Wegen Krankenkasse und dem Elterngeld

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Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von mausi111980 21.04.11 - 12:42 Uhr

Hallo



also ich hab da mal ne Frage und zwar wegen der Krankenkasse.

Mein Freund ist Privatversichert und ich naja, bekomme Momentan noch Leistungen vom Amt (bin also demnach Pflichtversichert), aber wenn das Kind da ist fällt das ja weg, weil wir dann als Bedarfsgemeinschaft gelten mit gemeinsamen Kind!
Aber nun zu meiner Frage.

Wo wird das Kind dann versichert?
Ich muss mich dann auch selbst versichern, aber mein Partner ist ja der besserverdienende von uns und ich habe mal gelesen das das Kind bei dem Partner versichert werden soll, wo eben besser versichert ist.

Und wie ist das mit dem Elterngeld?
Also ALG2 Bezieher bekommt man ja seine Leistungen weiter, aber wenn ich dann keine Leistungen mehr beziehe, bekomme ich doch trotzdem Elterngeld, oder?

Mein Partner und ich wollen auch JETZT noch nicht heiraten, nur weil wir ein Baby bekommen.





LG Mandy mit Knopf 23+0

Beitrag von miau2 21.04.11 - 12:48 Uhr

Hi,
bei unverheirateten Eltern ist es egal, ob einer besser verdient oder wie auch immer. Ihr habt die Wahl, wo ihr das Baby vesichern wollt:

- entweder gegen Beitrag in seiner PKV
- oder gegen Beitrag in einer anderen PKV, die Babys aufnimmt (machen nicht alle freiwillig, SEINE muss es halt, wenn ihr das wollt)
- oder über dich, wenn du in der gesetzlichen KV (auch wenn es freiwillige Versicherung ist) bist beitragsfrei

Erst wenn ihr heiratet ist die Frage nach seinem Einkommen relevant. Dann muss das Kind freiwillig gesetzlich oder privat versichert werden, wenn
- er mehr verdient als du
- UND er über Beitragsbemessungsgrenze verdient (was ja nicht immer bei allen privat versicherten so ist)

Du hast den Anspruch auf Elterngeld wie alle anderen auch, wenn du nicht gearbeitet hast ist das der Mindestsatz von 300 Euro im Monat. Wenn du eh keinen Anspruch auf ALGII mehr hast wegen Bedarfsgemeinschaft (ihr wohnt jetzt noch nicht zusammen, erst ab Geburt?) ist da auch nichts, was irgendwo angerechnet werden könnte.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von dentatus77 21.04.11 - 14:01 Uhr

Hallo!

Soweit ist das alles richtig, zwei Anmerkungen hätte ich allerdings nocht:

1. Wenn dein Freund nicht selbstständig ist, kann er einen Teil der Kosten für die Versicherung eures Kindes vom Arbeitgeber bekommen (i.d.R. 50% wie bei der gesetzlichen Versicherung, soweit der Beitrag den Beitraf für die gesetzliche Versicherung nicht überschreitet).

2. Das Kind ist in jedem Fall in der privaten Versicherung selbst versichert, die Versicherung deines Partners muss das Kind aber ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit vom Tag der Geburt an versichern. In einer anderen Versicherung findet i.d.R. eine Gesundheitsprüfung statt, und es gibt eine Wartezeit von 3 Monaten. Das bedeutet, dass alle Leistungen, die in den ersten 3 Lebensmonaten des Kindes von einem Arzt erbracht werden (u.a. auch die Us bis zur U3) nicht von der Krankenkasse erstattet werden. Darum würde ich von einer privaten Versicherung in einer fremden Kasse abraten.

Liebe Grüße!

Beitrag von susannea 21.04.11 - 16:00 Uhr

Moment, ich würde mich mal erkundigen, du müsstest, da du ja bis zur Entbindung ALGII erhältst und pflichtversichert bist beitragsfrei übers Elterngeld versichert sein.
Somit lohnt es sich evtl. für dich auch das zu splitten.

Dann kann das Kind wahrscheinlich auch über dich familienversichert sein, wenn dein Partner nicht über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Frag das am besten bei deiner KK nach und sei hartnäckig!

Und bekommen tust du das Elterngeld eh, es wird nur beim ALGII Bezug angerechent. HAst du keinen gibts das so.