wg. Einmischen bei fremden Kindern

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von enyerlina 18.04.11 - 23:02 Uhr

hallo


ich war grad ziemlich entsetzt über die Große Diskussion weiter unten.

Da besucht jemand seine Schwägerin und deren Kind 4 Jahre beißt sein Baby 7 Monate in die Backe, beschmeißt es mit Lego Steinen (!) wirft den Maxi Cosi um (wäre es nicht angeschnallt gewesen wäre es mit dem Gesicht aufgeknallt#kratz und noch einiges mehr


und die Meinungen tendieren dahin dass man im Höchstfall Kindgerecht aufklärt#schock ellenlange Pädagogische Erziehungstipps
wenn ihr alle so reagiert wundert mich nix mehr... wo bleibt die Achtung vor dem Baby? Die Mutter sagte nix zu dem Kind .. also wenn man sich hier nicht einmischen soll wo denn dann? Seht ihr vielleicht noch zu wenn euer Kind in der Schule mit einem Knüppel geschlagen wird ?

also ehrlich.. wo bleibt denn eigentlich der Respect heutzutage noch ? wenn nicht unter Kindern dann den Erwachsenen gegenüber ?ich hätte mir den Bengel, aber vor allem die Mutter die hier in diesem Fall verantwortlich für das Verhalten des Sohnes ist und zusieht wie er das Baby behandelt gehörig vorgenommen!!!!!!! Was kommt dann als nächstes wenn man sich hier nicht einmischt? ein 7 Jähriger mit einem Schlagstock aus Eifersucht?

Beitrag von liz 19.04.11 - 07:02 Uhr

Hallo!

Und ich bin immer wieder entsetzt darüber dass man immer gleich andere (und die eigenen?) anbrüllt. Manche sprechen sogar davon dass sie dem Kind eine gehauen hätten. Und die Mutter wird gleich mitangebrüllt. Hallo, wo leben wir denn.

Ich hätte mit Sicherheit keinen Säuselton für das Kind übrig gehabt. Aber anbrüllen, noch dazu ein "fremdes" Kind geht gar nicht (auch nicht wenns mein Neffe/Nichte wäre). Das hat auch mal wer geglaubt mit meinem Kind machen zu können, den hab dann aber ICH zusammengefaltet.

Im Falle der Mutter des Babys hätte ich das Baby doch gar nicht erst zum schlafen auf den Boden gelegt. Und bei den ganzen Dingen die passiert sind, hätte ich schon viel früher eingegriffen. Und hätte dem Kind in ernstem und scharfem Ton gesagt dass es SO nicht geht.

Auch die Mutter hätte ich mir ran genommen. Aber ebenfalls ohne brüllen. Ich verbitte mir ja auch, dass andere MICH anbrüllen. Was ist das denn für eine Art.

Im Falle der Mutter des 4-jährigen hätte ich schon bei der Schoßgeschichte gesagt dass es jetzt nicht geht bzw. darauf geachtet dass er nicht wild wird. Und auch später hätte ich eingegriffen, zur Not hätte er bei mir am Schoß sitzen müssen bzw. evtl hätte ich sogar zusammengepackt und wäre heimgefahren.

Gruß liz

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 08:07 Uhr

#pro Wenn ich merke ein Kind ist grob zu meinem Säugling hebe ich diesen nicht noch hin zum "schmussen". Und ja anschreien find ich auch erbärmlich....Würd die Mütter gern sehen wenn Ihr Kind angeschrieen wird.

Beitrag von liz 19.04.11 - 09:51 Uhr

Eben, wenn mein Kind einem anderen (noch dazu so kleinen) Kind weh tun würde, würde ich sicher nicht noch "eiti deiti kuschel" machen.
Und wie du schon in einer anderen Antwort geschrieben hast, es gibt ja ein dazwischen.

Aber hier im Forum lese ich immer wieder gleich "den hätt ich so zusammengefaltet" und "dem hätt ich eine geklatscht". Da frag ich mich dann schon.

Beitrag von enyerlina 19.04.11 - 14:36 Uhr

hallo


wie gesagt das meinte ich nicht, sondern einen scharfen Ton das das so nicht geht und dann Konsequent sein.

Beitrag von meringue 20.04.11 - 09:10 Uhr

Gab es denn in besagtem Thread ein Post, das nicht für konsequentes Einschreiten war? Ich kann mich nicht erinnern. Haben doch alle in deinem Sinne geschrieben, oder?!

Vllt abgesehen von den Anbökern und Schlägern...

Beitrag von enyerlina 19.04.11 - 14:35 Uhr

hallo

habe ich was von Brüllen gesagt? Ich meinte wie du scharf und konsequent.

Bereits nach dem 2-3 Versuch des Jungen hätte einer reagieren sollen und dann Konsequent sein.

lg

Beitrag von juniorette 19.04.11 - 08:04 Uhr

Guten Morgen,

ich sehe das wie du!

Immer dieses politisch korrekte "ich bleibe immer ruhig, ich erkläre dem Kind nur ernst, was es falsch gemacht hat" #klatsch
Politisch korrekt, aber alles andere als pädagogisch wertvoll, weil es der Schwere der Tat in keinster Weise gerecht wird.

Was macht wohl mehr Eindruck auf ein Kind?
Eine ruhige Erklärung (die es vielleicht schon 1000x in ruhigem Ton gehört hat) oder eine erwachsene Person, der mal der Kragen platzt und die dann auch schon mal lauter wird?

Ich kann die ganzen "ruhigen" Mütter auch gar nicht verstehen:
haben die denn nicht den Löwenmutter-Instinkt, dass man seine Kinder gegen Gefahr verteidigt (und Brüllen kann eine sehr gute Verteidigungsstrategie bei erklärungsresistenten Kindern sein) bzw. dass man fuchsteufelswild wird, wenn jemand seinem Kind absichtlich Schaden zufügt?

Mit "Instinkt" meine ich, dass ich da nicht lange drüber nachdenke, wenn ich in so einer Situation laut werde, es ist Instinkt und ein Reflex.

Zu dem Thread, den du ansprichst, muss man aber auch ganz klar sagen, dass die Situation für das Baby gar nicht erst gefährlich hätte werden müssen, wenn die Mutter des Babys schon bei den Duplosteinen deutlich geworden wäre, ihr Baby auf ihren Schoß genommen hätte oder zur Not auch nach Hause gegangen wäre.

LG,
J.

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 08:08 Uhr

Aber es ist pädagogisch Wertvoll dann die Mutter und das Kind anzuschreien? #kratz

Ok.

Beitrag von mamavonyannick 19.04.11 - 08:34 Uhr

Hallo,


na ich hoffe doch, dass es etwas zwischen anschreien und ruhig erklären geben wird, oder?

vg, m.

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 08:38 Uhr

Na ich hoffe doch auch :-P

Beitrag von enyerlina 19.04.11 - 14:39 Uhr

hallo

weder ich noch die Userin meinten anbrüllen das finde ich in keinster Weise gut, sondern lauter werden damit das Kind versteht es ist ernst.

Beitrag von liz 19.04.11 - 09:31 Uhr

Hallo!

Ich habe ja auch nicht geschrieben dass ich ruhig und "politsch korrekt" bleibe. Aber anschreien muss ja nun wirklich nicht sein.

Ich habe klar und deutlich geschrieben dass ich das in ernstem und bestimmten Tonfall sage und glaub mir, Kinder merken da (zumindest bei mir) dass ich nun schon ziemlich angefressen bin. Ich finde es unter aller Sau, wenn ein Kind auf 2cm kleingebrüllt wird. Und wie Redrose schon sagte, es gibt da ein Mittelding zwischen "Dududu du böses Kind-Wischiwaschi" und "ich brüll dich an und kleb dir eine".

Und sollte jemals jemand es wagen, meinem Kind eine zu kleben, hat der eine fette Anzeige am Hals. Das ist ein absolutes no-go.

lg liz

Beitrag von delfinchen 19.04.11 - 10:32 Uhr

zumal dieses "immer ruhig bleiben" aus erziehungspädagogischer sicht auch gar nicht unumstritten ist.
es gibt erziehungswissenschaftler, die der ansicht sind, dass kidner auch bei ihren eltern merken sollen, wenn diese wütend/ traurig/ verletzt ..... sind, damit sie alle gefühle kennenlernen und auch selbst die gefühle bei sich und anderen einschätzen lernen.
ich kann auch nicht immer ruhig bleiben, manchmal werde ich schon sehr deutlich und dazu gehört es auch, nicht leise rumzusäuseln, sondern auch mal die stimme etwas zu erheben.

lg,
delfinchen

Beitrag von juniorette 19.04.11 - 10:50 Uhr

Genau DAS meine ich eben! Schön, dass du mich verstanden hast! :-)

Es geht mir gar nicht darum, ein kleines Kind gezielt zur Sau zu machen, aber auch ein kleines Kind muss damit leben, wenn es wirklich was Schlimmes gemacht hat (z.B. absichtlich ein Baby quälen), dass sich dessen Mutter ganz fürchterlich erschrickt, sie auch wütend wird, und die ganzen Emotionen (Schreck und Wut) aus ihr raus brechen.

Und ja, ich bin überzeugt, dass das Erleben solcher Emotionen für das Kind einen Lerneffekt hat im Gegensatz zu ruhigen Erklärungen.
Ich rede hier natürlich nur von ganz üblen Situationen (wie sie die TE angesprochen hat) oder von Situationen, wo man schon erklärt und erklärt und erklärt hat, und das Kind es nicht im Guten verstehen wollte.

Ich habe noch kein Kind angebrüllt, allerdings hat auch kein Kind den Maxicosi mit meinem Baby drin absichtlich umgekippt.

Mein Sohn ist schon lange kein Baby mehr, aber wenn z.B. ein anderes Kind mein Kind absichtlich vor ein fahrendes Auto schubsen würde, wäre bei mir Brüllalarm gegeben.

Beitrag von liz 19.04.11 - 10:57 Uhr

eben. aber zwischen "die stimme erheben" und "ich hätte das kind angebrüllt/zur sau gemacht/zusammengefaltet" und was da eben momentan so im Forum herumgeistert ist ein himmelweiter Unterschied.

lg liz

Beitrag von ratpanat75 19.04.11 - 09:11 Uhr

Hallo,

ich habe den anderen Thread nicht gelesen, aber nachdem, was du schreibst, frage ich mich, warum das Baby nach all diesen "Vorfällen" immer noch in Reichweite des Babies lag ??????
Ich hätte zuallererst das Baby in Sicherheit gebracht (was hat es überhaupt im Maxicosi gemacht? Das ist eigentlich nur für Autofahrten gedacht und als "Ablageplatz" rückenschädlich).
Natürlich hätte ich mit meinem Neffen gesprochen (!), wenn die Mutter das unterlassen hat, aber ich hätte mich auch gefragt, warum er sich so benimmt (Eifersucht, Familiensituation, Verhaltensauffälligkeiten, etc - wir kennen das Kind ja nicht).
Die Hauptschuld hatten hier meiner Meinung nach die Erwachsenen, es ist mir völlig unverständlich, wie sie, nachdem sie gesehen haben, dass der 4jährige, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit der Situation umzugehen wusste, das Baby nicht aus seiner Reichweite geholt haben.

Meiner Meinung nach geht ein Kind, das respektvoll und liebevoll behandelt wird, mit dem die Eltern sich beschäftigen und das notwendige, klar verständliche Grenzen gesetzt bekommt, auch respektvoll mit seinen Mitmenschen um. Wenn ein 7Jähriger andere Kinder mit einem Schlagstock angreift, dann ist irgendetwas falsch gelaufen und man sollte nach der Ursache forschen.


LG

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 09:12 Uhr

Der Neffe ist glaub 7 gewessen und ja es ist schuld der Erwachsenen da gebe ich dir Recht.....

Beitrag von ratpanat75 19.04.11 - 09:20 Uhr

Also sie hat geschrieben, dass Neffe 4 ist, ich habe aber den anderen Thread nicht gelesen.

"Da besucht jemand seine Schwägerin und deren Kind 4 Jahre beißt sein Baby 7 Monate in die Backe, beschmeißt es mit Lego Steinen (!) wirft den Maxi Cosi um (wäre es nicht angeschnallt gewesen wäre es mit dem Gesicht aufgeknallt und noch einiges mehr"

LG

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 09:21 Uhr

#klatsch Ups das Baby 7 Monate und der Neffe 4 #hicks

Ja sorry habs durcheinander gebracht.....

Beitrag von ratpanat75 19.04.11 - 09:26 Uhr

Macht doch nix :-).

Beitrag von beluckymom 19.04.11 - 09:41 Uhr

hey, meine tochter ist 6 und hatte auch für mich sehr unangenehme fasen in denen ich wirklich eingreifen musste damit die situation keine gefahr für andere dastellt. ihre kusine ist gleich alt und die kämpfe unter ihnen habe ich teilweise beide allein ausmachen lassen, allerdings war ich immer in der nähe und hatte ein auge drauf damit sich die kinder nicht ernsthaft verletzen. bei einem so kleinem kind, dass sich nicht wehren kann ist das absolut unverständlich wie man "nicht" reagieren kann. sie sind einem kleinkind absolut geistig sowie körperlich überlegen und müssen beaufsichtigt werden wenn ein baby in der nähe ist. dass es mal zu einer blöden situation kommt denke ich ist fast normal, aber dafür sind dann eltern da um eingreifen zu können!!

Beitrag von liz 19.04.11 - 09:41 Uhr

Hallo!

Das Baby war im Maxi Cosi weil die Mama heimfahren wollte. Baby also schon fahrbereit gemacht. Sie hat dann noch Sachen ins Auto getragen und dann kam es zu dem Unfall. (Ich persönlich hätte ja nach den ganzen anderen Vorfällen das Baby zuerst ins Auto getragen).

lg liz

Beitrag von ratpanat75 19.04.11 - 11:24 Uhr

Ok, ich hatte, wie gesagt, den betreffenden Thread nicht gelesen.
Mir ist es trotdem ein Rätsel, wie die Mutter nach all diesen Vorfällen die Sachen ins Auto bringt und ihr Baby in Reichweite des Neffen zurücklässt- das finde ich verantwortungslos.

LG

Beitrag von enyerlina 19.04.11 - 14:41 Uhr

hallo


der Thread steht etwas weiter unten und heißt Einmischen bei fremden kindern



lg

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