Alleinerziehende,Harz4,Probleme mit Kinderbetreuung

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von vivia 19.04.11 - 22:23 Uhr

Hallo Zusammen,
ich hätte gerne mal Eure Meinung gehört, eventuell auch von Betroffenen. Bei uns stand heute ein großer Bericht in der Zeitung über die Probleme Alleinerziehender bei der Jobsuche. Arbeiten/Job finden ist nicht möglich, weil die Betreuung der Kinder (kein Hortplatz - kein Job) nicht gewährleistet ist. In dem Artikel kamen einige Betroffene - alle aus der gleichen Stadt - zu Wort und haben ihre Situationen geschildert.
Nun dachte ich mir, wäre es denn nicht eine super Idee, wenn sich diese (hauptsächlich) Mütter zusammentun würden? D. h. Zehn Mütter tun sich zusammen und managen das irgendwie zusammen mit der Kinderbetreuung. So müßte es doch möglich sein, das alles unter einen Hut zu bekommen, oder seh ich das völlig blauäugig? Ich bin zum Glück nicht Alleinerziehend aber auch ich bin mit zwei Kindern immer am Organisieren, um Teilzeit arbeiten zu können. Und wir Mütter helfen uns immer gegenseitig aus, das klappt ganz gut. Ich finde, man muss da auch mal versuchen, sich selbst zu helfen und nicht alles in die Verantwortung des Staates zu legen.
Gruß
vivia

Beitrag von arienne41 19.04.11 - 22:40 Uhr

Hallo

Alleinerziehende sollten bei Der Kiga/Hortvergabe bevorzugt werden da sie immer die Hauptverdiener sind.
Ich habe bei der Hortanmeldung direkt drauf geschrieben das ich AE bin und arbeite.
Ich habe einen Hortplatz. Es gab wohl 4 Plätze 3 Geschwisterkinder und mein Sohn kommen in den Hort.

Aber das ist doch ein Problem seit ewiger Zeit. Nun hat man ab 3 Jahren einen Anspruch auf einen Kigaplatz, was ja klasse ist, aber wenn die Kinder zur Schule kommen klafft ein Riesenloch auf da es zu wenig Hortplätze gibt.

mit 10 Müttern klappt das nie. Mit 2-3 Müttern vielleicht.

Beitrag von sarahjane 19.04.11 - 22:50 Uhr

Alleinerziehende werden bei der Kindergartenplatzvergabe meist bevorzugt. Außerdem kann man sich vom Jugendamt eine Tagesmutter vermitteln lassen. Und ab 10 Jahren kann ein Kind auch 2 bis 4 Stunden am Tag allein daheim verbringen.

Beitrag von thea21 20.04.11 - 07:58 Uhr

<<<Alleinerziehende werden bei der Kindergartenplatzvergabe meist bevorzugt>>>

Aha?

Wo?

In meinem Umfeld (mehrere Kita) hat es damals niemanden interessiert ob ich 42 h arbeite, oder mit der Hand in der Hose zuhause sitze.

Beitrag von nele27 20.04.11 - 11:52 Uhr

Z.B. in Niedersachsen und in Hamburg...

Beitrag von thea21 20.04.11 - 12:36 Uhr

Dann ist ihre Aussage aber trotzdem falsch, da nicht meist bevorzugt wird, sondern es Bundesländer gibt, die bevorzugen.

Danke für die Info.

Beitrag von sechisi 20.04.11 - 13:15 Uhr

Hallo,

bei uns in der Region hat die Lebenssituation sogar ganz gravierenden Einfluß auf die Vergabe!

Alleinerziehende werden bevorzugt und grundsätzlich muß ein Arbeitsplatz mit mindestens 15 Std./Woche während der KiTa-Öffnungszeiten nachgewiesen werden!

Und selbst dann gehts in die VERLOSUNG!!!

Nur so zur Info...

#winke, sechisi

Beitrag von silbermond65 20.04.11 - 09:12 Uhr

Kitaplätze bekommen hier alle ab 3.Allerdings gibt es fast nur Halbtagsplätze, also entweder morgens oder nachmittags.
Tagesmütter ? Meist ausgebucht.
So einfach ist es nun mal nicht überall.

Beitrag von curlysue1 21.04.11 - 18:04 Uhr

Ich wohne auf dem Dorf aber bei uns kannst Du Dein Kind ab der 8. Lebenswoche in den Kiga bringen von 7-17 Uhr.

Beitrag von zwiebelchen1977 20.04.11 - 09:28 Uhr

Hallo

Das ist absoluter Quatsch. Hier interresiert es keinen, ob du alleine bist oder mit Partner. Mit oder ohne Job. Hier geht es nach Alter.

Bianca

Beitrag von sechisi 20.04.11 - 13:14 Uhr

Hallo,

bei uns in der Region hat die Lebenssituation sogar ganz gravierenden Einfluß auf die Vergabe!

Alleinerziehende werden bevorzugt und grundsätzlich muß ein Arbeitsplatz mit mindestens 15 Std./Woche während der KiTa-Öffnungszeiten nachgewiesen werden!

Und selbst dann gehts in die VERLOSUNG!!!

Nur so zur Info...

#winke, sechisi

Beitrag von hedda.gabler 19.04.11 - 23:34 Uhr

Hallo.

Hier in meinem Umfeld sehe ich das Problem nicht so ...

... meine Tochter ist zunächst ab ihrem 15. Lebensmonat zu einer Tagesmutter gegangen (wir hatten allerdings wirklich Glück, den Platz zu ergattern) und wurde dort bis 14:30 Uhr betreut.
So konnte ich gut Teilzeit wieder einsteigen.

Seit dem letzten Sommer geht sie in den Kindergarten ... und hat einen Ganztagsplatz bis 16:00 Uhr.
Ich habe zwar einen Vertrag über 20 Stunden, aber meine Position bringt viel Mehrarbeit mit sich (die Stelle war auf Vollzeit ausgeschrieben, bin aber aber aufgrund meiner Flexibilität aufgrund der langen Kinderbetreuung und der Möglichkeit von Homeoffice seitens des Arbeitgebers erst einmal Teilzeit angestellt worden). Im Allgemeinen bekomme ich die Mehrarbeit innerhalb der Betreuungszeiten meiner Tochter hin ... habe ich mal Termine darüber hinaus, habe ich mir ein Netzwerk von anderen Müttern im Kindergarten aufgebaut, die mein Kind dann mal mitnehmen. Und für Abendtermine stehen Patenonkel und meine Schwester parat.

Hier werden immer mehr Grundschulen Ganztagsschulen (bis 16:00 Uhr), so auch die zuständige Grundschule meiner Tochter. Da mir das Konzept aber nicht wirklich gefällt und ich auch auf eine Ferienbetreuung angewiesen bin, schiele ich natürlich auf einen Hortplatz (wäre im jetzigen Kindergarten meiner Tochter), der mir als Alleinerziehende (und Vorsitzende des KiGa-Elternbeirates;-)) schon zugesagt wurde. Sollte es nicht klappen, muss halt die Ganztagsschule herhalten ... wobei ich dann durchaus überlege, ob meine Tochter nicht auch allein nach Hause gehen könnte (die Grundschule ist 2 Minuten zu Fuß entfernt, ohne große Straße dazwischen) und ich dann halt je nach Arbeitsaufwand zeitnah dazu komme. Mal sehen.

Aber Du hast in einem Recht ... eine berufstätige Alleinerziehende benötigt neben der normalen Betreuung ein sehr gutes Netzwerk ... aber auch wenn ich auch mal Kindergartenfreundinnen mit zu uns zum Spielen nehme, könnte ich niemals das wiedergeben, was ich an Unterstützung durch andere Mütter bekomme, eben weil mir die Zeit fehlt.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von bi_di 20.04.11 - 06:11 Uhr

Ich gebe Dir ja Recht, das gerade Alleinerziehende ein Netzwerk brauchen und der Staat nicht jede Überstunde / Geschäftsreise abfedern kann.

Aber reguläre, tägliche Kinderbetreuung von 8 - 10 Stunden oder auch nur 4 - 5 Stunden nach der Schule kann so ein Netzwerk nicht auffangen. Denn das würde bedeuten, das Du alle paar Arbeitstage einen halben oder ganzen Tag Urlaub nehmen müsstest, um auch mal die Kinderbetreuung zu übernehmen. Mal ganz abgesehen davon, das ich mir nicht zutraue regelmässig 10 Kinder leidlich sinnvoll zu betreuen - von dem WO mal ganz abgesehen. Und wir wohnen in einem eigenen Haus. 10 Kinder in einer 2-3 Zimmer-Mietswohnung ist etwas, was man sich (und seinen Nachbarn) nur sehr selten wünscht.

Tun sich die Frauen zusammen, um einen gemeinsamen 'Babysitter' zu bezahlen bist Du sehr rasch im Bereich der professionellen Kinderbetreuung (insbesondere bei 10 Kindern) und musst die rechtlichen Vorgaben beachten. Das kann man nicht mehr 'so eben' nebenbei organisieren - mal ganz abgesehen von den Kosten. Solche privaten Elterninitiativen gibt es, aber die werden finanziell (genau wie staatliche / kirchliche Betreuungseinrichtungen) massiv von den Kommunen gestützt. Und wenn die Kommune nicht will, weil sie nicht muss (und zur Betreuung von Schulkindern sind die Kommunen nunmal nicht verpflichtet) wirst Du mindestens 600 - 800€ pro Kind einkalkulieren müssen.

Wie gesagt, ein Netzwerk zu haben, das einspringt, wenn beruflich ausserplanmässig was ansteht, ist ein Muss für Alleinerziehende. Die regelmässige Betreuung von 13.00 - 17.00 Uhr kann so ein Netzwerk aus alleinerziehenden Berufstätigen imho nicht leisten.

Grüsse
BiDi

Beitrag von salome25 20.04.11 - 10:10 Uhr

Hallo!

Du kannst das echt gern versuchen, aber ob es gelingt?

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass wohl viele eine solche Situation schildern, wenn man sie dann aber konkret mit ins Boot holen will, machen sie nen Rückzieher. Oder andersrum: ich arbeite in Vollzeit, weil ich gerade eine Umschulung mache. Würdest du echt bis abends um 22 Uhr auf meine Tochter aufpassen, damit ich mir meinen Traum verwirklichen kann??? Ich habe versucht mir ein solches Netzwerk aufzubauen, viele Mamas haben versprochen und nichts gehalten, sitzen immer noch zu Hause und kriegen es nicht mal hin, einen 400 Euro Job zu machen, obwohl Hilfe und Unterstützung doch zugesichert wird...eine ehemalige Freundin sagte, sie will noch warten, bis ihr Kind in den KiGa kommt. Aber das ist schon lange her und arbeiten tut sie immer noch nicht, obwohl sie es könnte, aber "mehr als 5 kg darf sie nicht heben" :-[ Ok, ich rege mich immer darüber auf. Ich war mir halt bisher nie zu schade für irgendwelche Arbeit, habe alles gemacht, was ich in die Finger bekam, auch als ich noch verheiratet war. Ohne Arbeit würde ich mich fühlen, wie ein Haufen Sch....

LG
salome

Beitrag von manavgat 20.04.11 - 16:31 Uhr

Mein Vorschlag:

diese Mütter und auch Frauen die nicht betroffen sind, organisieren sich und schlagen ordentlich Krach!


Kinder sind doch eine Gesellschaftsaufgabe.

Gruß

Manavgat

Beitrag von hoeppy 20.04.11 - 18:12 Uhr

Es ist ja schön und gut, das sich Alleinerziehende Frauen ein soziales Netzwerk aufbauen sollten.

Aber ich würde meine Kinder nicht jeder X-beliebigen Mutter anvertrauen nur weil sie zufällig auch Alleinerziehend ist.
Solch ein Netzwerk baue ich über Freunde und Verwandte auf.

Aber nicht weil ich von irgendwelchen Frauen lese oder höre die in der selben Situation sind.

Da gehört meiner Meinung nach schon etwas mehr dazu als nur die gleiche Situation.

LG Mona