Brauche dringend Rat- Baby 3 Monate alt-Mutter plötzlich depressiv....

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Beitrag von schneckchenonline 20.04.11 - 22:24 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

habe mich heute mit meiner Nachbarin unterhalten. Sie hat im Januar einen kleinen Jungen bekommen. Er ist wohl sehr pflegeleicht und die Große Tochter (4) ist auch sehr umgänglich.

Als der Kleine grad frisch geboren war, musste sie wegen argen Problemen nach d. Geburt ins Krankenhaus, kurz drauf musste ihr Mann notoperiert werden, dann brach sich die Tochter das Schlüsselbein und es folgt eine Krankheit nach der anderen. Die Familie ist also nicht grad mit viel Glück gesegnet zur Zeit.

Heute sagte sie, sie sei sehr nah am Wasser gebaut seit der Geburt, hat Schlafstörungen und ist unglücklich. Sie meint, sie hat sich das Leben mit ihren 2 Wunschkindern anders vorgestellt. Sie war immer ne Frohnatur, jetzt weint sie viel und bei jeder Kleinigkeit. Auch wärend sie mir das erzählte kamen die Tränen.

Sie wacht morgens oder nachts auf und hat Angst. Angst vorm Leben, Angst, das (gesundheitlich) weiter alles schief geht, Angst das sie nicht klar kommt. Ständig ist sie nervös und depressiv.


Kennt Ihr sowas????

Sind das die Hormone???

Was kann sie tun???

Sie tut mir sehr Leid, denn sie hat wirklich allen Grund, glücklich zu sein. Tolles Haus, toller Mann, tolle Kinder.....

Wäre für Tipps dankbar.

LG, Tanja

Beitrag von kleine-elfe87 20.04.11 - 22:32 Uhr

Ganz ehrlich. Ich habe diese "Tiefs" auch des öfteren. Und Angst und Sorge sind seit der Geburt meiner Tochter sowieso in den Top 10 bei mir. Hätte ich meinen Freund nicht, der mir wirklich viel Last abnimmt, wäre ich wahrscheinlich auch nur am dauer heulen.

Bei jeden sind die Zeiten und die Dauer dieser depressiven Phasen unterschiedlich, aber wenn es gar nicht mehr geht, sollte sie sich auf jedenfall Hilfe / Unterstützung holen. Wie wäre es wenn du vielleicht sie aufmunterst, ihr z.B. als kleine Freude einen Kuchen backst etc. Das wäre doch ein Anfang. Ich kann mich selber so mehr ertragen als andere so zu sehen. Versuch es einfach. Ich wünsche das der Spuk mit der gesundheitlichen Pechsträhne bald vorbei geht!

Beitrag von maerzschnecke 20.04.11 - 22:33 Uhr

Zum einen ist es so: der äußere Schein (tolles Haus, toller Mann, tolle Kinder) kann durchaus trügen. Man weiß nie, was wirklich in einem Menschen steckt und welche Gefühle er zu bewältigen hat.

Zum anderen: sie hatte gesundheitliche Probleme, Mann notoperiert. Das kann einen durchaus traumatisieren. Gerade, wenn sich solche Vorfälle häufen. Oft entwickelt sich eine Verlustangst, die dann unterdrückt wird. Depressionen haben oft als Ursache unterdrückte Trauer.

Auch Hormone können eine Rolle spielen, müssen aber nicht zwangsläufig.

Generell wäre es sinnvoll, dass sie sich professionelle Hilfe sucht. Am besten spricht sie mit ihrem Hausarzt, der kann sie entsprechend weiterleiten.

Beitrag von lilalaus2000 20.04.11 - 22:50 Uhr

Alles was du tun kannst ist ihr zuhören, eine Freunin sein und so hat sie jemanden mit dem sie reden kann.

Wenn du den Endruck hast, du bist dem nicht gewachsen und sie schafft es nicht mehr, dann lege ihr Hilfe nahe, wie ProFamilia.

Beitrag von nine-09 20.04.11 - 23:37 Uhr

Hm,

also ich bekam 2005 meine zweite Tochter,die ersten zwei Wochen war alles super bis ich Sturzblutungen bekam.
Wir waren gerade bei der Oma von meinem Freund weil der Opa an Krebs erkrankt war und wir wollten das er seine Urenkelin wenigstens noch kennenlernen konnte.

Wir riefen den Notarzt,und ich rief bei meiner Mama an und sagte ihr was los ist und das ich sie lieb habe.
Ich schaute auf meine Kinder und sagte ihnen das ich sie über alles liebe.
Dann kam der Rettungswagen und fuhr mich in die nächste Stadt ins KH.
Auf dem Weg dorthin sackte mein Puls ab und ich schaute nur noch hinten aus den Fenstern und sah die Bäume.

Ich war froh als ich im KH war,der Gyn versuchte noch nen US zu machen,aber da ging nichts weil das Blut nur so lief.
Not OP!!!

Als ich aufwachte sagte der Arzt das er Plazentareste gefunden hat.
Als ich auf mein Zimmer kam war mein Freund mit meiner damals zwei Wochen alten Tochter da und in dem Moment gings mir gut.
Doch als wir wieder zu Hause waren,kam die Angst.
"Was ist wenn mir was passiert!" Einen Tag später kam kein Blut mehr,ich rief meine Hebi an,sie meinte sofort gerade auf den Rücken legen und Eis auf den Bauch. Mir gings bescheiden...Ja ich habe danach viel geweint und mir immer wieder die Frage gestellt,was wäre gewesen wenn ich das nicht überstanden hätte?!

Ich musste Eisen zu mir nehmen,denn die bewirken auch nach der SS das man nicht ins Loch fällt,wusste ich bis dahin auch nicht.
Deine Nachbarin muss zum Arzt,sich helfen lassen.

LG Janine (sorry für die Länge)

Beitrag von kanojak2011 21.04.11 - 03:25 Uhr

Na ja, was du schreibst, würde manche von uns ,,brechen´´! Nee, man kann alles der Welt haben, wenn aber die Familie nicht gesund ist, dann hat man an sich nichts.

Tipps ? Es hat ihr shcon mir Sicherheit geholfen, dass sie sich bei dir ausweinen konnte. Natürlich ist ein Gang zum Psychiater/Psychologen nicht schlecht. Die zwei Kinder können schon an sich eine Über/Forderung sein. Nur wie sieht es denn aus, wenn eine (auch wenn) nette Nachbarin jetzt mit Tipps kommt. Sorry, du könntest tasuendmal lieb sein aber sowas gehört den Freundinnen, wenn überhaupt.

Mit dem zuhören machst du an sich das groártigste!!

Beitrag von 2awdick 21.04.11 - 08:32 Uhr

Hallo,

ja klar kennt man das. Hier und da ist es anstrengender und man hat das Gefühl, dass man Dreh- und Angelpunkt für die Familie ist und funktionieren muß.

Bei so vielen gesundheitlichen Vorkommnissen kann ich das sehr gut verstehen.
Ich denke zum psychologischen Problem wird die ganze Sache, wenn sie zwischendrin gar nicht mehr aus dem Tief rauskommt.
Ich bin der Meinung, dass ein Gespräch mit Fachleuten, die die Dinge objektiver sehen können, viel mehr bringt, als mit dem Partner oder Freunden. Da man bei Freunden oder nahestehenden Personen immer als Betroffene denkt: Die sagen das, um mich zu trösten und sagen das nur, um sich nicht ständig das Gejammer anzuhören.

Sie kann stolz auf sich sein, dass sie das alles packt und sie soll sich die Freude ruhig gönnen.

Du könntest ihr die Kinder abnehmen, damit sie mal eine Beratungsstelle aufsuchen kann- wie wäre das?

Alles Gute, es kann nur besser werden!
LG,
Ayse

Beitrag von manja. 21.04.11 - 12:46 Uhr

Wenn sie deine Nachbarin ist und dir trotzdem schon so viel anvertraut hat, steckt vielleicht noch viel mehr dahinter. Es könnte eine dicke Wochenbettdepression sein. So etwas ist leider in einigen Fällen schon dramatisch ausgegangen. Kenne selbst einen Fall. Bitte schau mal auf Schatten-und-Licht nach, da stehen auch Tipps für Aussenstehende, bitte bleib in Kontakt mit ihr, oft merken weder die Frauen, und schon gar nicht die Männer, was los ist und das Elend geht weiter. Du kannst ihr da auch Ansprechpartner raussuchen und geben usw.
Du kannst mich auch anmailen, falls du noch mehr Hilfe brauchst