Darf sie das?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von oksana333 18.04.11 - 15:31 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

Darf eine Chefin, im Falle einer fehlerhaften Lieferung, die zurückgekommen ist, wo anscheinend die Mitarbeiter ( in der Montage) schuld sind, diese Mitarbeiter 2 Wochen lang zur unbezahlter Arbeit zwingen?

Das ist jetzt nämlich meiner Tante passiert und sie war in der Zeit gar nicht arbeiten, als diese Fehler passiert sind. Aber aus Solidarität, hat die Chefin gemeint, muss sie auch 2 Wochen unbezahlt arbeiten. Wo gibts denn sowas?

Freue mich auf eure Antworten!!!

LG

Beitrag von ppg 18.04.11 - 15:45 Uhr

Nein!!!

Es gibt Versicherungen, für Schäden, die Angestellte verursachen.

ich würde einen Anwalt einschalten - aber dann wird Deine Tante keine Freude auf der Arbeit mehr haben!

Mir persönlich wär das aber egal, denn ich hätte mir dann ohnehin was anderes gesucht!

Ute

Beitrag von wilma.flintstone 18.04.11 - 15:51 Uhr

Hallo,

nein darf sie nicht.

Da hat ja wohl nicht nur die Montage murks gemacht sondern die Qualitätskontrolle am Warenausgang etc. und wenn es sowas nicht gibt, dann hat die Chefin wohl auch einen Fehler gemacht #schein.

Will sie diese nun alle unbezahlt arbeiten lassen?

Ich wäre auch sehr daran interessiert, was die Berufsgenossenschaft dazu sagt, ebenso die gesetzliche Unfallversicherung für den Fall, daß es zu einem Arbeitsunfall kommt....

Und aus "Solidarität" ist ja wohl der grösste Schmarren überhaupt.

Aber ich befürchte ohne Anwalt wird da sicher kein Einsehen sein (ich denke mal Betriebsrat wird's in dem Laden nicht geben?). Aber wie die Vorschreiberin schon sagte: danach wird's bestimmt schwer in dem Laden. Hat Deine Tante denn die grundsätzliche Möglichkeit woanders zu arbeiten?

Gruß W.

Beitrag von manavgat 18.04.11 - 17:06 Uhr

Ich würde der Chefin schriftlich mitteilen, dass diese Vorgehensweise nicht mit dem deutschen Arbeitsrecht vereinbar ist und daher selbstverständlich nicht kostenlos von ihr gearbeitet wird.

Per Einwurfeinschreiben.

Ist Deine Tante Nichtdeutsche? Manche AGs sind dann besonders dreist und probieren es einfach.

Sollte sich nach dem Schreiben die Situation verschärfen, dann sollte sie eine Anwältin aufsuchen oder bei der Gewerkschaft Rat holen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal 18.04.11 - 17:17 Uhr

Ehrlich gesagt erschreckt mich etwas die Naivität zu Glauben, dass dies erlaubt sein könnte.

Genausowenig wie Du ins Gefängnis kommst, wenn Dein Bruder ohne Dein zutun eine Straftat begehst, genausowenig kann die Arbeitgeberin hier zwangsweise unbezahlte Arbeit erzwingen.

Deine Tante sollte sich aber trotzdem eine neue Arbeit suchen. So ein AG braucht kein Mensch.

Beitrag von derhimmelmusswarten 18.04.11 - 17:52 Uhr

Lächerlich. Natürlich nicht.

Beitrag von hasi1977 18.04.11 - 22:10 Uhr

Wie bitte??? Also manche denken echt sie sind die Größten.

Niemals darf sie das und ich würde mir sowas auch gar nicht bieten lassen.

Ab zum Anwalt!!!

Beitrag von parzifal 19.04.11 - 08:08 Uhr

Derzeit ist der Weg zum Anwalt verfrüht.

Den Anwalt darf die Tante nämlich selbst zahlen, wenn kein Rechtsschutz vorhanden ist.

Und mehr als "das darf die Arbeitgeberin nicht" kann der Anwalt derzeit auch nicht unternehmen.

Erst wenn die Tante die Lohnzahlung nach Fälligkeit fordert und die Arbeitgeberin nicht zahlt kann/sollte man (ohne Rechtsschutz ) über die Einschaltung eines Anwaltes nachdenken.

Beitrag von hasi1977 19.04.11 - 08:13 Uhr

Jagut :-) Hast ja recht. Wir kennen glaub ich nur zu viele Anwälte, dass wir immer gleich losrennen #rofl