Arbeiten-Baby in Krippe und SM-wer kennt das? Habe Angst davor

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von ag1801 18.04.11 - 17:01 Uhr

Hallo,

Ich hoffe, dass es hier Gleichgesinnte gibt, die mich etwas aufbauen können und mir Mut zusprechen können.

Mein Kleiner kam Ende Januar auf die Welt. Ab August kann er in die Krippe. Im September muss ich wieder auf die Arbeit gehen. (Mein Mann ist selbstständig und verdient nicht genug)
Jetzt bin ich an der Planung, wie ich das Meistern kann. Meine SM wohnt mit im Haus, was schonmal super ist.
Für Sep-Dez ist geplant, dass ich bis zu 20h arbeite und danach 30-35.
Bringe ich den Kleinen morgens in die Krippe und lasse ihn von der Oma abholen? Oder gehe ich ganz früh arbeiten und hole ihn dann ab?
Er kann von 7:30-14:30 in der Krippe sein.
Ich habe sooo große Angst, dass der Kleine mich als Bezugsperson verliert und irgendwann Tante zu mir sagt. (Habe schon wieder Tränen in den Augen)
Auch habe ich Angst, dass sie den Kleinen total verhätschelt und Dinge, die ich so haben will, komplett irgnoriert und anders macht. (Beispiel: er fängt an, an seinen Fingern zu lutschen, 12 Wochen. Ich finde das ok und auch wichtig. Sie allerdings will das nicht und nimmt die Finger weg. Da er später schiefe Zähne bekommt)

Ach Mennonit, ich habe einfach sooo große Angst. Mein Mann versteht das alles nicht... Er geht ja auch um 6 aus dem Haus und kommt um 20 Uhr nach Hause (7Tage die Woche)

Sorry fürs ausheulen und Danke für eure Antworten

Liebe Grüße

Beitrag von dore1977 18.04.11 - 17:28 Uhr

Hallo,

was die Arbeitszeiten angeht so frag doch am besten Deine SM wie es ihr besser passt, wen sie schon großzügiger Weise den Babysitter spielt.

Dein Kind wird ganz sicher niemals Tante zu Dir sagen. Kinder wissen sehr genau wo sie hingehören. Ich habe viele Jahre als Tagesmutter gearbeitet und hatte ein Kind was quasi bei uns gewohnt hat. Sie hat niemals Mama zu mir gesagt.
Das Deine SM einige Dinge anders sieht als Du ist normal und wirst Du nicht verhindern können. In meinen Tagesmutterzeiten habe ich manche Dinge auch anders gemacht als die Eltern. Wen es die Eltern gestört hat haben wir darüber geredet und eine Lösung gefunden aber Kinder können sehr wohl unterscheiden bei SM gelten diese Regeln und zu Hause gilt etwas andres.

Mach Dir nicht zu viele Sorgen!

LG dore

Beitrag von anyca 18.04.11 - 17:38 Uhr

Keine Angst, Dein Kind wird nicht Tante zu Dir sagen! Denk dran, das Kind ist ja nur ein, zwei Jahre bei der Tagesmutter, dann kommt der Kindergarten, dann die Schule mit verschiedenen Klassenlehrern - und Du bist die ganze Zeit die Mutter.

Beitrag von maline.kaiser 18.04.11 - 18:56 Uhr

Hey du,

Lilith wurde letzten Oktober geboren und geht seit Februar in die KITA, wir sind damit sehr zufrieden. Ich für meinen Teil, lasse meine SM nicht ihre Finger im Spiel haben, da ich jeglichen Ärger zwecks unterschiedlicher Erziehungsansichten ver meiden will.
Ich kann deine Bedenken verstehen, aber glaub mir du bleibst die Bezugsperson Nr. 1, es kommt halt auf die Qualität der Zeit an, die du mit deinem Kind verbringen kannst.

LG
Maline

Beitrag von maschm2579 18.04.11 - 19:48 Uhr

Huhu,

ich persönlich würde versuchen die Zeit mit der Krippe auszufüllen und im Notfall die SM einspringen zu lassen. Dann lieber früher in die Krippe und zur Not mal abgeholt werden als erst Oma, Krippe und dann Mama. .

Meine Tochter kam mit 7 Monaten in die Krippe und war auch nur dort. Sie war im Grunde nur dort oder bei mir aber nie bei einer Oma.

Sie liebt mich abgöttisch und ich bin Ihr ein und alles #verliebt

lg Maren

Beitrag von mariju 18.04.11 - 20:41 Uhr

Obwohl ich noch knapp 1 Jahr Zeit habe bevor ich wieder arbeiten gehe, habe ich jetzt schon Angst vor dem was da kommt. Wir haben ein Haus was abbezahlt werden muss und mit einem normalen Gehalt und einem 400€ Job ist das sehr schwer zu schaffen, daher muss ich wieder gehen.

Unser Sohn ist dann 1 1/2 Jahre, hier ist es noch so das Kinder erst ab 2 Jahren in den Kindergarten können, die Plätze ab 2 Jahre sind aber begrenzt und bekommt man nur wenn man alleinerziehend und Berufstätig ist oder Geringverdiener ist (was ich auch richtig finde). Bei Tagesmüttern sieht es hier auch sehr sehr schlecht aus, die wenigen die es gibt und dazu noch einen guten Ruf haben sind natürlich restlos ausgebucht.

Ich werde wieder zu 50% gehen, zu meiner Arbeit habe ich einen Hin- und Rückweg von ca. 2 1/2 Stunden mit dem Auto, daher ist es finanziell die beste Lösung eine Woche 3 ganze Tage zu gehen und die andere Woche 2 ganze Tage. Oder alternativ eine Woche komplett und ein Woche frei, zum Glück wird mir von meinem AG eine freie Einteilung ermöglicht.
Die beiden Omas finden es glücklicherweise für selbstverständlich das sie uns unterstützen, sie würden ihre Arbeit so anpassen das es mit meine passt. Nur ich muss dann um 5:30Uhr aus dem Haus, dann schläft unser Sohn (jetzt zumindest) noch, mein Mann ist auch so um die Zeit weg. Daher müsste eine der Omas natürlich auch früh aufstehen und zu uns kommen. Vertrauen habe ich zu 100% in beide und auch nicht die Angst das sie ihn anders erziehen würden als ich/wir es für uns entschieden haben.

Aber die große Angst ist, dass es irgendwann zu folgender Situation kommt...
Als ich damals (vor fast 30 Jahren) geboren wurde gab es den "Luxus" mit 3 Jahre im Job pausieren noch nicht, meine Mutter musste nach 6 Monaten wieder arbeiten und ihr AG hat klipp und klar gesagt wenn sie nicht mindestens zu 75% kommt, kann sie sofort zuhause bleiben.
Was tut man wenn man wenn man erst 20 ist und auch der Mann nicht wirklich viel verdient? Ich blieb also bei meiner Oma, meine Mama war immer meine Mama und ich habe sie wirklich lieb, aber das Verhältnis zu meiner Oma war irgendwie anders.
Irgendwann kam es zu einer Situation die meiner Mutter das Herz gebrochen hat. Sie war mit mir zusammen im Hof als ich beim laufen gefallen bin, ich habe lauthals nach meine Oma gebrüllt obwohl meine Mutter keine 2 Meter entfernt stand.
Das ist so eine Situation vor der ich mich wirklich fürchte.

Ich denke mir immer es gibt so viele arbeitende Mütter, die mit genau dem selben "Problem" umgehen müssen und es auch schaffen, also warum soll ich das nicht hin bekommen.
Das ich teilweise ein Oma Kind war hat mir nicht geschadet und auch nicht das Verhältnis zu meiner Mama verändert. Sie ist nach wie vor meine Mama die ich lieb habe, der ich meine Sorgen erzähle und die mir immer hilft. Klar ist meine Oma genauso besonders für mich, aber das finde ich schön.

LG
mariju & Luis (fast 7 Monate)

Beitrag von widowwadman 18.04.11 - 21:52 Uhr

Meine Tochter geht seit sie 9 Monate alt war Vollzeit (Mo-Fr 10 Stunden/Tag) in die Krippe und weiss sehr genau wer Mummy und Daddy sind. Sie liebt zwar auch ihre Betreuer, aber wir als Eltern bleiben trotzdem Nr 1

Beitrag von elofant 19.04.11 - 08:07 Uhr

Keine Angst, Dein Kind wird nie Tante zu Dir sagen, nur weil es in die Krippe geht und vielleicht von Oma abgeholt wird.

Dass, was Du da beschreibst sind meiner Meinung nach "Verlustängste". Die hatte ich auch, als mein Sohn das erste Mal in die Krippe gegangen ist. Hat sich dann gelegt, weil ich gesehen hab, dass es ihm dort sau-gut ging.
Zum Schulanfang kam das Gefühl dann nochmal hoch. Zur Feier hab ich Rotz und Wasser geheult.

Und dass das Dein Mann nicht verstehen kann, ist mir klar. Meiner war auch nicht anders.

Noch was zur Oma. Wenn Du willst, dass sie ihn abholt und sich kümmert, wirst Du sie wohl machen lassen. Ich mein mit verhätscheln etc. Das ist die Oma, bei Oma ist immer alles anders. Da gibts ganz andere Spielregeln. Ist nunmal so.

Beitrag von paula74 19.04.11 - 09:00 Uhr

Hallo
Hier in der CH gibt es nur 16 Wochen Mutterschutz nach der Geburt. Wenn man danach nicht wieder arbeitet oder einen sehr netten Arbeitgeber hat, ist der Job weg.
Insofern gehen viele Mütter früh wieder arbeiten und die Kinder früh in die Krippe (meine 2 mit 4.5 bzw. 5 Monaten). Schau dir die Krippe gut an und sprich mit den Leuten. Natürlich musst du dabei ein gutes Gefühl haben!
Und dann musst du dir etwas ganz wichtiges vor Augen führen: Kinder erkennen sehr früh, wo welche Regeln herrschen! Eine gute Krippe fördert die Kinder in ihrer sozialen Entwicklung, da bin ich fest überzeugt. Meine Grosse mochte immer schon, wenn etwas los ist, auch als Baby schon. Unser Zwerg ist kuschliger und hat sich ganz früh seine Bezugsperson in der Krippe ausgesucht und diese Liebe beruht auf Gegenseitigkeit, das merkt man.
Du musst allerdings akzeptieren können, dass sich dein Kind auch anderen zuwendet. Dann wird alles gut! Aber Dich werden sie IMMER als Mama sehen, keine Sorgen :-)
LG Paula

Beitrag von paula74 19.04.11 - 09:06 Uhr

PS Das ist vielleicht nicht besonders freundlich, aber mir ist noch etwas aufgefallen: wenn dein Mann jede Woche 98 Stunden ausser Haus ist, um Geld zu verdienen, aber es reicht nicht für Eure Familie zum Leben, dann läuft in meinen Augen dort etwas Grundlegendes falsch. Falls es der Beginn einer Selbständigkeit ist und er somit noch viel Zeit investieren muss, damit der Laden demnächst "läuft", dann drücke ich Euch die Daumen, dass dieser Abschnitt bald vorbei ist.

Beitrag von cinderella2008 19.04.11 - 09:10 Uhr

"Ich habe sooo große Angst, dass der Kleine mich als Bezugsperson verliert und irgendwann Tante zu mir sagt."


Sorry, aber das ist kompletter Unsinn. Meine Kinder sind beide mit jeweils 6 Monaten von morgens 6.00 Uhr bis nachmittags 16.30 Uhr in der Krippe gewesen.

Sie haben mich nicht als Bezugsperson verloren, sie wussten und wissen bis heute, das ich ihre Mutter bin und haben mich das auch immer spüren lassen. Tante haben sie nie zu mir gesagt.;-)

Du musst lernen, loszulassen.

LG, Cinderella

Beitrag von lisboeta 19.04.11 - 09:32 Uhr

Hi,
meine Kindr gehen in die Krippe seit sie 6 Monate sind. Sie sagen nach wie vor Mama zu mir und lieben meine Mann und mich schon sehr.

Sie freuen sich auf - mittlerweile - den Kindergarten und freuen sich auch wenn wir sie wieder abholen.

Ich würde deinen morgens in die Krippe hinbringen und mittags abholen. Wenn das von der Arbeitszeit passt. Die SM würde ich mir für den Notfall, Kind krank, Krippe zu etc. "aufbewahren". Damit geht du auch nervtötenden Erziehungsfragen aus dem WEg. Ich liebe meine SM aber bei Erziehung haben wir einfach eine ganz andere Auffassung. Ich habe keine Lust mit ihr darüber zu streiten, deshalb war für mich von Anfang an klar, dass meine Kinder Fremdbetreut werden. Ist aber mal Not am Mann dann springt sie ein. Dann darf sie auch alles machen, was sie denkt - die kids mit Süßigkeiten voll stopfen etc.

LG
lisbeota

Beitrag von butler 19.04.11 - 15:05 Uhr

Meine Tochter befindet sich noch in der Lehre und ist von 6 Uhr bis 16/17 Uhr außer haus. der Zwerg wird von Oma, Uroma und Kita betreut. Er sagt zu seiner mama Mama und liebt sie über alles. Ich bringe ihn zur Kita und hole ihn ab pflege ihn wenn er krank ist., hatte ihn im erstem Jahr täglich als Omajahr.
Wenn seine Mama kommt dann ist sie dran
lg und keine Angst

Beitrag von maischnuppe 20.04.11 - 09:16 Uhr

Deine Schwiegermutter hat doch selbst mal Kinder grossgezogen- guck deinen Mann an, ist es ihr gelungen?

Beitrag von lisasimpson 20.04.11 - 11:22 Uhr

je nach fahrtweg müßtest du doch von 8-14 uhr arbeiten können, oder?!
sind dann 6 stunden pro tag- kommste auf 30 stunden.

Ich kann dir nur empfehlen, daß du die fremdbetreuung in eine hand legst (krippe), das mindert den streß für alle ernom.
dein Kind wird NICHT den bezug zu dir verlieren- dein kind wird dich als mutter ansehen und für dein kind ist das kein problem.

die teilweise fremdbetreuung durch die schwiedermtuter briigt aber ne menge konfliktpotentia- das würde ich nicht machen (aber schön, wenn du vielleicht im krankeihtsfalle darauf zurückgreifen kannst- denn dann darf sie verhätscheln bis zum geht nicht mher!)

Keine sorgt- das leben in eienr kindergruppe ist auch für kleine kinder eine bereicherung
such dir eine gute krippe, mit qualifiziertem personal, kleienr gruppengröße und einer atmosphäre, i nder du dich wohl fühst- dann ist das ne super sache


lisasimpson