keine Unterlagen vom Lehrer bei Krankheit

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von eviwe 20.04.11 - 14:53 Uhr

Hallöchen!
Muß Euch mal die Story vom Klassenlehrer meines Sohnes erzählen. Ich bin sauer.
Mein Sohn kam mit einer schlechten Note im Diktat nach Hause (3. Klasse) und behauptete, daß ganz andere Lernwörter vorkamen, die er nicht hatte. Ich habe das erst gar nicht geglaubt, na jedenfalls kam jetzt raus, daß wohl an einem Tag an dem er krank war, Lernwörter ausgeteilt wurden, die er nicht bekommen hat, dabei hat er nur einen Tag gefehlt.

Ich habe den Lehrer gefragt, ob das sein kann, ob es irgendeine Wirkung auf die schlecht Diktatnote hätte. Aber es hat keine Konsequenz auf die Note und außerdem sollen wir, wenn das Kind krank ist, das selbst organisieren, daß jemand bei ihm Hausaufgaben, Aufgabenblätter etc.einfordert.
Wenn man bei 6Klässlern sagt, die sollen selbst nach ihrem Zeug suchen, aber bei einem 8jährigen, ich finde das einfach nur unfair. Die gute Meinung die ich von dem Lehrer hatte, ist ins Gegenteil umgeschlagen. Wie kann man nur so ignorant sein.
Danke für´s Zuhören.#bla
Gruße von evi

Beitrag von hustinetten 20.04.11 - 14:58 Uhr

Glaubst du allen ernstes, der Lehrer hat nichts besseres zu tun, als allen Schülern ihren Kram hinterher zu schleppen?

Als Mutter wäre es deine Aufgabe gewesen, wenn dein Sohn ja noch VIEL zu klein ist, bei einem Klassenkameraden anzurufen und dir die Sachen zu kopieren.

lg

Beitrag von sweety03 20.04.11 - 15:07 Uhr

Wieso ignorant? Hausaufgaben sind doch in diesem Fall keine Bring-, sondern eine Holschuld von Euch!
Bei uns ist es so, dass die Hausaufgaben einem Kind mitgegeben werden (das wurde zu Beginn der 1. Klasse schon festgelegt, wer wem die HA bei Krankheit mitnimmt).
Bei uns macht das praktischerweise das Nachbarskind, das in derselben Klasse wie meine Tochter ist.
Ansonsten holt man die HA nachmittags bei dem anderen Kind ab.
Das ist eindeutig Dein Fehler gewesen!!

Sweety

Beitrag von anja1968bonn 20.04.11 - 15:15 Uhr

Wenn mein Sohn krank ist, gebe ich in der Schule Bescheid und einem Klassenkameraden, dass der ihn über Hausaufgaben informiert und Arbeitsblätter mitbringt. Mein Sohn (8) ist im allgemeinen ziemlich unorganisiert, aber bei Krankheit denkt er selbst mit und fragt auch selbständig bei anderen Kindern nach, wenn er etwas verpasst hat.

Ich halte es auch nicht für die Aufgabe der Lehrer, sich darum zu kümmern.

LG

Anja

Beitrag von tauchmaus01 20.04.11 - 15:33 Uhr

Wenn mein Kind so krank ist dass es nicht zu Schule kann, dann kann es auch keine Hausaufgaben machen!

Bei uns gibt es die "Krankenpost". DIe Lehrerin schreibt kurz und knapp auf was durchgenommen wurde, gibt die Hausaufgaben dem "Postkind" mit, welches in der Nähe wohnt und gut ist.
Allerdings wird von den Kindern nicht erwartet dass es die Hausaufgaben macht wenn es krank ist, ebenso wenig wie einem Berufstätigen der krank ist per email die Arbeit zugeschickt wird.

Lernwörter gibt es doch aber nicht plötzlich. Bei uns werden schon recht früh die neuen Wörter in den Unterricht eingebunden und nach dem Austeilen des Übungsdiktates auch geübt.

Ich denke mal Du darfst das nicht so eng sehen, eine schlechte Diktatnote kommt sicher nicht nur daher, weil er die Lernwörter nicht hatte, oder? Ein wenig Wortgefühl gehört doch in der 3. Klasse auch schon dazu, im Grunde "hört" man doch wie ein Wort geschrieben wird irgendwann.

Ich würde einfach bei der nächsten Krankheit einen Freund anrufen und fragen ob es wichtiges Lernmaterial gegeben hat.

Mona

Beitrag von sarahjane 20.04.11 - 15:34 Uhr

Ganz ehrlich? Ich kenne es eigentlich ausschließlich so, dass Schüler/Eltern sich ab der 1. (!) Klasse selbst darum bemühen müssen, an Arbeitsblätter, Hausaufgabeninfos und dgl. zu kommen.

Beitrag von anarchie 20.04.11 - 15:36 Uhr

Hallo!


DU hättest dich darum kümmern müssen!
Der Lehrer war NICHT in der Bringschuld!

Wenn eines meiner schulkinder krank ist, rufe ich Nachmittags einen Mitschüler(bzw. dessen Mutter) an und frage, ob was Wichtiges war, was hausaufgabe ist, etc...

lg

melanie mit 4 kindeern

Beitrag von bambolina 20.04.11 - 15:43 Uhr

Ich kann mich den anderen nur anschließen, mein Sohn ist in der 4.Klasse, und er muss sich darum kümmern, den verpassten Schulstoff zu besorgen (beim Nachbarskind) - und das versuche ich auch meiner Tochter (6 Jahre, 1. Klasse) beizubringen.

Beitrag von bi_di 20.04.11 - 15:52 Uhr

Ist bei uns nicht viel anders und mein Sohn ist in der ersten Klasse.
Es gibt eine Liste, auf der sich die Kinder paarweise eingetragen haben, wer im Krankheitsfall wem die Hausaufgaben mitbringt.
Ok, manchmal erinnert die Lehrerin die Kinder an das Mitbringen, aber wenn das Mitbringen aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, organisiert man sich die Hausaufgaben eben woanders. Genauso mit den Arbeitsblättern, die in der Schule durchgenommen wurden.

Die Kinder finden es toll, Verantwortung zu übernehmen und den kranken Klassenkameraden 'Nachhilfe' zu geben.

Grüsse
BiDi

Beitrag von zaubertroll1972 20.04.11 - 16:28 Uhr

Hallo,
ich teile die Meinung des Lehrers und kenne es auch nur so daß ich mich darum kümmere daß mein Sohn seine Aufgaben bekommt wenn er krank ist.
Meist spreche ich mit der Lehrerin ab welchem Kind die Hausaufgaben mitgegeben werden und dann hole ich die Aufgaben dort nach der Schule ab.
Ich denke es hat nicht damit zu tun in welche Klasse die Kinder gehen. Von Anfang an sollten sie lernen daß nachgearbeitet werden muß wenn sie krank sind und ich als Mutter besorge die Aufgaben.

LG Z.

Beitrag von junisonne10 20.04.11 - 17:27 Uhr

"dabei hat er nur einen Tag gefehlt"

richtig, er hat nur einen tag gefehlt und du hättest, wenn dein sohn es in der dritten klasse noch nicht schafft, dich darum bemühen müssen, die aufgaben zu bekommen.

die lernwörter wurden ja bestimmt nicht an einem tag ausgeteilt und am nächsten tag wurde gleich diktat geschrieben. also war bestimmt noch genug zeit!

"Wie kann man nur so ignorant sein."

finde ich überhaupt nicht. da finde ich deine meinung, alles auf andere zu schieben statt sich mal an die eigene nase zu fassen, viel ignoranter! schließlich ist ein lehrer nicht 24 h im einsatz und darauf bedacht, allen die aufgaben hinterherzutragen!

und dein kind war bestimmt nicht das erste mal krank. wie hast du es denn da gehandhabt, auch keine aufgaben geholt???

war jetzt eben pech und das nächste mal weißt, dass du dich selbst drum kümmerst, wenn es dein kind in der dritten klasse noch nicht alleine schafft.

die schule hat zwar einen bildungsauftrag, aber die eltern haben auch noch eine gewisse selbstverantwortung!!!!

liebe grüße

Beitrag von melli7302 20.04.11 - 18:39 Uhr



Hallo,

DU hättest dich darum kümmern müssen!

Der Lehrer war NICHT in der Bringschuld!

Wir müssen uns selber drum kümmern.Meine Tochter ist in der 1. Klasse.

Also unsere Lehrer kümmern sich bestimmt nicht darum.

Lg. melli

Beitrag von dominiksmami 20.04.11 - 19:51 Uhr

Huhu,

ich finds ätzend...als würde er sich einen Zacken aus der Krone brechen wenn er daran denkt den Kinder die Sachen zu geben.

Ach ja ich vergaß...die deutschen Lehrer sind ja viel zu gestresst um auch noch an ihre Schüler zu denken *kopfschüttel*


Am besten wäre ihr macht eine Telefonkette oder ähnliches, damit man immer einen Ansprechpartner im Krankheitsfall hat, vielleicht lässt sich sowas ja am Elternabend organisieren?!

lg

Andrea

Beitrag von ilva08 20.04.11 - 20:23 Uhr

Interessanter Standpunkt!

Das tolle ist: Er funktioniert auch andersrum!

ich finds ätzend...als würde die Mutter sich einen Zacken aus der Krone brechen wenn sie daran denkt einen Schulfreund anzurufen.

Ach ja ich vergaß...die deutschen Eltern sind ja viel zu gestresst um auch noch an ihre Kinder zu denken *kopfschüttel*

;-)

Die Idee mit er Telefonkette ist doch gut. :-)

Beitrag von junisonne10 20.04.11 - 20:31 Uhr

#pro

Beitrag von dominiksmami 20.04.11 - 21:39 Uhr

Kein Interessanter Standpunkt...sondern einfach die Tatsache das es HIER (NL) beide schaffen an die Kinder zu denken.

Die Lehrer geben den Kindern selbstverständlich alle verpassten Unterlagen, weil das ihr Job ist.

Und ich als Mutter gehe, wenn ich weiß das mein Sohn länger ausfällt, hin und hole etwas zum Üben, weil es hier ja so gut wie keine Hausaufgaben gibt.

Bloss weil ich denke das auch Lehrer an ihre Schüler denken MÜSSEN, heißt das nicht das ich nicht an mein Kind denke.

Aber die Schulen hier haben sich etwas ganz groß auf die Fahne geschrieben das es so in D anscheinen kaum ( nicht gar nicht, nein ich weiß ja das es das noch gibt) noch zu geben scheint, nämlich GEMEINSAME Verantwortung für die Kinder!

Mir wird einfach schlecht wenn ich lese wieviel auf die Eltern abgeschoben wird.

Verdammt nochmal es gibt Eltern die gar nicht helfen könnten....wann lernt Deutschland endlich das es wichtig ist Kinder unabhängig vom Elternhaus zu unterricht.

SO werden die Kinder in Deutschland immer vom Elternhaus abhängig sein was ihre Schulbildug betrifft und DAS hat absolut nichts mit Chancengleichheit etc. zu tun.

Schade

Beitrag von ilva08 20.04.11 - 21:57 Uhr

Ja, ich weiß, deutsche Schulen sind blöd und niederländische toll. Wir hatten eine solche Diskussion schonmal.

Bitte nimms nicht persönlich, es ist echt nicht so gemeint, aber ich habe keinen Bock auf so eine undifferenzierte, polarisierende Diskussion.

Beitrag von dominiksmami 20.04.11 - 22:04 Uhr

nein stimmt nicht, deutsche Schulen sind nicht blöd, sondern höchsten das System das es den Schulen unmöglich macht anders zu sein.

Und undifferenziert bin ich sicher nicht, sondern hätte ich nicht entschlossen doch wieder nach D zu ziehen und somit zumindest meine Tochter wenn sie mal soweit ist dort zur Schule zu schicken.

Sry, das ich manchmal nicht verstehe warum nicht alles für die Schüler getan wird was irgendwie möglich ist und zwar von BEIDEN Seiten.

Beitrag von hustinetten 20.04.11 - 22:10 Uhr

Aber um mal wieder aufs Ausgangsthema zurück zukommen. Die TE hat sich nur darüber aufgeregt, dass der Lehrer nicht agiert hätte. Hätte sie nicht wenigstens nachfragen können? Einen kleinen Eintrag ins Mitteilungsheft schreiben, kurz anrufen und bitten alles an Schüler X zu geben, damit man es dort abholen kann?
Nein, sie regt sich auf, dass der Lehrer nichts gemacht hat, obwohl sie genau gleich gehandelt hat - nämlich gar nicht.
Wenn der Lehrer gesagt hätte, dass es ihn nicht interessiert, DANN hätte ich ihre Reaktion verstehen können, aber wie es so schön heißt, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

lg

Beitrag von dominiksmami 20.04.11 - 22:14 Uhr

stimmt es sollte immer von BEIDEN ausgehen.

Dennoch verstehe ich eine lapidare Aussage wie die das man das selber organisieren soll für den Krankheitsfall etc. nicht und ich möchte sie auch nicht verstehen so lange es sich um so junge Kinder handelt.

lg

Andrea

Beitrag von hustinetten 20.04.11 - 22:37 Uhr

Komisch, als ich vor 20 Jahren in der ersten Klasse hat das funktioniert.
Jeder wusste, dass er für das Kind, das am nächsten wohnt, die Arbeitsblätter mitnimmt und auf dem Nachhauseweg abgibt. Ganz selbstverständlich, manchmal hat unsere Lehrerin gefragt, wer für X mitnimmt und manchmal haben wir sie erinnert.

In mancherlei Hinsicht werden Kinder auch einfach unsinnig klein gehalten.

Jeder behauptet immer, sein Kind sei soo intelligent, und den anderen um Jahrzehnte vorraus, aber ein simples "Was haben wir gestern gemacht, darf ich mal schauen?" bzw. "Der x ist krank, bitte die Lehrerin, sie soll dir auch seine Aufgaben mitgeben, wir holen sie heute Nachmittg ab!" soll kognitiv überfordern? Ich erwarte ja keine Nobelpreise von 8jährigen, aber das sollte drin sein.

lg

Beitrag von dominiksmami 20.04.11 - 22:46 Uhr

Das hat bei uns auch funktioniert...aber, der Lehrer hats organisiert!

Ganz einfach am Anfang des Schuljahres hat er Telefonlisten/Bringlisten festgelegt und an uns Schüler verteilt und eben mit darauf geachtet das der zuständige Schüler die Sachen auch mitnimmt.

Und das ist sogar schon 28 Jahre her.

Aber die TE schreibt der Lehrer erwarte das die Kinder/Eltern das alleine organisieren und das finde ich nunmal nicht richtig.

Im Übrigen erwarte ich nicht das du meine Meinung teilst.

Beitrag von meringue 21.04.11 - 07:51 Uhr

Hallo.

in einem Thread vor ein paar Tagen schriebst du noch, du wolltest weg aus NL- so rosig ist es halt auch nicht, wie?!

Ich denke, es gibt jede Menge Deutsche, die gern in NL leben und die sich deinen Erfahrungen nicht anschließen können.
So ist es -individuell!

Genau so ist es mit den Schulen. Ich weiß nicht, welche Horrorszenarien "drüben" so verbreitet werden, aber zumindest an unserer Grundschule besteht überhaupt keine Schwierigkeit, dass die Eltern individuell mit dem Lehrer ausmachen, wie der Informationsaustausch zum Thema Hausaufgaben, Klassenarbeiten etc. stattfinden soll, zB bei Kindern, die gern mal Infos, die ihnen selbst Arbeit machen, "verlieren";-). Oder jene Eltern, die sich selbst nicht kümmern mögen (wie die TE:-p) werden extra benachrichtigt.

Ich finde, du reagierst beim Thema "deutsche Schule" ein bisschen über - es sind alles Menschen, mit denen man reden kann und die meisten Lehrer sind sehr an einem guten Klima un an guten Ergebnissen interessiert.

Du musst alsó keine schlaflosen Nächte haben, wenn du deine Tochter auf eine #drachedeutsche #drache Schule schickst.

Gruß
M

Beitrag von dominiksmami 21.04.11 - 08:42 Uhr

Ich möchte weg aus NL weil ich Heimweh habe

und weil es mir hier zu eng ist.

Wir wohnen im meist besiedelten Teil der Nl und ich mag das einfach nicht.

Horrorszenarien werden "drüben" nicht erzählt.


Ich wohne 300 m von der deutschen Grenze weg, mein gesamter Freundeskreis lebt in D, von der ganzen Verwandtschaft abgesehen.

Und ich bekomme eine Menge von deutschen Schulen also hautnah mit, bzw. aus erster Hand erzählt.
Das hat nichts mit verbreiteten Gerüchten zu tun.


Es sind einfach grundlegende Dinge die mich am deutschen Schulsystem teilweise massiv stören.

Ob und weswegen ich mir schlaflose Nächte mache das lass mal meine Sorge sein.

Ach und...eine Menge Menschen sehen es hier in NL so wie ich.

Warum sonst schicken wohl so viele Menschen aus den umliegenden deutschen Orten ihre Kinder in NL auf die Schule?

Auf "unserer" Schule z.B. sind von rund 140 Schülern im Moment 36 Schüler Deutsche die auch in D wohnen.

Auf der viel näher liegenden anderen Grundschule hier ( hat aber Klassen mit über 20 Schülern, das wollten wir nicht) sind es sogar noch viel mehr.

Ich vermute mal wenn da keine gravierenden Unterschiede wären, dann würden diese Kinder ganz einfach in D zur Schule gehen, oder?

Und wenn ich sehe wieviele, gerade Deutsche, hier gerade wegziehen...ne also sooo gerne scheinen die dann auch nicht hier zu leben.

Es geht mir nicht um Horrorszenarien, sondern darum die bestmögliche Schule für meine Kinder zu finden.

Beitrag von ilva08 20.04.11 - 22:28 Uhr

Du scheinst bei dem Thema schnell emotional zu reagieren, das ist nicht immer zielführend im Sinne der Erkenntnisförderung. ;-)

"Sorry, das ich manchmal nicht verstehe warum nicht alles für die Schüler getan wird was irgendwie möglich ist und zwar von BEIDEN Seiten."

Hm, dieser Ansatz klingt zum Beispiel erstmal toll. Die Probleme fangen an, wenn es darum geht auszuhandeln, was "alles was möglich ist" denn nun konkret bedeutet.

Beispiel:
Ich finde dein Argument wichtig, dass manche Eltern sich nicht um die schulischen Belange ihrer Kinder kümmern (können) und diese Kinder immer benachteiligt sind.

Andererseits bereitet mir der zunehmende Ruf nach Verstaatlichung der Elternverantwortung auch Sorgen. Ob unser System das schultern kann? (Es geht dabei ja um weit mehr als um nicht weitergereichte Hausaufgaben.)

Wie viele Brennpunktschulen gibt es in Deutschland und wie viele gibt es in den Niederlanden, in Finnland oder in Schweden?

Ich finde diese 1:1 Vergleiche zwischen den Ländern immer schwierig. Was nicht heißt, dass man nicht von ihnen lernen sollte, wo es etwas zu lernen gibt! :-)