auf dem Teppich geschlafen.

Vielleicht wäre das ja z.B. ein Anfang für euch: Einfach euren Sohn mal beim Mittagsschlaf selber entscheiden lassen. Wenn er nicht schlafen möchte, dann muss er auch nicht. Wenn er möchte, dann wird er in den Schlaf begleitet.
Einfach daran denken, dass er, falls er nachmittags dann mal erst später schläft, dann natürlich auch abends nicht "zur gewohnten Zeit" müde sein wird. ;-)
Diese Übergangsphase ist für Eltern sicher nicht einfach, aber vielleicht lernt euer Sohn dann wieder, dass Einschlafen etwas Schönes ist, über das er selbst bestimmen kann.

LG Sabrina

Beitrag von lunachantal 19.04.11 - 13:35 Uhr

das Problem hatte ich auch mit meinen mäusen. habe meine große (heute 5) so lange aufgelassen, bis sie selber ins bett wollte. hat aber nicht viel gebracht. meine kinderärztin sagte mir, das könnte an den ganzen geschehnissen von tag liegen. ich weiß bis heute nicht was es war, doch nach ca 6 - 8 wochen hatte sich das wieder gelegt.
einen tip von meiner bekannten. probiere es mal mit einem schlummerlicht, stellen sich nach ca 1 stunde alleine ab.

Tut mir leid, dass ich nicht viel helfen konnte, trotzdem viel glück und kopf hoch. vielleicht ist das nur eine phase. kommt mit 5 noch mal meistens. ist bei mir zumindest so.