Opapa tot - und jetzt?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von poison.ivy 21.04.11 - 08:26 Uhr

Einen traurigen guten Morgen...

Der Opa meines Mannes ist heute ganz früh verstorben. Meine Kleine hat ihn gestern zum Glück noch mal gesehen und die beiden hatten noch viel Spaß. Das war noch mal sehr schön. SIe hat ihren "Opapa" sehr gerne. Aber wie soll ich ihr das denn jetzt erklären? Sie ist noch keine 2,5 Jahre alt, aber schon SEHR verständnisvoll und man kann mit ihr vollkommen "normal" sprechen. Wisst ihr was ich meine? Aber irgendwie macht mir der Umstand erst recht Sorgen WIE genau ich es ihr sagen soll. Ward ihr schon mal in der Situation? Wie habt ihr es euren Zwergen beigebracht?

Danke für eure Hilfe.

Ivy

Beitrag von romance 21.04.11 - 08:36 Uhr

Hallo,

das tut mir sehr leid. #liebdrueck

Leider kann ich dazu nichts sagen. Da ich noch nicht in der Siutation war. Aber vielleicht das ihr Opa nun über sie wacht im Himmel. Das es Zeit war, das er dort im Himmel eine Aufgabe hat. Und unmöglich ist wieder zu kommen.

Hatte sie vielleicht ein Tier das starb in der Zeit wo sie schon auf der Welt ist. Das könnte mann ungefähr vergleichen....

LG Netti

Beitrag von yozevin 21.04.11 - 08:36 Uhr

Hallo

Erstmal aufrichtiges Beileid für euch! #liebdrueck

Ich weiß, wie ihr euch fühlt, denn mein Vater ist vorgestern gestorben.... Leider ist unser Großer vom Verständnis noch nicht so weit und fragt viel nach Opa.... Mein Vater war vorher 7 Monate im Krankenhaus, da war es einfach, ihm das zu erklären und das hat er auch verstanden, obwohl er auch das häufig nach ihm fragte! Momentan sagen wir ihm, das Opa bei Ticktack-Opa im Himmel ist (mein Opa starb Anfang Dezember), aber nach TickTack-Opa fragt er auch noch... #schmoll

Falls eure Kleine scih für Bücher interessiert, es gibt wohl recht schöne Bücher zu dem Thema... Unser Zwerg mag Kinderbücher nicht gerne vorgelesen haben, sondern lieber selber blättern, das fiel bei uns also aus!

Ansonsten würde ich es kindgerecht erklären, das der Opapa im Himmel ist und von dort auf euch aufpasst....

LG

Beitrag von kruemlschen 21.04.11 - 09:16 Uhr

Hallo Ivy,

mein herzliches Beileid zu Eurem Verlust #herzlich

Mein Vater starb im Juni letztes Jahr.

Mein Sohn hat ihn wirklich sehr geliebt und die Beiden hatten eine sehr enge Bindung.

Allerdings war mein Vater schwer Krank und Dominic hat von der Diagnose im Dezember ab alles mitbekommen, wusste also dass der Opa sehr krank ist.

Und als mein Papa dann eingeschlafen ist, habe ich ihm am nächsten Tag erklärt, dass der Opa heute Nacht gestorben ist und nun nicht mehr leiden muss.
Ich habe ihm gesagt der Opa ist jetzt ein Stern und passt immer auf uns auf.
Er war da auch 2,5 Jahre alt.

Ich muss ehrlich sagen, ich war ziemlich schockiert über die starke Trauer meines Sohnes, ich hätte nicht gedacht dass er das die Situation schon so versteht. Er hat arg geweint und konnte sich erst gar nicht mehr beruhigen wir haben uns dann irgendwie gegenseitig getröstet.

Der Tod meines Vaters wird bei uns in der Familie sehr offen behandelt. Wir sprechen viel über meinen Vater und auch das Thema "Tod" wird bei uns nicht verschwiegen.

Mein Sohn spricht heute noch oft davon dass der Opa auf uns aufpasst und ab und zu sagt er dem Opa-Stern gute Nacht.

Er hat es sehr gut verkraftet und freut sich immer wenn wir Bilder von meinem Vater anschaun.

Da wir nicht gläubig sind, habe ich die Variante mit dem Stern genommen, das kam an dem Morgen irgendwie ganz spontan.

Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit und alles Gute.

LG K.

Beitrag von poison.ivy 21.04.11 - 13:59 Uhr

Hallo!
Ich danke dir!

Der Gedanke mit dem Stern ist mir eben auch in den Sinn gekommen. Und ich denke das ist das Beste. Wir sind auch nicht gläubig, daher kommt das so am Besten. Muss das nun noch mit der Familie meines Mannes absprechen. Nicht, dass sie ihr dann was vom Himmel erzählen. Mal sehen.

Wir sprechen auch offen über alles, aber seit sie auf der Welt ist, hatten wir keinen Verlust zu beklagen. Naja, mein Kaninchen, aber da war sie 2,5 Monate alt... ;-)

Ich danke dir für deine Antwort. Ist alles nicht so leicht. Und wenn man so einen kleinen Zwerg hat wird das noch schwieriger denke ich...

Ganz liebe Grüße
Melanie

Beitrag von trottelfant 21.04.11 - 10:59 Uhr

Erst mal mein herzliches Beileid!#liebdrueck

Mein Opa ist letzten Samstag auch recht überraschend gestorben.
Zwei Tage vorher hat er seine drei Urenkelkinder noch gesehen und Spaß mit ihnen gehabt. Er hat wohl abends seiner Tochter davon am Telefon erzählt und war ganz begeistert. Ähnlich wie bei dir durfte er vor seinem Tod noch mal seine Urenkelkinder um sich haben und ist dann morgens einfach nicht mehr wach geworden. Einen schöneren Tod hätte man diesem herzensguten Mann nicht wünschen können.

Meine Schwester hat ihren Zwillingen (2 Jahre und 2 Monate) dann gesagt, dass der Uropa gestorben ist. Das sein Herz nicht mehr schlägt und er nicht mehr atmet.
Ich weiß nicht, ob es die Frau vom Bestattungsinstitut war oder der Pflegedient der für meine Oma täglich kommt, aber einer von denen hat gesagt, man solle den Kindern nicht sagen, dass Opa eingeschlafen ist. Denn damit verbinden sie in dem Alter einfach, dass er auch wieder aufwachen muss. Und das geht ja leider nicht mehr.
Meine eine Nichte hat dann auch über den Tag verteilt immer mal wieder zu uns gesagt "Uropa gestorben" und wenn man dann gesagt hat "ja, Uropa ist jetzt nicht mehr da" dann hat sie genickt. Anschließend hat sie aber fröhlich weitergespielt. Trauer in dem Alter ist, das äußerst sich ganz anders als bei uns bzw. denke ich, dass man das Wort "Trauer" in diesem Zusammenhang noch gar nicht verwenden kann.

Vielleicht konnte ich dir ein Wenig weiterhelfen?

Alles Gute für euch!

Beitrag von poison.ivy 21.04.11 - 14:03 Uhr

Danke für deine Antwort. Ich werde offen mit ihr sprechen - so wie immer. Da ich Krankenschwester bin, finde ich das mit dem "Einschlafen" auch nicht so gut. aber es ist gar nicht leicht da die richtigen Worte zu finden. :-(

Danke dir!

Beitrag von liasmama 21.04.11 - 13:40 Uhr

Sag's ihr wie es ist. #liebdrueck

Als mein Vater starb, war mein Sohn auch zweieinhalb Jahre alt.
Wir haben ihm gesagt dass der "Popa" gestorben ist und jetzt bei den Engeln wohnt, und da ist es schön für ihn, aber wir weinen weil wir traurig sind dass wir ihn jetzt nicht mehr sehen können, so in etwa.
Sein Interesse am Thema Tod ist ungebrochen, mittlerweile ist er vier, und JETZT weiß er auch, dass Popas Körper beerdigt ist und seine Seele im Himmel ist (damals gab es keine Bestattung für uns, ich war 10 Tage vor dem ET unseres zweiten Kindes als mein Vater in seinem Geburtsort 1000 km von uns entfernt beerdigt wurde).

Die Wahrheit in Häppchen, das ist mein Rat. Versuche, sie nicht mit Details zu belasten die sie nicht verstehen kann und die ihr vielleicht Angst machen, aber erklär ihr eure Trauer.

Alles Liebe in dieser schwierigen Zeit!

Beitrag von poison.ivy 21.04.11 - 14:06 Uhr

Ja, ich werde offen mit ihr sprechen. So wie immer. Aber die richtigen Worte zu finden ist echt schwer. Will ihr ja auch keine Angst machen. Bis jetzt hab ich noch nichts gesagt, weil wir heute nicht hinfahren werden. Alles nicht so einfach...

Ich danke dir!

Beitrag von hopelove 21.04.11 - 14:38 Uhr

Hallo!

Das gleiche hatten wir im Januar auch. Ich habe ein super schönes Buch dazu gefunden. Hier der Link:

http://www.amazon.de/Sei-nicht-traurig-kleiner-B%C3%A4r/dp/3765568694/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1303389433&sr=8-1

Natürlich wünsche ich euch mein aufrichtiges Beileid.

Gruß Hopelove