Unser kleiner Kämpfer (Jonas Finley) hat es geschafft!!!

Archiv des urbia-Forums Geburtsberichte.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von sihu 21.04.11 - 20:49 Uhr

Wo und vor allem wie fange ich an?

Am besten beginne ich am 20. März 2011 wo eigentlich alles begann.
Am Sonntagabend, den 20.3. gegen 23 Uhr hatte ich ein Gefühl von „feucht“ und bin zum Klo. Hab aus einem Gefühl heraus nen Ph-Test gemacht der 7-8 anzeigte.
Da ich eh am 21.3. wieder zur VU sollte habe ich abgewartet und bin dann morgens zum FA und auch dort war der Ph-Test bei 7, im vag.US war alles in Ordnung (MuMu zu, nicht verkürzt und auch kein Trichter), beim US nochmal Kind vermessen. Geschätzt wurde Jonas auf 2300g und 49,5cm, FW genug vorhanden. Also gab´s ne Überweisung für´s KH zum Ausschluss Blasensprung.
Bin nochmal kurz nach Hause (KiTa angerufen, das es später wird) und fix zur Toilette. Da war der Ph-Test nur noch schwach bei 5-6. Im KH angekommen wurde dann erst mal CTG und ein Amni-Check gemacht, der negativ war. Auch dort ein US, da wurde Jonas auf 2100g geschätzt und 50cm. Also durfte ich wieder nach Hause. Abends war der Ph-Test auch wieder bei 4…

Am nächsten Abend nach 2-3 Wehen wieder das Gefühl von Feuchtigkeit, Ph-Test gemacht und wieder 7-8. Wollte nicht die Pferde scheu machen, bin lieber in´s Bett… Aber alle 2 Std. zum Klo und der Ph-Test blieb bei 7-8. Am Mittwochmorgen, den 23.3. sind mein Mann und ich noch einkaufen gefahren (wollte unbedingt Anziehsachen besorgen, wir hatten ja noch nix) und danach wieder im KH vorstellig geworden.

Gleiches Spiel, CTG geschrieben und dann der Amni-Check. Ärztin meinte, der ist negativ und ihr Gefühl sage ihr das gleiche. Ich sollte nur auf die Hebi warten (die grade bei einer Geburt war) damit sie mich ambulant führen könnte.

Keine 15 min. später stand die gleiche Ärztin wieder im Zimmer, sie hätte grade mit dem Oberarzt gesprochen. Ich solle eine Stunde spazieren gehen und dann würde nochmal ein Kontroll-Amni-Check laufen.

Hmm, dachte das der Oberarzt das wünschte, weil ich Montag bereits da war… Also Mann angerufen, der grade aus der Tür war um die Kinder aus der KiTa abzuholen das es länger dauert und er mich nicht gleich mitnehmen kann. Er war seehr begeistert. *g*

Also nach 1std. wieder im Kreissaal aufgeschlagen zum nächsten Amni-Check. Den machte die Ärztin von Montag und klärte mich denn auch auf warum noch ein Test gemacht werden sollte. Der 1. Test war schwach positiv nach 5min, deswegen die Kontrolle.
Tja, und der 2. War natürlich negativ. Also hieß es ich dürfte nach Hause, ich sollte nur kurz warten da sie vorher Übergabe hätte.
Also wieder meinen Mann informiert, der brav mit den Kindern rein kam, damit wir nach 30min. erfuhren: Ätsch, nicht nach Hause. Dem Oberarzt wäre das zu riskant…
Am selben Abend habe ich noch die 1. Lungenreife erhalten und am nächsten Abend dann die 2.

Kurzfassung, ich war 5 Tage im KH. Der nächste Test am nächsten Morgen war wieder schwach positiv (in den vorgegebenen 5 min) und die nächsten wieder negativ. Dafür stiegen meine Leberwerte an, Ausschluss Hellp, Vermutung auf Cholestase (hatte auch diesen Juckreiz an Händen und Füßen). Was bei rumgekommen ist, werde ich wohl irgendwann mal vom FA erfahren (eigentlich wäre es bei der nächsten VU gewesen).
Nachdem die Leberwerte wieder sanken und es Jonas gut ging bin ich Sonntag, den 27.3. nach Hause. Ph-Test war immer, wenn das feuchte Gefühl war, bei 7-8. Sonst bei 4. Seit Samstag hatte ich viel milchig/gelben Ausfluss (scheinbar der Schleimpfropf, was meine Hebi später bestätigte)
Hatten eine schöne Woche zuhause, aber ich habe jede Nacht davon geträumt das die Fruchtblase springt. Donnerstag, den 31.3. hab ich hier sehr gründlich aufgeräumt. Irgendwie wollte ich alles sauber haben, falls hier einer aufpassen müsste auf die Kinder.
Keine Ahnung wieso, am 3.4. wusste ich es dann.

Ich muß noch dabei sagen, das wir Lucas erklärt hatten das Jonas geboren werden würde wenn es draußen warm wird, die Bäume usw. grün werden und die Schmetterlinge fliegen. Die letzten Jahre war das ja immer erst gegen Ende April der Fall (und da hätte er ja ohne weiteres kommen dürfen).
Am 2.4. mittags habe ich den ersten Schmetterling gesehen und hab das Luci auch erzählt. Er war enttäuscht den "Smellerling" nicht gesehen zu haben, aber strahlte dann über beide Ohren da es ja nun bedeuten würde das Jonas nun endlich geboren werden dürfe. Mußte das Mini-Kind mich den soo wörtlich nehmen und gleich am nächsten Tag schlüpfen?

Gegen Abend hatte ich plötzlich Blutfäden im SP und später wurde der Schleim ganz klar mit leichten Blutbeimengungen. Sah irgendwie rosa aus…
Die Nacht vom 2. Auf den 3.4. habe ich das erste Mal seit langem richtig gut geschlafen und auch nicht davon geträumt dass die Fruchtblase springt.
Auch ließen langsam die Unmengen vom SP nach (nach über eine Woche reichte es mir auch langsam) und ich freute mich auf die VU am Montag…

DER 03.APRIL 2011

Am Sonntag wurde ich gegen 5.10Uhr wach, mal wieder das Gefühl von *iiih* nass. Vorsichtig mit dem Finger gefühlt und mit dem Handy geleuchtet (wollte meinen Mann nicht unnötig wecken mit Licht an). Hmm, ganz klar und auch nicht spinnbar. Shit, das war die Fruchtblase. Nein, so ein Quatsch und erst mal zum Klo.
Wollte grade vom Klo wieder aufstehen, da tröpfelte es… Okay, da war mir alles klar. Wieder in´s Bett gekrochen und überlegt. Was machst du nun? Schon mal meine Oma anrufen oder nicht? Meinen Mann geweckt, der es zur Kenntnis nahm und sich umdrehte um weiterzuschlafen. (Die Nacht hatte erst gegen 2.30 Uhr begonnen, selbst schuld wenn wir solange Fernsehen)

Ich war aber hellwach, also wieder aufgestanden. Zum Klo und danach wieder tropf, tropf, tropf…

Handtuch zwischen die Beine geklemmt und in die Küche. Wollte Kaffee für Männe kochen, aber vorher nochmal zum Klo, auf dem Handtuch sah es grünlich aus. Also hab ich mir ne Binde geschnappt, damit ich es besser erkennen konnte (bei den anderen beiden war das FW grün). Kaum wieder in der Küche, *schwapp*. Hilfe!!! Meinen Mann unsanft geweckt, komm sofort und bring ein Handtuch mit. Fußboden etwas gewässert und mit Handtuch dann den Kaffee gekocht… Auf der Binde sah das FW auch grünlich aus.

Meine Oma angerufen, hatte mir überlegt dass es besser ist wenn sie gleich kommt, dann bekommen die beiden „Großen“ nicht mit das wir wegfahren. Vor allem waren wir ja zu früh dran (34+6SSW) und ich hatte bei der Mittleren hämolysierende Beta-Streptokokken. Da wollte ich kein Risiko eingehen… (Befund war an den FA geschickt worden, aber den hätte ich ja erst am 4.4. erfahren)

Habe den Kindern tschüss gesagt, Luci muß es im Schlaf wahrgenommen haben. Als er wach wurde hat er meiner Oma wohl erstmal erzählt Mama ist im Krankenhaus, Jonas hat den Stöpsel aus seiner Badewanne gezogen...

Also ab in „unser“ KH in dem wir ursprünglich entbinden wollten (genauso wie die Mittlere). Die Hebamme lachte nur als sie mich sah, ich würde langsam teuer werden. Aber als ich sagte das es schwappt, sollte ich erst mal meine Hose aus und die Netzhose anziehen mit den schicken großen Vorlagen. Dann hinlegen und CTG schreiben, vorher fühlte die Hebi noch nach dem MuMu und meinte 3cm und nur etwas feucht. Na schauen wir gleich mal was der Amni-Check sagt. Sollte mich dann auf die Seite drehen und meinte noch zu ihr *iiih* nu läuft’s wieder. Nach dem CTG kam die Ärztin (kannte ich noch von meiner Woche davor, ganz liebe Frau) und grinste auch erst. Ich wäre teuer, hörte dann aber mein Geschimpfe (wie eklig, das ist nass) und wurde ernst. Also wiedermal rüber in Untersuchungsraum und sie fing an alles vorzubereiten. Ich Hose aus, Netzhose aus und schimpfte wieder *iiiihgitt* jetzt läuft’s aber richtig.
Da kam ein richtig großer Schwapp, so dass es die Innenschenkel runter lief. Das FW war klar, so dass ich schon an mir zweifelte was ich morgens gesehen hatte.
Ich also zum Stuhl geschlichen, fluchenderweise und die Ärztin noch ganz ruhig, na wir schauen mal das war bestimmt die Blase. Ich noch, nee ganz bestimmt nicht.
Dann hat sie wohl erst wahrgenommen was ich gesagt hatte, da kam nur noch ein hektisches: zeigen Sie mal. Stand mit zusammengekniffenen Beinen vor ihr, also Beine etwas auseinander und selbst mein Mann sah es aus der Entfernung sofort (meinte er danach). Die Ärztin meinte nur, shit. Aber ich muss trotzdem testen. Sie brauchte kein Spekulum, sie hat direkt vom Scheideneingang abgenommen und der Test war auch SOFORT positiv.

Dann wollte sie nach dem Köpfchen tasten und meinte der ist im Becken, aber abschiebbar. Und die Blase voll. Ach nee, hab ich doch gesagt…

Hat nochmal vag.US gemacht, laut meinem Mann war da nen Trichter den sie an verschiedenen Ecken vermessen hat (ich hab ja nix gesehen). Meinte aber das der GmH zwar verkürzt wäre aber noch vorhanden (und dazu nur Gott sei Dank sagte) Danach nochmal US um nach der FW-Menge zu schauen. Das war noch in Ordnung und sie schätzte den Zwerg auf 50cm und 2500g.

Aber ich müsste liegen, wegen Gefahr Nabelschnurvorfall usw. Ich dachte noch so, wieso denn Kopf ist doch im Becken… Durfte dann (ohne Hose wohlgemerkt, nur in sexy Netzhose) ne Abkürzung über den Flur in Kreissaal nehmen. Hab ihr noch aus dem Kreuz leiern können auf Klo zu dürfen. Meine Blase platzte beinahe, und ich konnte mir was besseres vorstellen als nen Einmalkatheter (den ich vor´m geistigen Auge bereits vor mir sah).

Wurde danach direkt wieder an´s CTG angeschlossen von der Hebi und die Ärztin hat mit dem nächsten KH telefoniert (die haben eine Neo im Haus, ist eine Zweigstelle unseres hiesigen Kinder-KH). Hab die Ärztin angesprochen ob sie was wüsste wegen den Streptokokken, sie ging gucken und hat den Befund zum Glück noch gefunden. War ja bereits abgeheftet, da es an meinen FA geschickt worden war und ich entlassen. Hat dann gleich vermerkt das wieder positiv getestet wurde (wegen Antibiotika-Gabe), damit das andere KH das auch gleich sieht und mit der Gabe beginnt.

Ärztin und Hebi haben uns dann ganz viel Glück gewünscht, die Hebi hat Ostern Dienst und meinte wir sollen dann doch bitte vorbeikommen. Sie möchte Jonas die Ohren langziehen. *g* DEN Gefallen werden wir ihr tun, sie war echt ne gaaanz liebe süße Hebi.
Krankentransport kam (traumhaft auch noch GARD, an denen gehe ich tgl. vorbei auf dem Weg zur KiTa und zurück) und ich fand das sooo furchtbar.

Also ab in´s andere KH. Der Zugang zum Kreissaal war gesperrt (dank Bauarbeiten), also sind sie mit mir mitten durch die ZNS (es kann sich sicher jeder die blöden Blicke der dortigen Krankenschwestern vorstellen)
Im Kreissaal angekommen, wurde ich erst mal in´s Bett verfrachtet und von einer netten Hebamme in Empfang genommen. Das gleiche Prozedere wieder, sprich an´s CTG. Die Hebi meinte, dass es keinen Grund für Bettruhe gibt wenn das Köpfchen im Becken ist. Das er abschiebbar ist, tut nix zur Sache und wäre nur für die Geburt relevant. Sie könne aber verstehen dass sich das andere KH absichern wollte. Bekam ne Braunüle und eine weitere Blutabnahme…

Durfte nach dem CTG auf´s Klo, da schwappte es erst mal. Mein Mann fragte nur entsetzt nach, ist das Urin oder etwa FW? Ich nur seelenruhig, das ist FW, wieso? Er überlegte schon wann Jonas auf dem trockenen liegen würde bei den Mengen die er bei jedem Klo-Gang hörte…
Auf der Vorlage war´s dann wieder grün, also Hebi gezeigt. Die meinte nee das ist okay so. Also haben wir das mal so geglaubt (und abends hab ich dann erfahren, dass ich recht hatte das es ab und an grün war)

Danach zur Untersuchung mit der nächsten Ärztin (auch ne nette). Die kontrollierte erst mal den MuMu (der war bereits außen 4cm und innen 3cm geöffnet mit Trichterbildung) und den GmH (immernoch verkürzt). Danach nochmal US, sie schätzte den Wicht auf 50cm und 2800g. Sagte noch dazu das sie hoffe das ihre Gewichtsschätzung die richtige wäre, denn das wäre ja ein prima Ausgangsgewicht für den Kleinen.

Danach wurde ich im Bett auf die Wöchnerinnenstation gebracht in ´s Zimmer und habe abgewartet wie sich alles entwickelt. Bekam nen Antibiotikum welches ich alle 6std. nehmen sollte bis zur Geburt.
Gegen 14.50Uhr fingen dann auch eigene Wehen an, die ziemlich rasch in ziemlich kurzen Abständen kamen (erst 15min, dann 2 im Abstand von 5min, dann 3 im Abstand von 3min), dummerweise rief da grade mein Mann an und bekam mein schnaufen mit. Ich versuchte mit ihm auszuhandeln dass ich ihn gegen 15.45 Uhr wieder anrufe, falls die Wehen dann immer noch da sind. Die Abstände wurden nämlich wieder größer (15min). Aber er war schon wieder auf dem Sprung und hat meine Eltern angerufen, die grade zur Tür wieder rein waren. Sie hatten die Kinder morgens von meiner Oma übernommen und waren mit ihnen im Tierpark. Als er sie anrief waren sie grade zuhause angekommen nachdem sie dem Papa die Kinder zurückgebracht hatten.
Also sind sie wieder zu uns gefahren und Männe ist danach direkt wieder los.

Um 15.45Uhr hatte ich keine Wehen mehr, das dazu. Dafür kam in der Zeit ne Schwester von Station die mich zum Kreissaal schickte zur CTG-Kontrolle. Schnell noch meinen Mann informiert wo er mich findet und rüber gedackelt.

Dort angeschlossen worden und gewartet. War nen Raum nur zum CTG´s schreiben mit 3 Liegen. Die Hebamme war irgendwie reichlich ernst, sprach kaum mit mir und hatte das CTG ganz leise gestellt. Irgendwie stellte sie auch immer nach und gab Befehle aus wie ich mich drehen sollte. Fand das ganze zwar reichlich merkwürdig, aber war auch hundemüde und hab´s erst mal hingenommen. Hatte seit ca. 16.15 Uhr wieder Wehen, diesmal regelmäßig alle 4min und das CTG schrieb natürlich nix auf, kannte ich aber schon von Emmi.

Irgendwann lag ich dann mal rechts und hab mir das CTG anschauen können (die anderen beiden Frauen waren längst fertig und hatten neue Uhrzeiten zum wieder auftauchen bekommen). Da fiel mir dann auch auf, warum die Hebi so ernst guckte (Herzfrequenz hielt sich dauerhaft bei 150) und das ich bereits 70min am CTG hing.
Die Hebamme wollte dann Temperatur messen (die war bei Aufnahme 37,2°) und da hatte ich dann 38,1° (im Ohr wohlgemerkt). Also holte sie die Ärztin dazu. Die schaute sich das CTG an und diskutierte leise mit der Hebi über die Herztöne. Kam dann zu mir und meinte dass es nicht kritisch wäre, ihr aber das CTG auch nicht wirklich gefallen würde. Vor allem, da ich ja Wehen hätte und halt auch selbst Temperatur entwickeln würde.
Hat dann nochmal Blut abgenommen und meinte in 30min ca. wissen wir mehr. Evtl. muss der kleine Mann heute noch geholt werden, es deute alles daraufhin das wir nen Amnio-Infekt ausbrüten würden.

Daraufhin hab ich dann die Hebamme gefragt ob sie nicht mal nach meinem Mann schauen könnte, der wollte doch bereits kurz nach mir eintreffen. Sie brachte ihn dann mit, er musste erst draußen warten wegen den anderen beiden Frauen und danach hatte sie ihn über das CTG vergessen.
Tja, Ärztin kam auch wieder rein mit ner Antibiose i.v., wusste ja keiner wie lange es noch gut gehen würde (und i.v. würde es ja schneller wirken). Hebi hatte sich kurz bevor mein Mann kam die eine Vorlage von mir geschnappt um nach dem FW zu schauen. Das sah aus wie morgens und mittags im Kreissaal (also grünlich) und die Hebi meinte dasselbe auch zur Ärztin.

Hab Männe eigentlich nur kurz erzählen können warum er warten musste, was mit dem CTG ist und dann begann unser persönlicher Horror. Zum Glück hatten wir noch diese 5min, sonst hätten sie ihn vielleicht erst bemerkt wenn alles vorbei gewesen wäre. Er hatte sich alleine die 1 Stunde die er draußen warten mußte schon sämtliche Horrorszenarien ausgemalt warum man ihn nicht reinlassen würde.

Sonntag gegen 17.30Uhr

Die Ärztin kam nicht mehr dazu die Antibiose anzuhängen, denn ich bekam eine Wehe die sich gewaschen hatte (die nahm mir kurzfristig die Luft) und im gleichen Moment sackten die Herztöne ab (hab noch gesagt :och nö Jonas, der Witz ist alt, das hat Mimi schon gemacht) waren kurz weg und dann kam er nur langsam wieder.
Männe ging gleich von sich aus in Hintergrund und ich hatte in der gleichen Sekunde 3 Hebammen und die Ärztin um mich und an mir. Bekam erst 2ml Tokolyse (und danach alles, ich schätze 5ml insgesamt) und wurde von links nach rechts geworfen. Der Herztonschreiber wurde gelöst und über den ganzen Unterbauch nach seinen Herztönen gesucht. Hektik, ich solle tief atmen (was glauben die wohl was ich versuchte trotz meiner Panik um´s Kind und dem damit verbundenen Gefühl von Weinen wollen?)

Hab mich nur noch darauf konzentriert zum Baby zu atmen, hab ihm immer wieder gut zugesprochen. Wir schaffen das, halt durch. Du schaffst das, wir sind soweit gekommen mach jetzt verdammt nochmal keinen Scheiß.

Über meinen Kopf hinweg ging zeitgleich die Diskussion: das ist die Mutter, nein das ist das Kind. Nein das ist die Mutter… Nein, die Mutter hab ich, die ist viiiel schneller. Meine Herzfrequenz war bei 140 und Mini´s bei 80…

Gleichzeitig sagte eine Hebi schon Bescheid wegen ner Sectio (damit sich das OP-Team bereit machte), das mein Mann dazwischen rausflog hab ich nicht mehr mitbekommen. Als ich ihn das letzte Mal sah, stand er kreidebleich an der gegenüberliegenden Wand mit einem riesigen P (für Panik) im Gesicht.

Und ich hatte nur Angst um ihn und mein Kind…

Es waren echt nur Minuten, die mir wie eine halbe Ewigkeit vorkamen. Aber als nächstes war schon die Entscheidung gefallen: Not-Sectio. Ich wurde nur noch aus meinen Klamotten geschält und direkt auf die OP-Liege in Seitenlage. Dazwischen erklärten sie mir ne ganze Menge, was ich immer nur mit: „Ich weiß“, beantwortet habe.

Laut meinem Mann hatte ne Hebi ihn in den nächstbesten freien Kreissaal geschoben (passenderweise der vom morgen) und er sah noch wie sie mich um die Ecke schoben in OP bevor sie die Tür zumachten bei ihm, was seine Angst nicht wirklich besserte.

Es hieß dann dass sie auf die Schnelle kein Hemd für mich hätten und mich nackt über den Flur schieben müssten. Hab nur gesagt das ist mir sowas von scheißegal, Hauptsache ihr helft meinem Kind.

Also einmal um die Ecke geschoben worden und direkt auf den OP-Tisch. Und dann ging alles genauso schnell weiter. Eine rasierte, die nächste legte den Katheter, die 3. desinfizierte schon meinen Bauch und links von mir wurde alles steril vorbereitet und ich wurde gebeten meine Hand still liegen zu lassen (zum irgendwo fixieren, wie ich das von Luc kannte war keine Zeit). Gleichzeitig begrüßte mich der Anästhesist und hielt mir eine Sauerstoff-Maske über´s Gesicht, und sagte ich solle nicht erschrecken das wäre grade wie in einem Ameisenhaufen. Rechts von ihm wurde mir schon die Blutdruckmanschette angelegt und der Arm fixiert. Dann noch der schicke Sicht-und Spritzschutz und dann drückte mir der Anästhesist die Maske richtig auf´s Gesicht und bat mich ein paarmal tief ein-und auszuatmen. Es wäre gleich alles vorbei. Ich musste mich schwer beherrschen nicht panisch zu werden, weil das Narkosemittel einem mit Druck entgegen gepustet wird und ich das Gefühl hatte nicht ausatmen zu können.

Während der ganzen Vorbereitung und dann auch beim narkotisieren hab ich immer nur Jonas gut zugeredet. Komm mein Schatz, du schaffst das. Nur noch wenige Minuten, halt durch. Sie sollen dich nicht reanimieren, halt einfach durch.

Während ich die Maske auf dem Gesicht hatte hörte ich immer nur jemanden ungeduldig fragen:“Können wir endlich?“ Und der Anästhesist:“Gleich“. „Jetzt?“, „Moment noch“. Beim 3.mal einatmen wurde mir schummerig, ich hab noch einmal Jonas Mut zugesprochen und dann weiß ich nix mehr.

Sonntag gegen 20 Uhr

Ich kam langsam zu mir, weil ich mich selber schluchzen hörte und mich räuspern wollte… Was jedoch wahnsinnige Schmerzen nach sich zog… Wusste aber nicht wieso und was überhaupt los ist, als nächstes hörte ich rechts von mir die Stimme meines Mannes. Es klang so als ob er weinen würde (ich hab ihn noch nie weinen gehört/gesehen und er meint das letzte Mal an das er sich erinnert war als Kind irgendwann) und er hat mir immer wieder gesagt: „Alles ist gut, es ist vorbei. Jonas geht es gut, es ist vorbei. Ich liebe dich, ich hatte so eine Angst um dich, ich liebe dich.“

So langsam bekam ich dann auch die Augen auf, dauerte trotzdem etwas bis ich was sah. Männe hatte mir zwar meine Brille gegeben, aber ich hab nen Moment gebraucht um mich zurecht zu finden. Realisierte dann das eine Hebamme (eine von denen die an mir rumgepuzzelt hatte) links neben mir stand und das ich in dem gleichen Kreissaal wie morgens war.

Sie erklärte mir dann, dass ich das Gefühl hätte mich räuspern zu müssen durch den Beatmungsschlauch. Ah ja, da war ja was… Mir ging nen Licht auf, warum ich dort lag… Außerdem erzählte sie mir das ich während der ganzen Aktion immer nur „Ich weiß“ geantwortet hätte. Ob ich das noch wüßte, klar das wußte ich. Hab ihr auch nur gesagt, das mir in dem Moment alles sch***egal war und ich das tat was sie alle von mir wünschten. Denn schließlich wußten sie ja was sie taten… Da mußte sie grinsen und meinte das es die richtige Entscheidung war, denn Jonas mußte nur abgesaugt werden und brauchte keine weitere Hilfe.

Danach gab sie mir dann auch erst mal was nettes (Dipidolor wem´s was sagt) gegen die Schmerzen (das war echt fies, bei Luc gab´s direkt nach der OP was als Dauerinfusion bis zum nächsten Morgen hier nur bei Bedarf und später dann Ibuprofen 600 alle 6std.).

Als ich die Augen aufbekam, hat Männe mir auch sofort die Bilder vom Zwerg unter die Nase gehalten (auch wenn ich erst mal nix erkennen konnte) und hat mir gesagt dass es ihm gut gehen würde und wie süß und zart er wäre.
Hab ihn dann ausgequetscht über die Zeit die mir fehlt, wann wurde Jonas geboren, wie groß war er und wieviel wog er denn nun? Und natürlich seinen KU wollte ich wissen.

Dazwischen hab ich immer noch geschluchzt (konnte echt nix gegen machen) und meinem Mann wurde es dann zu bunt. Lass dir doch noch was geben, ich ihm dann erklärt das es doch min. ne halbe Stunde dauert bis das Schmerzmedikament wirkt. Da hat er eigenmächtig die Heb ran geklingelt, damit sie mir noch was gab. Er konnte mich nicht leiden sehen… Meinte auch er hätte schon längst nach mehr gebettelt und konnte kaum verstehen warum ich aushalten wollte.

Als ich wieder richtig anwesend war, wollte die Hebi mich frisch machen und mein Mann hat´s ausgenutzt und ist zum Mini hoch um nachzuschauen ob´s ihm weiterhin gut geht. Er hatte ihn kurz sehen dürfen nach der Geburt bevor der Zwerg hoch gebracht wurde auf die Neo. Darum beneide ich ihn auch.

Laut Arztbericht war Jonas livide verfärbt und deprimiert, es war also wirklich höchste Eisenbahn für ihn (hatte aber dafür einen guten Apgar von 8/9/9) Laut Ärztin auf der Neo machte Jonas das Chaos auch noch dadurch perfekt, das sein FW grün war. Aber das was sie tief aus seinen Lungen holte war klar. Zum Glück!!!

Nachts musste ich bereits das erste Mal aufstehen, *autsch* Hab die Schwester dann gebeten auf der Neo anzurufen, wollte doch wissen ob er sich gefangen hatte (da er abends 2 Atemaussetzer hatte). Bekam das Telefon in die Hand gedrückt, ich solle doch einfach selber fragen. Oh was hätte ich die Nachtschwester knutschen können. Die betreuende Schwester sagte mir dann, dass der Mini keinen Ärger mehr gemacht hätte und in den frühen Morgenstunden aus dem Inkubator in´s Wärmebettchen (bei 34°) umziehen dürfe…

Um 11 Uhr am Montag den 04.April 2011 (nach 17std.) habe ich ihn dann das erste Mal sehen dürfen!!!

Jonas Finley, geboren am 03.April 2011 in der 34+6SSW
Zarte 2130g verteilt auf 48cm und ein KU von 32,2cm (die Neo nimmt das wohl sehr genau)

Ich sollte nach dem 3. Tag entlassen werden und hab noch einen Tag rausgeschlagen um zu klären wie das mit Jonas weiter laufen sollte. Da ich ja grade angefangen hatte mit anlegen und nachpumpen. Abpumpen begann ja noch am Sonntagabend.

Da die Neo dort überbelegt war, freute sich der Oberarzt sehr als wir anboten dass ich freiwillig mit Jonas in´s Haupt-KH wechseln würde (war für meinen Mann egal vom Fahrtweg her).
Denn sie mussten jeden Eltern sagen, dass wenn ein Notfall reinkommt eins der Kinder denen es besser ging verlegt werden müsse.

Somit haben wir beiden insgesamt 11 Tage im KH verbracht. Am 4. Tag wurde er verlegt (und ich entlassen) und bin mit ihm als Begleitperson im Kinder-KH wieder aufgenommen worden. Am 6. Tag ist er aus dem Wärmebettchen in´s normale Bettchen umgezogen. Hatte gefragt, wie weit die Temperatur runter müsste bis er ausziehen dürfe. Da wurde mir gesagt 28°, er war noch bei 33°. Die Schwester stellte das Bettchen auf 31° und ne halbe Stunde später wollte sie uns in ein anderes Zimmer (Einzelzimmer mit Bad) verlegen (da ein Zwerg alleine kommen sollte und in unserem Zimmer hatten sie ihn besser im Blick) und meinte dann ach wir versuchen´s doch schon. Jonas hielt die Tempi genauso wie im Wärmebett und somit durfte er in der Bettschale bleiben (diese Bettchen aus Plexiglas). Er war bis zum letzten Tag am Monitor, hat aber keinen Ärger mehr gemacht (laut Arztbericht hatte er die ersten 4 Tage öfter´s Abfälle mit der Herzfrequenz)

Ich habe ihn alleine versorgt, stille ihn voll (ab und an gibt´s MuMi aus der Flasche nach) und die Schwestern brauchte ich nur zum Monitor pausieren bzw. wieder anstellen.

Die wollten mich dabehalten, damit ich den anderen Mama´s Nachhilfe gebe. Sie meinten man merke dass ich kleine Kinder hätte und in der Übung wäre. *g*

Tja, das war mein Roman von der Not-Sectio die mich noch länger begleiten wird…

P.S. Das positive an der ganzen Sache ist, das ich jetzt weiß wie ein Blasensprung ist (Nr.1 Sek. Sectio und Nr.2 wurde unter der Geburt gesprengt wegen Blutentnahme am Köpfchen). Außerdem habe ich eigene Wehen gehabt, die auch was am MuMu bewirkten.

Beitrag von rachel07 22.04.11 - 06:42 Uhr

Ein ganz toller Geburtsbericht! Ich hab geweint, du hast das so schön geschrieben. Ich bin froh, dass es euch gut geht. Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Kämpfers #verliebt

Beitrag von sihu 22.04.11 - 10:12 Uhr

Vielen Dank, finde es schön das dich unser Bericht so berührt hat. Wobei das gar nicht meine Absicht war, wollte eigentlich versuchen zu verarbeiten. #hicks

Habe auch grade meine Bilder öffentlich gemacht, wer schauen mag...

Beitrag von rachel07 22.04.11 - 12:58 Uhr

Ich hoffe, das ist dir gelungen. Ich finde einfach, dass du so authentisch geschrieben hats, das man sich das richtig vorstellen konnte. Als dann die HT nicht so gut wurden, hab ich mich angespannt und musst einfach wissen, ob alles gut gegangen ist.

Leider sind die Fotos so klein auf dem Profilbild, dass ich nicht wirklich was erkennen kann.
Aber der Kleiner wird bei dem Weg ins Leben schon schnuckelig sein :-)

Beitrag von sihu 22.04.11 - 20:22 Uhr

Ehrlich gesagt habe ich den Bericht geschrieben und fühlte mich eher wie Zuschauer. Hab es 11 Tage versucht zu verdrängen und mich abgelenkt (damit mich keine Schwester heulen sah) das es zu ner automatischen Handlung geworden ist. Oft laufen mir abends 2-3 Tränen und dann mache ich schnell was anderes.


Du sagst es wäre authentisch geschrieben, ich habe ehrlich gesagt oft umformuliert um das ganze etwas abzuschwächen. Wollte halt keinem Angst machen mit meinem Erlebnis, sondern es teilen. Wie heißt es halt so schön, geteiltes Leid ist halbes Leid.

Wegen den Bildern... Mein Fehler, nun sind sie wirklich öffentlich. Hab´s vorhin glatt vergessen, weil der Lütte Hunger bekam.

Beitrag von rachel07 22.04.11 - 20:58 Uhr

Der sieht ja echt knuffig aus.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein schreckliches Erlebnis war, aber ich denke doch, auch ein schönes!?
Es ist völlig ok, sich dieses Erlebnis in Erinnerung zu rufen und ein paar Tränen zu vergießen. Du hast das beste Trostpflaster überhaupt, deinen Kleinen.

Das wird schon an eine traumatische Erfahrung rangehen, lass es ruhig mal raus. #liebdrueck

Beitrag von sihu 22.04.11 - 21:26 Uhr

Danke schön, wir sind auch hin-und weg von ihm. ;-)

Dieser Tag war ein schönes Erlebnis, wir hätten nur gerne die Aktion mit der Not-Sectio auslassen können.

Mein Problem ist zur Zeit, das ich versucht habe 11 Tage lang alles zu verdrängen, so das es automatisch geworden ist. Ich würde gerne "trauern" und das erlebte einfach "wegheulen", dann wäre ich auch nicht mehr wegen jedem Mist nah am Wasser gebaut.

Aber die Entschädigung liegt in meinem Arm und schläft. ;-)

Beitrag von schnutchen 22.04.11 - 14:18 Uhr

Echt toller Bericht. Konnte gar nicht mehr aufhören mit Lesen! :-)

Und zwischendurch hatte ich echt Angst um dich und das Kind und wie dein Mann sich wohl gefühlt haben muss. Echt krass...

Bin sehr froh, dass es allen Beteiligten gutgeht und wünsche euch alles Glück der Welt - vor allem Gesundheit!

LG,
Franzi

Beitrag von sihu 22.04.11 - 20:29 Uhr

Vielen Dank!!! #liebdrueck

Ich gebe zu, um mich hatte ich so gar keine Angst. Mein Mann tat mir unendlich leid da ich seine Panik um mich und den Lütten sah und ich selbst hab um den Lütten gezittert.

Laut meinem Mann war das sein schrecklichstes Erlebnis. Er hätte noch nie solche Angst um jemanden gehabt, da sei ihm erst bewußt geworden wie sehr er mich doch lieben würde (und das er es tut weiß ich).
Er meinte auch, das Jonas in dem Moment an 2.Stelle kam, schließlich kannte er ihn da noch nicht. Seine Hauptsorge galt mir, er wußte nämlich als erstes nur das Jonas lebt (und das es ihm den Umständen entsprechend gut geht). Aber keine sagte ihm was mit mir ist, er meint das war ne verdammt lange halbe Stunde (nachdem der Lütte da war) bis ich endlich aus dem OP kam.

Beitrag von schnutchen 24.04.11 - 19:44 Uhr

Genau das dachte ich mir schon... welche Qual!! Da will ja wirklich niemand mit dem Mann tauschen.

Mein Freund sagt immer, wenn er sich entscheiden müsste, würde er auch immer mich wählen. Ich wünsche ihm nur, dass er niemals in die Lage kommt.

Bin wirklich froh, dass es euch allen gutgeht! Und hoffe, dass sich jetzt alles schön erholt hat?

LG

Beitrag von sihu 24.04.11 - 20:08 Uhr

Es muß die Hölle gewesen sein, vor allem da ich noch 2std. brauchte bis ich wach wurde. Also saß er die ganze Zeit hilflos neben mir...

Ich kann deinen Freund verstehen, zum Glück mußte mein Mann sich nicht entscheiden. Das hat das OP-Team übernommen. #schein
Ne im Ernst, nachdem der Lütte geboren wurde und die 1.Versorgung lief durfte er dabei sein und sich wenigstens davon vergewissern das hier alles gut war. Aber er meint er wäre in dem Moment auch gerne im OP gewesen, um nach mir zu sehen...

Beim Großen damals wurde er freundlich rausgeworfen mit dem Zwerg im Arm, weil mein Blutdruck in Keller ging und so schnell ja keiner wußte ob sie mich zum nähen noch in Vollnarkose legen müssen. Also flog er vorsichtshalber raus, er meinte damals das er das schrecklich fand da er ja nicht wußte wie´s weiter geht. Aber da hat ihn die Hebi gleich beruhigt, hatte kurz bei mir nachgeschaut und bei ihm Meldung gemacht. Das war doch was anderes...

Erholt? Na ja, ich glaube das dauert noch etwas. *g* Aber wir sind zuhause angekommen und der Lütte ist echt entspannt. Schläft viel, wird aber immer wacher um so mehr er zulegt. Mittlerweile hat er schon 2700g (gestern), bin stolz auf unseren Kämpfer.

Lg

Beitrag von mousi1982 23.04.11 - 09:55 Uhr

...also mir liefen auch grad so die Tränen runter! Dein Bericht war sehr fesselnd und sehr schön geschrieben!

Gott sei Dank ist alles klimpflich ausgegangen und dir und dem kleinen Prinzen geht es gut!

Hoffe dein Mann hat alles gut verkraftet!?
Kann mir vorstellen wie er sich gefühlt haben muss.

Ich wünsche euch alles Gute,
Corinna

Beitrag von sihu 23.04.11 - 17:41 Uhr

Danke auch an dich!!!

Soweit denke ich hat mein Mann das verkraftet. Er spricht nicht darüber, er sagt nur das er unendlich froh ist, das es vorbei ist und es uns (Jonas und mit) so gut geht.

Beitrag von janimausi 24.04.11 - 18:20 Uhr

Mir ist gar nicht aufgefallen, wie lang dein Bericht war, er war so toll geschrieben...

Mich freuts ungemein, das es euch allen gut geht...

Jetzt kann ich mir auch vorstellen, wie die Geburt von Logan gewesen wär, wenn er tatsächlich schon in der 34ssw gekommen wär...
Denn die Wehen hat er immer noch nicht so ganz verkraftet als er kam und er kam in der 42ssw...

LG

Beitrag von sihu 24.04.11 - 18:46 Uhr

Oh danke... Das hört man gerne...

Das glaube ich dir gerne, das du es dir nun vorstellen kannst.
Meine Mittlere hat die Wehen auch nicht so gut verkraftet (kurze Abfälle auf 50, fing sich aber immer wieder). Da war schon alles im Hintergrund vorbereitet für nen Kaiserschnitt (hatte deswegen auch ne PDA, Op-Hemd an usw.) Und sie kam nach Einleitung genau am ET... Warum sie so Schwierigkeiten hatte, weiß keiner. Gab keine Ursache (Nabelschnur o.ä.)

Aber zum Glück habt ihr es ja auchgut überstanden, hab grade gesehen das Logan ja auch schon 3 Jahre alt ist. Wollte er damals auch eher kommen?

Lg

Beitrag von janimausi 25.04.11 - 20:42 Uhr

ja, der erste mal hatte ich wehen in der 34ssw, die ich persönlich gar nicht als solche erkannt habe.

Meine Schwester, mit der ich mich an dem Tag nur durch Zufall getroffen hab, meinte ich solle mich doch einfach mal mit meiner Hebi treffen, wenn mir ständig der Bauch ziept #klatsch da hätt man sich ja so was denken können.
Hebi hat dann CTG geschrieben, Bauch abgetastet und untersucht, Befund war dann das der Muttermund schon nach vorne gekippt ist und Fingerdurchlässig, und CTG schrieb an diesem Tag auch schöne Wehen auf (zum Glück) und dann gings ins KH und ab an den Wehenhemmer...

Und als die Geburtswehen dann richtig los gingen wurden seine Herztöne langsam immer schlechter und als der Rest Fruchtblase weg war gingne die bei jeder Wehe total in den Keller...

Im KH waren die dann auch die ganze Zeit am überlegen ob ein KS gemacht wird, oder nicht...
Aber zum Glück haben wir es dann doch noch so geschafft...
Und die PDA wollten sie mir nicht geben, weil sie meinten, das es dem Kind zu schlecht geht...

LG

Beitrag von sihu 28.04.11 - 13:29 Uhr

Sorry, bin die letzten Abende nicht dazu gekommen zu antworten. Irgendwer wollte immer was. *g*

Da hast du ja auch ne Geschichte hinter dir, aber das du noch Wehenhemmer bekommen hast?! Gut, ich hatte keine Wehen, aber es hieß sie würden auch nix mehr aufhalten. Deshalb gab´s ja auch die Lungenreife...

Ja, diese Überlegungen mit dem KS kenne ich ja auch noch, zum Glück haben wir´s auch so geschafft genauso wie ihr. #liebdrueck

Nur das mit der PDA verstehe ich nicht, mir wurde sie "aufgedrängt" um eben Entspannung reinzubringen für uns beide. Na ja und für den Fall der Fälle, damit ich keine Vollnarkose gebraucht hätte.

Lg

Beitrag von aurora-borealis 27.04.11 - 00:01 Uhr

Hallo und Herzlichen Glückwunsch zum kleinen Kämpfer ..

Im gleichen Kh habe ich ende Januar auch entbunden, und meine drei großen vor ein paar jahren ebenso :-) :-D

wurde etwas stutzig.. Baustelle, Neo, CTG Zimmer mit 3 liegen usw.. :D

Ich hoffe euch geht es gut und der kleine macht sich gut.
Meiner nummer drei haben die dort das Leben auch gerettet, sogar zweimal.

meine nummer vier war auch sehr zart, wog aber schon 2880 g bei 50 cm, heute, 13 wochen später sind es 5050 g und 58 cm.. die kleinen holen alles auf :-))

Lg aurora



Beitrag von sihu 28.04.11 - 13:35 Uhr

Sorry, bin die letzten Abende nicht dazu gekommen zu antworten. Irgendwer wollte immer was. *g*


Erstmal herzlichen Dank an dich!!!

Doch, also der Kreissaal war top, konnte mich bei der Reaktionsfähigkeit echt nicht beschweren. Zum heulen fand ich nur etwas die Wöchnerinnenstation. Alle Schwestern (bis auf 1-2 Ausnahmen) waren echt lieb, aber irgendwie hatte ja keine nen Plan von irgendwas. Bzw. jede sagte was anderes... Meine Bettnachbarin (KS nachdem der MuMu bei 8cm blieb und das 1. mal Mama) haben sie damit echt verunsichert. Keiner zeigte ihr wie´s stillen richtig ging usw. Das fand ich persönlich schade...

Deine Nummer 4 hatte in etwa die Maße meiner 2. (also mittleren). Die Maus kam am ET mit 2845g und 51cm zur Welt, hat aber auch sehr schnell aufgeholt und sah richtig mopsig aus. Mittlerweile verwächst es sich. *g*

Darf ich fragen was deine Nummer 3 hatte, das sie ihm/ihr 2mal das Leben retten mußten?
Dann hast du die Neo ja auch bestimmt kennen gelernt? Wie war denn dein Eindruck? Ich fand die "Bande" oben echt top, vor allem der Oberarzt (den ich als solchen gar nicht erkannt hatte, kein Schild und struppeliger Vollbart).

Lg

Beitrag von clementine25 07.05.11 - 10:39 Uhr

grtauliere zum baby! hab den bericht nicht ganz gelesen , bin beim grünen fruchtwasser stehen geblieben. allssosoo bei der geburt meines sohns war das fruchtwasser dann auch grün ( blase gesprengt) --> es wurde SOFORT ein kaiserschnitt durchgeführt ( 10 min später war er da..) so wie ich das jetzt verstanden habe, hat das bei drir dann noch lange gedauert !???!! grünes fruchtwasser heißt, dass das kind unter stress gestanden hat / nicht gut versorgt wird ( und dann mekonium gestuhlt hat.. soweit ich mich richtig erinnere..) --> warum hat man so lange gewartet?! versteh ich nicht,.. wenn ich das richtig versteh.
ist ja noch mal gut gegangen..