Steuerberater

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von 20carinchen04 19.04.11 - 15:48 Uhr

Hallo

Habe heute meine Steuern zurückerhalten und es schlichen sich einige Fehler rein.#aerger

Nach 2maligem telefonieren wird es nun geändert und ist hoffentlich bis Morgen bei mir. Kann ich deshalb die Rechnung verändern? Am liebsten hätte ich es nun ja selbst gemacht nach dem Hin und Her.:-[

Ansonsten hat er komischerweise bei 2 gleichen Fällen, 2 unterschiedliche Faktoranzahlen genommen.#kratz
Einmal war es Einkünfte aus Gewerbebetrieb (12,5/10) und das andere Mal Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (1/10).#kratz

Zudem wurde einmal Einkommenssteuererklärung (50.000,00)mit 1/10 und dann nochmal eine andere Summe (50350,00) als Ermittlung des Überschusses aus nichtselbständiger Arbeit mit Faktoranzahl 2/20 berechnet.#kratz Ich hab keine Ahnung, woher die letzte Zahl stammt.#schock

Möchte natürlich beim Telefonat mit dem Steuerberater nicht dumm da stehen. Daher dachte ich, frag ich mal hier, ob sich jemand damit auskennt.

Zu uns:
Mein Mann ist Angestellter;
Ich habe ein Kleingewerbe, welches nicht USTpflichtig ist. (Auch das wurde uns mit Umsatzsteuererklärung für das Kalenderjahr einschließlich ergänzender Anträge und Meldungen in Rechnung gestellt.#gruebel)
Zudem war ich kurze Zeit selbstständig als Nachhilfelehrerin tätig (um die 100 EUR)....

#schwitz
Carina

Beitrag von bemmchen 19.04.11 - 16:09 Uhr

huhu,

zu erst mal zu deiner USt sache:

auch wenn du nicht USt Pflichtig bist muss eine USt Erklärung ausgefüllt werden, da werden allerdings nur die Umsätze aus dem Vorjahr und diesem Jahr eingetragen, also nur eine Kleinigkeit von 5 Minuten..eigentlich sollten dafür nicht mehr als 1/10 berechnet werden...Bemessungsgrundlage sind hier mind. 6000 € oder bei mehr die Einnahmen

zu deinem Mann: da muss die Anlage N ausgefüllt werden, der gebührenrahmen richtet sich hier nach dem Bruttojahresgehalt, die Faktoren haben natürlich immer einen Spielraum von einem mindestsatz und einem höchstsatz...1/20 und 2/20 heißt dabei das nicht viel arbeit zu tun war und somit recht günstig

Die ESt an sich betrifft als Rechnungsposition nur den Mantelbogen und die außergewöhnlichen Belastungen sowie die Vorsorgeaufwendungen...auch dabei ein Spielraum in den faktoren 1/10 ist da sehr günstig und angemessen denke ich wenn nicht viel zu tun war-...Bemessungsgrundlage ist in der Regel der gesamtbetrag der Einkünfte

Die Einkünfte aus selbstständiger Arbeit umfassen lediglich das ausfüllen der Anlage S oder G (s bei freiberuflern und G bei gewerbesteuerpflichtigen) 2/20 ist da gut könnte aber auch reduziert werden die Bemessungsgrundlage ist hier der Gewinn bzw. mind. 6000 €, ist ja nicht viel zu tun außer den gewinn eintragen und bei der Anlage G noch die Höhe der Gewerbesteuer

Einkünfte aus Gewerbebetrieb müsste demzuforge die Anlage EÜR sein oder die Gewinnermittlung an sich als Excell Tabelle (wenn du keine Buchhaltung hast hast du natürlich keinen richtigen jahresabschluss und zur vereinfachung werden die zusammengefassten Daten aus Einnahmen und Ausgaben in einer Excell tabelle als Ersatzabschluss erstellt), die Anlage EÜR ist natürlich etwas aufwendiger falls keine Buchhaltung geführt wird...Bemessungsgrundlage kann ich dir grad nicht sagen, müsste aber die Betriebseinnahmen sein


was mich irritiert ist die unterschiedliche Bezeichnung zwischen Einkünften gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit...also wen du nur 1 was hast sollte da auch ne einheitliche Bezeichnung stehen...entweder einkünfte selbst. arbeit oder einkünfte gewerbe und dazu passend anlage s oder anlage g

Beitrag von bemmchen 19.04.11 - 16:11 Uhr

ah sehe gerade das mit dem anlage s ist deine nachhilfetätigkeit ;)

Andere Frage:

Welche ergänzenden Anträge und Meldungen wurden bei der UStE gemacht?! Maximal gewerbesteuererklärung aber die dürfte dann ja 0 sein unterm strich

Beitrag von 20carinchen04 19.04.11 - 17:06 Uhr

Ja, da war nichts..

Ich kann nicht einmal nen Zettel finden, wo das genau erklärt ist.#aerger

Das ist nur ein Steuerbogen und da wurde dann 1 Zahl eingetragen...

Ebenso hat er bei selbstständiger Tätigkeit 1/10 genommen und bei Gewerbe 12,5/10. Letzteres musste er ne Überschussrechnung machen, da er meinte, ich muss meine Excel Tabelle nicht abgeben.:-[ Hab das ja auch alles schön aufgelistet im PC.... Ansonsten halt eintragen.
Waren nicht ganz 500 EUR, da ich recht viel ausgab und das eben mehr als Hobby sehe...

Erklärung zur Gewerbesteuer muss ich ja auch mit 33,80 EUR bezahlen...

UST hat er ebenfalls 33,80 EUR verlangt.

Bei Gewerbe von 12,50/10 = 135 EUR

Na, das war ein teurer Spaß...#aerger Eigentlich hieß es, es sind in etwa 10% vom Lohn... Na ja, wir hatten insgesamt ca. 40.000,00 EUR.
#rofl Und meine Mama gibt dort monatlich alles ab...
Sie meinte schon, sie übernimmt das nun. Aber na ja, ist mir auch unangenehm.#hicks

Ab sofort frag ich hier nach und mach die Steuer selbst!:-p War gar net so viel, was er machen musste. Das ärgert mich noch mehr.#rofl#klatsch

Na ja, nun zahlen wir halt einmalig 470 EUR.#schwitz
(Für 1 Ordner und 1 Tag Arbeit.. Na, den Umsatz hätte ich auch gerne.;-))

LG und vielen Dank
Carina

Beitrag von bemmchen 19.04.11 - 21:02 Uhr

wenn du keine richtige buchhaltung bei diesem steuerberater machen lässt und du mit deinen einnahmen nicht mehr als 17500 € hast brauchst du nicht einmal die anlage eür ausfüllen..

eigentlich hätte eine schnöde excell tabelle gereicht, aber das kann ich von hier aus natürlich schlecht beurteilen...aber egal wieviele belege es sind, wenn du es bereits ganz toll zusammen gefasst hast ist das dann auch nicht mehr viel arbeit das in einen richtig gescheiten überschussrechnungsabschluss zu verwandeln...die programme sind heute so toll das man buchungen aus excell einfach importieren kann ;)

Beitrag von bemmchen 19.04.11 - 21:06 Uhr

hm...also wurde die gewerbesteuererklärung ebenfalls mit 1/10 berechnet, das ist schon mal gut, denn das ist unterster satz wie bei der uste

ich frage mich dennoch welche ergänzenden meldungen und anträge gemeint sind...da gibt es eigentlich nix...


das gewerbe mit 12,5/10 zu berechnen wenn man eigentlich alles schon ordentlich vorsortiert und zusammengerechnet vorfindet finde ich zwar etwas hoch, aber okay...ist so im normalbereich wenn man einen ordentlichen abschluss mit anlage eür macht

falls du nächstes mal hilfe brauchst oder ähnliches is auch kein problem wenn du ne pn schickst

Beitrag von 20carinchen04 20.04.11 - 20:59 Uhr

Super, danke!#liebdrueck

Werde mir dich merken.. Sollte ichs vergessen, schreib ich absofort gleich hier und frag nach.#pro

Meine Mama und mein Mann wollten, dass wirs machen lassen..#augen Na ja, mal sehen, ob die Rechnung nochmal geändert wird.

Es war nicht viel Arbeit und manche Positionen sind komisch. Frag mich auch, wieso er so viel verlangt, wenn er nur die Rechnung schreibt.#rofl

Beitrag von susannea 20.04.11 - 11:33 Uhr

Wenn du gut bist fragst du bei Finanzamt an ob sie dich von der Abgabe der Umsatzsteuererklärung befreien, das spart dann Arbeit ;)

Ging bei mir problemlos!

Beitrag von bemmchen 20.04.11 - 11:51 Uhr

Kommt drauf an wie lange sie das Unternehmen schon hat und ob Ihr umsatz die letzten Jahre immer im gleichen Rahmen war, wenn es jedoch jedes Jahr etwas mehr geworden ist, werdne die das nicht machen, denn es könnte ja mal über die Kleinunternehmergrenze kommen und dann freut sich des Finanzamt ;)

Beitrag von susannea 20.04.11 - 11:54 Uhr

Das klang aber nicht so nach ihren Beschreibungen. Ist in etwa so wie bei mir, immer deutlich unter 1000 Euro Gewinn, der Gewerbebetrieb besteht seit 1998 und damit war es überhaupt kein Problem davon eine Befreiung zu erhalten.

Beitrag von bemmchen 20.04.11 - 20:51 Uhr

das war allgemein als antwort auf deinen post gedacht...jeder einzelfall ist natürlich unterschiedlich

Beitrag von 20carinchen04 20.04.11 - 21:01 Uhr

Ich arbeite bei einer Pflegefirma im Direktvertrieb.
Nebengewerbe/Kleinstgewerbe besteht seit 1.8.2010
Gewinn: 468 EUR
Mache das nur nebenher...

Und die Rechnung vom Steuerberater war genauso hoch.#schock #rofl

meine Mama ist dort Stammkundin, gibt monatlich ALLES hin.. Daher regts mich noch mehr auf.-.-

Beitrag von 20carinchen04 20.04.11 - 21:02 Uhr

Ich bin ja davon befreit...#kratz

Zumindest steht das auf meiner Gewerbeanmeldung, soweit ich das noch weiß..

Und, da es mini Beträge sind, muss ich keine UST ausweisen.#aha

Das hab ich auch dem Steuerberater gesagt und er wollte sich die Rechnung nochmal anschauen. Leider hat er sich noch immer nicht gemeldet.:-[

Beitrag von susannea 20.04.11 - 21:54 Uhr

Von der Umsatzsteuer befreit zu sein heißt nicht von der Umsatzsteuererklärung befreit zu sein. Musste ich leider auch lernen!

Beitrag von bemmchen 21.04.11 - 08:48 Uhr

das ist leider genau das was ich ganz zu anfangs erklärt hatte:

du bist Kleinunternehmer und brauchst/darfst auf deinen rechnungen keine USt ausweisen und darfst aber auch keine USt (genannt Vorsteuer) aus anderen Rechnungen die an dich gestellt werden abziehen. Seine UST Erklärung besteht nur aus 2 zahlen die gleich am Anfang nach den betrieblichen Daten auf der UST Erklärung eingetragen werden, nämlich Zahl 1: Einnahmen Vorjahr und Zahl 2: Einnahmen in dem Jahr

Beitrag von susannea 21.04.11 - 15:33 Uhr

Ich weiß ja nicht, was du mir damit sagen willst.

Es ändert nichts daran, dass man davon befreit werden kann!

Das spart Zeit und Kosten beim Steuerberater!

Beitrag von 20carinchen04 19.04.11 - 17:10 Uhr

Ah, noch kurz ne Frage:

Pendelpauschale.. Ab wann wird die berechnet?

Die Dame von dort meinte, erst ab 15 Km...#kratz

Mein Mann muss täglich mitm Auto fahren, da Bus nicht um diese Zeit in diese Richtung fährt. Zug wären 40Minuten zu Fuß, 10 Minuten mitm Auto. Seine Arbeit ist nicht ganz 5km entfernt; Er fährt somit ca. 9km pro Tag für die Arbeit... (Anderer Ort, ca. 10 Minuten Fahrt)

Wäre super, wenn man mir das auch noch beantworten könnte. Will eigentlich nicht wieder anrufen und was ändern lassen.:-[ Wenn es so sein sollte, werd ichs nämlich nun selbst in die Hand nehmen und versuchen, weniger zu bezahlen... Echt nervig.#aerger #hicks

#danke

Beitrag von bemmchen 19.04.11 - 20:58 Uhr

mit pendlerpauschale meinst du sicherlich die ganz normalen fahrten wohnung-arbeit...die kannst du immer berechnen, auch bei 1 km, aber wirklich lohnen tut es sich erst ab 13 km (da du ja über dem pauschbetrag möglichst kommen willst, der bisher 920 € war) wenn du nicht noch weitere werbungskosten hast..generell gelten dabei 16 € für kontoführung, die steuerberatungskosten der anlage n (in der regel nimmst du da den nettobetrag x 1,2 x 1,19 da hast du die anteiligen porto und bearbeitungskosten und umsatzsteuer mit drin) und fachbücher sowie berufskleidung wenn es ein koch ist zum beispiel


Beitrag von 20carinchen04 20.04.11 - 20:57 Uhr

Die Dame hat nun gar nichts reingeschrieben..

Das Finanzamt meinte, es kommt mit rein und lohnt sich, da wir die 920 EUR sicher erhalten würden, da das irgendwie die Mindestpauschale ist.

Mein Mann ruft am Dienstag beim Steuerberater an und wird sich nochmal beschweren, dass die Pauschale nicht berücksichtigt wurde. Wie es aussieht, hat er sich unsere Steuer gar nicht mehr angeschaut und nur die Angestellte oder Azubine arbeiten lassen.#gruebel Da macht man was mit...#rofl