Ich versteh es einfach nicht!!!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von fl26052008 20.04.11 - 11:06 Uhr

Guten Morgen!

Ich weiß, dieser Post wird wieder die Gemüter erhitzen, aber ich muss mal meinen Frust los werden:

Mein Sohn wird nächsten Monat 3 Jahre alt. Letztes Jahr zu seinem Geburtstag hat er von seiner Tante ein Töpfchen bekommen. Wir haben dann einfach angefangen, jeden Abend nach dem Zähne-Putzen aufs Töpfchen gesetzt und es klappte nach wenigen Tagen. Immer nur ein bisschen, aber das war auch ok. Und wenn mal nichts kam, war es kein Beinbruch.

Dann sind wir letzten Sommer in unser Haus gezogen und von heute auf morgen klappte es den ganzen Tag. Was waren wir stolz! Er hat immer Bescheid gesagt, teilweise 3 Mal in 10 Minuten - aber das war total egal. Ruck Zuck konnten wir die Windeln weglassen und er ging zuverlässig auf die Toilette. Großartig.

Dann hatten wir so im November ne Phase, da ging öfter mal was daneben, ohne große Veränderungen in der Familie (Trennung, Umzug, Eingewöhnung oder Kindergarten oder so). Gedacht hab ich mir nichts dabei, ganz normal. Wir haben bis zu 8 Mal am Tag umgezogen bzw. wenn er selbst nach einer Windel gefragt hat, hat er auch eine bekommen. Geschimpft haben wir nie, warum auch. Rückschritte gibts immer.

Dann kam Weihnachten und alles war wieder gut. Sohnemann ging wieder wunderbar auf die Toilette, manchmal war sogar schon die Schlafwindel über Mittag trocken. Nachts zwar noch nicht, aber das war ja auch egal.

Es klappte alles perfekt bis ca. Ende Februar / Anfang März. Und seit dem geht hier gar nichts mehr. Wir sind wieder soweit, dass der Zwerg morgens beim Anziehen sofort ne Windel bekommt, weil ich ihn sonst gegen 09:00 Uhr schon wieder umziehen kann, wieder zwischen 8 und 10 Mal am Tag. Er sagt nur noch beim großen Geschäft Bescheid, das klappt nach wie vor ohne Probleme. Da sagt er zuverlässig immer Bescheid. Aber Pipi klappt überhaupt nicht. Null.

Ich kann das einfach nicht verstehen. Was mach ich bloß? Er kann es trocken, er hat es so lange gekonnt, hat er es etwa wieder verlernt? Und das große Geschäft ist seit bestimmt 8 Monaten nicht ein einziges Mal in die Windel gegangen! Er weiß also genau, was da passiert!

Wie verhalte ich mich denn nun richtig, Meinungen im Freundeskreis variieren zwischen wickeln bis hin zu "lass ihn in die Hose machen, irgendwann lernt er es schon". Oder: "Ich hab mein Kind sich immer selbst umziehen lassen, da er darauf keine Lust hatte, hat es ganz schnell geklappt!"

Im Sommer soll er in den Kindergarten und da müsste er eigentlich trocken sein. Aber was soll ich denn machen, wenn es nicht klappt?

Ich weiß überhaupt nicht weiter. Ich sitze hier manchmal schon und heule deswegen, bin total überfordert.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, wie ich mich am besten verhalte.

Schönen Tag Euch allen!

Beitrag von bine3002 20.04.11 - 11:47 Uhr

1. Wenn er im Kindergarten trocken sein MUSS, dann ist das ein scheiß Kindergarten, der der Zeit hinterher hinkt. Ich würde mein Kind nicht dorthin geben.

2. Solche Phasen sind normal und haben auch damit zu tun, dass Kinder all ihre Fähigkeiten ausbauen wollen. D.h. sie versuche HÖHER und WEITER zu springen, SCHNELLER zu laufen und eben auch LÄNGER aufzuhalten. Beim Springen und Laufen fallen sie mal auf die Nase und beim Aufhalten ist die Hose dann eben nass. So einfach ist das.

Wenn Du ihm jetzt wieder eine Windel anziehst, dann ist das so als würdest Du ihn nur noch an der Hand laufen lassen, damit er sich nicht verletzt. Er wird nicht mehr laufen, aber entwickeln kann er sich dabei nicht.

Das heißt aber nicht, dass es völlig falsch ist, ihm eine Windel anzuziehen. Es ist ja auch nicht falsch, das Kind an der Hand laufen zu lassen, wenn es nur noch wegrennt. Man muss das einfach aus dem Bauch herauis entscheiden.

Ich würde die Windel dann anziehen, wenn es ihn selbst stört, dass es in die Hose geht. Wenn er sich also selbst überfordert und ihn das Ganze demotiviert. In dem Fall könnte es sinnvoll sein, mit der ganzen Geschichte zu pausieren und in ein paar Wochen nochmal neu anzufangen.

Vielleicht ist er entwicklungstechnisch auch gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt. Auch dann wäre es sinnvoll, diese Entwicklungsphase abzuwarten.

Bei meiner Tochter war es 3 mal so, dass wir die Windel für eine Weile wieder angezogen haben. Sie fing schon mit 23 Monaten an Pipi-trocken zu werden und weil es gerade Sommer war, lief sie ohne Hose. Als es dann Herbst wurde, wollte sie keine Windel mehr, also ließen wir sie weg. Klappte auch erst, dann aber nicht mehr und wir zogen sie eben wieder an. Und das dann noch zwei mal bis zum darauffolgenden Sommer, wo sie 3 wurde. Sie kam in den Kindergarten und nässte dort auch ab und zu mal ein, auch mal ein paar Tage am Stück. Da brauchten wir dann aber keine Windel mehr und haben abgesprochen, dass ich sie einfach alle 1,5 Stunden erinnere. Das habe ich dann zwei Tage gemacht und es klappte es auch wieder. Die Erzieherinnen haben das dann übrigens auch gemacht. Die wechseln aber auch Windeln, bei Kindern die noch nicht trocken sind.

Bei manchen Kindern ist das Einnässen auch ein Schrei nach Aufmerksamkeit. Ich denke, dass das Einnässen in der Kindergartenzeit bei meiner Tochter eher sowas war. Aber davon würde ich jetzt bei Euch erstmal nicht ausgehen.

Beitrag von steffi1501 20.04.11 - 11:52 Uhr

Mein Sohn ist noch nicht soweit, ist aber auch erst 22 Monate!
Aber mein Neffe, der musste auch vor der KiTa möglichst trocken werden!
Tagsüber klappt es auch...Nachts nicht und er ist jetzt 3 Jahre und 7 Monate jung!
Ich denke (nur aus deinem schreiben), das ihr euch alle zu sehr unter druck setzt!

Wie ist denn dein Gefühl?
Vergisst er das bescheid sagen im spielen, oder ist er abgelenkt?
Meinst Du er spürt es nicht mehr?
Denkst du er möchte euch ärgern oder so?

Was sagt dein gefühl?

Julian sagt mit seinen 22 Monaten auch nur Kacki und alle 3x ist es wirklich so ;-)

Lg Steffi

Beitrag von jenny2202 20.04.11 - 12:52 Uhr

Hey,

zuerst einmal solltest du dir nicht all zu viele Gedanken machen! (leichter gesagt als getan-ich weiß)
Wie du schon richtig erkannt hast: Rückschritte gibt es immer mal wieder und gehören dazu. Wenn du sicher bist, dass keine Veränderung in seinem Alltag stattgefunden hat wie z.B. Geschwisterchen bekommen oder ähnliches, dann würde ich die Windel jetzt weglassen, denn du weißt, dass er es kann. Erinnere ihn immer mal wieder daran zur Toilette zu gehen, ist anstrengend, aber es hilft ihm.

Der Satz: "Ich hab mein Kind sich immer selbst umziehen lassen, da er darauf keine Lust hatte, hat es ganz schnell geklappt!" ist nicht immer verkehrt.
Als ich noch als Erzieherin gearbeitet habe, ist es durchaus mal vorgekommen, dass ein Kind sich selbst umziehen musste. Meistens waren es zwar die 5-6 jährigen, die man ca. 10 mal gefragt hat ob sie zur Toilette müssen, da sie schon unruhig wurden und die Beine übereinander geschlagen haben, aber einfach keine Lust hatten zu gehen. Ich denke, da ist es auch in Ordnung.

Dein Sohn ist zwar jünger, aber wenn du merkst, dass er auch nicht zur Toilette geht, weil er keine Lust hat, du ihn erinnerst bzw. gefragt hast und er dann kurze Zeit später in die Hose macht, dann sei bei ihm, aber lass ihn sich so weit es geht alleine umziehen.

Eins ist mir noch in den Sinn gekommen:

Freut sich dein Sohn auf den Kiga?Oder möchte er lieber bei dir bleiben?

Wenn du nämlich mal zu ihm gesagt hast, dass er nur in den Kiga kann, wenn er keine Windel mehr braucht und er eigentlich nicht in den Kiga will, dann ist ja eindeutig klar, weshalb er in die Hose macht. Da ist nur so eine Idee.
Falls es nicht zutrifft, wünsche ich dir viel Geduld und hoffe, dass es bald wieder gut klappt.

GLG und hoffentlich konnte ich dir etwas helfen, Jenny