gefangen-meine Geschichte

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von almuth79 21.04.11 - 19:10 Uhr

Hallo!

Ich bin in einer festgefrorenen Situation und kann mich in keine Richtung bewegen ohne Menschen zu verletzen und andere oder mich selbst zu zerstören.
Ich bin Mutter zweier Kinder und war glücklich verheiratet, wir sind zwar nicht mehr sehr verliebt nach 10 Jahren, aber die tiefsitzende Liebe, Sorge und das gefühl für den anderen ist da. Wir haben genug Geld, ein schönes Haus und liebe Kinder.
Vor zwei Jahren war ich im Rahmen meines berufsbegleitenden Studiums auf der Uni und traf dort bei einem Seminar einen Vortragenden, der später auch meine Master These (Diplomarbeit)betreute. Schon im Seminar fand ich ihn furchtbar süß, er war 7 Jahre älter als ich. Da mein Thema für die Diplomarbeit zu seinem Beruf paßte, wurde er mir als Betreuer zugeteilt. Wir trafen uns außerhalb zu einem ersten Meeting, und bis heute werde ich nie vergessen, wie ich von den Zehen bis zur Kopfhaut von einem Kribbeln erfaßt wurde, als ich ihn wieder traf. In dieser Besprechung knisterte es so heftig zwischen uns, dass uns beiden klar war - wir dürfen eingentlich nicht zusammen arbeiten. Auch er war bis dato glücklich verheiratet und hatte zwei Kinder. Beim nächsten Treffen war die Anziehungskraft nahezu unerträglich und als er mich bis zur Garage begleitete, weil es im Winter schon früh dunkel wurde, küßten wir uns, sagten aber sonst nichts zu dem Thema. Zwei Tage später schrieb er mir eine SMS, dass er mich sehen müsse, sonst würde er durchdrehen. Also sahen wir uns, tranken Kaffee, küßten uns - und versuchten mehr zu verhindern. Drei Wochen später waren wir gemeinsam auf der Uni. Tagelang überlegten wir, ob wir dort gemeinsam übernachten sollten. Und fragten uns, was nach diesem nicht umkehrbaren Schritt passieren würde. Wir taten es. Es war wie eine Befreiung, mit ihm zu schlafen aber auch wie eine Sucht, die ein paar Stunden später nur noch stärker wurde. Also begannen wir eine Affäre mit riesigen Gewissensbissen unseren Familien gegenüber. Und nach ein paar Monaten wurde aus der Affäre eine Beziehung. Dazwischen versuchten wir beide, alles zu beenden. Ich nahm 5 Kilo ab, weil ich so unendlich unter diesem "Entzug" litt, ihm ging es auch furchtbar schlecht. Nach ein paar Wochen gaben wir auf und trafen uns wieder. Das geht jetzt seit zwei Jahren so. Ich finde ihn optisch und körperlich nach zwei Jahren noch immer so anziehend, dass ich ihn in seiner Nähe berühren muss, ihn ansehen muss. Ich finde ihn so süß, anziehend, perfekt. Wir lieben einander so tief und intensiv, dass wir beide krank davon werden. Seit einem Jahr versuchen wir, trotz des drohenden Schmerzes uns auszumalen, gemeinsam eine neue Zukunft zu beginnen. Es ist uns beiden klar, dass wir unsere Partner, die wir beide lieben (aber anders) furchtbar verletzen würden. Wo wir aber überhaupt nicht weiterkommen, ist bei unseren Kindern. er liebt seine Kinder so sehr, dass er sich nicht vorstellen kann, sie nur alle paar Wochen zu sehen. Ich würde meine Kinder auf jeden Fall mitnehmen. Am liebsten würden wir das morgen machen, sind aber so rational, dass wir das nicht tun können. Es erscheint uns unüberwindlich, uns in einem Alltag aus Patchwork, vier Kindern, zwei Expartnern und riesigen Schuldgefühlen wieder zu finden. Andererseits leiden wir mittlerweile so unendlich unter der Situation, dass wir es kaum schaffen, uns voeneinander zu trennen, wenn wir uns sehen. Ich finde keinen Ausweg, egal in welche Richtung ich mich drehe. Und langsam werde ich wahnsinnig. Was mich so stutzig macht, ist das ich nach zwei Jahren noch immer so schmerzvoll körperlich auf ihn reagiere und es macht mich unsicher, weil ich Angst habe, das dieses Gefühl nur körperlich ist und ich ihn nicht wirklich liebe.
Ich bin verzweifelt und wir finden keinen Ausweg.
Wer kennt das oder kennt es nicht und hat dennoch eine Meinung dazu?

LG
Almuth

Beitrag von redrose123 21.04.11 - 19:27 Uhr


Ich bin in einer festgefrorenen Situation und kann mich in keine Richtung bewegen ohne Menschen zu verletzen und andere oder mich selbst zu zerstören.


Ich bin Mutter zweier Kinder und war glücklich verheiratet, wir sind zwar nicht mehr sehr verliebt nach 10 Jahren, aber die tiefsitzende Liebe, Sorge und das gefühl für den anderen ist da. Wir haben genug Geld, ein schönes Haus und liebe Kinder.

Vor zwei Jahren war ich im Rahmen meines berufsbegleitenden Studiums auf der Uni und traf dort bei einem Seminar einen Vortragenden, der später auch meine Master These (Diplomarbeit)betreute.
Schon im Seminar fand ich ihn furchtbar süß, er war 7 Jahre älter als ich. Da mein Thema für die Diplomarbeit zu seinem Beruf paßte, wurde er mir als Betreuer zugeteilt. Wir trafen uns außerhalb zu einem ersten Meeting, und bis heute werde ich nie vergessen, wie ich von den Zehen bis zur Kopfhaut von einem Kribbeln erfaßt wurde, als ich ihn wieder traf.

In dieser Besprechung knisterte es so heftig zwischen uns, dass uns beiden klar war - wir dürfen eingentlich nicht zusammen arbeiten. Auch er war bis dato glücklich verheiratet und hatte zwei Kinder.

Beim nächsten Treffen war die Anziehungskraft nahezu unerträglich und als er mich bis zur Garage begleitete, weil es im Winter schon früh dunkel wurde, küßten wir uns, sagten aber sonst nichts zu dem Thema.

Zwei Tage später schrieb er mir eine SMS, dass er mich sehen müsse, sonst würde er durchdrehen. Also sahen wir uns, tranken Kaffee, küßten uns - und versuchten mehr zu verhindern.

Drei Wochen später waren wir gemeinsam auf der Uni. Tagelang überlegten wir, ob wir dort gemeinsam übernachten sollten. Und fragten uns, was nach diesem nicht umkehrbaren Schritt passieren würde. Wir taten es.
Es war wie eine Befreiung, mit ihm zu schlafen aber auch wie eine Sucht, die ein paar Stunden später nur noch stärker wurde. Also begannen wir eine Affäre mit riesigen Gewissensbissen unseren Familien gegenüber. Und nach ein paar Monaten wurde aus der Affäre eine Beziehung.

Dazwischen versuchten wir beide, alles zu beenden. Ich nahm 5 Kilo ab, weil ich so unendlich unter diesem "Entzug" litt, ihm ging es auch furchtbar schlecht. Nach ein paar Wochen gaben wir auf und trafen uns wieder.

Das geht jetzt seit zwei Jahren so. Ich finde ihn optisch und körperlich nach zwei Jahren noch immer so anziehend, dass ich ihn in seiner Nähe berühren muss, ihn ansehen muss. Ich finde ihn so süß, anziehend, perfekt. Wir lieben einander so tief und intensiv, dass wir beide krank davon werden.

Seit einem Jahr versuchen wir, trotz des drohenden Schmerzes uns auszumalen, gemeinsam eine neue Zukunft zu beginnen. Es ist uns beiden klar, dass wir unsere Partner, die wir beide lieben (aber anders) furchtbar verletzen würden.

Wo wir aber überhaupt nicht weiterkommen, ist bei unseren Kindern. er liebt seine Kinder so sehr, dass er sich nicht vorstellen kann, sie nur alle paar Wochen zu sehen. Ich würde meine Kinder auf jeden Fall mitnehmen.

Am liebsten würden wir das morgen machen, sind aber so rational, dass wir das nicht tun können. Es erscheint uns unüberwindlich, uns in einem Alltag aus Patchwork, vier Kindern, zwei Expartnern und riesigen Schuldgefühlen wieder zu finden.

Andererseits leiden wir mittlerweile so unendlich unter der Situation, dass wir es kaum schaffen, uns voeneinander zu trennen, wenn wir uns sehen. Ich finde keinen Ausweg, egal in welche Richtung ich mich drehe.

Und langsam werde ich wahnsinnig. Was mich so stutzig macht, ist das ich nach zwei Jahren noch immer so schmerzvoll körperlich auf ihn reagiere und es macht mich unsicher, weil ich Angst habe, das dieses Gefühl nur körperlich ist und ich ihn nicht wirklich liebe.
Ich bin verzweifelt und wir finden keinen Ausweg.


Wer kennt das oder kennt es nicht und hat dennoch eine Meinung dazu?


So lesen und beantworten dir es einige mehr.....

Beitrag von almuth79 21.04.11 - 19:49 Uhr

Meine Gedanken sprudelten wohl nur so raus! Heute war es besonders schlimm, weil ich an dem Ort war, wo ich studiert hatte. Und mir wurde bewußt, was ich für ein Leben seit zwei Jahren lebe.;-)

Beitrag von redrose123 22.04.11 - 08:41 Uhr

Du arme war ja auch nicht böse gemeint;-)

Beitrag von bruchetta 21.04.11 - 19:37 Uhr

Ich habe es auch ganz gut ohne Absätze lesen können.

Tja, es gibt ja nur wenig Möglichkeiten:

1. Ihr trennt Euch zugunsten der Familien, mit denen Ihr ja auch nicht unglücklich seid.
Ich denke aber, dass es nicht funktionieren wird. Ihr habt es ja auch schon probiert.

2. Ihr macht weiter wie bisher.
Fände ich die schlechteste Alternative.

3. Ihr trennt Euch von Euren beiden Partnern.
Eine so intensive Liebe habe ich leider nie erleben dürfen.
Wenn doch, wäre es wohl die Liebe meines Lebens gewesen und ich wäre ihr gefolgt.

Beitrag von almuth79 21.04.11 - 19:47 Uhr

Danke für deine Antwort. Ja - das wären wohl die Alternativen. Gäbe es ihn nicht, wäre ich mit meiner Situation zufrieden und sogar glücklich. Aber jetzt kenne ich ihn nun mal. Nach Vaiante drei sehne ich mich am meisten. Da wir beide Menschen voller Verantwortungsbewußtsein sind, habe ich Angst, dass wir beide an den Schuldgefühlen zerbrechen, wenn wir uns füreinander entscheiden. Und ich habe Angst dass der neue Alltag diese Art von Liebe, die wir erleben dürfen, schnell einholen würde.

Beitrag von umsche 21.04.11 - 20:37 Uhr

Und genau das ist wohl die große Gefahr. Im Alltag verfliegt der Reiz des Besonderen. Vor allem körperliche Anziehungskraft kann sich verflüchtigen, wenn man ihr jederzeit nachgeben kann wenn man will. Und wenn dann nichts anderes übrig bleibt außer Probleme, das schlechte Gewissen und 4 Kinder, die womöglich quer schießen und 2 unglückliche Expartner, dann bleibt die neue, ach so große Liebe auch schnell auf der Strecke.

Mir gefällt auch dein "Ton" nicht. Er suggeriert dem Leser, dass ihr "ja gaaanichts dafür könnt"! Nee is klar. Irgendjemand hat euch geradezu gezwungen, miteinander ins Bett zu steigen.

Glaube mir, ich kenne die Situation auch. Man ist fazsiniert, irre verliebt, riemig auf einander bis zum geht-nicht-mehr...aber als zivilisierter Mensch kann ich doch die Entscheidung treffen, dem nachzugeben oder eben auch nicht. Da heißt es manchmal "Arschbacken zusammen kneifen" (oder halt was anderes) und mit geradem Rückgrat stehen bleiben bzw. den "alten" Weg weiter gehen.

Nun seid ihr da angekommen, wo ihr seid und es wird nicht ohne große Schmerzen und viel Leid weiter gehen - so oder so.

Was soll ich sagen? Alles Gute? Bis dahin wirds für dich ein ziemlich beschissener Weg sein. Also denn...geh deinen Weg wenigstens hoch erhobenen Hauptes, du hast ihn dir ausgesucht!!!

Gruß
umsche

Beitrag von almuth79 21.04.11 - 20:50 Uhr

Danke für deine Antwort. Doch, ich kann was dafür. Es war unsere Schuld, wir hätten uns nach der ersten Besprechung dafür entscheiden sollen, uns nie wieder zu treffen. Ich kann es nicht erklären, es ist nichts Sexuelles. .Wir haben uns in den zwei Jahren oft sehen können und haben auch miteinander Urlaub gemacht. Es liegt nicht am Reiz des Verbotenen, das glaube ich zu wissen. Es ist ein furchtbar schmerzliches Gefühl, wenn ich ihn nicht sehe und es tut fast noch mehr weh, wenn wir uns sehen. Aber es hat schon auch was mit seinem Aussehen zu tun. Ich finde ihn einfach entsetzlich anziehend in jeder Hinsicht und er mich auch. Wir sind seit zwei Jahren zusammen und telefonieren jeden Tag, reden über alles. Über unsere Kinder, Gefühle, Job, über alles.
Und ich sehe es genauso wie du. Egal wie wir uns entscheiden, es wird Leid bringen. Deshalb finde ich auch keinen Ausweg.

Beitrag von umsche 21.04.11 - 21:01 Uhr

Wenn ihr tatsächlich nicht ohne einander könnt, dann müsst ihr diesen einen schmerzhaften Schritt eben tun. Mit allen Konsequenzen. Es tut doch eh schon weh. Dann macht den Schritt in die Richtung, in der der Schmerz irgendwann bei allen Beteiligten abheilen kann. So wie es jetzt ist, zieht ihr das nur in die (schmerzhafte) Länge.

Als ich mich damals (in ähnlicher Situation wie du jetzt) entschlossen habe, mich von meinem Ehemann zu trennen, um mit dem Mann zusammen sein zu können, den ich meinte zu lieben und zu begehren wie keinen zuvor, habe ich irgendwann wirklich bildlich den Kopf zwischen die Schultern gezogen habe die Augen zu gemacht und bin einfach losgelaufen. Ich wusste, dass es fies und schmerzhaft sein würde - emotional gesehen - und das war es auch. Aber ich sah in weiter Ferne auch das Ziel und hoffte dass ab da alles heilen und besser werden kann. Für alle - auch für meinen Exmann.

Nochmal möchte ich das eigentlich nicht durchmachen. Es war schlimm. Aber ich und das Kind, das ich damals schon hatte, haben es überlebt und wir sind letztendlich gut da durchgekommen. Und auch mein Ex hat eine neue Frau gefunden und eine neue Familie gegründet.

Der erste Schritt kostet Überwindung und dann muss man eben weiter laufen.

Wie lange willst DU noch so weiter machen?

Beitrag von jasahe 21.04.11 - 21:14 Uhr

Du hast es wirklich gemacht? Augen zu und durch? Wow! Hast du es jemals bereut?
meine Freundin ist Psychologin und hat versucht mich zu coachen. Dabei kam ich zu der Antwort, dass ich Angst habe, dass zum Schluss zwei ExPartner, vier Kinder und wir emotional ge/zerstört sind und wir es nicht schaffen, zusammen zu bleiben, weil unsere Vorgeschichte zu belastend ist.
Du hast mir Mut gemacht, ich finde es super, dass du so direkt bist!

Beitrag von almuth79 21.04.11 - 21:17 Uhr

und ich schreibe von meiner Freundin aus, denn von zu Hause kann ich das wohl kaum. Sie wird hier offentsichtlich immer automatisch eingeloggt. Sorry für die Verwirrung!

Beitrag von umsche 21.04.11 - 21:24 Uhr

Wenn du willst, kannst du dich per VK melden. Aber für heute schließe ich urbia.

Schönen Abend noch

Beitrag von frau-pepsi 21.04.11 - 21:18 Uhr

Mach in der Diplomarbeit bitte Absätze. #zitter

Beitrag von almuth79 21.04.11 - 21:55 Uhr

die ist schon abgeschlossen mit ausgezeichnetem Erfolg. sorry, lag wohl an meinen Emotionen!

Beitrag von milka700 23.04.11 - 09:06 Uhr

Ihr könnt nur so "lieben", weil kein "Alltag" drin ist.
Wenns dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis.

Beitrag von almuth79 23.04.11 - 12:42 Uhr

Guter Spruch. Ja, das Risiko besteht. Das ist uns bewußt. Aber es gibt schönere und weniger schöne Alltage.

Beitrag von lichtenstein 23.04.11 - 14:44 Uhr


Was ich garnicht ab kann, ist dieses scheinheilige Märtyrergetue. "Wir wollen niemandem weh tun" *heulweinschluchz* Deinen Mann hälst Du wohl für einen solchen Deppen, dass Du noch garnicht auf die Idee gekommen bist, dass der längst ahnt, dass da was am Laufen ist. Wenn die Liebe denn so groß wäre, wie Du behauptest, hättest zumindes Du Deinem Partner reinen Wein eingeschenkt, und hättest die Konsequenzen gezogen.

"Es erscheint uns unüberwindlich, uns in einem Alltag aus Patchwork, vier Kindern, zwei Expartnern und riesigen Schuldgefühlen wieder zu finden"

Soweit ist es mit der großen Liebe dann wohl doch nicht her. Sonst hättet ihr den Schritt doch längst getan. Für mich klingt die Geschichte eher wie eine stinknormale, gewöhnliche Bettgeschichte, die man mit ein bisschen Drama und Seelenpein zur "großen Liebe" hochbürstet, damit das eigene Gewissen entlastet wird.

Beitrag von jasahe 24.04.11 - 21:38 Uhr

Interessante Ansicht. Sehe ich nicht so. Immerhin ist es möglich, dass man im Leben mehr als einmal richtig liebt. Und außerdem ist es definitiv so, dass wir deshalb zögern, weil wir uns bemühen, das ganze mit Verantwortungsbewußtsein anzugehen. Und wir sind nur Menschen und machen nun mal Fehler.

Beitrag von almuth79 24.04.11 - 21:43 Uhr

sorry, wie schon weiter oben erwähnt schreibe ich vom laptop meiner freundin und sie scheint sich da immer automatisch einzuloggen, wenn ich versuche, zu antworten!

almuth

Beitrag von lichtenstein 26.04.11 - 13:05 Uhr

Das mit dem "richtig" lieben ist so eine Sache. Frage 10 Menschen, was ihrer Meinung nach richtige Liebe ist und die bekommst zehn verschiedene Meinungen. Frage 1.000 und Du hast 1.000 Meinungen. Für das eigene Leben werden aber alle Meinungen trotzdem nicht wirklich weiter helfen.

Ich finde dieses "nur ja niemanden verletzen" wollen, ist doch eigentlich ein Ausdruck der Feigheit. Solange ich mir nicht sicher bin, dass es mit der großen Liebe wirklich das gewünschte Happy-End gibt, so lange lasse ich alles, wie es ist. Damit entgeht man natürlich elegant dem Risiko einer gewaltigen Bauchlandung und kann im bequemen sehnsüchtig-seufzenden "was wäre wenn" verharren. Leider betrügst Du bis dahin weiterhin Deinen Mann, spielst ihm heile Welt vor und er hat keine Möglichkeit, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Verstehen kann ich Dich schon. Auch, bzw. vor allem Deine Unsicherheit, was das Richtige ist. Ich bin seit neun Jahren verheiratet, habe zwei Kinder und stehe gerade auch an dem Punkt, ob meine Ehe es wert ist, erhalten zu werden. Allerdings spielt dabei kein Dritter mit.


Ich weiß aber auch, dass wir Frauen gerne die Tendenz haben, uns die Dinge schönzureden und zu idealisieren. Die Wohnung sähe besser aus, wenn die Möbel anders stehen und unsere Beziehung könnte besser sein, wenn sie mit jemand anderem geführt würde. Im Licht der Realität sieht viele dann wieder ganz anders aus und auch der Märchenprinz hat seine Macken und Kanten.

Grüße

Lichtenstein

Beitrag von weltenbummlerin 23.04.11 - 21:33 Uhr

Hallo,

ich kann dir nur den Rat geben:

Nimm dir zwei Wochen Urlaub von Männern und Kindern und finde zu dir selber.

Ich habe nämlich nach dem Lesen den Eindruck, dass bei dir einiges drunter und drüber geht.

Ich kann gut verstehen, dass du eine ungeheure Zuneigung zu dem Geliebten empfindest, klar ist der Sex - und die körperliche Anziehung klasse, er hat ja sowas Verbotenes und ja, natürlich ist es etwas ganz Besonderes, nie Gefühltes.
Aber es wird bestimmt nicht so bleiben, wenn erstmal der Alltag einkehrt und es nervt, dass die Zahnpastatube nicht zugedreht ist...

Ich bin mit meinen Kindern in eine ähnliche Situation geraten, plötzlich war der Vater/mein Partner weg, direkt mit einer neuen Partnerin zusammengezogen - alles heimlich und hinterrücks. Das ist eine sehr prägende Erfahrung - für mich und die Kids.

Die Kinder sind sehr sehr tapfer, aber die Beziehung zu ihrem Vater ist dahin
Ich denke, da kommt schon jede Menge Arbeit auf dich und deinen Geliebten zu - und ihr dürft ja nicht vergessen, vielleicht sind die Partner (also dein Mann und seine Frau) ja gar nicht so pflegeleicht, wie ihr euch das jetzt vorstellt...

Ich finde du und dein Geliebter handelt sehr egoistisch und für mich - nach meinen Erfahrungen als Verlassene - kann nur sagen, wenn Kinder im Spiel sind überlege ich mehrfach und frage mich, was wichtig ist - und für mich ist das die Seele der Kinder - immer!

Stell dir vor, wie dein Leben ohne die Männer wäre, was kannst du selber schaffen, wie werden deine Kinder glücklich - und dann handele.

Und solltest du dich für eine Trennung entscheiden - dann erstmal alleine - denn vielleicht finden deine Kinder den neuen Menschen der ihnen vorgesetzt wird gar nicht so toll....


nur Gedankenanstöße

grüße