Nach der Abtreibung

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von Was nun? 21.04.11 - 17:48 Uhr

Hallo ihr Lieben.

Ich weiß nicht ob ich hier wirklich richtig bin, aber ich versuche es einfach mal.
Meine ehemals BESTE Freundin hat letztes Jahr ihr Kind in der 12SSW abgetrieben.
Irgendwie konnte ich ihr zu dieser Zeit nicht wirklich zu ihr stehen bzw.ihr zur Seite stehen.
Da ich selber gerne Kinder möchte aber kaum eine chance auf ein eigenes Kind habe.

Ich habe versucht ihr ins Gewissen zu reden,denn schließlich hatte sie bereits ein Kind von selben Erzeuger, der zudem Zeitpunkt einfach nur eine "Bettgeschichte" war.

Nun leider hat sie auch nicht mit sich reden lassen und es kam wie ich vermutet habe sie ist in ein tiefes Loch gefallen, sie litt an Depressionen und konnte sich kaum um ihren ersten Sohn kümmern.
Sie lernte in der zeit ihren jetzigen Partner kennen, dieser hat sich dann auch mit eingemischt und mir geholfen mit ihr zusammen einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen.
Nachdem sie dann nun ihre Therapie beendet hat, hat sie mir die Freundschaft gekündigt mit den Worten du hast akzeptiert, dass ich mein Kind abgetrieben habe.Gut das habe ich auch nie irgendwie konnte ich mich nicht damit abfinden, dass sie ihrem 2ten Kind keine Chance auf ein Leben gegeben hat.

Und nun sitze ich hier und frage mich war es wirklich so,dass ich hätte helfen müssen auch wenn ich damit nich umgehen kann.
Hätte ich wirklich jeden Schritt mit ihr zusammen gehen müssen.

Ich denke als damalige Beste Freundin hätte ich da sein müssen JA aber ich konnte es nicht.
Nun würde ich ihr alles so gerne erklären damit wir so nicht auseinander gehen vielleicht kann mir jemand von euch helfen.

LG #winke#winke

Beitrag von willow19 21.04.11 - 18:27 Uhr

Ich bin der Meinung, dass die Therapie Deiner Freundin bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Warum? Sie kann doch Dir nicht die Schuld daran geben. Aber das ist natürlich sehr einfach für sie, jemand anderen den schwarzen Peter zu zu schieben. Du hast sie nicht K.O. geschlagen und ihr das Kind abgetrieben. Sie ist alleine für ihr Handeln verantwortlich.
Ich würd mir darüber ehrlich gesagt keinen Kopf mehr machen, denn so lange sie nicht die Schuld bei sich sucht, bzw. sie nicht versucht ihre Entscheidung richtig zu verarbeiten, geht da sowieso nichts.

Liebe Grüße

Beitrag von deppressionen 21.04.11 - 18:36 Uhr

Hallo

ich kann dir nur einen Rat geben, bitte nimm die Schuld nicht auf dich, du warst für sie da, das kann sie dir echt nicht in die Schuhe schieben.

Ich glaube das liegt aber an ihren Deppressionen , eine Freundin von mir hat vor ein paar Monaten eine Bekannte in die Klinik gefahren,die mal in der Psychatrie war, weil es ihr wieder mal schlecht ging, dort angekommen sagte sie zu ihr, ok du kannst jetzt gehen, mir gehts gut, meine Freundin ist dann gegangen.

Am nächsten Tag musste sie erfahren, das ihre Bekannte sich vom Dach stürzen wollte, weil sie gegangen ist #schock Sie hat es so hingestellt, das sie sie alleine gelassen hätte!

Psychisch kranke Menschen kann man ganz schlecht einschätzen, und sie haben sehr merkwürdige Gedankengänge, leider, aber wenn es dir gut tut, würde ich einen Brief an deine Freundin schreiben #herzlich

Mehr kannst du nicht tun,

lg

Beitrag von nudelmaus27 21.04.11 - 19:21 Uhr

Hallo Du!

Also ich finde deine Freundin hat wohl offensichtlich den falschen Psychologen besucht oder falsche Schlüsse aus dem Besuch gezogen.

Dich indirekt für den Abbruch verantwortlich zu machen, sorry das finde ich mehr als das Letzte. So was hast du nicht verdient und musst du dir auch nicht annehmen.

Da ich beide Seiten kenne, muss ich dir sagen sie allein hat die Entscheidung getroffen für sich. Wahrscheinlich war es auch falsch wie sie im Nachhinein schmerzlich feststellen musste. Aber sie hat es gemacht und muss mit den Konsequenzen leben und wenn dazu gehört, seine beste Freundin dafür zu bestrafen tut sie mir einfach nur leid.

LG, Nudelmaus (die froh ist eine beste Freundin zu haben :-))

Beitrag von almararore 21.04.11 - 19:49 Uhr

Das denke ich auch.

Ja man kann es sich auch sehr einfach machen, indem man andere für sein Handeln verantwortlich macht. Ihre Landung wird vermutlich mal sehr hart werden...

Es tut mir leid für Dich, dass Du nach allem was Du für sie getan hast jetzt auch noch mit schwerem Kopf da stehst.

LG und ich wünsche Dir Alles Gute und eine Freundin, die mit Dir durch dick und dünn geht!

Alex

Beitrag von sternchen.4 21.04.11 - 20:39 Uhr

Ich finde es eig. sehr arm von deiner Freundin, DICH dafür verantwortlich zu machen, dass sie für sich wohl den falschen Schritt gemacht hat.
Und meist ist es doch eh so, dass sie es eh gemacht hätte, auch wenn du ihr das abgeraten hättest.
Du konntest selbst mit der Situation nicht umgehen, was man auch verstehen kann, wenn man selbst Kinder möchte.

Ich finde auch, sie hat den falschen Psychologen und sollte mal schnellstens wechseln.

DU jedenfalls trägst keinerlei Schuld, es war IHRE Entscheidung.
#liebdrueck

Beitrag von ehemalsbestefreundin 21.04.11 - 23:37 Uhr

So, wie sie sich anhört, warst Du niemals ihre beste Freundin.
Beste Freundinnen können andere Standpunkte verstehen.

Und Abtreibung hin oder her, ich habe auch schon eine hinter mir, das gab mir eher mehr Halt an meinen Freundinnen.

Ich denke das Problem ist der neue Partner. Mehr nicht.

Und wenn sie das nicht einsieht und alles vorschiebt: Dann gibt es für eure Freundschaft wenig Grund.

Beitrag von janimausi 22.04.11 - 09:49 Uhr

Ich denke mal, du wolltest sagen:

>>Nachdem sie dann nun ihre Therapie beendet hat, hat sie mir die Freundschaft gekündigt mit den Worten du hast NIE akzeptiert, dass ich mein Kind abgetrieben habe.Gut das habe ich auch nie irgendwie konnte ich mich nicht damit abfinden, dass sie ihrem 2ten Kind keine Chance auf ein Leben gegeben hat.<<

Tja, du hast es nie akzeptiert.
Deswegen wissen meine Freundinnen zum Glück, wie ich zum Thema abtreibung stehe.
Ich bin ein ziemlicher Gegner davon.
Sicherlich gibt es immer Momente im Leben, wo es einfach nicht geht, wo einen diesen Kind dann kaputt machen würe.
Das kann ich verstehen, aber, und dass hatte ich mal mit einer Freundin, wenn jemand einen ONS hat, nicht verhütet und dann sagt, naja wenn was passiert, dann kommts eben in Müll, dann is meine Toleranzgrenze überschritten.

Ich finde nicht das du ihr bei stehen hättest müssen, denn auch in einer Freundschaft kann man sich von dem was die Freundin macht distanzieren...
Da muss man dann auch nicht jeden Schritt mitgehen.

Ich denke nicht das du dich falsch verhalten hast.

LG

Beitrag von was nun? 22.04.11 - 17:49 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich danke euch für eure vielen Lieben Antworten.
Ihr habt recht die schuld für das was sie getan ann sie mir nicht geben weil, dass war ganz aleine ihre Entscheidung ob richtig oder falsch das mag ich nicht mehr beurteilen.

Ich denke ich werde das Thema einfach mal hinter mir lassen und nun ein Leben ohne sie leben was ich eigentlich schade fine.
Sie scheint das allerdings wenig zu belasten hatte ihr gestern nochmal eine E-mail geschickt um mal zu hören was denn so der große auslöser war hne mit mir zu reden einfach so die Freundschaft zu beenden.Kein Antwort wie ich mir schon gedacht habe.

Ich werde nun alles was mich an sie erinnert in eine große Kiste räumen und in den Keller packen auch wenn mich das dchon traurig stimmt #schmoll.

Ich wünsche euch schöne Feiertage.