Bisscheb fordern? bisschen üben? Einfach weiter warten?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mezzopalme 20.04.11 - 22:38 Uhr

Hallo,

mein sohn hat ja nun vor gut einer woche endlcih Mama gesagt! Sein erstes wort! #verliebt Er sagt es jetzt im laufe des tages immer mal wieder mit nem fetten Grinsen im gesicht.

Nun bin ich gierig! #schein wenn er auf meinen Arm will dann breitet er die arme aus und sagt A! Ichhabe heute dann immer gesagt ja auf den Arrrmmm willst du??? zum abend hin hat er dann Ammm gesagt,wenn er auf eben diesen wollte.

Hin und wieder frage ich ihn: na kannst du schon auto sagen? dann sagt er das mit A in dem tonfall wie ich es getan habe! Er grinst dabei und manchmal guckt er verschämt,er will es auch versuchen das merkt man,aber ich mach mir nun schon gedanken ob das so okay ist! Möchte ihn ja auch nicht überfordern???!!!!

Wie geht man jetzt am besten vor? Ein bissche üben? Komplett in Ruhe lassen? #gruebel

GLG

Claudia mit Lias 21 Monate alt

Beitrag von sako2000 20.04.11 - 22:43 Uhr

Übung kann doch nicht schade. Wenn wir Bücher anschauen, dann frage ich meine Tochter (17 Mon) immer und sie antwortest (manchmal).
Auch so zwischendurch fordere ich sie oft auf, etwas zu sagen.
Ich finde das überfordert nicht, sondern übt nur...

LG, Claudia

Beitrag von hustinetten 20.04.11 - 22:55 Uhr

Ich käme mir blöd vor, wenn man ständig von mir verlangen würde, Wörter nachzuplappern...

lg

Beitrag von nachtelfe78 21.04.11 - 07:37 Uhr

Huhu Claudia!

Wenn Lias Lust hat mit Dir diese Spiele zu machen, warum nicht?!
Mein Zwerg hat sein eigenes Spiel. Er zeigt auf alles was ihn interessiert und ich muss dann sagen was das ist. Er versucht es dann nachzuplappern wenn er Lust hat oder merkt sich einfach was das war, wenn er Lust hat.
Wenn man ihn nachher dann fragt wo z.B. seine Haare sind, dann greift er sich mit der Hand in die Haare. So geht das mit sehr vielen Gegenständen oder Körperteilen.
Ein Feuerwehrwagen macht hier "ka ka" weil ihm noch das "t" fehlt. :-))
Den Hund ruft er "wa wa" weil er "wauwau" macht.
Essen ist für ihn "gam gam" statt "yam yam"
Naja, Mama und Papa kamen von ganz allein.
Wir gucken viele Bücher an (er liebt es). Da zeigt er auch immer auf einzelne Figuren. Oder er nimmt meinen Finger und zeigt mit meinem Finger auf einzelne Figuren. Dann muss ich ihm auch immer sagen was das ist.
Das mit den Körperteilen kam wahrscheinlich daher dass wir beim waschen immer die Körperteile benannt haben die wir gewaschen haben. "Ich wasche jetzt Deinen Fuß" etc.
Denke wenn es den Kindern keinen Spaß macht, so ist es zumindest bei uns, beschäftigen sie sich dann schon mit anderen Dingen. Dann weiß ich hier - ok, jetzt ist es langweilig! :-)
Wie sollen Kinder die Begrifflichkeiten lernen wenn man sie nicht erklärt?!
Sprache kann man nicht ausschließlich durch beobachten lernen, finde ich.
Nur übertreiben soll man nicht. Nur solang es dem Kind Spaß macht. :-)

LG nachtelfe78 + Tizian (12 Monate)

Beitrag von beth22 21.04.11 - 07:55 Uhr

Ich erkläre immer alles was ich mache und dann kommt das naxchplappern meist von ganz allein :-p

z.Bsp. Jetzt ziehen wir uns die Schuhe an! - irgendwann kam dann ein wort das sich anhörte wie Schuhe #schein und ich wiederhole dann immer so wie es richtig heißt -- ja, genau! das sind die SCHUHE . und so lernen sie es dann immer ein Stück besser auszusprechen.
Man sollte Kinder nie "berichtigen" -- ich meine nie sagen, "nein, so nicht so ist das falsch! das heißt ... !" dann verlieren sie die Lust daran, weil ja eh alles falsch ist was sie sagen. Lieber richtig wiederholen und sagen das sie es toll gemacht haben.
Sprechen "fordern" find ich auch nicht verkehrt. Wenn Lea etwas haben möchte und nur darauf zeigt, sag ich auch schonmal "na was ist das?" und dann kommt "gulliedär!" #verliebt #verliebt #verliebt (Gummiebär) oder "datte" (Flasche) , "ndie" (Schmusie -- ihr Schmusetuch)

Das wird schon mit dem Sprechen! nur nicht unter Druck setzen!

LG
Sandra mit Max (9,5 Jahre) , Ben (fast 4 Jahre) und Lea (19 Monate)

Beitrag von emeri 21.04.11 - 08:07 Uhr

hey,

ich denke, es kommt auf deinen sohn an. meiner liebt es, worte zu üben. er zeigt in seinen büchern auf die bilder, sagt das wort dazu (egal ob er es richtig ausgesprochen hat oder verkürzt sage ich: genau, das ist das auto). er hat immer noch worte, die er nicht ganz spricht, z.b. milch. ich wiederhole die worte dann meist und sage sie richtig, ich sage ihm aber nicht, dass er sie nicht richtig ausspricht. er hat wahnsinnigen spaß dabei, worte zu üben und verlangt danach, auch gefragt zu werden, wie etwas heißt.

meine nichte (7 wochen älter als mein sohn) reagiert auf solche aufforderungen gar nicht. sie spricht was und wann sie will. auch das ist ok. zwingen kann man sie ja nicht dazu und warum sollte man. sie kann die wörter ja, sie kennt sie, sie benutzt sie eben nur dann, wenn es ihr passt. :-)

lg

Beitrag von cb600 21.04.11 - 10:34 Uhr

Hallo,

begleite was du tust sprachlich. Auch das, was dein Sohn macht kannst du kommentieren "Du willst eine Banane? Hier ist sie. Die Banane schmeckt sehr gut, stimmts?" Wenn du mehrere Sätze rund um das Thema "Banane" sprichst, wird sich dein Sohn den Begriff gut merken können, weil er etwas damit verbindet.

Das mit dem Nachsprechen würde ich lassen. Das ist der Sprechfreude und der sprachlichen Entwicklung nicht gerade dienlich. Davon mal abgesehen, dass du es doch sicher auch blöd finden würdest, wenn jemand ständig zu dir sagen würde: "Na? Kannst du schon Tisch sagen? Sag doch mal was auf englisch.... Na komm, sag doch mal "car"!"

Am besten ermunterst du zum Sprechen, wenn du wie oben beschrieben viel sprichst, während du (oder er) etwas tust, wenn du mit ihm singst oder Reime/Fingerspiele/Abzählverse machst, wenn du ihn nicht direkt korrigierst (z.B. "Das heißt nicht "Atu" das heißt "AUTO!") sondern indirekt (z.B. "Ja, das ist ein tolles AUTO. Schau mal, wie schnell das AUTO fahren kann") und dabei die Zielstruktur ein klein wenig lauter und deutlicher sprichst.

LG und frag ruhig nach, falls du was wissen willst