Beleidigungen / Beschimpfungen

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nina_1981 19.04.11 - 08:39 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich habe seit einigen Wochen ziemliche Probleme mit meiner Tochter (7 Jahre). Sobald etwas nicht nach ihrer Nase geht, beschimpft und beleidigt sie mich und auch ihren Bruder (4 Jahre).
Das geht los mit "Du bist gemein", "du bist blöd" und steigert sich dann bis zu "Du bist ein Arschloch", "du bist eine Lügnerin", "du bist scheiße"...

Ich habe schon einiges versucht: ich habe ihr eindringlich erklärt, dass wir so nicht miteinander reden, dass es uns weh tut, wenn sie uns beleidigt und beschimpft, ich habe Hilfebitten ignoriert "Nein, eine blöde Mama kann dir nicht helfen", ich habe diese Ausbrüche komplett ignoriert und bin zur Tagesordnung übergegangen.
Mit dem Ergebnis, dass sie nur noch mehr tobt. Sie ist teilweise so wütend, dass sie rumbrüllt, rumschreit und alles nur noch schlimmer wird.

Gestern ist mir die Hutschnur geplatzt, nachdem sie wieder die ganze Bandbreite in einer Lautstärke vom Stapel gelassen hat, dass die ganze Nachbarschaft wahrscheinlich kurz vor einem Anruf beim Jugendamt war, habe ihr gesagt, wer sich so benimmt, darf leider bei dem schönsten Wetter nicht raus gehen, sondern muss in seinem Zimmer bleiben. Habe sie dann unter Wutgeheul in ihr Zimmer gesteckt.
Wenig später kam sie raus und hat sich bei mir entschuldigt; das hat sie aber schon so oft getan, dass ich es ihr nicht mehr abnehme: es tut ihr nämlich nicht wirklich leid, dass sie mich so anschreit.

Ich habe ihr dann gesagt, dass das so nicht weitergehen kann, dass es mir keinen Spaß mehr macht, mit ihr zu reden, wenn sie mir ständig die Worte im Mund herumdreht und mich aufs Schlimmste beschimpft und beleidigt. Dass wir uns gemeinsam was überlegen müssten, damit das aufhört und wir wieder normal miteinander umgehen können.

Sie ging also wieder in ihr Zimmer und kam mit der Idee zurück, dass sie jetzt immer, wenn sie mich beleidigt, nicht raus darf. Hmmm... einerseits eine gute Idee, denn wer sich so benimmt hat tatsächlich kein Recht, draußen zu spielen, andererseits wird ihr Benehmen wahrscheinlich noch übler, wenn sie weniger Bewegung hat....

Tja, was soll ich sagen: heute früh startete der Tag schon wieder äußerst bescheiden. Ich bat sie, sich die Zähne putzen zu gehen und schon ging es los: "Na toll, nie hilfst du mir, du bist so gemein". Ich habe ihr meine Hilfe angeboten, dann kam: "du lügst mich nur an, du willst mir nie helfen, immer muss ich alles alleine machen, du bist total bescheuert"

Ich habe daraufhin gesagt, dass nach ihrer Regel dann ja schon jetzt das heutige Draußenspielen erledigt sei... dann drehte sie natürlich wieder richtig auf...

Was soll ich tun? Ich weiß wirklich nicht, warum sie sich immer ungerecht behandelt fühlt, tatsächlich bekommt sie, auch wenn sie sich benimmt, sehr viel Aufmerksamkeit... Was ist das???
HILFE!!!!

Gebt mir Tipps, gebt mir Ratschläge, öffnet mir bitte die Augen!

Lieben Gruß und vielen Dank,
Nina

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 08:43 Uhr

Bekommt sie Taschengeld? Für jeden Ausdruck und für jede Beleidigung 20 cent abziehen oder mit einem Punktesystem das Ihr wöchentlich macht, also wenn sie in der Woche so und so viele :-) hat gibts was schönes und bei so und sovielen :-( ist was gestrichen?

Bei uns reicht es wenn ich sage sie sollen aufs Zimmer bis sie wieder normal reden können, aber Kinder sind ja nicht alle gleich....

Beitrag von nina_1981 19.04.11 - 08:53 Uhr

Ja, sie bekommt Taschengeld und die Idee hatte ich auch... ihre Antwort: "ich brauch das eh nicht, behalte das doch". Sowieso habe ich den Eindruck, sie ist gänzlich unbeeindruckt, wenn ich irgendetwas verbiete. Schicke ich sie in ihr Zimmer, tobt sie erst noch ein bißchen, kommt dann raus, ist das liebste Kind der Welt - bis der nächste Aufreger kommt und sie wieder aufdreht...

Ihre Besserungen sind einfach nicht von Dauer, weißt du? Ich kann einfach ganz schwer einschäzten, warum sie sich so benimmt, warum sie so unzufrieden mit anderen, sich selbst und überhaupt der ganzen Welt ist....
Sie gibt mir leider auch keine Antwort darauf...

Ich weiß auch nicht wirklich, was ich streichen sollte: Fernsehen gucken meine eh fast nie, bei dem Wetter schon gar nicht. Ihre Hobbys streichen? Ganz ehrlich, ich bezahl einen Haufen Geld fürs Voltigieren und Tanzen, das einfach so streichen? Würde sie wahrscheinlich eh nicht interessieren: sie steckt dann so drin ihrer Wut, dass ihr das egal ist, was es für Konsequenzen gibt..

Belohnungssystem hab ich auch schon überlegt, bisher aber noch nicht ausprobiert, weil es dann immer auch Ben treffen würde, was ja eigentlich nicht Sinn der Sache ist. Oder sollte ich so eine Tafel nur für sie machen? Dann fühlt sie sich aber wieder ungerecht behandelt... arghh...

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 08:59 Uhr

Sie tut vieleicht so? Meine Stieftochter sagt auch oft ist mir doch egal machs doch, und wenns so ist dann ist sie nicht mehr so vorlaut ;-)

Meine Stieftöchter sind 5 und 7, die kleine tyranisiert auch oft und ja es ist dann uach schwer wieder normal mit Ihr umzugehen manchmal wenn sie lieb ist. Ich versuch Ihr klarzumachen, das sie nicht ständig dinge machen kann nur um die Grosse zu ärgern und das wenn sowas nochmal vorkommt sie eine Auszeit bekommt.

Ich habe die Tafel eine Zeitlang für beide Kinder gemacht, sie haben aber nicht für alles :-) oder :-( bekommen, und ich habe nie gesagt wenn du das oder das tust dann.....Sie haben schon noch gestritten oder gezickt aber es sind keine Ausdrücke gehagelt oder hauen oder oder.....Und wenn als sie mal 5 :-) hatten wars super bei :-( sind wir nie angekommen.....Die Liste hing hoch hoben bei Ihnen im Zimmer sie wurden also immer dran erinnert ;-)

Beitrag von tomama 20.04.11 - 13:41 Uhr

Hallo,

geh doch einfach mal zu einer Erziehungsberatungsstelle. Manchmal reichen schon ein oder zwei Beratungssgespräche und dann lösen sich Probleme.

lg Tomama

Beitrag von thea21 19.04.11 - 09:44 Uhr

Hallo,

ich kann mir kaum vorstellen, dass es 24h rund um die Uhr so geht und würde dir daher raten (falls nicht schon getan) in einem und absolut harmonischem Moment (vielleicht, wenn ihr euch beide allein einen schönen Tag im Zoo, whatever macht) mit ihr zu reden! Ohne Vorwürfe.

Stell Fragen.

Frag warum sie wütend ist, warum sie oft so wirkt ,ect pp.

Vielleicht weißt du dann erstmal mehr!

Beitrag von nina_1981 19.04.11 - 09:52 Uhr

Hallo Thea,
danke für den Tipp, es ist nur leider so, dass es momentan so wenige harmonische Momente gibt #schmoll
Und wenn dann doch mal einer da ist, will ich ihn meist nicht kaputt machen, indem ich mit dem Thema anfange.. ist vielleicht auch falsch...

Ich werd mal gucken, ob ich sie zum Reden bringen kann! #winke

Beitrag von nina610 19.04.11 - 09:45 Uhr

Ohhh das kommt mir ja so bekannt vor. Meine Tochter ( fast 7 ) ist momentan genauso...
Ich glaube das ist einfach ne "vorpubertäre Phase" :-D wir müssen da durch... Ich habe schon die tollsten Tipps bekommen u.a. Mußt ihr mal welche auf den Po hauen".... Das hilft natürlich ;-) Nee nee... Ich rede einfach nicht mit ihr, wenn sie so zickt... Fällt mir nicht leicht, aber zeigt langsam Wirkung...


Wünsche dir gaaaanz viel Kraft

LG (ebenfalls ) Nina

Beitrag von nina_1981 19.04.11 - 09:55 Uhr

Alter Schwede, da brauch ich aber gaaaaanz viel Geduld bei dieser Phase. Ich versuch mir auch oft, einzureden, dass das irgendwann auch wieder besser wird...
aber so langsam glaub ich nicht mehr dran.. Wenn DAS die Vorpubertät ist, dann überlebe ich die Pubertät nicht ;-) .... obwohl... man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben #zitter

Danke Dir!

Beitrag von nina610 19.04.11 - 09:58 Uhr

Ja eben, das GUTE daran ist ja auch, wir sind dann schon darauf vorbereitet!!!
Ich war als Kind, laut Aussagen meine Mamita, nicht anders.... :-D

Beitrag von schokomuffin88 19.04.11 - 13:34 Uhr

Diese Phase hat bei uns begonnen als der Große in den Hort gekommen ist,
seit dem gibt es eine Schimpfwort-Kasse.

Entweder er gibt mir Spielzeug oder er muss etwas von seinem Taschengeld abdrücken, seit dem klappt es ganz gut und er reißt sich zusammen.

LG

Beitrag von colli26 20.04.11 - 08:38 Uhr

Gut, meine Mädels sind noch kleiner, aber als die Situation bei uns mal eskaliert ist, weil die Mädchen nur noch sich und auch uns angebrüllt und angegiftet haben, haben wir in einem ruhigen Moment den Versuch mit einer Familienkonferenz gemacht und einfach das ganze Thema mal durchgesprochen.

Zuerst haben wir erzählt, was uns an der momentanen Familiensituation nicht gefällt und dann durften die Mädchen erzählen. Zum Abschluss haben wir uns gemeinsam Regeln überlegt, wie wir das Familienleben schöner gestalten können und die in einem Vertrag festgehalten, den jeder unterschrieben hat und der jetzt noch in der Küche hängt.

Das hat erstaunlich gut funktioniert, wenn es natürlich auch keine Wunder gewirkt hat. Besonders erhellend fand ich, wie oft es in den darauffolgenden Tagen dazu gekommen ist, dass eine der Kinder mich, oder meinen Mann an den Vertrag erinnert hat, weil wir in lauter Ungeduld z.B. etwas lauter geworden sind :-p

LG
Coli

Beitrag von xbienchenx 20.04.11 - 10:08 Uhr

Seid wann denken sich Kinder die Strafen aus? Du zeigst ihr damit nur das du nicht in der Lage bist allen zu handeln.
Das was deine Tochter macht ist völlig normal!
Und du, wie ich finde, reagierst völlig über. Klar setzt man Grenzen, aber dafür einsperren halte ich für Sinnlos, weil es mit der Sache an sich nichts zu tun hat.

Ich würde vorallem nie sagen das sie mich damit verletzt, denn genau das ist es was sie in solchen Momenten erreichen will. Ich würde, wenn sie nach so einem Aussetzter wieder normal ist, mit ihr nicht reden. Ich würde sagen: Warum willst du mit mir reden? Ich bin doch sowieso doof.....
Vielleicht hilft das. Jedes Kind ist verschieden. Meine bräuchten nur ne Ansage und sie würden das dann unterlassen. Ich denke aber das du hier noch gute Tips bekommen wirst.

Alles Gute

Beitrag von lisasimpson 20.04.11 - 11:15 Uhr

ich höre da heraus, dßa sie sich zurückgesetzt fühlt.

Gibt es einen bestimmten Grund, warum das gerade jetzt auftritt?
Ihr Bruder ist ja auch schon größer.

Ich denke in ihrem erleben ist das hier:
"Na toll, nie hilfst du mir, du bist so gemein". Ich habe ihr meine Hilfe angeboten, dann kam: "du lügst mich nur an, du willst mir nie helfen, immer muss ich alles alleine machen, du bist total bescheuert"
tatsächlich so.

Reagiere auf sie so, wie es ihrem erleben entspricht (nicht wie esdeinem erleben entspricht, denn ich denke du hast dsa gefühl sie durchaus ausreichend zu unterstützen)

Besprecht eine klare regelung- was hat sie davon, wenn es eine stunde gut klappt?
was hat sie davon wen nes einen ganzen nachmittag gut klappt?
was hat sie davon, wenn sie sich dirgegenüber höflich und freundlich verhält an einem ganzen abend?

macht keien besprafungsnumemr draus.
sag ihr ,was du dir wünschst, sag ihr jedes mal, wie sie es richtig machen kann (sag mir bitte: bitte mama, hilf mir beim zähne putzen") und achte penibelst darauf, daß du ihr gegenüber aufmerksam bist, wen nsie sich so verhält, wie du dir das wünscht.,
besprecht so oft es geht, was gut gelaufen ist und lobe sie dafür.
Sucht euch etwas aus, was ihr beide zusammen gerne macht und überlegt euch, daß ihr das gerne am .... zusammen machen würdet- ihr bsi dahin gegenseit darauf achten werdet, höflich und freundlich miteinander umzugehen.
Immer dann wenn euch das gelungen ist (auch dir), dann klebt ihr euch einen stern auf ein blatt am kühlschrank (für jeden tag oder für jede stunde/ jede tageszeit oder wie auch immer- je nachdem wie oft das vorkommt und wie du es einschätzt, daß ihr so viele sterne sallen könnt, wie nur möglich)
und diese sterne rechnet ihr am ende um in z.B. eiskugeln, die ihr euch dann gönnt, wenn ihr euren gemeinsamen tollen ausflug macht

gib ihr einen anreiz, sich angemessen zu verhalten und freut euch dran, wenn es auch nur mal eine stunde gut lief

lisasimpson

Beitrag von tomama 20.04.11 - 13:58 Uhr

Hallo,

was mir noch dazu einfällt. Deine Tochter scheint sich ja benachteiligt zu fühlen. Wenn ich mir aber als Mutter sicher wäre, dass ich meine Kinder nicht gravierend unterschiedlich behandele (außer bei altersspezifischen Dingen), dann würde ich mir solch ein Verhalten schlicht nicht gefallen lassen.

Der Vorschlag sie für eine Stunde "normales Verhalten" zu belohnen käme mir nie in den Sinn. Ich würde sie die Strafe auch nicht selbst aussuchen lassen und mit ihr auf einer Paarebene diskutieren.

Meine Tochter weiß, dass sie mir sagen darf (und auch soll), wenn ich zu ihr ungerecht bin. Sie sagt es dann auch und wenn ich es genauso sehe, dann einigen wird uns auch.

Aber die Erziehung bestimme einzig und alleine ich. Das gibt ihr die nötige Sicherheit, so nach dem Motto "Mama weiß schon was sie tut".

Also, um nochmal konkret zu werden. Sie ist 7 Jahr, wahrscheinlich schon Schulkind. Da muß sie doch lernen, dass negatives Verhalten auch eine negative Konsequenz hat. Also, wenn mich eine Kind beleidigt (Wobei "Du bist gemein" für mich nur eine Feststellung und keine Beleidigung ist), dann bekommt es eine Strafe. Bei meiner Tochter sieht es dann so aus. Ich verwarne sie, ich sage ihr auch, wenn sie jetzt noch die Kurve bekommt, sich entschuldigt und mir vernünftig sagt, warum sie so wütend ist, dann finden wir auch eine Lösung. Wenn das auch nicht fruchtet gibt es eine Strafe (aus dem Zimmer schicken, in dem ich mich aufhalte, Lieblingssendungverbot oder etwas Ähnliches).


Weißt Du, vielleicht klingt das jetzt sehr autoritär. Aber unterhalte Dich mal mit Lehrern oder anderen Berufsgruppen, die viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Respekt vor Erwachsenen kennen viele Kinder von zu Hause nicht mehr. Und das Schlimme ist, dass sich so respektlose Kinder viele Chancen im Leben kaputt machen, weil sie dann von Fremden als kleine "A...kinder" gesehen werden. Als Mutter liebt man sein Kind auch, wenn es sich daneben benimmt. Fremde sind da nicht so kulant.

Also, verbitte Dir Beleidigungen, diskutiere nicht wie mit einer Erwachsenen, belohne sie nicht für normales Verhalten, mach schöne Dinge mit ihr und habt Spaß.

lg Tomama

Beitrag von nina_1981 21.04.11 - 08:32 Uhr

Hallo Tomama,
danke für deine Antwort. Du hast natürlich recht, ich sollte nicht mit ihr wie mit einer Erwachsenen diskutieren und das tu ich normalerweise auch nicht. Die Idee, sie solle sich eine Strafe überlegen, sollte eigentlich mehr dazu beitragen, dass sie sich echt mal Gedanken darüber macht, was sie da tut.

Ich werde sie selbstverständlich nicht für "normales" Benehmen belohnen, ich habe ihr allerdings gestern gesagt, dass ich es toll finde, wenn ein Tag so schön abläuft (gestern keine einzige Beschimpfung), und das das dann alles viel mehr Spaß macht. Da hat sie mir auch zugestimmt.

Ich hatte vor drei Wochen ein Gespräch mit ihrer Lehrerin und habe mich natürlich auch schon mit Müttern aus dem Freundeskreis unterhalten. Das Positive ist: wenn Leonie woanders ist, benimmt sie sich vorbildlich. In der Schule ist sie der reinste Engel (ich habe extra nachgefragt, ob wir tatsächlich über das gleiche Kind reden ;-))
Die Lehrerin sagte dann zu mir, dass es gut ist, wenn Kinder sich anderswo gut benehmen können und es von einem Vertrauensverhältnis zeugt, wenn Kinder dann zuhause "alles" rauslassen...

Davon war ich zwar nicht sonderlich begeistert, es zeigt mir aber schon, dass ich ja wohl irgendetwas doch richtig mache #schwitz
Also ein "A-Kind" scheint sie (noch) nicht zu sein. #schein

Klar darf und soll meine Tochter auch "Du bist gemein" zu mir sagen, wenn sie das so empfindet, dann haben wir ja eine Grundlage, darüber zu reden, warum sie etwas gemein findet. Und natürlich findet sie es doof, wenn ich ihr sage, sie soll sich z.B. eine Jacke anziehen, wenn sie doch lieber ohne rausgehen würde.

In meinem Ausgangspost wollte ich damit nur zeigen, dass sie sich selbst dann hochpusht und kein Ende findet....

Ich denke, ich habe jetzt einigermaßen die Kurve gekriegt, es hat auf jeden Fall geholfen, auch mal mit Leuten darüber zu "sprechen", die sie nicht kennen.
Sollte die Dame wieder anfangen, werde ich direkt konsequent sein, man verfällt leider mit der Zeit in so eine Art Lethargie... und will ja auch nicht immer nur schimpfen...

Also noch mal: Vielen Dank für deine Hilfe!

Beitrag von tomama 22.04.11 - 13:29 Uhr

Hallo Nina,

Lob finde ich auch wichtig. Unsere Tochter wird sehr viel gelobt. Ich neige auch eher zu Lob als zu Tadel. Aber sie weiß einfach, wann Schluß ist. Und es gab ja auch den Vorschlag, man sollte sich eine Belohnung überlegen, wenn sich Deine Tochter eine Stunde normal verhält.

Dass Du Ihr in der derzeitigen Situation nach einem guten Tag sagst, dass es schön war, ist ja auch richtig. Sie soll ja auch ein positives Feedback erhalten. Aber eben nicht durch Belohnung. Ich sage zu meiner Tochter auch oft abends, dass mir der Tag mit ihr sehr gut gefallen hat. Und sie sagt es auch oft.

Und zu dem Thema hochpushen. Da würde ich nicht mit einsteigen. Laß sie nicht Herrin der Situation sein. Du solltest den Ton angeben. Wenn sie also rumnölt (Du bist gemein, warum soll ich eine Jacke anziehen, niemand sonst muss eine Jacke anziehen und und und, wer kennt das nicht), dann würde ich meine Entscheidung vielleicht auch nochmal überdenken. Meine Tochter mag auch nicht gerne Jacken anziehen. Wenn ich also merke, dass sie noch warme Arme hat, obwohl ich schon friere, dann sarf sie auch ohne Jacke gehen. Wenn nicht, dann muss sie die Jacke anziehen oder reingehen. Logische Konsequenz.

Und niemand ist gerne die ständig schimpfende Mama. Deswegen gibt es bei mir auch nicht allzu viele Regeln. Aber die wenigen, die mir wichtig sind, die ziehe ich auch durch. Das wird meinem Kind immer die Sicherheit geben, dass ich für sie da bin. Ich will nicht ihre beste Freundin sein, sondern ihre Mama.

lg Tomama

Beitrag von sarahjane 20.04.11 - 19:27 Uhr

Vielleicht könnte Euch eine Familientherapie helfen oder ein Besuch bei einer Erziehungsberatungsstelle, damit die Situation nicht irgendwann zu eskalieren droht.

Beitrag von nina_1981 21.04.11 - 08:37 Uhr

Hmm, ich glaube nicht, dass es soweit ist... aber wenn ich tatsächlich völlig hilflos wäre, würde ich das sicher tun ;-)

Beitrag von tomama 22.04.11 - 13:18 Uhr

Hallo nina,
ich hatte Dir das ja auch geraten. Dafür muss ein Problem nicht sonderlich groß oder außergewöhnlich sein. Bei uns wird das regelmäßig im Kindergarten angeboten (wir sind ein Familienzentrum), und da gehen Eltern mit vielen kleinen Problemen und Fragen hin. Warum auch nicht?

Aber wer sich da scheut, muss es natürlich auch nicht machen.

lg Tomama

Beitrag von xbienchenx 21.04.11 - 20:17 Uhr

<<<Vielleicht könnte Euch eine Familientherapie helfen oder ein Besuch bei einer Erziehungsberatungsstelle, damit die Situation nicht irgendwann zu eskalieren droht.

Also mal im Ernst, wenn wegen jedem Bischen man gleich zur Therapie oder Beratungsstelle rennt, wären all diese Einrichtungen maßlos überfüllt.

Die Probleme die sie hat, sind nicht mal wirkliche Probleme. Deswegen muss man doch nicht zur Therapie rennen!

Beitrag von janimausi 22.04.11 - 13:58 Uhr

Also, deine Tochter bekommt deine Hilfe nur, wenn sie sich in deinen Augen korrekt verhält?
Sie ist grad in einer schwierigen Phase.
Da benimmt sie sich auch mal wie das letzte Eichhörnchen...
Und, willst du sie dafür strafen, das es ihr grad so geht?
Willst du ihr deswegen deine Aufmerksamkeit entziehen?

Liebe mich wenn ich es am wenigsten verdient habe...
Schonmal gehört?

Anstatt ihr morgens zuzu rufen oder zu sagen geh dir die Zähne putzen, wie wäre es mit einem hey, lass und zusammen die Zähne putzen gehen...
Geh auf sie zu, ganz ohne Grund, helfe ihr auch bei Dingen, bei denen sie deine Hilfe schon lange nicht mehr braucht, warum?
Weil sie doch nach deiner Aufmerksamkeit ruft...

Und warum du ihr auhc helfen solltest, wenn sie gemein zu dir ist und dir weh tut?
Weil sie doch genau das will, DICH, deine völlige Aufmekrsamkeit.