Für den Mann einen Arzttermin machen bei begründetem Verdacht

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 14:35 Uhr

Ich muss heute mal in schwarz schreiben. Ich habe Angst das mein Mann Lungenkrebs haben könnte. Komme selber aus dem medizinischen Bereich und kenne die Syptome, deshalb bin ich auch sehr durcheinander. Nun stellt sich die Frage, ob ich für meinen Mann einen Arzttermin machen kann, dass heißt wenn ich dort anrufe meine Ängste in Verbindung mit meinem Wissen darüber klar zu äussern. Mein Mann hat einen Termin in einem viertel Jahr aber ohne Röntgen, er will nicht wahr haben das da etwas sein könnte. Er hat in den letzten Wochen stark abgebaut und ich mache mir wirklich sorgen.

Würdet ihr das machen, oder meint ihr das ich zu sehr in seine Privatsphäre einschreite?

Viele Grüße

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 14:46 Uhr

Hm nein find ich nicht........Ich würde sowas glaub nicht erkennen da ich das Fachwissen nicht habe.....Viertel Jahr find ich sehr lang mit diesem Verdacht.....

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 14:50 Uhr

Danke dir, eben das ist ja das Problem. Mein Verdacht geht ja schon länger als ein paar Wochen. Einen Lungentermin hat er schon abgesagt, ich denke weil er weiß das da was zu finden sein kann und es lieber verleugnet. Ich habe ihm allerdings auch klar auf den Kopf zugesagt, dass ich den Verdacht habe.

Ein viertel Jahr kann unter Umständen schon den Tot bedeuten. Und eigentlich habe ich mir damit die Frage ob ja oder nein gerade selbst beantwortet.

#danke

Beitrag von redrose123 19.04.11 - 14:52 Uhr

Na lieber einen Mann der zwar sauer mit mir ist aber lebt, als einen der Tod ist und dafür mit mir im guten ist.......Drück die daumen das dein Verdacht nicht wirklichkeit wird sondern nur einbildung ist #schmoll Meld dich wenn Ihr gewissheit habt.....

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 17:56 Uhr

Ja so sehe ich das eigentlich auch und du hast sicher recht. ich werde ihn heute oder morgen wenn es passt noch mal darauf ansprechen.

Danke

Ich melde mich

Beitrag von hoffentlich nicht 19.04.11 - 15:12 Uhr

Hallo,

oh je das hört sich ja gar nicht gut an.

Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall einen Termin ausmachen, Du schreitest damit doch nicht in seine Privatsphäre ein, es ist doch nur verständlich das Du Dir Sorgen um ihn machst.

Dein Mann will wohl aus "Selbstschutz" nicht zum Arzt weil er ahnt das etwas nicht stimmen könnte.

Ich hatte in der Verwandtschaft auch einen Fall von Lungenkrebs, dort wurde er leider erst viel zu spät erkannt, nach über einem Jahr.

Ich drück euch die Daumen das mit Deinem Mann alles in Ordnung ist und sich der Verdacht nicht bestätigt.

Vielleicht magst Du uns ja später mal schreiben was bei dem Termin rausgekommen ist.

Ich wünsche Dir und Deinem Mann alles Gute. #klee

GGLG

Beitrag von gh1954 19.04.11 - 15:21 Uhr

Termine kannst du viele machen, ob er hingeht, steht auf einem anderen Blatt.

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 15:22 Uhr

Ja da gebe ich dir Recht, ich werde aber dafür sorgen das er das tut, denn ich werde diesmal mitgehen!

Beitrag von gh1954 19.04.11 - 15:28 Uhr

Und wenn er sich weigert, zu gehen?
Klarheit würde ja erstmal eine Röntgenuntersuchung zeigen.

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 15:35 Uhr

Wenn er sich strickt weigert dann muss ich mir was einfallen lassen, sei es ihm die Pistole auf die Brust zu setzten. Aber so weit denke ich jetzt erstmal nicht. Eben genau diese Untersuchung möchte ich haben.

Beitrag von frieda05 19.04.11 - 15:59 Uhr

Solltest Du ihm die Pistole auf die Brust setzen, solltest Du auch bereit sein abzudrücken. Wäre in dieser Situation eher kontraproduktiv.

Ich bin der Ansicht, daß es relativ sinnlos ist einen Termin für ihn zu machen. Er hat bereits einen versäumt, weil ihm die Muffe geht. Du solltest (was Du allerdings mit Sicherheit schon gemacht hast) ihm deutlich klar machen, daß Früherkennung im Falle einer Krebserkrankung durchaus lebensrettend sein kann. Wenn Krebs, dann Krebs - auch wenn er nicht hingeht, da beißt die Maus keinen Faden hab. Vielleicht hilft die emotionale Schiene. Das Du eben beruhigter wärest, wenn zeitnah die Ursache für den "Verfall" diagnostiziert würde. Von Krebs würde ich da garnicht reden. WEnn er sowieso die Hosen voll hat und Du ihm dann auch noch einredest, er würde einen Befund bekommen, erreichst Du das genaue Gegenteil von dem, was Du anvisierst.

GzG
Irmi


Mein Mann würde sich allerdings verbitten, daß ich seine Arzttermine mache.

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 18:03 Uhr

Ich habe ihm gesagt, dass der Husten sich nicht gut anhört und das die Gewichtsabnahme in Verbindung mit seinem schlechten Aussehen einen Grund haben könnte. Ein mal habe ich ihm auf den Kopf zugesagt, weil er es einfach auch nicht hören will und meine Mutter ebenfalls auffiel das er schlecht aussieht, dass es mich nicht wundern würde wenn es Krebs ist. Ansonsten versuche ich eher behutsam zu sein (ich erwähne ja nicht ständig, Schatz du hast Krebs du musst zum Arzt) und einfach die Notwendigkeit der Untersuchung zu vermitteln.


"Mein Mann würde sich allerdings verbitten, daß ich seine Arzttermine mache. "

Das würde ich mir auch verbitten, allerdings muss man manchmal auch andere Schienen befahren und wenn man nicht in so einer Situation ist, kann man das immer so daher schreiben.

Beitrag von gh1954 19.04.11 - 16:08 Uhr

>>>sei es ihm die Pistole auf die Brust zu setzten.<<<

Wie denn?

Beitrag von zeitblom 19.04.11 - 15:41 Uhr

naja, so etwas kann auch nach hinten losgehen und die Trotzreaktion des Mannes verstaerken.....

viel Glueck

Beitrag von allyl 19.04.11 - 15:56 Uhr

Hi,

ich verstehe, dass Du Dir Sorgen machst und etwas tun möchtest. Aber was bringt es, einfach einen Termin auszumachen, den Dein Mann dann ggfs. nicht wahrnimmt?

Rede mit ihm und mache ihm klar, wie wichtig es für Dich ist, dass er sich untersuchen lässt. Dass die Angst Dich fertig macht. Und dann macht gemeinsam einen Termin aus und geht meinetwegen auch gemeinsam hin.

Aber ich glaube nicht, dass es der richtige Weg ist, ohne Rücksprache mit Deinem Mann einen Termin auszumachen.

Ich wünsche Euch alles Gute und hoffe, dass ich der Verdacht nicht bestätigt.

LG Ally#klee

Beitrag von litalia 19.04.11 - 16:52 Uhr

vielleicht hast du ihm mit deinem verdacht einfach angst gemacht?

vielleicht wäre es besser ihn mehr "aufzubauen" anstatt zu sagen ich denke es ist lungenkrebs.

wie kommst du denn darauf? krebs erkennt man doch nicht einfach so und es kann doch auch was ganz anderes sein?

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 18:13 Uhr

Nun ich gehe ja nicht daher und sage, Schatz du musst zum Arzt du hast Lungenkrebs. Ich habe ihn lediglich drauf aufmerksam gemacht, das sein Husten komisch klingt, das seine Gewichtsabnahme eine bestimmte Ursache haben könnte und ich habe ihm gesagt das sein Gesamtbild mir merkwürdig vorkommt. Ich habe ihm einmal nach dem er wieder abgewunken hatte und meine Mutter auch sagte das er schlecht aussieht, ganz spontan in dem Zusammenhang gesagt, dass es mich nicht wundern würde wenn er Lungenkrebs hat. Ansonssten versuche ich schon das Thema nicht Thema sein zu lassen und versuche ihn behutsam zu einem Termin zu bewegen.

Sicher erkennt man Krebs nicht, aber man sollte auf die Anzeichen achten noch dazu wenn mehrere zusammen kommen. Nur der Husten hat mir auch keine Angst gemacht, aber alles zusammen dann schon etwas mehr.

Beitrag von ug2712 19.04.11 - 16:53 Uhr

Schwierige Angelegenheit.
Warum hat dein Mann den bereits angesetzten Termin denn versäumt?
Hat er diesen Termin nur als nicht so wichtig angesehen oder hat er sich klar gegen die Untersuchung und damit evtl. einhergehende Entdeckung dieser Erkrankung gestellt?

In meiner Familie gab es bereits einige Krebserkrankungen und bisher ging leider keine positiv aus.
Die ganzen Behandlungen haben das Leiden der Patienten nur verstärkt. Ich wüsste daher nicht so genau, wie ich selbst in einem solchen Fall handeln würde...

Beitrag von frieda05 19.04.11 - 16:57 Uhr

#schock......


und in meinem Freundeskreis gab es jede Menge positive Befunde und aufgrund der frühen Diagnostik und der Behandlungen und OP`s (die natürlich nicht immer lalasalama waren) gingen 98% bisher positiv aus....

Tut mir ja fürchterbar leid, doch Deinen zweiten Absatz hättest Du Dir auch klemmen können....#augen.

GzG
Irmi

Beitrag von ug2712 19.04.11 - 17:07 Uhr

Das ist deine Meinung zu diesem Thema.

Es könnte jedoch durchaus sein, dass ihr Mann auch eine andere Meinung dazu hat. Ich wollte lediglich mal einen zweiten Blickwinkel eröffnen.
Sollte er nämlich so zu dem Thema stehen, wird sie mit ihren Terminen gar nichts ausrichten. Dann muss sie ihn schon erst einmal überzeugen...

Beitrag von frieda05 19.04.11 - 17:21 Uhr

#kratz... - ich kann ja schlecht was anderes, als meine Meinung schreiben, oder #rofl?

Meiner unmaßgeblichen Ansicht nach, ist es der Situation weder zuträglich noch sollte der Krankheitsverlauf Deiner Anhörigen hier als beispielhaft gelten. Die Problematik der TE betrifft es jedenfall eher weniger.

Gzg
Irmi

Beitrag von gh1954 19.04.11 - 17:24 Uhr

>>>Die ganzen Behandlungen haben das Leiden der Patienten nur verstärkt.<<<

Das glaube ich nicht, du kannst nicht beurteilen wie sehr die Kranken ohne Behandlung gelitten hätten.

Beitrag von heute mal schwarz 19.04.11 - 18:07 Uhr

Ich glaube das er den Termin wirklich verschwitzt hat, allerdings kann ich es so genau nicht sagen. Menschen die eine Ahnung haben können ja Dinge erfinden und das auch noch so ernsthaft rüber bringen, dass man als nicht direkt Beteiligter auch noch daran glaubt.

Da ich selber in der Medizin tätig bin, bin ich mir über die Prognose durchaus im klaren und weiß, dass es immer schlechter aus sieht je mehr Zeit vergeht.

Ich weiß auch wie Lungen- und Krebskranke Menschen aussehen ich arbeite mit ihnen.

"Die ganzen Behandlungen haben das Leiden der Patienten nur verstärkt. Ich wüsste daher nicht so genau, wie ich selbst in einem solchen Fall handeln würde... "

Das würde ich so jetzt nicht unterschreiben, es gibt für alles ein für und wieder.

VG

Beitrag von fruehchenomi 19.04.11 - 19:44 Uhr

Wenn ich bei meinem Mann drauf warten wollte, dass er freiwillig zu seinen Untersuchungen ginge, wäre er wohl schon nicht mehr am Leben.
Er hat seit Jahren Herzrhythmusstörungen, vor 7 Jahren einen Schlaganfall, Marcumarpatient usw.
Ich mache schon immer die Termine aus, geh mit ihm hin und sag ihm einen Tag vorher, dass er morgen einen Termin hat und es darüber keine Diskussion gibt.
Ich liebe ihn und will ihn noch behalten - und dafür hat er die Pflicht, auf sich zu schauen. Das hat nichts mit Privatsphäre zu tun, sondern auch mit Fürsorge - Männer gehen doch grundsätzlich nicht freiwillig zum Dok.
Meiner brummelt, motzt, meckert auch mal - aber geht dann doch mit - und beim Dok ist er dann bester Laune.......
Ich wünsche euch alles Gute und dass sich Dein Verdacht keinesfalls bestätigt.
LG Moni