Kirchliche Hochzeit - gemeinsamer Einmarsch oder nur die Braut?

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Beitrag von steffni0 20.04.11 - 19:47 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Eine Frage habe ich heute noch:

Geht Ihr mit Eurem Mann zusammen in die Kirche, oder werdet Ihr rein gebracht und Eurem Mann erst am Altar übergeben?

Es war immer meine Vorstellung, dass mein Vater mich in die Kirche bringt. Unser Pastor hält davon gar nichts. Er meint, wir wären jetzt 7 Jahre zusammen, haben ein Haus, zwei Kinder und gehen den Weg gemeinsam als Herr und Frau G.

... so richtig kann ich mich damit aber nicht anfreunden.

Wie läuft es bei Euch?

Lieben Gruß
Steffie

Beitrag von lilalaus2000 20.04.11 - 20:14 Uhr

Hallo

also ich als Pfarrtochter kann mich mit so einigen Bräuchen, die durch die amerikanischen Medien sich Hierzulande "eingeschlichen" haben nicht anfreunden!

Dazu gehört auch dieses "übergeben der Braut an den Mann"
Wir werden entweder schon vorme in der Kirche sitzen oder hinter meinem Vater gemeinsam reingehen. Das klären wir aber noch.

Also ich kann gut verstehen wenn euer Pfarrer da die Augen verdreht. Jedoch sollte er eure Wünsche berücksichtigen, auch wenn es ihm nicht passt.

Es wird in Amerikika auch gefragt wer die Braut übergibt und dann antwortet der Vater " ich" oder sowas.... für mich persönlich - BÄHHHH


Besprich dich mit deinem Mann und setz deinen Willen durch, aber überdenke es davor gründlich :-)


#winke

Beitrag von cami_79 21.04.11 - 00:28 Uhr

#augen Es ist kein amerikanischer Brauch , seit vielen vielen Jahren werden Bräute (auch in Deutschland, aber auch auf der ganzen Welt) von ihrem Vater an den Altar begleitet. Das muss man nicht machen (finde es genauso schön wenn das Paar gemeinsam geht), kann man aber und hat nichts zwingend mit Amiland zu tun :-p, auch wenn das in den Filmen immer so schön inszeniert ist ...

Meine Oma wurde auch von ihrem Papa begleitet und deren Mutter auch ... die hatten ja noch nicht mal Fernsehen und waren alle stock katholisch, da wusste niemand dass das ein schmalziger amerikanischer Brauch sein soll.

Nein, nein, diese evangelischen Pfarrtöchter sind manchmal päpstlicher als der Papst ... #schein

Bei uns in der Region läuft das 50:50, die Paare dürfen wählen und die, die sich für den Vater entschieden haben, haben eben einer sehr enge herzliche Bindung.

#winke

Beitrag von lilalaus2000 21.04.11 - 09:15 Uhr

Oh das tut mir dann wirklich leid.....

Ich kenne das ausschließlich aus den Medien.

Wie schon gesagt, man soll machen wie man es selber will, ich persönlich halte davon nichts.


Lustig ist auch: Man hat so viele Dinge die man will oder auch nicht bei der Hochzeit und immer wird wer die Augen verdrehen. Wichtig ist, man soll sich überlegen, dass dieses ein ganz besonderer Tag ist, da soll man später nicht darauf zurückblicken und sagen : "Menno, das hätte ich aber lieber anders gewollt" - Daher überlegen und durchsetzten ;-)


Beitrag von 20carinchen04 27.04.11 - 09:23 Uhr

Uns wurde gesagt, das kommt vom Dritten Reich...#gruebel

Es wird quasi die Tochter dem neuen Mann "übergeben".:-p

Traditionell gehen beide gemeinsam rein.#pro

Beitrag von verena8 20.04.11 - 20:24 Uhr

Hallo,
also lilalaus hat recht. Es ist wirklich hier nicht üblich, dass Tochter übergeben wird.
Unsere Pfarrerin hat uns angeboten, dass falls wie sowas unbedingt wollen, mein Vater mich bis zum Mittelgang bringen kann, und ich dort auf meinen Mann treffe, der von der Seitentür mit seiner Mutter reinkommt. Als Komprimiss.
Aber wir wollten das nicht und haben uns draußen vor der Tür getroffen und sind zusammen eingezogen.
Man ist sowieso schon aufgeregt genug und wenn man sich vorher nochmal sehen und sprechen kann ist das ja auch ganz schön.
:-)

Beitrag von sunny-1984 20.04.11 - 20:25 Uhr

Hallo,

bei uns war es so, dass mich mein Dad zum Altar geführt hat. Mein Mann hat mich dann da erst in meinem Brautkleid gesehen.

Es war ein toller Moment und ich würde es wieder so machen.
Die Pfarrerin war zwar nicht so begeistert aber letzendlich meinte sie, wir sollen dies selber entscheiden.

LG Sunny

Beitrag von lena84 20.04.11 - 20:41 Uhr

Hallo,

was hat das denn damit zu tun, dass ich schon lange zusammen seid? So ein Quatsch!

Wir heiraten in einer Kapelle und wenn mein Papa noch leben würde, würde er mich reinführen.

Nun machen wir es so, dass alle Gäste in der Kapelle sitzen, mein Schatz steht vorn am Altar und mein Bruder führt mich rein. In diesem Moment sehen mich ALLE das erste Mal als Braut. Dieser Moment ist für mich so wertvoll und schön!!!!

Das würde ich mir nicht nehmen lassen, das kommt nie wieder!

Gott sei Dank haben wir einen super Pfarrer, der uns nahezu alles frei entscheiden lässt. Und dass, obwohl wir katholisch heiraten. Wir haben sogar eine Band und singen kein einziges Kirchenlied (weil von 55 Gästen nur 3 mitsingen würden).

LG
Lena, noch 30 Tage #schock

Beitrag von poochy83 20.04.11 - 20:45 Uhr

Mein Mann und ich sind gemeinsam zum Altar gelaufen! Es war ein toller Moment, da er für uns beide so wichtig war! WIr beide waren die Hauptpersonen! Das haben wir sehr genossen!
Außerdem gab es für jeden von uns wohl Sicherheit, gemeinsam diesen Schritt zu gehen :-)

#verliebt

Beitrag von 04.06-mama 20.04.11 - 20:52 Uhr

Hallo Steffie,

mein Mann und ich sind auch schon seit 7 Jahren standesamtlich verheiratet und haben 2 Kinder das hält uns aber nicht davon ab das mich mein Papa bei unserer kirchlichen Trauung zum Altar führt und dann an meinen Mann übergibt.

Ganz ehrlich, ich wusste bis jetzt gar nicht das das ein amerikanischer Brauch ist (wie in diesem Beitrag von jemand erwähnt) ich kenne es hier NUR so. Wir waren schon auf vielen Hochzeiten und ich habe mir da drüber noch nie Gedanken gemacht da es bei uns einfach so "Sitte" ist.

Ich würde mich da nicht davon abhalten lassen, es ist eure Hochzeit und macht es so wie ihr es wollt!

Lg 04.06-mama

Beitrag von anyca 20.04.11 - 21:35 Uhr

Wir sind zusammen eingezogen, und das war auf ALLEN Hochzeiten so, auf denen ich bislang war. Was bei meiner Riesenfamilie eine ganze Menge waren.

Ja, ich fände es albern, wenn ein Paar mit zwei Kindern auf "jungfräuliches Mädchen wird vom Herrn Vater dem neuen Besitzer übergeben" macht.

Beitrag von pregnafix 20.04.11 - 21:48 Uhr

Ehrlich gesagt ist es mir total latte was hier üblich ist oder nicht und wie andere das machen. Und unser Pastor ist ein Freund von uns, er ist da sehr locker, aber selbst wenn er es nicht toll finden würde, würd er uns jeden Wunsch erfüllen. Es ist UNSERE Hochzeit, die für UNS perfekt sein soll! Und da werden sich noch einige Gäste wundern ;-)

Bei uns wird es so sein, dass mein Mann vorne wartet, dann der Pastor reingeht und ich gemeinsam mit meinem Vater hinterher. Mein Papa übergibt mich dann an meinen Mann, der mich zu diesem Moment das erste mal im Brautkleid sieht.

Ich hab auch hin und her überlegt, ob ich das so machen möchte. Ich bin zu dem Zeitpunkt dann schon 1,5 Jahre mit meinem Mann verheiratet (aber bisher nur standesamtlich getraut worden) und wir haben eine gemeinsame Tochter, die zum Zeitpunkt der Trauung 14 Monate alt sein wird.
Ich bin außerdem schon vor 7 Jahren von zuhause ausgezogen.
Also irgendwie kommt diese "Tochterübergabe" recht spät ;-)

Trotzdem. Für mich ist es wichtig. Für mich ist es ein Zeichen dafür, dass meine Eltern hinter uns stehen, dass sie mich gerne an meinen Mann übergeben, sich für uns freuen etc.

Mein Vater ist übrigens selbst Pastor (freikirchlich) :-)

LG Pregna (die am 16. Juli vor den Traualtar tritt)

Beitrag von weltenbuergerin2 21.04.11 - 02:30 Uhr

Dieses Wort "Einmarsch" irritiert mich immer sehr.
Und den Moment hinauszuzögern, bis der Bräutigam die Braut sieht, scheint wichtiger, als der Gedanke, was in der Kirche eigentlich stattfinden soll.
There is no business like showbusiness.
Nehmt euch doch freie Redner für eure Inszenierungen, aber missbraucht kein Gotteshaus.
Nach Inhalten wird nie gefragt, nur immer, welchen Kirchenschmuck habt ihr, wer hat den tolleren Gospelchor mit der ultimativen Gänsehautgarantie, Gottes Segen ist dabei scheißegal.
Das ist alles so unglaublich verlogen.

Beitrag von ladyjay 21.04.11 - 07:25 Uhr

Ein kleines bisschen wahr ist es was du da sagst.

Mir und meinem Freund ist die kirchliche Trauung sehr wichtig, uns war immer klar, dass wir das wollen und für mich steht da auf jeden Fall der Inhalt im Vordergrund.
ABER ich will auch, dass es sehr schön ist, ein toller Gottesdienst und ein bisschen Gänsehaut und Tränen finde ich auch gut. Es ist immerhin eine Hochzeit.

Mir fällt aber auch auf, dass so viele kirchlich heiraten, die sonst mit Religion nichts am Hut haben. Sehr sehr schade.

Beitrag von steffni0 21.04.11 - 10:39 Uhr

Den Schuh ziehe ich mir aber nicht an!

Und diese Schlussfolgerung könnt Ihr aus meinem Beitrag auch nicht ziehen!!!!!

Beitrag von lilalaus2000 21.04.11 - 09:32 Uhr

Ja viele heiraten in der Kirche und sind nicht gläubig, vergessen quasi, dass sie vor Gott ihre Liebe erklären.....

Beitrag von steffni0 21.04.11 - 10:41 Uhr

Und dass es bei uns so ist, erkennt man genau woran, bitte???? #kratz #rofl

Ihr wisst doch gar nicht, WARUM ich kirchlich heirate, oder?!

Beitrag von steffni0 21.04.11 - 10:38 Uhr

Über die Inhalte und was mir oder uns an der Kirche und unserem Gottesdienst wichtig ist, muss ich mit Euch nicht sprechen!!!! Darüber bin ich mir im klaren und habe keine Zweifel!!!

Ich habe lediglich gefragt, wie es hier bei den anderen Paaren gehandhabt wird. Mich beschäftigt diese Frage nun einmal!

Dass Gottes Segen mir egal ist, und dass das alles verlogen ist, lasse ich mir von Dir oder anderen nicht sagen!!!! #nanana

Beitrag von ladyjay 21.04.11 - 13:39 Uhr

Nicht aufregen.
Ich zumindest habe lediglich gesagt, dass es bei "vielen" so ist, ich habe dir nicht unterstellt, dass es bei euch so ist. Das würde ich auch fremden Leuten nicht einfach so unterstellen.

Beitrag von pregnafix 23.04.11 - 11:28 Uhr

Harte Worte, aber ich verstehe das. Mir gehts auch oft so, wenn ich Trauungen sehe bzw von welchen höre.

Bei uns steht ganz klar GOTT im Mittelpunkt, wir haben die komplette Trauung selbst organisiert incl Band (sind alles Freunde), Songauswahl, GoDi-Ablauf, Gebetsteil etc.
Damit wir authentisch unsere Liebe feiern können und Gott dafür danken! Wir feiern an diesem Tag Gott und sein Geschenk an uns :-)

Beitrag von pregnafix 23.04.11 - 11:29 Uhr

Achso, mir ist der Einmarsch trotzdem wichtig und das Gefühl zum ersten Mal von meinem Mann SO gesehen zu werden! Ich möchte ihm eine Freude machen, daran hat Gott sicher nichts auszusetzen ;-)

Beitrag von yozevin 21.04.11 - 13:02 Uhr

Huhu

Mein Papa hat mich in die Kirche gebracht und ich hätte mir nichts schöneres und tolleres vorstellen können.... Mein Mann und ich haben da auch schon zusammen gelebt, es gab nur noch keine Kinder! Aber trotzdem sollte mein Papa mich reinführen und meine Eltern haben mich gemeinsam meinem Mann "übergeben", wie sich das gehört....

LG

Beitrag von matzzi 21.04.11 - 14:28 Uhr

Hallo

wir wissen noch nicht wie wir das machen... Entweder bringt mich mein Bruder zum Altar ( weil mein Papa leider schon verstorben ist) oder wir machen einen Zug von zuhause zur Kirche mit allen Gästen... Kommt auch aufs Wetter an.

Ich finde das muss man so machen, wie man das sich vorstellt. Ich kenne beide Varianten von Trauungen und finde beides ok.

Ich wurde hier auch schon kritisiert, dass ich ein kurzes Kleid in der Kirche anhaben werde... Wenn schon kirche, dann lang. Versteh ich nicht, da für mich der christliche Segen im Vordergrund steht und nicht eine Inszenierung. Aber wie gesagt jeder wi er möchte und solang der Pfarrer mitspielt...

lg matzzi

Beitrag von jill1979 21.04.11 - 21:44 Uhr

Hallo Steffi,
also bei uns war es auch so,dass unser Pfarrer im Traugespräch meinte,dass es nicht üblich sei eine Braut zuzführen,die vorher schon mit dem Mann in einer eheähnlichen gemeinschaft gelebt haben und Kinder haben.Bei uns ist es so,dass mein mann schon 2 Kinder aus erster Ehe hat und ich schon eine damals 6 jährige Tochter.
Aber im Laufe des Traugespräches stimmte er doch zu,da wir viel über das Verhältnis von mir zu meinem dad gesprochen haben.Ich bin bei meinem Vater großgeworden.Er war und ist immer Bezugsperson Nummer eins für mich.Er übernahm die alleinige verantwortung für mich und ich erklärte ihm,dass es einen unheimlichen großen symbolischen Wert für mich hat dies auch in der Kirche zum Ausdruck zu bringen und mich bei ihm zu "bedanken"..und es war wunderschön.So weinten mein dad und ich schon beim Einzug in die Kirche.Es war unser Augenblick,von Vater und Tochter.

Beitrag von lucccy 21.04.11 - 23:02 Uhr

Hallo,

unsere Gäste standen Spalier vor der Kirche und wir sind als Paar dann durch das Spalier in die Kirche eingezogen. Direkt hinter uns gingen dann unsere Eltern und danach kam die restliche Hochzeitsgesellschaft.


Zwei Gedanken noch "gegen" Deine Vorstellung:

Ich finde aus Sicht der Männer diese Wartezeit vorne am Altar schrecklich. Der Mann steht da, sichtlich nervös, ganz alleine vor allen Gästen, alle gucken einen an und die Wartezeit ist endlos. Wenn ich mir vorstelle, da stehen zu müssen, würde ich Protest einlegen.

Und viel wichtiger:

Mein Mann hat mich bei meinen Eltern abgeholt (also auch eine Art Übergabe). So gehörte der Moment, als er mich das erste Mal im Brautkleid sah nur uns. Keinen Gästen, keinem Publikum. Nur uns. Meine Eltern hatten sich dezent zurück gezogen. So konnten wir diesen Moment genießen und hatten an unserem Tag ein paar Minuten für uns als Paar. Ich würde es genauso wieder tun!

Gruß Lucccy

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