Gibt es hier noch Mamas die sich so viele Gedanken machen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von hopelove 18.04.11 - 20:18 Uhr

Hallo!

Ich frage jetzt einfach mal ob es noch so "welche" hier gibt wie mich.
Ich bin ein sehr sensibler Mensch und mache mir schon immer viele Gedanken. Mein Mann sagt immer in meinem Kopf sind in 1 sec. 100000 Millionen gedanken.
Seit mein Sohn da ist es natürlich noch extremer. Ich gebe mal ein paar Beispiele:

Ich muss zum Beispiel zur Krebsvorsorge zum Gyn. Schon mache ich mir Sorgen ob vielleicht irgendwas endeckt wird und im schlimmsten Fall mein Sohn ohne mich weiterleben müsste.

Ich sehe kranke und behinderte Kinder und habe sofort Angst um meinen Sohn.

Wenn ich höre das eine Mutter ihr Kind umgebracht habe, habe ich die Angst dass ich auch irgendwann durchdrehe.

Wenn mein Mann länger weg ist hab ich Angst dass er einen Unfall hat.

Manchmal dauern die Gedanken auch 1-2 Wochen, manchmal auch länger.
Manchmal ist es auch grad wieder weg.

Gibt es hier Mamas denen es vielleicht genauso geht? Was macht ihr um unliebsame Gedanken aus eurem Kopf zu verbannen?

Lg hopelove

Beitrag von dragonmam 18.04.11 - 20:23 Uhr

ich möchte dir jetzt nicht zu nahe tretten!
aber wenn die angst dein stäntiger begleider ist bräucht es wohl profesionelle hilfe!

ein jeder hat hin und wieder angst vor etwas!
so ist es nicht!
aber stäntige angst ist schädlich für die psyche!

Beitrag von hopelove 18.04.11 - 20:27 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für deine Antwort.
Hab mich vielleicht falsch ausgedrückt. Ich hab hin und wieder vor den dingen Angst und dann wieder lange ruhe. Also ich habe nicht täglich Ängste.
Sorry irgendwie kann ich mich da wohl nicht richtig ausdrücken.

Lg hopelove

Beitrag von dragonmam 18.04.11 - 20:30 Uhr

hin und wieter habe ich auch grosse ängste!

aber ich habe gelernt das man nicht immer vor allen problemen oder ereignissen angst haben muss!

Beitrag von yvka1 18.04.11 - 20:29 Uhr

Hallo!

Dein Beitrag hätte von mir sein können...ich denke auch und das STÄNDIG!
Schon morgens wenn ich aufstehe denke ich. Auch denk ich manchmal doofe Sachen, wach mitten in der Nacht auf und hab Angst vor Einbrechern, obwohl es keinen Anlass gibt. Kann dann nimmer weiterschlafen.

Und ja, diese Ängste kenn ich! Momentan komm ich ganz gut damit klar, aber wie meine Vorschreiberin schon richtig meinte, normal ist es nich und professionelle Hilfe wäre sicher nicht unangebracht, denn deine Ängste, Gedanken und Sorgen gehen meiner Meinung nach genauso in eine krankhafte Richtung wie meine #liebdrueck!

Momentan komm ich aber wie gesagt ganz gut zurecht und mag nich so Recht zum Psychodoc #zitter!

LG, Yvi!

Beitrag von delfinchen 18.04.11 - 20:34 Uhr

Hallo,

was ist gegen den Besuch bei einem psychologen einzuwenden?
Wenn man ne Eierstockentzündung hat, geht man zum Frauenarzt, bei enr Mittelohrentzündung zum HNO-Arzt - warum sollte man nicht auch zum Arzt gehen, wenn die Seele krank ist?

Machs einfach, danach geht es dir bestimmt besser und du hast mehr Zeit für positive Gedanken und Zeit, das Leben zu genießen.

Alles Gute und Liebe Grüße,
delfinchen

Beitrag von yvka1 18.04.11 - 20:44 Uhr

Hallo!

Ein Besuch beim Gyn zB ist sicher auch nur ne einmalige Sache. Du bekommst bei Beschwerden ein Medikament und meist ist es dann ausgestanden.
Der Besuch und die Behandlung beim Psy. ist meist langwieriger...und ich hab ehrlich gesagt keine Lust auf nen "Seelenstrip", da fühl ich mich nich bereit zu!
Ich weiß, dass ich es sicher irgendwann muss...aber wie geschrieben, gehts mir mom, toi toi toi, echt gut und ich komm super zurecht! Wahrscheinlich bin ich deswegen nich bereit.

Soll jetz nich zickig rüber kommen, ich weiß, war von dir sicher gut gemeint!

LG!

Beitrag von delfinchen 18.04.11 - 20:51 Uhr

Hallo,

klingt doch nicht zickig :-).
Zum Psychologengehen geht man - wohl wegen des Seelenstriptease - wirklich erst dann, wenn der Leidensdruck enorm groß ist.

Ich hab übrigens auch Angst vor Einbrechern, ewnn ich alleine mit den Kindern bin und denke dennoch nicht, dass ich deshalb zum Psychologen müsste :-).

LG,
delfinchen

Beitrag von yvka1 18.04.11 - 20:57 Uhr

Weißt du, wenn das mit den Einbrechern alles wäre...dann wär es echt lächerlich.

Ich hab Angst vor Krankheiten, auch so harmloseres wie MDI, Erkältung etc. Also was heißt Angst, ich bin halt vorsichtig mit Türklinken, Einkaufswagen anfassen etc...!
Ich denk halt einfach zuviel nach - über ALLES mögliche!

Ich setz mich selber viel zu sehr unter Druck, hab leider nen Hang zum Perfektionismus.
Ich komm schlecht damit klar, dass es Sachen gibt, die mMn dem Schicksal zu verdanken sind, Dinge, die ich nich steuern oder beeinflussen kann, verängstigen mich, auch kleine alltägliche Sachen.

Ich geh jetz schlafen, morgen früh klingelt der Wecker...ich muss arbeiten #aerger!

LG!

Beitrag von sunshine7505 18.04.11 - 20:36 Uhr

Hallo,
es kann sein, dass du eine "generalisierte Angststörung" hast:
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalisierte_Angstst%C3%B6rung
LG Katja mit Julia (fast 6) und Sebastian (2,5) #sonne

Beitrag von hopelove 18.04.11 - 20:43 Uhr

Oh ich glaube ich habe mich etwas falsch ausgedrückt.
Ich habe nicht immer diese Ängste und Gedanken.
Nur manchmal mache ich mir über dinge länger Gedanken.
Es ist nicht so dass ich meinen Alltag nicht bewältigen könnte oder körperliche Beschwerden habe.
Ich mache mir einfach manchmal mehr Gedanken als andere.
Kann mich da irgendwie schlecht ausdrücken.
Es ist auch nicht so dass ich den ganzen Tag an das gleiche Denken würde.

lg hopelove

Beitrag von schwilis1 18.04.11 - 20:50 Uhr

ich glaube ich weiß was du eminst. ohne zu glauben du hättest eine angststörung.
mir geht es ähnlich. wenn mein kleiner fieber hat ist mein erster Gedanke: wenn ich mich falsch verhalte stirbt er... total irre.. aber was solls...

Menschen die mich kennen würden niemals auf die idee kommen mich als sensibel zu bezeichnen. aber doch ja... in meinem kopf sind auch immer 10 000 Gedankekn auf einmal und oft im chaos...

Beitrag von hopelove 18.04.11 - 20:54 Uhr

Ich glaube auch nicht das ich eine Angststörung habe.
Ich habe bis jetzt immer Gedacht ich wäre sensibel und würde mir einfach mehr Gedanken machen als andere. Irgendwie verwirren mich die Antworten hier auch gerade. Ich muss doch deshalb nicht zum Psychologen.
Viele haben ja auch Angst vor Einbrecher, Keller, Dunkelheit, Spinnen.
Müssen dann alle zum Psychologen??

lg hopelove

Beitrag von docmartin 18.04.11 - 22:06 Uhr

Hallo,
ich find`s ja immer ein wenig gefährlich wenn hier so schnell nach einem Psychologen/Psychiater gerufen wird bzw. (von Laien?) Diagnosen in den Raum gestellt werden, die selbst ein erfahrener Psychiater nur fürhestens nach einem längeren persönlichen Gespräch stellen würde.

Abgesehen davon finde ich deine Reaktion bzw. deine Ängste relativ normal. Du bist nicht mehr nur für dich verantwortlich sondern hast die Verantwortung für ein weiteres LEbenwesen, eines das ohne dich relativ hilflos ist. Zudem wird einem durch GEburt und Schwangerschaft udn das beginnende neue LEben die eigene Endlichkeit wieder viel bewusster (zumindest für eine WEile bis man im Sumpf des Alltages versinkt ; )
Da dich die Ängste weder hemmen deinem Alltag nachzugehen noch an bestimmten HAndlungen hindern oder dich einzuschränken scheinen hören sie isch für mich nromal und absolut nachvollziehbar an.

Ich bin wirklich nicht "überängstlich" und versuche meinen Kindern viel Freiraum zu lassen aber wenn ich mir vorstelle meine Kleine muss irgendwann einmal nacht mit der S-Bahn rumgondeln, der GRoße mit dem Rad die große Kreuzung überqueren, was noch alles so kommen wird an Unfällen udn Verletzungen... da kann einem schon Angst und BAnge werden. Schließlich geht es ja um das wertvollste was wir haben und die eine Angst die du beschreibst kenne ich gut: ich wäre auch sehr, sehr traurig wenn ich wüsste, meine Kinder müssten ohne mich, ihre Mama aufwachsen (obwohl ich weiß dass sie einen tollen Vater udn eine intakte Großfamilie haben und sicher dennoch glückliche MEnschen würden).

LG dm

Beitrag von hopelove 18.04.11 - 22:28 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für Nachricht.
Ich habe mich wirklich darüber gefreut.
In der Pubertät hatte ich wirklich Ängste die mich im Alltag gehemmt haben. Wenn so etwas nochmal passieren würde habe ich eine super Seelsorgerin die auch Psychologie studiert hat.

lg hopelove

Beitrag von repti 18.04.11 - 23:02 Uhr

Ich verstehe dich und brauchst sicherlich keine Hilfe ;-) !

Ca 5,5 Monate nach der Geburt meiner Tochter, kam ich nach einer Untersuchung im Mrt sofort ins Krankenhaus ...... Diagnose lautete, Verdacht auf Sinusvenenthrombose#schock !

Im Krankenhaus liesen sie mich fast 2 Tage in dem Glauben, dass ich eine Sinusvenenthrombose hätte und sie mir keine Garantie geben könnten, das da jetzt nichts schlimmeres passiert.
Ich lag verkabelt im Bett und durfte auch nicht alleine auf`s Wc usw ..... heulte fast 2 Tage durch und dachte - oh Gott, was wird denn aus meiner Tochter falls ich das ganze nicht überleben sollte #heul ...... sie war ja noch so klein !

Dann durfte ich heim ..... mit den Worten - sie haben zu 80 % keine Sinusvenenthrombose .......... super ! ..... und was ist mit den anderen 20 % ?

Meine Mutter zeigte ( auf Arbeit ) die Unterlagen incl. Bilder dann sämtlichen Ärzten, es wurden weitere Test`s gemacht und dann sollte ich ein paar Tage später ( zur Absicherung ) ins nächste Krankenhaus ....
Da bekam ich dann gesagt, dass es zu 100 % nur eine Anomalie von Geburt an sei - also keine Sinusvenenthrombose #huepf.
....... das sah man vor ca 4 Jahren nicht, da die Geräte noch älter waren und das wirklich einen mm - Sache wäre.

Seit diesem Vorfall gehe ich meistens vom schlimmsten aus .....

Wenn mein Mann geschäftlich unterwegs ist, habe ich Angst das ihm etwas passieren könnte,
Autobahn/Straße - es könnte ja einer auf deiner Fahrbahn ziehen,
Geburt - hoffentlich passiert da nichts, bzw hoffentlich bekomme ich nicht wirklich eine Sinusvenenthrombose, usw, usw.
Blutbild usw - hoffentlich kommt nichts schlimmes raus ( z.B Krebs oder ähnliches )

.............. aber wenn man es genau nimmt, kann einen auch im Haus etwas passieren, also sollte man sein Leben von so etwas nicht steuern lassen #liebdrueck !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Meine größte Angst ist aber, dass mir etwas passieren könnte und ich nicht sehen kann wie meine Tochter aufwächst bzw was wird dann aus ihr ..... was ist wenn mein Mann eine neue heiratet und die behandelt dann mein Kind schlecht, oder ihn passiert auch etwas und sie muss dann zu meiner Schwägerin usw, usw ......

Wenn ich daran denke, das meine Tochter in ein paar Jahren mal etwas ohne ihre Mama unternehmen möchte ....#schwitz ..... oje, oje, #schwitz, ;-) !

Ich bin ein fröhlicher, lebenslustiger, offener und selbstbewusster Mensch, aber manchmal denke ich einfach darüber nach ...... was wäre wenn ?! #heul

Lg #liebdrueck













Die Vorstellung ist wirklich schlimm und die hat bestimmt ( fast ) jeder mal!

Beitrag von canadia.und.baby. 19.04.11 - 11:26 Uhr

Was das mit deinem Mann angeht ja!

Mein Mann ist täglich stunden mit dem Auto unterwegs , von einem zum nächsten Kunden in einem riesen gebiet von nähe hamburg bis hoch Sylt , Kiel ect.


Hab immer Magenschmerzen wenn er sich zwischen durch nicht meldet, oder ich nachrichten höre und es ist auf dieser Autobahn zu einem unfall gekommen!

Zum glück weiß mein Mann das und meldet sich zwischen seinen Kunden immer bei mir!

Beitrag von sanne4 19.04.11 - 13:15 Uhr

Hallo hopelove und alle Anderen :-)

Ich hab mir, also ich Single war weitaus mehr Gedanken gemacht und bin davon aber durch meine stabile Beziehung zu meinem Mann davon weggekommen, was mir sehr gut tut und womit ich besser leben kann. Nur eines ist nie weggegangen. Das habe ich seit meiner frühesten Kindheit. Ich nehme an, dass es eine Form von Angststörun ist. Wenn mein Mann unterwegs ist, joggen, mit Freunden weg, Dienstreise, Radfahren (Rennrad, Mountainbike) ect., dann bin ich bis zu einem gewissen Zeitpunkt entspannt. Sobald ich dann beginne zu denken: "na jetzt könnte er aber langsam mal nach Hause kommen" geht es los. Ich bilde mir ein, dass ihm etwas passiert ist. Ich bin wie gelähmt, kann nix mehr machen, stehe am Fenster oder liege auf dem Sofa. Muss auf die Toilette (Durchfall) und mir wird kalt und ich bekomme Herzrasen. Mein Körper geht dann seinen eigenen Weg. Das geht solange, bis mein Mann da ist. Ich bin dann so erleichtert und sauer auf mich selber. Ich kann das absolut nicht steuern. Ich hatte das als Kind auch schon bei meinen Eltern. In früheren Beziehungen auch. Mein Mann meldet sich dann immer sogut er kann, aber er vergisst es auch schon mal. Das ist dann schlimm für mich.

Also ich möchte damit sagen, dass du nicht alleine bist mit deinen Gedanken. Irgendwie muss man damit leben. Ich habe versucht eine Therapie zu machen und das auszumerzen... aber es hat absolut nichts gebracht.

Alles Gute !!!